Die Idee für The Magazine (kostenlos; universal; App-Store-Link) entstand aus ausgekoppelten Instapaper-Leseempfehlungen und entwickelte sich unter Glenn Fleishman, in seiner Rolle als Chefredakteur, zu einer sich selbst tragenden iOS-Publikation (die gerade einmal 80 Artikel zählt).
Instapaper istverkauft. Und auch von The Magazine tritt Marco Arment heute zurück und übergibt an den bereits die Geschehnisse leitenden Glenn Fleishman.
Manchmal mag ich komplexe Software – solange sie nicht kompliziert ist. Deshalb nutze ich OmniFocus und nicht Clear. Bei meinen Ansprüchen an eine Kamera-App sieht’s genau andersherum aus. Weniger ist hier mehr. Deshalb genieße ich Analog Camera (0.89€; App-Store-Link).
Der ToDo-App-Vergleich ist nicht willkürlich gewählt. Das soeben freigegebene iPhone-Programm entspringt Realmac Software, dem besagten UK-Studio das zuletzt mit Clear auffiel.
Analog Camera lässt sich in 12 Sekunden vorführen. Bei mir hat es einen halben Tag gedauert bis mein Muskelgedächtnis die Kontrolle der Wischgesten übernahm.
Analog Camera knipst ausschließlich quadratische Fotos – Instagrammer kennen diese Dimensionen nur zu gut. Im Live-Sucher existiert zur Orientierung eine Horizontlinie; durch einen Zwei-Finger-Tap lassen sich Belichtung und Fokus trennen. Auf Einstellungen für den Blitz, Video-Aufnahmen oder ein Umschalten zur vorderseitigen Kamera wurde verzichtet. Die App kümmert sich auch nicht um’s Aussortieren, sprich das Löschen von Fotos. Selbst eine Vollbildansicht der Schnappschüsse fiel dem simplen Ansatz zum Opfer. Richtig so!
Neben der durchdachten Bedienung sind es die dezenten aber gut platzierten Soundeffekte, das ansehnliche Programm-Icon und die vielen Share-Optionen, die den positiven Eindruck abrunden.
Analog Camera ist eine dieser Apps, die ich gerne für ein paar Wochen mal im iOS-Standby-Screen ausprobieren würde. Von dort starte ich in den häufigsten Fällen die iPhone-Kamera. Aber hier lässt sich Apple bekanntlich (noch?) nicht reinpfuschen.
Mein einziger Kritikpunkt: Analog Camera legt für seine Bilder kein eigenes Fotoalbum an. So machen es beispielsweise Instagram oder Path und erleichtern mir damit die Übersicht um ein Foto aufzufinden und/oder in ein anderes Bildernetzwerk zu schieben.
Deshalb habe ich Realmac Software vor dem heutigen Release danach gefragt (und diese Antwort erhalten):
„We wanted to keep the Analog Camera UI clean and simple, and didn’t see much advantage in adding another album just for Analog Camera shots. Having said that, If we find a lot of users want this feature we’ll look into adding it into a future update.“
John Paczkowski verspricht das komplette Video-Interview von Tim Cook auf der D11 für die nächsten Stunden1. Dies gilt es abzuwarten. Den unzähligen (unten aufgeführten) Mitschriften lässt sich jedoch schon jetzt entnehmen, dass die im letzten Jahr von Cook angekündigte „double down on secrecy“ Produktpolitik keine Ausnahmen erlaubt – auch nicht für die selten öffentlichen Interviews.
Diese fünf Diskussionspunkte stachen für mich im ersten Durchlesen heraus.
We’re still playing in TV through Apple TV. For several years we were selling a few hundred thousand. We’ve now sold 13 million — about half of those in the last year.
To convince people they have to wear something, it has to be incredible. If we asked a room of 20-year olds to stand up if they’re wearing a watch, I don’t think anyone would stand up. […] I don’t think it has to be just that. I think other wearable ideas could be interesting. The sensor thing is exploding.
On Android: Do I look at it? Of course. I don’t have my head stuck in the sand… Globally I think there are a lot of phones that are called smartphones that if we got together, we’d call it a feature phone, and the user uses it like a feature phone.
Kara is asking about „the Facebook bobbleheads“ — Chat Heads. Cook says that Apple and Facebook worked together on integration. There’s more they can do.
Cook says, speaking generally, that you’ll see Apple open up more APIs in the future — but not in a way that leads to a bad customer experience.
Cook says Apple was on the pace of buying a company every 60 days, every six months or so. Apple has already acquired 9 companies in this fiscal year. Walt: “Did you announce them all?” Tim: “Of course not!”
Wer das nächste Mal eine IDC-Statistik liest oder ein Zahlenspiel von Gartner rezensiert (geschweige denn darüber bloggt), und nach (s)einer Meinung sucht, sollte zuvor 'Winning' and 'losing' gelesen haben.
Might I kindly submit that the market share versus profit share debate, like much of the “journalism” surrounding Apple and Google, has more to do with tech culture war shenanigans than actual analysis. Arguing over which single metric best indicates who is “winning” is reductionist and silly. There’s no good reason for it, other than to satisfy a partisan streak that, to one extent or another, resides at the heart of almost all tech commentary. I’m of the opinion that market share and profit share are valuable data points, but like any other types of data, they’re only useful when placed in the proper context.
Die Diskussion zwischen Marktanteil und Gewinn hat einen Punkt erreicht, bei dem verstanden wurde das sich ohne korrekten Sinnzusammenhang keine direkte Beziehung zwischen iOS und Android ziehen lässt.
To put this another way, looking at 'smartphone share' or 'profit share' or 'platform share' all tell you something about the industry, but all three metrics mislead you if you try to treat them as a way to see who's 'winning', because 'winning' means different things for Apple, Samsung or Google. After all, Google may well still make more money from searches on iOS than it does from searches on Android. There's no easy way to fit that into any of these charts.
Google verdient 95-Prozent seiner Umsätze mit Werbung. Ihre Services, von YouTube bis Maps, bemessen Erfolg in Marktanteilen. iOS ist dagegen Apples Verkaufsargument für Post-PC-Hardware.
Die Gegenüberstellung ist derzeit spannend, weil Apple mit Services wie iCloud, Karten und dem App-Store-Softwarekatalog versucht die eigene Plattform attraktiv zu halten während Google, gebeutelt durch (Software-)Desaster von Hardware-Buden und Mobilfunkprovidern, sich anstrengt eine hochwertige Marke wie das Nexus zu etablieren und für sein unmodifiziertes OS trommelt.
Mittlerweile hat Google den Link zu Reader komplett aus seiner Menüzeile im Web entfernt. Auch die Verweise zu ‚More‘ und ‚Even More‘ enthalten kein Ergebnis mehr. Wer die Adresse zu seinen RSS-Feeds nicht kennt (reader.google.com), sitzt schon jetzt, 38 Tage bevor dort endgültig die Lichter ausgehen, vor der Tür.
Das Netz braucht Alternativen. NewsBlur ist ein solcher (bereits vier Jahre alter) Gegenvorschlag mit Potenzial. Speziell nachdem in dieser Woche ein Re-Design online ging, das sowohl die Web-Version als auch die Apps für iPhone + iPad (kostenlos; universal; App-Store-Link) versüßte.
Die Rahmenbedienungen gleich vorweg: Der Dienst veranschlagt 2 US-Dollar pro Monat, lässt sich mit 64 Feeds (und minimalen Einschränkungen) aber beliebig lange ausprobieren.
NewsBlur’s traffic increased 20 times over after Google’s announcement, Clay said. What’s more, many users seem to be sick of the uncertainty that comes with relying on a free service like Google Reader. About half NewsBlur’s users pay $24 a year.
Gabe Weatherhead kam der Aufforderung zum Probelauf nach. Seine umfangreichen Beschreibungen und zahlreichen Screenshots finden sich hier.
Seinem Review sei hinzugefügt: NewsBlur ist ein klassischer RSS-Reader für eine technikfreundliche Zielgruppe. Die Keyboard-Shortcuts im Browser und die anzupassenden Darstellungsoptionen (über-)erfüllen den Anspruch geekiger Software. Wer RSS-Vorerfahrung mitbringt, hat viel anzuklicken. Feedly-Freunde dagegen kippen rücklings vom Stuhl.
Die iOS-Apps hinterlassen einen übersichtlicheren Eindruck, sparen jedoch nicht an Funktionen gegenüber der Web-App. Das Aktivitätslog führt Buch welche Feeds zuletzt hinzugefügt wurde, welche Story man bereits in welches Netzwerk gepumpt hat und welchen Twitter-, ADN- oder Facebook-Menschen man folgt.
Durch die (verschachtelten) Feed-Ordner und Abo-Links, die NewsBlur als OPML-Datei oder direkt aus dem Google Reader übernimmt, wischt man einhändig. Nur ganz selten verschluckt sich die native App und zeigt einen Eintrag erst nach erneuter Aufforderung. Und der Sync ist verdammt schnell. Eine globale Suche durch alle gelesenen und/oder ungelesenen Feeds fehlt.
NewsBlur’s Alleinstellungsmerkmal steckt in seiner Intelligenz, die Geschichten nach Schlagwörtern, Autor oder Überschrift ausblendet beziehungsweise in den Fokus rückt. Wie gut die antrainierten Routinen – über Bewertungen mit Daumen hoch, Daumen runter – funktionieren, kann ich noch nicht fundierte abschätzen.
NewsBlur ist Open Source. Das Prinzip der integrierten Blurblogs, bei denen man anderen NewsBlur-Leuten folgt und Einträge kommentiert, halte ich für verschwendete Liebesmüh. Diese Diskussionen sind in etablierten Netzwerken wie Twitter oder auf Facebook wesentlich zukunftssicherer aufgehoben.
Und noch eine Anmerkung in eigener Sache: Die Volltext-Feed-Adresse für das iPhoneBlog lautet www.iphoneblog.de/feed (die beiden Vorschläge, die euch derzeit NewsBlur anbietet, sind nicht aktuell/richtig).
Halftone ist eine dieser klassischen ‚Ein-Zweck-Apps‘ – in diesem Fall für Foto-Spielereien. Mit Sprechblasen, Panelrahmen und Schraffur-Filtern lassen sich Bilderstreifen im unverkennbaren Comic-Look erstellen. Die Stempel sind albern. Die unterschiedlichen Seitenlayouts, die die skizzenhaften Storyboards formen, zeigen sich jedoch dezent zurückhaltend. Genau deshalb hält sich die iPhone-App (0.89€; App-Store-Link) seit ein paar Jahren in meinem Foto-Ordner.
Halftone 2 (App-Store-Link) ist eine neu geschriebene Version für das iPad, die sich kostenlos ausprobieren lässt und alle zusätzlichen Funktionen als In-App-Kauf für insgesamt 5.99€ freischaltet – so wie FiftyThree’s Paper.
Ein düsterer Hinterhof, tief hängender Zigarettenrauch, beißender Kneipengeruch und ein verhängnisvoller Pokertisch – keine Wohlfühlatmosphäre. Doch dann wird’s gesellig. Eure Karten-Kumpel sind Sam (aus Sam und Max), Brock Samson (Venture Bros.), Claptrap (Borderlands) und Ash Williams (Army of Darkness).
Poker Night 2 (4.49€; universal; App-Store-Link), aus den Telltale Studios, vermischt unterhaltsame Videospiel-Comedy mit humorlosem Glücksspiel. Vor kitschigem Klaviergedudel verprasst ihr Spielgeld – In-App-Käufe oder Zeitstrafen gibt es nicht. Die (englischsprachigen) Reaktionen und Phrasen eurer Mitspieler sind exzellent gescriptet. Trotz unvermeidbarer Wiederholungen bin ich den Gags und kecken Sprüchen auch nach zwei Stunden noch nicht überdrüssig – auf lange Sicht scheint dies jedoch unvermeidbar.
Poker Night 2 erschien für Xbox, PlayStation und PC bereits vor einem Monat. Die damaligen Kritiken waren keinBluff.
If you are looking for a good poker game, then this is a no-brainer, but even if you aren’t a huge poker player don’t overlook this. The witty conversations and fleshed-out characters make this a fantastic little game, with very little holding it back.