MoneyBook (2.69€; App-Store-Link) und ListBook (1.79€; universal; App-Store-Link) gefallen mir aufgrund ihrem schlichten Layout bereits ausgesprochen gut. Next – Expense Tracking (1.79€; App-Store-Link), das neuste iPhone-Projekt von noidentity, versetzt dem (für mich anstrengenden) Thema ‚Ausgabenerfassung‘ einen neuen Streifschuss. Die App ist interessant weil sie auf zeitraubende Firlefanz-Einstellungen verzichtet.
Next kommt mit nur drei iOS-Seiten für die kleine Hausbuchhaltung aus. Ein Screen widmet sich der Erfassung von finanziellen Ausgaben – bevorzugt unterwegs. Abgefragt wird lediglich die Kategorie und der Preis in den ein Kauf fällt. Bildschirm zwei und drei werfen eine Tagesanalyse sowie Langzeitübersicht, gestaffelt nach Woche, Monat und Jahr, aus. Die Rubriken, in denen Kosten erfasst werden, lassen sich sortieren aber nicht eigenständig benennen.
Was ich mag: Die App traut mir zu, dass ich eine Ausgabe der passenden Kostenstelle (Kleidung, Lebensmittel, Busticket, etc.) zuordnen kann und mich nicht bei jeden Kaugummi-Kauf an der Tankstelle damit belästigt, eine komplexe Informationsakte anzulegen. Ob’s ein Kaffee oder ein Croissant war, das später in der Abrechnung mit 2Euro aufschlägt, ist egal. Wichtig ist (mir) ein (Rubrik-)Überblick der Ausgaben für solche Kleinigkeiten.
Grundsätzlich zahle ich überall mit Kreditkarte (und sichere mir so die Online-Belege). Wo aber (Mini-)Bargeldbeträge abbleiben, überblicke ich nie. Genau hier kommt Next zum Einsatz. Als Mini-Ausgabenkontrolle in einer sehr spezifischen Nische im großen Thema Buchhaltung.
Hell Yeah! Pocket Inferno (0.89€; universal; App-Store-Link) ist die ‚Happy Tree Friends‚-Edition von Jetpack Joyride. Leider beißt hier nicht ‚Der Zorn des toten Karnickels‚ (ein hochgelobte Action-Plattformer für XBLA und PSN) – trotzdem verbleibt genug bekloppter Humor und kniffeliges ‚Run and gun‚-Gameplay für ein paar unterhaltsame Stunden (-> Trailer).
Die Zutaten für das Genre sind hinlänglich bekannt: In einer Side-Scrolling-Flugstunde von links an rechts greift ihr mit zwei Fingern ins Rennen ein. Ein Fingerzeig auf die linke Bildschirmhälfte schubst euren Flugrucksack leicht in die Höhe; die Finger der rechten Hand feuern mit der Bordkanone. Drei unterschiedliche Levelziele sind in 50 kurzweiligen Welten zu erreichen. Bei einer einzelnen Gegnerberührung schärft ihr den Tunnelblick wieder ganz von vorne.
Hell Yeah! bringt iOS als Spiele-Plattform keinen Schritt voran sondern pikst lediglich bekannte App-Store-Nerven. Das funktioniert (und läuft technisch einwandfrei), vermisst aber jede Gameplay-Beziehung zum Höllentrip von den Konsolen. ‚Pocket Inferno‚ ist exakt das, was ‚Rayman Jungle Run‚ für die Jump-n-Run-Serie von Ubisoft ist.
Die Telekom verkauft ab heute alle iPhone-5-Vertragsgeräte sim- und netlockfrei; alle Bestandsgeräte verbleiben mit Netzsperre. Das interne Infosystem des Mobilfunkanbieters teilte seinen Vertriebspartnern diese Information am gestrigen Mittwoch mit.
iPhone 5 Geräte, die ab 21. Februar 2013 über iTunes aktiviert werden, verfügen nicht mehr über einen SIMLock. Das gilt auch für Ihre Bestandsware, da das Datum der Aktivierung in iTunes relevant ist. Ab sofort können Sie Ihren Kunden ein Gerät ohne SIMLock anbieten. Nutzen Sie diese Argumentation und die Chance weiteren Absatz zu generieren.
(Vielen Dank an alle Zuschriften!)
Der Schachzug für ‚weiteren Absatz‚ ist aus dem letzten Jahr bekannt. Im Juli 2012 hob die Telekom die Netzsperre für das iPhone 4S auf und führte sie zum iPhone-5-Verkaufsstart wieder ein.
Der ‚Urban Weather Station‚ von Netatmo mangelt es nicht an Kaufargumenten. Eine Zielgruppe für die persönliche Wetterstation zu finden ist jedoch schwierig, weil man hier auch für Komfort und Design bezahlt. Qualitäten, die in ‚Geiz ist geil‚-Zeiten oft übersehen werden.
DAS Feature der zwei batteriebetriebenen Aluminiumröhren (die Innenstation lässt sich auch über Micro-USB-Strom betreiben), ist die iOS-App (kostenlos; universal; App-Store-Link). Während jede andere Wettersoftware für externe Temperaturstationen dem letzten Jahrtausend entsprungen scheint, schafft es Netatmo seine Messwerte wie Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Lautstärke, Temperatur und CO2-Qualität übersichtlich und verständlich aufzubereiten. Über ein Benutzerkonto sind alle 5-Minuten-Updates – so oft werden automatisch Ergebnisse aufgezeichnet – weltweit einsehbar. Ja, ich kann den Lärmpegel in meiner Helsinki-Wohnung aus dem Südsee-Urlaub abrufen.
Das eigene WiFi-Netzwerk (802.11b/g/n) lernen die zwei Stationen, eine für Innen, eine für Außen, über eine kinderleichte USB-Ersteinrichtung am Desktop. Anschließend lassen sich alle Einstellungen (Einheiten, Stationsnamen), jede Akkustandsanzeige und erweiterte Konfiguration (CO2-Kalibrierung, Geo-Ortung, Push-Benachrichtigungen) von einem iPhone oder iPad vornehmen. Einzig und allein für den Datenexport der Messwerte in Form einer CSV/XLS-Datei muss man über den Browser gehen.
Auch Freigaben, um der Familie und Freunden einen Zugriff auf die eigenen Wetterverhältnisse zu geben, verwaltet die iOS-Software. Ebenso listet das Programm auf, welchen Drittanbieteranwendungen es erlaubt ist, die Schnittstelle zu den Hausgeräten aufzubauen.
DIE App ist das Feature dieser persönlichen Wetterstation.
Soviel zum Thema Komfort. Doch wo liegen die Schwierigkeiten? Die ‚Urban Weather Station‚ kämpft an drei Fronten:
Im App Store existieren unzählige Wetter-Anwendungen, die ohne Hardware auskommen und nur ein paar Euro kosten. Apps wie Today Weather (2.69€; universal; App-Store-Link) decken den Bedarf an Wetterwissen der meisten Interessenten und fragen obendrein weltweit Werte ab.
Vernünftige Temperaturstationen, mit eigenem Display und Außenfühlern, sind schon für 50Euro zu haben. Wer auf die Lärmmessungen und Push-Benachrichtigungen für die nächste Raumlüftung verzichten kann, und hässliche Plastik-Kästen erträgt, misst sein lokales Wetter genauso.
Und dann sind da noch die Wetter-Enthusiast, die sich Kombi-Instrumente mit Regenmessbehältern und Windmessern in den Vorgarten stellen. Diese Zielgruppe hat sicherlich kein Problem mit der Netatmo-Preismarke, aber bestimmt mit der für Endanwender ausgelegten Bedienung.
Die von mir sorgsam aufgezogene Argumentation lässt sich allerdings auch (ganz einfach) auf den Kopf stellen. Eventuell besetzt die Netatmo für 170Euro (Affiliate-Link) exakt eine Produktnische, die bislang komplett vernachlässigt wurde – irgendwo zwischen ‚Pro‘ und ‚Billig‘.
Klar ist, egal ob man preislich nach unten oder oben schaut: Die ‚Urban Weather Station‚ steckt mit seiner App, den nachvollziehbar aufbereiteten Messwerten und der intuitiven Bedienung (siehe ausführliche Hilfe innerhalb der App) seine Mitbewerber in die Tasche und begeistert selbst mich, einen ausgesprochenen Wettermuffel.
* Alle iPhoneBlog-Videos, garantiert frei von Erklärbär- und Unboxing-Spuren, gibt es auch als iTunes-Podcast.
Ich bezweifle nicht das Filmregisseur Malik Bendjelloul in seine exzellente Dokumentation ‚Searching For Sugar Man‚ tatsächlich zwei Filmschnipsel der 8mm Vintage Camera (1.79€; App-Store-Link) geschummelt hat. Aber das hier ist Pressearbeit – zugegeben gute Pressearbeit.
Das Auto-Ladegerät von Griffin mit Lightning-Stecker (Affiliate-Link) hat es ganz knapp nicht in den diesjährigen Video-Adventskalender geschafft. Das bedeutet aber auch: Ich fahre den PowerJolt SE, der alle aktuellen iOS-Geräte (iPod touch 5.Gen, iPhone 5, iPad 4.Gen + iPad mini) über den Zigarettenanzünder im Auto auflädt, seit 1.5 Monaten spazieren und kann daher eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen.
Das Spiralkabel lässt sich bequem bis zu einer Länge von über einem Meter ausziehen; die Verarbeitungsqualität des lizenzierten Lightning-Accessoires halte ich für hervorragend und der Preis von 30Euro ist unter Anbetracht, das Apple für ein einzelnes Lightning-USB-Kabel übertriebene 20Euro verlangt, fair.
„So viele Bücher. So wenig Zeit.“ Ein nachvollziehbares Problem.
Blinkist (kostenlos; App-Store-Link) streicht Sachbücher auf ihre Hauptaussagen zusammen. Das Start-up aus Berlin veröffentlichte im Dezember ihre App und besitzt aktuell ein Repertoire aus 56 Essays über Bücher aus den Kategorien Politik & Geschichte, Unternehmertum oder Business & Karriere. Darunter sind ein paar Bestseller wie ‚Die 4-Stunden-Woche‘ von Timothy Ferriss (8.99€; iBookstore) oder ‚ReWork‘ von Jason Fried & David Heinemeier Hansson (8.99€; iBookstore).
Ziel der Zusammenfassungen ist es, (in eigenen Worten) die Quintessenz aus den literarischen Veröffentlichungen zu quetschen. Manchmal ist es auch nur ein Hauptgedanke oder die dahinterstehende Idee von einem Werk, die kleingestückelt serviert wird. Wie gut dies funktioniert, lässt sich anhand von drei frei zu wählenden Gratis-Downloads aus dem gesamten Katalog überprüfen. Einzelne Beiträge kosten zwischen 89 Cent und 1.79Euro; das In-App-Monatsabo verlangt 4.49Euro. Einmal heruntergeladene Zusammenfassungen gehören auch nach dem Ende der Abozeit dem eigenen iTunes-Konto.
Die schlichte Optik der iPhone-App ist ein gelungenes Format für die mundfertigen Bildungshäppchen.
Nach den ersten drei Aufsätzen, die mich zirka 40 Minuten kosteten, hatte ich zwei Fragen. Das Team aus Berlin war so nett, mir diese zu beantworten.
Wer schreibt die Zusammenfassungen beziehungsweise welchen redaktionellen Prozessen durchlaufen die Artikel? Was für Hintergründe haben die Autoren und wie erfolgt die Zuteilung der Bücher an die Verfasser, die daraus Essays fertigen?
Die ersten Zusammenfassungen für Blinkist hat Mitgründer Sebastian Klein geschrieben. Sebastian hat Psychologie studiert und beschäftigt sich schon seit Jahren mit Buchzusammenfassungen und der Aufbereitung von komplexen Inhalten.
Mittlerweile arbeitet er mit einem Team fester und freier Autoren zusammen, die die Bücher zusammenfassen. Bei der Auswahl der Autoren sind für uns vor allem ein ausgeprägtes Sprachgefühl, analytische Fähigkeiten und Kenntnisse in dem jeweiligen Thema wichtig. Deshalb arbeiten wir ausschließlich mit Akademikern zusammen, die sich in ihrem Studium mit dem jeweiligen Thema beschäftigt haben.
Auf welcher rechtlichen Grundlage steht die Veröffentlichung der Abhandlungen? Geschieht dies in Absprache (eventuell Zusammenarbeit) mit den entsprechenden Verlagshäusern oder ist das Thema unproblematisch? Wie wird entschieden welche Titel sich Blinkist als nächstes vornimmt?
Unsere blinks sind eigene Werke unserer Autoren und beinhalten keine Sätze oder gar ganze Passagen des Originalbuchs. Daher ist die Veröffentlichung rechtlich unproblematisch. Unabhängig davon sind wir aber an einer Zusammenarbeit mit den Verlagen interessiert und haben bereits angefangen, mit einzelnen Verlagen zu sprechen.
Die Auswahl für unsere nächsten Zusammenfassungen stellen wir vor allem aus den aktuellsten Bestsellerlisten und dem Feedback von Kunden zusammen.