Kompromisse

IPhoneBlog de evasi0n

Das ‚perfekte iPhone‚ für 47,90 US-Dollar? Jeff Benjamin zeigt 15 seiner essentiellen Jailbreak-Tweaks. Und keine dieser ’nischigen‘ iOS-Modifikationen kann (mich) begeistern.

At this point, I think it’s safe to say that I have a pretty good grasp on what’s out there. With that in mind, I’ve compiled a definitive list of jailbreak tweaks that I believe create the perfect iPhone experience.

Das iDownloadBlog ist eine der wenigen Referenzen für Jailbreak-Berichterstattung, die ich schätze. Diese ‚ultimative Liste‘ beweist deshalb einmal mehr, dass die empfohlenen Hacks nicht die ausschlaggebenden Gründe für über sieben Millionen Nutzer sind, ihr OS aufzubohren.

As of Thursday night, Freeman’s alternative app store had received visits from 5.15 million iPhones, 1.35 million iPads, and 400,000 iPod touches that were jailbroken with evasi0n, the first jailbreaking software for the iPhone 5 and iOS 6.1.

Der Blick auf die spärliche Sammlung an Jailbreak-Ideen (zumindest in Form von angemessen umgesetzten Programmen) führt vor Augen, welchen Herausforderungen iOS 7 bevorstehen. Klar ist: Bleibt es beim üblichen Erscheinungstermin im Spätsommer, trägt die nächste große Versionsnummer nur in Nuancen die Handschrift von Jonathan Ive – zeitlich ist das sonst nicht anders möglich.

Im Gegensatz zu iOS 5 (Notification Center, Messages, Newsstand, iCloud und PC-Free) war iOS 6 ein Backstage-Update (App Store UI, Maps, Passbook). Viele der offensichtlichen Feature-Wünsche, angespornt durch die Konkurrenz, sind mittlerweile abgelehnt oder eingearbeitet. Einige frische Ansätze kamen zuletzt von BlackBerry (Privat- und Arbeits-Profil, Smart-Keyboard, Time-Shift-Kamera).

Große Konzepte wie ein Gäste-Login, AirDrop, der animierte (Windows Phone-)Homescreen oder das viel diskutierte Thema der Kommunikation zwischen iOS-Anwendungen dem Umgang mit Dokumenten („Öffnen in„), sind hinlänglich beschrieben aber nicht ansatzweise konkretisiert. ‚Das Leben nach dem Dateimanager‚ hat noch niemand im Griff.

Der dominierende Anteil von iPhone- und iPad-Besitzern adaptiert ein neues iOS-Update, ganz im Gegensatz zu Android, zeitnah. Einerseits ist das beeindruckend und erleichtert durch Konformität die Software-Distribution. Anderseits verleitet es Marktführer auch dazu weniger radikale Ideen auszuprobieren, alte Zöpfe nicht mehr so schnell abzuschneiden und ängstliche Zwischenlösungen einzugehen (Aktuelles Beispiel: Windows Surface).

iOS 7 muss sich daher nicht in erster Linie anhand seiner neuen Features messen lassen sondern an den bewusst gewählten Kompromissen; an Entscheidungen, was Apple weglässt um die übergeordnete Qualität für alle zu halten.

Zwei neue iPad Ads: ‚Alive‘ und ‚Together‘

DirektAlive

DirektTogether

Die kleinen und großen (Kinder-)Hände sind ein nettes Detail. Die Auswahl der Apps ist un­spek­ta­ku­lär.

Gridlee spielt Nintendo-PlayChoice-Games (+ Video)

Zur Überraschung aller liebt und lebt Gridlee, der MAME-Emulator mit ’nachrüstbarem‘ ROM-Verzeichnis, auch nach drei Wochen, weiterhin ungestört sein App-Store-Dasein (kostenlos; universal; App-Store-Link). Das gibt uns die Möglichkeit ein paar neue Technik-‚Spielereien‘ ausprobieren, ohne sofort Tür und Tor mit einem Jailbreak einzutreten.

Unmissverständlich vorweggeschickt sei: Emulatoren sind (fast immer) in Ordnung; ROM-Images (fast) nie. Die Games unterliegen (irgendeinem) Copyright und sind daher nie in der ‚rechtlichen Grauzone‚. Menschliches Verständnis reicht für diese Feststellung aus. Punkt.

Nichtsdestotrotz stecken in dem Thema Informationen, die erzählt gehören. Im Zusammenhang mit dem MAME-Emulator aus dem App Store ist es beispielsweise mitteilenswert, das dieser auch Spiele von PlayChoice-Arcade-Automaten abspielt. PlayChoice, nie gehört?

Hier handelt es sich um offizielle Nintendo-Spielautomaten basierend auf dem Nintendo Entertainment System – kurz NES. Nintendo selbst stellte diese Münzschlucker in den 80er-Jahren als Werbemittel für ihre Heimkonsole auf und fütterte den Holzkästen kleine Spielesammlungen. Im Repertoire finden sich populäre Namen wie Castlevania, Dr. Mario, Super Mario Bros., Metroid, Excitebike und Contra.

IPhoneBlog de Metroid

Die unterschiedlichen Hardware-Ausführungen halten einige ungewöhnliche (Zwei-Spieler- / Dual-Screen- / Tisch-)Kabinen bereit – echte Sammlerstücke, die insbesondere in den USA bekannt waren. Hierzulande erfreute sich das technisch vergleichbare Nintendo Vs. System der Aufmerksamkeit. Im Gegensatz zu den PlayChoice-Kisten, die bis zu zehn Titel vorhielten, war auf den Automaten hierzulande meistens immer nur ein Game anzuspielen.

Reisetipp: Wem die Finger nach den alten Platinen-Versionen kribbeln, fährt nach Karlsruhe. Der RetroGames e.V. beheimatet unter anderem eine ‚Dualsystem Cabinet‚, die zwei Spieler gegeneinander im (grandiosen) NES-Tennis antreten lässt.

(Danke, Mario!)

Wie bereits erwähnt: Gridlee frisst mit passendem Bios und den dazugehörigen ROMs (im Verzeichnis /Gridlee/Documents/roms) diese sehr begrenzte (aber hochwertige) Auswahl an Spielen. Die einzige (notwendige) Änderungen betrifft die Zuweisung des START-Buttons – hier veranschaulicht.

DirektPlayChoice*

Die Verfügbarkeit der Titel ist nicht nur aus nostalgischen Gründen von Interesse sondern durch kleine Unterschiede im eigentlichen Spielgeschehen ‚archivierungswürdig‘. So waren die PlayChoice-Automaten generell schwieriger als die NES-Heimversion und entlockten durch Zeitlimits den Spielern mehr Coins.

Viel mehr (allgemeine) Infos zum (Retro-)Thema der Spielautomaten schrieb Laura June für The Verge unter dem Titel „For Amusement Only: the life and death of the American arcade“ im letzten Monat zusammen.

* Meine Videos gibt es hochauflösend auch im iTunes-Verzeichnis – für den bequemen iPhone- und iPad-Sync.

iPhone-App für Crowdfunding-Plattform ‚Kickstarter‘

IPhoneBlog de Kickstarter iPhone

Eine Gratis-App, die mich viel Geld kosten wird: Mit Kickstarter for iPhone (kostenlos; App-Store-Link) wühlt man sich noch einfacher durch den gewaltigen Ideenstrudel und stößt Projektfinanzierungen an.

Rdio oder Spotify?

Im Winter 2008 erhielt ich meinen ersten Spotify-Account – den Ersten vergisst du nie. Nach vier Jahren wechsle ich nun die Lager. Die ersten drei Testmonate von Rdio haben mich überzeugt. Das Zünglein an der Waage: die iOS-App.

IPhoneBlog de Rdio a

Rdio auf iPhone und iPad (kostenlos; universal; App-Store-Link) ist seinem älteren Konkurrenten um Meilen voraus. Die Adjektive schlicht, durchdacht und stilvoll übertrumpfen aus allen Design-Perspektiven die angestaubte Optik des Musik-Streaming-Urgesteins, der seit Monaten Jahren jegliche Veränderung scheut. Im Gegensatz dazu: Rdio erhielt erst am gestrigen Mittwoch einen neuen Shortcut, bei dem sich durch einen längeren Fingerdruck ein elegantes Untermenü ausrollt. Solche Experimente wagt der Spotify-Riese nicht (mehr).

Die iOS-Anwendung tut sich bei mir als ausschlaggebendes Kriterium hervor weil der Musikdienst in den heimischen vier Wänden seine Beats ohnehin direkt durch die Sonos-App (endlich mit der überfälligen iPhone-5-Anpassung) pumpt. Die Desktop-Clients bekomme ich daher so gut wie nie zu Gesicht. Doch selbst als intensiver Nutzer der Mac-Programme käme Spotify nicht besser weg. Mit dem iTunes ähnlichen Miniplayer und der abgestimmten Minimal-Optik punkte ‚in meinen Augen‘ Rdio auch hier.

IPhoneBlog de Rdio c

Außerdem nett: Der Underdog bietet eine Art Remote-Transfer-Funktion, bei dem die Mac-App die Songs auf dem iPhone ändert – oder umgedreht. Über den Button ‚Stattdessen hier abspielen‚ zieht man die aktuelle Wiedergabe auf ein anderes Gerät um. Dazu ist es nicht notwendig die Musikstation, die ich gerade verlasse, zu pausieren. Es ist also egal wo der Musikstrom läuft, innerhalb meines Accounts kann ich ihn beliebig von Gerät zu Gerät schubsen – ohne regelmäßige Warnhinweise ertragen zu müssen.

Klar, alles kann sich ändern. Ein Redesign oder ein simples Update nutzt die Gunst der Stunde und wirft alle meine vorherigen Absätze an Beschwerden über den Haufen. Aber genau dafür pflegen wir monatlich kündbare Abos. Und schon deshalb ist die Musik-Flat für Spotify im Telekom-Netz, bei der man sich mindestens für drei Monate verpflichtet, keine wirkliche Option. Ganz abgesehen von den Aspekten der Netzneutralität – auch wenn ich nachvollziehen kann, das es reizvoll ist sich diesen ‚Unterwegs-Traffic‘ bei gleichem Preis zu sparen.

Wichtiger Hinweis zu Rdio: Monatspakete bucht man günstiger über die Webseite – die In-App-Preise sind frech überzogen.

IPhoneBlog de Rdio b

Und ja: Eine Gegenüberstellung des (sich ständig verändernden) Songkatalogs ist nicht zu leisten. Es ist ohne Frage ein wichtiges Kriterium (Spotify gibt offiziell 20+ Millionen Musiktitel in ihrem weltweiten Werbeprospekt an; Rdio ist mit 18+ Millionen dabei), aber nur der persönliche Geschmack ist ausschlaggebend.

Beim Design und im Umgang mit der App fällt mir eine Wahl jedoch nicht schwer. Rdio liegt hier weit in Führung, auch wenn ich die unzähligen Webseiten mit vorgefertigten Spotify-Playlisten vermisse.

Das eigene Twitter-Archiv in Tweet Library

Twitter verteilt am heutigen Vormittag einen Schwung neuer Twitter-Archiv-Downloads – auch meine Accounts (@iPhoneBlog und @iPhoneBlog_Link) sind diesmal mit dabei. Die gesammelte Datenbank aus allen euren Kurzmitteilungen lässt sich als Zip-Datei in den Einstellungen auf der Webseite anfordern.

IPhoneBlog de Tweet Library

Die bequemste Art und Weise seine komplette Tweet-Sammlung griffbereit zu halten (im meinem Fall sind es 10.697 Mitteilungen seit dem 18.01.2008), ist Tweet Library (4.49 €; universal; App-Store-Link), das einen Archiv-Import über Dropbox zulässt.

Die App ist clever genug um keine doppelten Posts – insofern man die Anwendung bereits als Kurator seiner Tweet-Historie zuvor verwendet hat – einzupflegen.

Die Suchfunktion, nach Schlagworten, Hashtags oder anderen Nutzern, ist Gold wert. Winziger Wermutstropfen: Die Kalender-Ansicht, die Tweets nach individuellen Tagen aufschlüsselt, reicht bei mir ’nur‘ die letzten zwei Jahren zurück.

Der fehlende App Store auf dem Apple TV

IPhoneBlog de Xbox TV

I was a founder of the original xBox project at Microsoft and gave it its name. […] the past 5 years, and the last year in particular, have been simply painful to watch.

xBox’s primary critical problem is the lack of a functional and growing platform ecosystem for small developers to sell digitally-/network-distributed (non-disc) content through to the installed base of xBox customers, period.

Die komplette Abrechnung von Nat Brown ist sehr clever.

Im Gegensatz zu Microsoft und Sony muss Apple in diesem Jahr keine neue Hardware vorlegen um seinen zweiten Fuß in die Wohnzimmertür zu stellen. Alleine in den vergangenen drei Monaten floss eine Milliarde US-Dollar an iOS-Entwickler – an Interesse und einem funktionierenden Ökosystem für Software mangelt es (bekanntlich) auch nicht.

Daher ist es keine Kunst festzustellen: Es fehlt (lediglich) ein Apple-TV-SDK.

Update: Ein Event im März steht aber derzeit nicht auf der Agenda.

Real Racing 3 erreicht Neuseeland

28. Februar? Ja, nee.

IPhoneBlog de RealRacing3

Real Racing 3 erreicht den App Store in Neuseeland und sollte bis zum morgigen Donnerstag, soweit alles nach Plan verläuft, als Freemium-Download über die iTunes-Server in unsere Region springen.

Update:The game will launch in Australia, New Zealand, and Canada overnight, with other territories and Android all going live on 28 February.

Ich versuche diese Information von Electronic Arts bestätigen zu lassen.

Update II: Electronic Arts teilt mir auf Rückfrage mit, das Real Racing 3 im deutschen App Store erst am 28. Februar erscheint. Bummer.