‚Write‘ schreibt Notizzettel in die Dropbox

There’s an(other) App for that„. Peak Texteditor? Nein, noch lange nicht. Write (0.89 €; App-Store-Link) führt ein paar clevere Ideen im Umgang mit kurzen Notizen, die ständig und überall anfallen, ins Feld.

DirektWrite

Genau wie seine Kollegen Drafts und Scratch, die bei mir bislang als Ersatz für Apples gelbe Post-it-Docs dienten, startet Write aus dem Kaltstart pfeilschnell mit einem leeren Dokument. Im Gegensatz zu den Mitbewerbern verliert die App jedoch seine bisherigen Aufzeichnungen, die sich über eine Wischgeste als Dateiliste auffalten, nicht aus den Augen. Standardmäßig betitelt die Anwendung ihre Textdateien mit dem aktuellen Datum sowie der Uhrzeit. Das wird schnell unübersichtlich wenn man nicht den Aufwand betreibt, eigene Titel zu vergeben. Drafts macht’s besser indem es die ersten Wörter des Eintrags als Beschreibung verwendet.

Der Dropbox-Sync ist Pflicht. ‚Pull to Save‚ und ‚Pull to Delete‚ sind nette UI-Spielereien (die sich optional abschalten lassen). Wer seinen (temporären) Zettelkasten allerdings regelmäßig aufräumt, weiß die Shortcuts zu schätzen. Da die Einträge individuell beim populären Onlinedienst liegen, lassen sich alle Dokumente (in verschiedenen Versionen) später immer wieder zurückholen.

Bestes Feature der Tastatur: das Cursor Trackpad. Einmal angetippt, lässt sich die Schreibmarke buchstabengenau ansetzen – egal wo ihr auf dem Bildschirm herumfingert. Neben dem ‚Cursor Mode‚ existiert außerdem ein ‚Selection Mode‚, der ohne aufwendige Platzierung der Tastaturmarke ganze Absätze kennzeichnet (um diese beispielsweise zu löschen oder mit einer Markdown-Formatierung zu versehen).

Der Nachtmodus, die Quicklook-Option sowie die Volltextsuche sind schmuckes Beiwerk von Write, das in dieser ersten Version bereits einen hervorragenden Eindruck hinterlässt.

Tim Cook: „Unsere Innovationskultur war nie stärker“

IPhoneBlog de Tim Cook

Tim Cook trommelt eine Stunde bei Goldman Sachs für $AAPL, erzählt dabei (wie erwartet) nichts Neues und der Apple-Aktienkurs taucht anschließend ab – alles beim Alten sozusagen.

Eine seiner oft wiederholten Lieblingsbeschreibungen, die exzellent die Unterschiede zur Konkurrenz ausdrücken aber ebenso treffend den Disconnect zu den Analysten beschreibt, fällt auch diesmal in der Runde aus Fragen und Antworten.

„Data is very clear that iPad is popular and people use them more. I’m not sure what people are doing with these other tablets. We want people to use our products, not just buy them. Our relationship starts there…it doesn’t end there.“

– Tim Cook

Des Weiteren legte Cook nachvollziehbare Perspektiven bezüglich des ‚natürlichen Limits des iPhone-Wachstums‚ vor, beantwortete Rückfragen nach der eigenen Produktkannibalisierung und steckt (erneut) den Tablet-Markt gegenüber dem PC-Geschäft ab.

Und so reagierte Samsung am Wochenanfang auf ähnliche Zukunftsfragen gegenüber der New York Times.

“We get most of our ideas from the market,” said Kim Hyun-suk, an executive vice president at Samsung, in a conversation about the future of mobile devices and television.

via Brian X. Chen / NYTimes.com

Aktuelles TV-Show-Setup mit dem Plex Media Server

Wie bereits angedeutet: Plex löst Air Video ab. Die Media-Server-Software bringt a) alle Geräte zur Wiedergabe von TV-Serien unter einen Hut (iPhone, iPad + Apple TV), b) verpackt den Desktop-Datei-Dschungel aus Listen und Ordnern in eine angenehme Couch-UI und c) merkt sich Episoden und Staffeln meiner Shows, die noch ungesehen auf der Festplatte schlummern.

Insgesamt stellt der Plex Media Server im Zusammenspiel mit seinen iOS-Programmen (4.49 €; universal; App-Store-Link) die komplettere Lösung im Umgang mit TV-Aufzeichnungen dar.

IPhoneBlog de Plex Six Feet Under

Ein elementares Puzzleteil, das sich bei mir über die vergangenen Monate als absolut robust entpuppte, ist die Kennzeichnung von bereits angeschauten beziehungsweise noch ausstehenden TV-Episoden innerhalb einer Staffel. Air Video fehlt eine solche Funktion gänzlich. Das bedeutete: Nach jeder ‚abgearbeiteten‘ Folge markierte ich im Finder die Videodatei farblich. Natürlich wurde das a) regelmäßig vergessen und b) ist diese Kennung über die iOS-App von Air Video nicht einsehbar.

Beim parallelen Konsum mehrerer Serien, bei denen komplette Staffeln auf der HDD verweilen, ist ein transparenter ‚Zählerstand‘ nicht nur eine Bequemlichkeit sondern ein tatsächliches Feature.

IPhoneBlog de Plex Trakt TV

Relativ neu in meinem Setup ist das Trakt.tv-Plugin, das beim gleichnamigen Webdienst vermerkt, welche neue Folge als angeschaut gilt. In jüngerer Vergangenheit benutzte ich zur manuellen Kennzeichnung bislang uTrakt (1.79 €; universal; App-Store-Link). Abgesehen von einem kleinen Bug funktionierte der gegenseitige Abgleich bislang zufriedenstellend – auch wenn’s einen Moment dauert bis der ‚Seen it‚-Banner auf dem Trakt.tv-Konto auftaucht. Da der Plex Media Server jede dieser Aktivitäten abwickelt, ist es nicht ausschlaggebend auf welchem Gerät man konsumiert – der Sync steht.

Apropos Geräte. Am Fernseher baumelt bei mir ein Apple TV der zweiten Generation mit Jailbreak. Die aktuelle Plex-Installation (0.11.0b2) funktioniert überwiegend akzeptabel. In (für mich nicht nachvollziehbaren) Abständen nimmt sich die aufgehakte Apple-Box eine Auszeit und startet einmal neu durch. In seltenen Fällen läuft die Audio- und Videospur bei der Wiedergabe auseinander. In diesen Fällen hilft es (zuverlässig), einmal ins Menü zu wechseln und dann erneut (an der letzten Abspielposition) anzusetzen.

Als Fernbedienung benutze ich die iOS-App Rowmote (0.89 €; universal; App-Store-Link) – ohne speziellen Grund, nur weil es geht (und ein iPhone oder iPad immer in Griffweite liegt).

IPhoneBlog de AirPlay Plex

Doch es braucht keinen Apple TV mit Jailbreak! Die AirPlay-Wiedergabe über die Plex-iOS-App funktioniert verlässlich und ist ab und an sogar die nervenschonendere Lösung weil die Navigation durch die TV-Shows direkter verläuft.

IPhoneBlog de iFlicks Boss

Letzter Tipp: Der Plex Media Server erkennt Serien eigenständig und ordnet mit beeindruckender Genauigkeit der Show die korrekten Zusatzinfos aus dem Netz zu. Eine rudimentäre Benennung reicht für populäre Sendungen oft aus. Sollte doch einmal Nachrüst- beziehungsweise Korrekturbedarf bestehen, füttert iFlicks (17.99 €; MAS-Link) sorgsam den Videodateien ihre Metadaten (und wandelt bei Bedarf auch das Format).

Nike verweigert dem FuelBand eine Android-App

IPhoneBlog de Nike+

Herrlicher Zündstoff für die iWatch-Gerüchteküche – insbesondere weil Tim Cook im Verwaltungsrat von Nike sitzt.

Aber mal ernsthaft: Das Fuelband als Hardware stößt ohne Software-Komponente relativ schnell an seine Grenzen. Weshalb sollte man seinem Support-Team die offizielle PhraseRight now, we’re focused on iOS and web. We’re not working on an Android App.“ abnicken beziehungsweise die Unterstützung für das zweite dominierende Betriebssystem vorenthalten?

via Chris Welch / The Verge

Fest steht: Software macht heutzutage den Unterschied. Im direkten Vergleich verkauft die (bessere) App den Computer (Stichwort: iPad). Mir scheint es nicht unrealistisch, das Apple für eine iOS-Fuelband-Exklusivität auch bereit wäre Nike finanziell zu entlohnen.

In diesem Fall ist das natürlich pure Spekulation von meiner Seite. Das Konzept erscheint mir allerdings realitätsnah.

Ankh-Morpork unter den Fingerspitzen

DirektAnkhMorpork

‚Discworld: The Ankh-Morpork Map‘ – oder die schnellsten 12.99 Euro (iPad; Link), die ich je im App Store ausgegeben habe. Und ja, die (englischsprachige) App ist exakt so großartig wie es der Trailer verspricht.

At one time, Pratchett declared that the Disc and Ankh-Morpork (two of the mapped regions) were unmappable.

„The reason I said it was unmappable was in those [other, traditional] fantasy books, the map was clearly drawn before the event. What we did was, after twelve, thirteen, fifteen books, then we mapped it. But the point is we mapped what was in the books. In other words, the landscape was created, then the landscape was mapped. We didn’t map and then, as it were, create the landscape based on the map. And indeed, the very act of mapping gave me fresh ideas and locations and the nature of the city of Ankh-Morpork.“

Terry Pratchett (April 2000)

Mailbox, oder wie ich lernte, den Hype zu lieben

Seit Donnerstag teste ich Mailbox (kostenlos; App-Store-Link) – die App mit der Warteschlange.

Der Hype war im Vorfeld perfekt aufgeschaukelt, das Review-Embargo zum Download-Start durchexerziert (1, 2 oder 3) und die Wartemarken, die die Anwendung gegen eine Registrierung herausrückt, sind das finale Puzzlestück der Inszenierung. Damit gehörte das vergangene Wochenende einer iPhone-Email-Anwendung für Gmail-Kunden.

Grundsätzlich verwundert das jedoch nicht: Sparrow erzeugte ein ähnlich großes Aufsehen. Die Gründe ähneln: Dem App Store mangelt es an guten E-Mail-Apps. Hinzu kommt, iOS lässt weiterhin nicht zu, Standard-Anwendung festzulegen. Alleine dieser Umstand treibt Nutzer mit rebellischem Gemüt zu anderen Programmen. Gleichgültig, dass für ein bisschen Push-Action alle E-Mails über die Server des Start-ups getrieben werden. Ein ‚Privacy Problem‚? Mit Blick auf die Warteschlange scheint dem nicht so.

IPhoneBlog de Mailbox Warteliste

Ich habe zwei klare Probleme mit der Anwendung – einmal technisch, einmal politisch.

  • Mailbox geht von der Annahme aus, das ich die Kontrolle über mein Posteingang verloren habe. Es setzt auf Zuordnung, Kategorisierung und Erinnerungen. Mails lassen sich beispielsweise ausblenden und erscheinen nach einigen Stunden erneut in der Inbox. Klingt nicht dumm, aber so arbeite ich nicht. Öffne ich Mail, beantworte oder lösche ich Nachrichten. Nur in ganz ausgewählten (hartnäckigen) Fällen leite ich elektronische Post an meine ToDo-Liste in OmniFocus weiter.
  • Keine App setzt deutlichere Zeichen für eine freundliche Übernahme. Sparrow verlangte für sein Produkt Geld; Mailbox skaliert ausschließlich über Accounts. Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren wenn IMAP-Postfächer im nächsten Update als In-App-Kauf angeboten werden. Solange jedoch die Prioritäten so eindeutig in Richtung Aufkauf ausfallen und völlig offen ist, wie Orchestra Geld verdienen möchte, ist das für mich als Kunden nicht sehr reizvoll.

Mailbox könnte sich die benötigten Server-Ressourcen für den derzeitigen Ansturm mit Leichtigkeit erkaufen wenn sie für ihre Anwendung Geld verlangen würden. Tun sie aber nicht. Das ist eine klare Aussage.

IPhoneBlog de Mailbox

Trotzdem ist zu betonen: Mailbox sieht wundervoll aus und stellt clevere Gesten bereit, die insgesamt den Umgang mit Emails freundlicher gestalten. Das ist viel Wert. Auch deshalb, weil es (wie bereits betont) eine Unterversorgung von mobilen iOS-Mail-Clients gibt. Zugegeben: Mit Unterstützung von anderen Email-Anbietern würde ich die Anwendung als meinen (Standard-)Mail-Client ausprobieren (Google-Apps-Konten lassen sich nur über ihre primäre Domain eintragen).

Zu wünschen ist dem Team, dass sie den richtigen Spannungsbogen finden, um den inszenierten Start-Hype rund um die Wartenummern, erfolgreich in aktive Nutzer zu konvertieren. Weil: Wann ist der Zeitpunkt erreicht, wenn Leute die App löschen weil sie sich innerhalb von drei Tagen nur um 200.000 Position ’nach vorne‘ bewegt haben?

Wer nach einem Gefühl für diese Gratwanderung sucht, die das Start-up gerade durchmacht, schaut in die App-Store-Rezensionen (Spoiler: aktuelle Durchschnittswertung weltweit: 2.5 Sterne).

iOS bringt Spaß ins Spiel

Infinity Blade profitabler als Gears of War“ – die vielzitierte Presseschlagzeile war schon im letzten Sommer (ohne weitere Erklärung) Quatsch. Vergangenen Freitag stellt sich heraus: Epic Games schließt die Impossible Studios mit 36 Mitarbeitern und legt Infinity Blade Dungeons vorerst auf Eis.

In addition to providing Impossible Studios employees with 3 months of severance pay, we’ll be giving the team the opportunity to form a new company with the Impossible Studios name and the awesome Impossibear logo.

Das die populäre Marke Infinity Blade allerdings länger ohne Perspektive verweilt, glaubt doch bitte keiner. ‚Dungeons‘ sah bereits im letzten März auf dem Apple-(iPad-3)Event vielversprechend aus.

Apropos vielversprechend: Episode 3 von Real Racing kündigt sich offiziell für den 28. Februar an – wie bereits erwartet.

Mit Vorfreude ist auch ‚Galaxy on Fire – Alliances‘, ein MMO von Fishlabs Entertainment aus Hamburg, zu betrachten – auch wenn’s damit noch bis Q3/2013 dauert. Dafür ist das HD-Remake des preisgekrönten Weltraum-Shooters der Franchise, ‚Galaxy on Fire 2 HD‚ (kostenlos; universal; App-Store-Link), dieser Tage kostenlos aus dem App Store zu laden (und verdient Geld mit In-App-Käufen).

IPhoneBlog de Galaxy on fire alliances

Oder man investiert 89 Cent in die Dreamcast-Ikone ‚Jet Set Radio‚ (4.49 € -> 0.89 €; universal; App-Store-Link). Oder, oder…oder.

Was ich sagen will: Ich lese sehr gerne wie Kyle Orland auf Ars Technica mit „The rumor that won’t die: Apple’s perpetually pending video game console“ einmal ordentlich den unseriösen Gerüchte(ab-)schreibern die Ohren langzieht. Aber schon jetzt steht doch fest: Apple steht mit beiden Beinen im (Handheld-)Konsolenmarkt.

Der Sprung auf den Fernseher ist a) lediglich eine Frage der Zeit und b) dann mit Fokus auf Games. Im Gegensatz zu den immer neu aufgewärmten Content-Hollywood-Deals wird übersehen, das bereits ein gigantisches Entertainment-Angebot – abseits von Filmen und TV-Serien – in iTunes existiert, das nur auf die TV-Freigabe wartet.

Die spielbare Top-Gun-Kurzfilmfassung: Segas ‚After Burner Climax‘ (+ Video)

Es gibt Spiele, die suchst du dir nicht aus. Es gibt Spiele, die suchen dich aus.

Hui, klingt das kitschig. Und abgedroschen. Doch After Burner, ab heute als ‚Climax‚-Portierung (basierend auf der zwei Jahre alten Xbox- und Playstation-Umsetzung) im iOS-App-Store (2.69 €; universal; Link), ist für mich persönlich so ein klassischer Fall von ‚nie gesucht aber immer gefunden‚.

Als Kind in der Spielhalle, natürlich im südlichen Sommerurlaub, konnte man nicht am überragenden Automaten-Original vorbeischauen. Ich hatte noch keine Ahnung von Top Gun und wusste nicht wer Tom Cruise ist, aber der Himmelstürmer neben Space Harrier und OutRun produzierte Bilder in meinem Kopf, die sich bis heute nicht löschen lassen.

Erst Jahre später, beim Aufkauf alter Mega-Drive-Cartridges und Saturn-CDs (ich wuchs als Nintendo-Kind auf), fiel mir After Burner II in die Hände und schrie nur laut: „Fire! Fire! Fire!“ Und dann stolperte ich, wie jeder eingefleischte Dreamcast-Fan – erneut zufällig – in Shenmue über den virtuellen Spielautomaten.

Und auch die iOS-Version traf mich unvorbereitet am Wochenanfang in Form einer Testversion. Niemand hatte den iPhone- und iPad-Ableger ‚auf dem Schirm‘ – ich schon gar nicht.

Langes Intro, keine Pointe. Alle Impressionen der aktuellen iOS-Fassung, ohne nostalgisches Geschwafel, habe ich versucht ansprechend zusammenzuschnipseln und auf 1.5 Videominuten zu komprimieren.

DirektAfterBurner*

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