Die Analysten schätzen für das abgelaufene Quartal, das am 31. Dezember endete, auf 25 bis 35 Millionen verkaufte iPhones – so viele wie noch nie zuvor. Die bisherige Rekordmarke von 20.34 Millionen Geräten in einem einzigen Geschäftsviertel entstammt dem vergangenen Juli.
Wie gewohnt evaluieren die Amateure, Blogger und individuellen Investoren (grün markiert) deutlich optimistischer als die ‚Pros‘. Am 24. Januar wissen wir wer diesmal richtig lag.
Innerhalb weniger Jahre buddelte sich die Landschaft der Mobilfunkhersteller komplett um. Wer spielt heute überhaupt noch mit? Ins Jahr 2012 haben es geschafft: Sony, Motorola, HTC, Nokia, RIM, LG, Samsung und Apple.
Sony legt erst am 19. Januar die finalen Geschäftszahlen für das Weihnachtsquartal vor. In Q3 war’s eine Nullnummer mit lediglich einem einzigen Prozent-Zuwachs gegenüber dem Vorjahresviertel. Der Nettogewinn sank um 49 Millionen Euro. Sony löste im vergangenen Herbst das Joint Venture mit Ericsson auf. Die vollständige Übernahme der Tochtergesellschaft kostet 1.05 Milliarden Euro. Die Xperia Smartphone-Serie soll bis Herbst insgesamt 22 Millionen Geräte verkauft haben. Sony sieht seinen Android-Marktanteil bei rund 12-Prozent.
Motorola Mobility wurde von Google aufgekauft – für 12.5 Milliarden US-Dollar. Im vierten Quartal hagelte es eine Gewinnwarnung. Im wichtigen Weihnachtsgeschäft verkaufte man nur magere 5.3 Millionen Smartphones. Im entsprechenden Vorjahresquartal waren es 4.9 Millionen. Die vollständigen Zahlen stehen für den 26. Januar an.
HTC legt sich nach zwei erfolgreichen Jahren erstmals auf die Nase. Der Gewinn ging zuletzt um ein Viertel zurück. Der taiwanische Hersteller zählt neben Samsung und Motorola zu den drei großen Android-Buden und als weltweit fünftgrößter Smartphone-Hersteller. Seit Anfang 2011 büßte HTC 46-Prozent seines Aktienwertes ein.
Nokias vergangenes Jahr als ‚turbulent‚ zu bezeichnen, wäre eine feine Untertreibung. Unter Stephen Elop stach der finnische Mobilfunk-Kreuzer in komplett neue Gewässer auf. Erste Ergebnisse aus dem Microsoft-Deal mit der gestarteten Lumia-Geräteserie erfahren wir Ende Januar. Obwohl sich die Finnen erst vor einigen Tagen ein neues Billig-OS kauften, lässt sich anhand der Profite für Smartphones festhalten, das Nokia eng an den Erfolg der Windows-Phone-Software gebunden ist. Übernahmegerüchte von Microsoft für das finnische Smartphone-Geschäft existieren, bekommen allerdings kräftige Dementis.
RIM schaffte es, ein noch wilderes Jahr abzuliefern. Selbst eiserne Optimisten können hier keine positiven Worte finden. Mit schlechten Zahlen, einem gefeuerten Vorstand und auf Ende 2012 verschobenen Produkten ist die Bedeutungslosigkeit zum Greifen nah. Im letzten Quartal verkaufte lieferte man 14.1 Millionen Smartphones aus. 2012 kann eigentlich nur besser werden, doch daran glaubt eigentlich keiner mehr.
LGverdreifachte mit knapp 90 Millionen Euro seinen Verlust im dritten Geschäftsquartal 2011. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich der Absatz von Mobiltelefonen von 24.8 auf 21.1 Millionen Stück. Das ist kein Einzelergebnis sondern ein Trend: Der drittgrößte Handyhersteller schrieb in dieser Produktsparte nun bereits zum fünften Mal in Folge rote Zahlen.
Apples Zahlen für das Smartphone-Geschäft bleiben hochprofitabel und mit starkem Wachstum in den asiatischen Märkten. Für das Weihnachtsquartal werden über 30+ Millionen verkaufte iPhones erwartet und ein Umsatz von 37 Milliarden. Morgen vor exakt fünf Jahren stellte Steve Jobs das iPhone erstmals der Weltöffentlichkeit vor.
Und dann wäre da noch Samsung, die in der letzten Woche ein Rekordergebnis präsentierten und weiter ‚Smartphone-Weltmarktführer‚ bleiben. Geschätzter Marktwert: 118 Milliarden Euro. Die Südkoreaner erwarten für Q4 2011 einen Umsatz von 31 Milliarden Euro bei einem Gewinnanstieg von 73-Prozent und 32+ Millionen verkaufte Mobiltelefone.
Überspitzt ausgedrückt: RIM stirbt auf Raten, Nokia und Windows Phone spielen noch keine Rolle, HTC sowie Motorola straucheln und an Samsung hängt der Zweikampf zwischen iOS und Android.
As we continue our growth, we won’t be individually detailing country, model, and carrier details on the Where’s My Phone Update? site any longer. And instead of my weekly blog posts, the official Windows Phone website will be the primary place for news and information about our updates, just as Microsoft Answers is there for your support questions.
„Where’s My Phone Update?“ war ist eine durchaus kuriose Anlaufstelle um den Software-Update-Status für Windows-Phone-Käufer nach Land, Mobilfunkanbieter und Gerät zu überprüfen. Microsofts Bemühung, über diesen Weg für Transparenz in der eigenen Software-Auslieferung zu sorgen, war von Beginn an bemerkenswert. Für 2012 scheint der gute Vorsatz nicht mehr zu gelten.
Microsofts Kunden sind nicht die tatsächlichen Käufer ihrer Telefone sondern Vodafone, T-Mobile und Co. – nicht grundlos durften Netzbetreiber Betriebssystem-Updates vorab genehmigen und auch zukünftig weiter „anfragen„:
This week we started to make a new Windows Phone update —8107—available to many Windows Phone customers. The update, available to all carriers that request it, is part of our ongoing maintenance of Windows Phone.
Wie hoch die Motivation für kosten- und zeitintensive (Performance-)Tests ausfällt, die keinen zusätzlichen Kunden-Cent in die Kasse spülen, darf man sich ausmalen. „Where’s My Phone Update?“ schuf zumindest eine gefühlte Offenheit, bei der man mit dem Finger auf die faulen schwarzen Schafe zeigen konnte, die ihren Pflichten nicht nachkamen. Genau dies wird nun schwieriger.
Um die erste aller Fragen gleich vorwegzunehmen: Ja, über iMAME lässt sich eine gigantische Auswahl an (NeoGeo-)ROMs dem iPad unterschieben und anschließend über die iCade spielen. Wer schnell genug meinem iOS-Download-Tipp nachging, kann hier ordentlich Spaß haben. Aber dies nur als Randbemerkung, weil bereits die Auswahl an offizieller iOS-Software, die sich der kleinen Spielstation unterwirft, vortrefflich unterhält.
Dies sind derzeit meine Lieblingstitel, die sich über das Joystick-Board spielen lassen:
Auf einen weiteren Software-Ausbau darf mit steigender Popularität gehofft werden. Doch schon für das jetzige Dutzend an iPad-Titeln lohnt sich die Anschaffung. Das Accessoire kostet überschaubare 80Euro (Affiliate-Link) und nimmt das Apple Tablet sowohl im Hoch- als auch Querformat auf. Die stabile Konstruktion rutscht selbst ruppigen Spielhöllen-Freunden nicht von der Tischplatte.
Wichtig: Damit die iCade sich am iPad als Bluetooth-Tastatur korrekt anmeldet, muss unter iOS ein US- oder UK-Layout gewählt werden. Der leuchtende Münzeinwurf blickt zwar auch unter dem deutschen Keyboard, die Tastenbelegung ist dann jedoch falsch oder unvollständig aber auf jeden Fall nicht mit den Games kompatibel.
Die iCade startete als Aprilscherz. Gelacht wird aber erst jetzt: Das liebevoll gezimmerte Holzkästchen entpuppt sich nicht nur als zahnloser Augenschmaus sondern entlockt einigen iPad-Games ein ganz anderes Level an ernstzunehmender Spielfreude.
* Alle selbstproduzierten Videos gibt’s auch als iTunes-Podcast. Warum habt ihr diesen eigentlich noch nicht abonniert?
Spool, in einem Atemzug mit Radbox, Instapaper und Watchlaterapp zu nennen, ist ein feiner Tipp aus unseren Kommentaren. Der Beta-Service auf Einladung, die für mich innerhalb von 24 Stunden beantwortet wurde, speichert Webseiten und Videos zum späteren Abruf. Filmdateien lassen sich nach einer Konvertierung lokal herunterladen – ohne Limit, direkt über die kostenlose iPhone- und iPad-App (App Store-Link). Auch der Android-Programm-Bruder (Android Market) spielt meine vorgemerkten Videos ohne Tadel ab.
Für Webtexte löst Spool in meinem Arbeitsablauf vorerst nicht Instapaper ab. Da gleichzeitig zu den Videos aber auch immer der passende Webseiten-Inhalt erfasst wird, rückt dies die Filmdateien ohne Mehraufwand in den dazugehörigen Kontext – äußerst hilfreich.
Das Start-up präsentierte sich kürzlich in ausführlicher Form bei TechCrunch.
Steve Yankovich, verantwortlich für das mobile Geschäft beim Online-Auktionshaus eBay, spricht Robert Scoble ins Video-Protokoll: „iOS matters a lot more than Android„. Während die Gesamtzahl an Android-Nutzern generell stark zulegt, steht diese Steigerung (noch) in keinem annähernd vergleichbaren Verhältnis mit der mobilen Android-Kundschaft des Internethändlers. Kurz gesagt: Mehr verkaufte Android-Telefone sorgen nicht für mehr Android-Nutzer der eBay-App.
Als Gründe für die iOS-Dominanz nennt Yankovich das bessere Zusammenspiel von Hard- und Software sowie die leichtere Auffindbarkeit von mobilen iPhone- und iPad-Programmen (ab Minute 46). Er betont den höheren Datenverbrauch von iPhone-Anwendern und nimmt das Wort „Engagement“ in den Mund. Eine interessante Datenspur von einem der ‚größeren‘ Internethäuser.
Horace Dediu nennt es den „iPhone effect„, der (mehr als deutlich) zwischen Juni 2010 und 2011 bei den US-Mobilfunkanbieter AT&T und Verizon Wireless im Datenaufkommen zu erkennen ist.
Bei isolierter Betrachtung bleibt ein solcher Datenpunkt jedoch schwierig, insbesondere wenn man ihn stellvertretend für die Häufigkeit der Nutzung von bestimmten Smartphone-Typen verwendet – wir erinnern uns ans aufgezwungene 20-Megabyte-Download-Limit und die eingeschränkte Tethering-Funktionalität von iOS. Um dieses Argument zu stärken sei auf Sprint CEO Dan Hesse hingewiesen, der iPhones in seiner mobilen Nutzung als wesentlich effizienter einstuft.
Hier drei andere Messwerte aus den vergangenen Monaten: NetApplications bewertet iOS in der mobilen Browsernutzung als stark überlegen. Gogo, ein Anbieter von kostenpflichtigem WiFi auf amerikanischen Fluglinien, sieht ein Drittel der gesamten Kundschaft als iPad-Interessenten. Hotspot-Anbieter Boingo verzeichnet an seinen Stationen auf internationalen Flughäfen das iPhone, iPad und den iPod touch für insgesamt 83-Prozent aller Datenverbindungen verantwortlich.
„Too good to be free“ – endlich darf man Vlambeer, das niederländische Indie-Studio, mit Geld bewerfen. Magere 79 Cent sind für die Universal-Version von Super Crate Box (App Store-Link) aus der Tasche zu ziehen. Mit dieser Investition unterstützt man gleichzeitig Halfbot, einen Entwickler-Partner, der mit The Blocks Cometh (0.79€; App Store-Link) bereits Pixel-Punkte im App Store sammelte.
Durch Teamarbeit glänzt der heute veröffentlichte Retro-Platformer mit präziser Touch-Steuerung, die euch unter hypnotischen Chiptunes-Klängen zu kurzen 10-Sekunden-Partien an den Bildschirm fesselt. Unterwegs ein lustiger Zeitvertreib; in den eigenen vier Wänden an der iCade schlicht grandios.
It’s endlessly cheerful, and cheerfully deadly, and it’s the perfect digital companion for the month of January, with its frosty clarity and new years‘ resolutions. Here is a piece of design that offers a path to true mastery through careful practice. Here is a game that provides unceasing opportunities for self-improvement.
iPhone-3GS-Besitzer warten noch aufs nächste Update: Diese erste Version fährt auf der ‚alten‘ Hardware nämlich an die Wand. Alle anderen iOS-Spieler dürfen sich den Nachmittag zur Highscore-Hatz getrost freinehmen.
Personally, I’m not going to buy any more DLSR bodies or lenses. I’m waiting on the descendants of this first phase of 3rd Gen Cameras. […] 3rd Gen Cameras are the clear future category for digital photography. Objectively, these cameras have more advantages than disadvantages. As Moore’s law clicks along, the disadvantages will dissipate like fog in the sunrise.
Exakt so, unterschreibe ich dieses Statement – zumindest für den Augenblick. Meine aktuelle Kamera ist auch zu diesem Jahresbeginn die Canon S95 (Affiliate-Link). Foto-Qualität, Größe und Gewicht stehen (für mich) in einem ausgewogenen Verhältnis.
Was Point-and-Shoots weiterhin fehlt: die bessere Handhabung. Die Menübedienung ist selbst bei Basismodellen absurd komplex und eine schnelle Weiterverarbeitung nicht im Ansatz gegeben. Nicht grundlos fiel mein Silvesterfoto diesmal so aus. Das zusätzliche Eye-Fi-Accessoire (Affiliate-Link) merzt viele Mängel aus, lässt mich jedoch nur mit Zeitaufwand und Mühe Fotos auf Instagram bewegen – speziell unterwegs. Apropos bewegen: Warum funktioniert Apples Camera Connection Kit (Affiliate-Link) eigentlich immer noch nicht am iPhone?
Digitalen Kameras fehlt das Ökosystem aus Apps sowie die generelle Anbindung ans Netz. Da Sony, Nikon oder Canon in absehbarer Zeit weder ein attraktives Software-Angebot schnüren werden, geschweige denn das Problem der kostenpflichtigen Simkarte lösen, ist es an der Zeit, sich anzupassen. Ansonsten fressen Smartphone weiter dessen Markt auf. Weil zugegeben: Die Fotoqualität vom iPhone 4S ist mehr als ausreichend und damit konkurrenzfähig.
Ein echtes Verkaufsargument wäre ein Fotoapparat mit zeitgemäßer Technik, der seine Bilder mit ein zwei mühelosen (!) Klicks in die iPhone-Fotobibliothek schnipst.