Der Musik-Streaming-Service Spotify schaltete vor wenigen Minuten eine Webseite zur Ankündigung seines US-Starts. Über entsprechende Verhandlungen mit den dortigen Musik-Labels wird seit Monaten gesprochen.
Eine Verfügbarkeit, dessen Preise sowie der oder die Partner (Facebook?) sind bislang noch nicht bekannt. Mit einem US-Start bringt sich der Dienst erstmals ernsthaft in direkte Konkurrenz zu Amazon, Google und Apple.
Through this campaign, 10,287 consumers visited the online Homeplus mall using smartphones. The number of new registered members rose by 76%, and on-line sales increased 130%. Currently, Homeplus has become No.1 in on-line market and is a very close 2nd offline.
Unvorstellbar, wie man noch im Sommer 2009 mit „Ich will doch nur telefonieren…“ werben konnte. Sagt mir bitte, dass Reklamekampagnen dieser Art heute nicht mehr im TV laufen!
We’ve learned and struggled for a few years here figuring out how to make a decent phone,” he said. “PC guys are not going to just figure this out. They’re not going to just walk in.
Dies sagte Ed Colligan, ehemaliger CEO der Firma Palm, im November 2006 betreffend Apples möglichen Plänen zum Einstieg in den Telefonmarkt.
In Retrospektive wirken diverseZitate dieser Post-PC-Zeit sehr lustig. Gleichzeitig jedoch auch vernichtend für die Bewertung der aktuellen Lage.
Eine Geschichte vom heutigen Morgen: Laut comScore-Statistik verlor RIM in den USA rund eine Million Kunden. Nicht im letzten Jahr, nicht im letzten Halbjahr sondern in den letzten drei Monaten. Der Guardian nennt es einen „Trend epidemischen Ausmaßes„.
Doch die Verluste werden erst durch die Betrachtung der Konkurrenz-Zuwächse bei Apple und Android richtig deutlich. Im gleichen Zeitraum konnten drei Millionen iPhone-Kunden und über sechs Millionen Android-Nutzer festgestellt werden.
Und das ist nur ein sehr kurzer Blick in die Vergangenheit. Wahrlich faszinierende Einblicke, insbesondere für längere Zeitspannen, sind im 5by5-Podcast ‚The Critical Path‚ nachzuhören. Dort referiert Horace Dediu, der unter Asymco.com bloggt. Hier darf man gleich mit Episode #3 einsteigen, die sich mit der Frage beschäftigt wie Apple mit dem Problem seines Barvermögens in Höhe von 65 Milliarden US-Dollar umgehen sollte.
What Apple should be doing with that cash, he suggests, is using it to address its manufacturing bottlenecks.
@comex aktivierte unter http://www.jailbreakme.com/ am heutigen Morgen – für ein paar kurze Minuten – den nächsten iOS-Jailbreak. Aktuell ist die Webseite mit dem PDF-Exploit, der auch das Dateisystem vom iPad der zweiten Generation unter Firmware 4.3.3 ‚entfesseln‘ soll, wieder offline.
Bereits am 02. August 2010 war es ein ‘Slide-to-Jailbreak‚, der eine Schwachstelle in der PDF-Darstellung von Safari ausnutzte. Apple besserte dafür am 12. August nach.
Der verwendete PDF-Exploit lässt sich über Cydia mit dem ‚PDF Patcher 2‚ ausmerzen. Apple ist jedoch bei dieser Art von schwerwiegender Lücke selbst zu einem schnellen Handeln gezwungen.
Ich mag Google+. Warum das so ist, weiß ich eigentlich noch gar nicht. Irgendwie scheint jedoch noch ein Plätzchen frei, zwischen Twitter, Facebook und Tumblr.
Wie sich dieser neue Online-Spielplatz in den nächsten Monaten entwickelt, entscheiden seine Nutzer. So wie damals bei Twitter, als sich die (banalen) Status-Meldungen langsam zu informationellen Mehrwerten entwickelten. Wer erinnert sich noch? Die ersten Annahmen, seine Kommunikation in kleinen Peer-Gruppen zu führen, haben sich nicht erfüllt. Selbst Anwender mit wenigen ‚Verfolgern‘ sprechen über Hashtags und die (Geo-)Suche immmer auch mit dem gesamten Netzwerk. Genau deshalb fällt es (mir) schwer, lange Diskussionen über öffentlichen @Replies zu führen.
Bei Google+ habe ich diese Hemmungen nicht. Trotzdem muss sich Google etwas in puncto Benachrichtigungen einfallen lassen, damit zwei plauderfreudige Gesprächspartner nicht die ganze (Kommentar-)Teilnehmerschaft belästigen unterhalten.
Meine Hoffnung ist, dass Google+ mehr Anlaufstellen mit individuellen Kontakten liefert – die nicht gleich meine ‚Freunde‘ sein müssen. Genau das wäre neu, braucht aber Zeit. Ähnlich wie man für die Twitter-Kurznachrichten seine ‚Einarbeitung‘ brauchte, um das ‚Alles-ist-öffentlich‘-Prinzip zu verinnerlichen.
Fundamentale Grundlage dafür: mobile Apps. Android ist versorgt. Optisch ist das zwar alles noch rudimentär; praxistauglich jedoch allemal. ‚Benachrichtigungen‘ der Geschehnisse auf Google+ lassen sich von der unteren Bildschirmhälfte nach oben ziehen. Sowohl der Foto-Upload als auch der Gruppen-Chat ‚Huddle‚ funktionieren.
iOS bekam zum Start in der vergangenen Woche eine sehr gute Web-App. Darüber ist es jedoch nicht möglich, einem Beitrag Fotos anzuhängen. Die Android-Software kann das. Vom iPhone aus lassen sich mit Drittanwendungen wie PhotoSync oder PhotoForge2 Bilder ins Netz laden, die zur Google+-Veröffentlichung führen.
Sowohl das Android-Programm als auch die Web-Anwendung für iPhone und iPad benötigen zusätzlich die Möglichkeit, ausgewiesene Links mit kurzen Zitaten zu veröffentlichen. Aber das wird schon. Ich bin nach der ersten Woche sehr zuversichtlich – insbesondere weil Google gefühlt an allen Ecken und Enden aktiv schraubt.
Die native Google-App liegt Apple bereits zur Freigabe vor. Erst dann ist eine erste ernstzunehmende Bewertung über die mobile Anbindung des Online-Services möglich.
Außerdem nicht zu missachten: Google+ sollte dem Fotodienst Picasa einen ordentlichen Schub verpassen. Ähnlich wie Twitter sich diesen Markt zukünftig nicht mehr von yfrog und Co. wegnehmen lässt, landen die Bilder-Uploads bei Google – mit neuen Freiheiten.
Tiefste Einblicke zur Entstehung von Google+ – aber auch dessen Ausrichtung („This isn’t like an experiment. We’re betting on this, so if obstacles arise, we’ll adapt.„) – hackte Steven Levy für Wired.com in seine Tastatur.
Pegatron Technology erhält den Auftrag zur Fertigung von 15 Millionen iPhones der nächsten Generation. Auslieferung: September 2011.
The sources pointed out that as the iPhone 5, which does not seem to have any major update from iPhone 4, is already set for shipment in September, they are already started supplying components to Pegatron with Pegatron’s plants in Shanghai, China also recently started hiring for manpower.
Das Problem: es handelt sich um einen Bericht des taiwanischen Branchenmagazins DigiTimes. Dessen Vorhersagegenauigkeit schwankt. Enorm. Um’s mit den Worten von AppleInsider zu sagen:
It should be noted, however, that DigiTimes has an uneven track record with Apple predictions, though its accuracy improves slightly when reporting on manufacturing contracts.
Insbesondere der Kontakt zu Pegatron scheint jedoch qualifiziert. Über die Apple-Partnerschaft berichtete DigiTimes als erste Quelle im Februar 2010. Darauf folgend schlossen sich Berichte um eine CDMA-Version vom iPhone 4 an. Diese sollte zuerst im vierten Quartal 2010 veröffentlicht werden – bekanntlich wurde es Februar 2011. Gleiches Spiel mit dem iPad 2, das sich laut DigiTimes-Berichterstattung über mehrere Monate immer wieder verzögerte.
Ohne Frage: In der Produktion können sich Terminänderungen ergeben und Produktionsräume verschieben. Im aktuellen Fall ist der Tipp für das iPhone 5 mit einer September-Veröffentlichung jedoch nicht sehr gewagt, wenn man das diesjährige Weihnachtsgeschäft mit einem derartig populären Produkt wie dem iPhone abdecken möchte. Auch die geäußerte Vermutung „does not seem to have any major update from iPhone 4“ scheint mit Rückblick auf die bisherigen iPhone-Generationen wahrscheinlich. Von der Nachricht bleibt daher lediglich die (bestellte) Stückzahl von 15 Millionen. Aus aktueller Perspektive ebenfalls keine sehr bedeutsame Hausnummer, weil iPhone und iPad stets das komplett produzierte Sortiment abverkaufen.
Nicht unerwähnt soll bleiben, dass DigiTimes-Artikel regelmäßig komplett danebengreifen. Große Nachricht im April 2010: Die nächste iPad-Generation besitzt ein OLED-Display – oder auch nicht. Februar 2010: Apple plant USB 3.0 für das nächste iPhone. März 2009: Touch-Screen Netbooks in Q3/2009.
Die Liste lässt sich fortführen. Der MacRumors-Chef Arnold Kim hat dies in seinem privaten Blog einmal gemacht. Im Jahr 2007 lautete das Fazit:
14 rumors total. 1 True. 10 Wrong. 2 Possible. 1 Unknown. I’ll leave it to the reader to decide how likely it is that this latest rumor will come true.
Die kurze Jailbreak-Aufregung vom vergangenen Wochenende ist inhaltlich schnell abgefrühstückt: Ein unfertiger PDF-Exploit für das iPad 2, der unter iOS 4.3 (nicht iOS 4.3.x) von einem ungesicherten Server kopiert wurde, tröpfelte danach in den Bits- und Bytes-Ozean, den wir Internet nennen. Ein ‚Bekennerschreiben‚ fasst die Geschichte um das Webfundstück zusammen. Apple dürfte ein genaues Auge darauf werfen, über welche Schwachstelle das bislang standfeste zweite Tablet in die Knie gezwungen wird. Das Dev-Team äußerte sich zum jetzigen Zeitpunkt (logischerweise) nicht mit einer Beurteilung zu der Enthüllung.
Mit einem Jailbreak ‚aufgemacht‘ (via aTV Flash), ist in meinen vier Wänden lediglich der Apple TV aus zweiter Generation (Affiliate-Link) zu finden. Als Spielerei, was die kleine Box so alles darstellt und abspielen kann, ist das durchaus unterhaltsam. Mediencenter Plex entwickelt sich zum Beispiel zielstrebig weiter voran. Aber auch EyeTV, über seine Web-Anwendung unter live3g.eyetv.com, lädt an Apples kleiner Fernsehkiste die Browser-Ansicht und das HTTP-Streaming.
Für eine angenehme Bedienung habe ich Remote HD (3.99€; Universal; App Store-Link) aus dem App Store gefischt. Insgesamt bietet die Anwendung einen ausgedehnten Funktionsumfang, verwirrt jedoch auch mit konfuser Benutzeroberfläche. Dafür steuert die App auch Macs. Der ‚Remote Helper‚ nimmt die Befehle der WiFi-Fernbedienung entgegen – vom schnellen Programmstart bis zur Maussteuerung.
Insgesamt gilt: Wer das iPhone oder iPad am Apple TV mit Jailbreak oder an seinem Mac verwenden möchte, findet hier eine erweiterte Bedienung.
*Alle selbstproduzierten Videos gibt’s auch als iTunes-Podcast – der sich auch über eine kurze Bewertung freut.
Suche jungen motivierten Dokumentarfilmer, der mir die juristischen Scharmützel um die Firma Edge Games, Tim Langdell und sein Warenzeichen ‚EDGE‘ einmal mundfertig aufbereitet. Kickstarter gefällig?
In der gestrigen Woche erhielt der Krimi, mit der die Wortmarke ‚EDGE‘ unter anderem gegen Electronic Arts, Namcos SOULEDGE, den Future Verlag und zuletzt das gleichnamige iPhone-Spiel aus dem Hause Mobigames ‚verteidigt‘ wurde, eine neue Episode. EDGE Games veröffentlichte seit 1994 keinen neuen Spieletitel, stellte jedoch am vergangenen Wochenende EDGEBobby2 für iPhone und iPad in den App Store (Link).
Die kugelrunde Visage kommt älteren Generationen vielleicht noch bekannt vor? Bobby Bearing erschien im Jahr 1986 für das Sinclair ZX Spectrum, den Amstrad CPC und Commodore 64. Lustige Randnotiz: Tim Langdell schlug im Streit mit Mobigame eine offizielle Lizenzierung vor. Neben der finanziellen Beteiligung verlangte Langdell vom iPhone-Spiel zusätzlich die prominente Titelbildschirm-Einblendung „EDGE: An Homage to Bobby Bearing„.
Darauf hatte Mobigames (App Store-Link) irgendwie gar keine Lust und schlug gutmütig eine Namensänderung von EDGE in EDGY vor. Langdell lehnte ab und registrierte einen Tag später selbst die Wortmarke ‚EDGY‘.
Alles nur ein ‚Missverständnis’…?
An Edge Games spokesperson, writing from Tim Langdell’s personal email address and signing off as „Tim Langdell“, claims that their registration was the result of a misunderstanding „probably in part caused by David Papazian’s [Mobigames] less than perfect English“. However, many journalists who talked with David Papazian confirmed that Papazian’s English is „absolutely flawless“
Seit Oktober 2010 ist zumindest der Streit mit EA beigelegt. Die Begründung des Gerichts umfasst das Wort ‚Trolling‘, was ich toll finde.
The court has denied Edge Games’ motion for injunction, citing that it believes that Langdell made fraudulent statements to the US Patent and Trademark Office and strongly believes that Langdell is “suspect,” and has been “trolling” the game industry for licensing opportunities. His actions could possibly warrant “criminal penalties.”
Nichtsdestotrotz bleibt der Abriss, soweit dokumentiert, sehr unterhaltsam. Wer darauf Lust hat, sollte sich vom Wikipedia-Eintrag über ‚The Edge of Reason?‚ von Eurogamer bis TIGSource durchschlagen. Und natürlich das ‚richtige‘ Edge im App Store (2.39€; Universal; Link) kaufen…