In Zusammenarbeit mit TV Digital, der Axel-Springer-Programmzeitschrift, schickt Zattoo, die Internetplattform zur Übertragung von Fernsehkanälen, eine ‚Live-TV-HD‚-App aufs iPad (kostenlos; App Store-Link). Diese bietet über eine WiFi-Verbindung und eine deutsche IP-Adresse vier Sendestationen zum Probeschauen. Wer das gesamte Paket, bestehend aus 40 Kanälen, auf dem iPad konsumieren möchte, zahlt pro Monat 3.99€. Außerdem gibt es ein 3-Monats-Angebot für 9.99€ oder ein komplettes Jahr zum Preis von 29.99€.
Zattoo überträgt Sender wie ARD, ZDF, DMAX, NDR oder Sport 1 aus. Auch internationale Kanäle wie Al Jazeera, Bloomberg oder CNN International sind verfügbar. Für die großen deutschen Privatsender bestehen keine gültigen Ausstrahlungsrechte. In der Schweiz existieren die iOS-Apps – sowohl für iPhone als auch iPad (Link) – bereits seit einiger Zeit. Dort sind RTL, Pro7 und Co. frei zu empfangen.
Im deutschen IP-Adressbereich experimentierte Zattoo bereits mit einer Web-App Ende Februar. Als die Geschichte sich herumsprach und an Fahrt aufnahm, zog Zattoo das Angebot zurück. Der angebliche Probelauf kehrte bislang, auch nach der heutigen App-Veröffentlichung, nicht zurück. Die damals zu buchenden Tarif fielen zirka 50-Prozent preiswerter aus, als das jetzt veröffentlichte offizielle Angebot.
Zattoo Live TV HD ist ausschließlich für das iPad verfügbar, spendiert seine Video-Inhalte jedoch per AirPlay einem Fernseher, der mit einem Apple TV bestückt ist.
Apropos Fernsehen: Pay-TV-Sender ‚Sky‘ stellte in der vergangenen Woche seinen ‚Go‘-Tarif vor, dessen Eckdaten ich hier bereits Ende März vorgestellt habe. Mit der Umstellung auf die 12-Euro-Zusatzsteuer ging Version 2.0 der App-Store-App (kostenlos; App Store-Link) einher, die jedoch weiterhin auf die Ausstrahlung des Sport-Segments begrenzt bleibt. Einen detaillierten Blick auf das (Tarif-)Paket haben die Kollegen von Teltarif (1/2) geworfen.
Eine amtliche Anzahl von Zuschriften berichtet von bereits empfangenen Versandbestätigungen zum iPad 2 in Richtung Deutschland. Als Termin für die allerersten Besteller, die sich in der unerfreulichen Nacht- und Nebel-Aktion versuchten ein Gerät zu sichern, gab der Apple Online Store (Affiliate-Link) den 15. April als „voraussichtliches Versanddatum“ an.
Unterhalb der ausklingenden Woche änderte sich auf Apple.de die Lieferzeit auf mittlerweile zwei bis drei Wochen. Dies scheint sich jetzt auch auf die Erstbesteller positiv auszuwirken, deren Reservierung bis zum 14. April 2011 eintreffen soll.
Nichtsdestotrotz: Die getrennten Retail- und Online-Kontingente mit ihren stark abweichenden Verfügbarkeiten gehen nicht als glorreicher Verkaufserfolg in die Geschichte ein. Allerdings soll man sich natürlich nicht die Laune verderben lassen. Ich wünsche daher kräftige Vorfreude!
Im Januar 2009 verkaufte der Ziff Davis Verlag Haus und Hof an UGO Entertainment. Neben 30 Entlassungen kehrte der neuer Inhaber die Kronjuwelen wie das EGM Print-Magazin oder den Videopodcast ‚The 1Up Show‚ unter den Teppich. Die wöchentlichen Episoden mit Diskussion aus den Games-Redaktionsräumen hinterließen nach 10 Staffeln eine gehörige Lücke. Insgesamt ein guter Nährboden für einige der ehemaligen Mitarbeiter, Cesar Quintero, Matt Chandronait, Jay Frechette, Ryan O’Donnell, Jason Bertrand und Rob Bowen, um sich mit mit dem Format CO-OP eigenständig aufzustellen – Area 5 Media nannten sie ihr Startup. Rund 60.000 Zuschauer und zwei Monate nach dessen Start nahm sich das Internet-TV-Netzwerk Revision 3 der Show an. Die gute Zeit währte jedoch nur 1.5 Jahre.
Lange Einleitung, kurzer Sinn: In den gestrigen Abendstunden veröffentlichte Area 5 in Zusammenarbeit mit dem südamerikanischen Verleger Atomix das erste iPad-Magazin (kostenlos; App Store-Link), das sich ausschließlich mit Videospielen beschäftigt und keinen Print-Bruder oder Webseiten-Schwager hat.
Ich mag die zugrundeliegende Ausrichtung sehr:
Atomix is not about review scores. It’s not about quick-headline news. Most importantly, it’s not dumbed down for mass consumption.
Der Monatspreis von 79-Cent als ‚In-App‘-Kauf fällt extrem überschaubar aus. Aber auch der Heftumfang mit rund 14 Stories ist ebenfalls nicht wuchtig. Trotzdem ist er unterfüttert mit Video- und Bildkompositionen. Clever: Die Artikel-Darstellung erfolgt grundsätzlich im Hochformat während Galerien durch Drehung des Bildschirms sichtbar werden. Highlights sind (natürlich) die eingebetteten Videos im CO-OP-Stil, von denen zukünftig gerne mehr auftauchen können.
Leider stockt die technische Umsetzung an einigen Stellen sehr. So rendert die Schrift beispielsweise beim Umblättern für einen Sekundenbruchteil störend neu. Bereits aufgerufene Intro-Videos für Artikel laden bei jedem ‚durchwälzen‘ noch einmal nach.
Nichtsdestotrotz: Wer den Jungs (für ihre jahrelange Arbeit) schon immer mal ein paar Cent zustecken möchte, bekommt hier kinderleicht die Möglichkeit. Im Gegenzug nimmt man an einer der ersten Inkarnation teil, in dem ein Rudel begeisterter Menschen ihrer Leidenschaft als kleine Eigenpublikation nachgeht.
Das Mac-Programm ‚Witness‚ nutzt integrierte oder extern angeschlossene (Web-)Kameras und zeichnet im Stil eines Bewegungsmelders Foto- und Videomaterial auf. Diese Bilder(-Strecken) verteilt der Service anschließend per Push-Benachrichtigung an registrierte iPhones und iPads.
Die Sofort-Meldungen funktionieren erst seit dem heute veröffentlichten Update. Über das mobile Gerät lässt sich außerdem der ‚Überwachungs-Mode‘ aktivieren und deaktivieren. Um den Grusel-Faktor noch zu übertrumpfen: Die eingefangenen ‚Schnappschüsse‘ werden beim Betreiber gespeichert (Amazon S3), so dass diese vom Benutzer auch über den Webbrowser eingesehen werden können. Das erleichtert selbstredend die komplette Konfiguration, sollte jedoch jedem Anwender mehr als bewusst sein. Ein Blick in die FAQs sowie Privacy Policy gilt als Minimum-Voraussetzung – zumindest sollte dies meiner Meinung nach so sein.
Witness Remote (universal; App Store-Link) ist kostenlos. Die Desktop-App schlägt mit einmalig 30Euro zu Buche. Weitere Kosten fallen nicht an. Sein belgischer Hersteller Orbicule ist in puncto Software für Diebstahl (im weitesten Sinn) nicht unbekannt. Mit Undercover und ‚Undercover Mobile‚ (3.99€; universal; App Store-Link) bietet die Schmiede bereits Softwarelösungen zum Aufspüren unbeabsichtigt verschollener Geräte an.
BGR.com stellt iOS 4.3.2 innerhalb der kommenden zwei Wochen in Aussicht. Deren Informationsquelle lag bereit mit iOS 4.3.1 richtig, auch wenn die zweiwöchige Veröffentlichungs-Zeitspanne stark unterboten wurde.
Mit Blick auf die vergangenen Termine für iOS-‚Sneak-Peaks‘, erscheint es mittlerweile unwahrscheinlich, dass eine Vorstellung von iOS 5.0 noch vor der WWDC 2011 erfolgt.
Dadurch dürfte auch die nächste Hardware-Generation vom ansonsten konstanten Sommertermin abrücken. Ein nächstes iPhone kommt nicht ohne nächsten iOS-Versions-Sprung. Als unwahrscheinlich gilt darüber hinaus, dass Apple nur einige Wochen nach der WWDC mit neuer Hardware anrückt. Lediglich ein Ausblick wäre denkbar. Ein iPhone-Release stände uns daher frühestens Ende Juli oder August ins Haus!?
In die gleiche (Termin-)Kerbe schlägt eine Aussage von Sony-CEO Howard Stringer. Dieser gab in einem Interview mit Walt Mossberg am vergangenen Wochenende sinngemäß zu Protokoll:
Our best sensor technology is built in one of the (tsunami) affected factories. Those go to Apple for their iPhones…or iPads. Isn’t that something? They buy our best sensors from us?
Das Wall Street Journal belegte die Aussage im öffentlichen Interview später:
Early on, he raised the irony of Sony supplying camera components for Apple devices. It “always puzzles me,” he said. “Why would I make Apple the best camera?”
Analyst Yair Reiner (Oppenheimer & Co.) erklärt einen Zulieferwechsel von OmniVision zu Sony für die iPhone-, iPad- und iPod-touch-Kameras für ausgeschlossen. Analyst Ashok Kumar (Rodman Renshaw) hatte dagegen bereits im vergangenen Jahr die 8MP-Kamera von Sony vorausgesagt und anschließend seine Prognose in die tatsächlich verbaute OmniVision 5MP-Knipse geändert.
Wie dem auch sei. Ob Apple den diesjährigen Zeitplan für iOS und iPhone (geplant oder erzwungen) ändert, bleibt später zu klären. Es scheint jedoch so, als ob der iPhone-4-Oldie, welcher im 24. Juni seinen ersten Geburtstag feiert, auch diesen Sommer noch gegen junge Android- und Windows-Phone-7-Konkurrenten anzutreten hat.
Das ‚Spiel der (App-Store-)Stunde‘: Atari’s Greatest Hits. Ein Gratis-Download, der sich anschließend per ‚In-App‘-Kauf mit Games nachrüsten lässt. Neben kleinen 79-Cent-Paketen kann auch der komplette Fundus aus 100 Spielen, ehemalige Automaten sowie Atari-2600-Titel, für 12Euro, bezogen werden. Dieser wiegt auf dem iPad 68.5 Megabyte; ins iPhone quetschen sich 66.4 Megabyte Spielspaß.
Absolut lobenswert: Einige Titel sind mit einem Bluetooth-Mehrspielermodus nachträglich ausgestattet. Für die Retro-Werke sind in der Galerie Artworks, Box-Cover und beispielsweise Bilder der Original-Automaten hinterlegt. Wer sich einmal die Kollektion aus „Pong„, „Centipede“ oder „Tempest“ zugelegt hat, kann über den eigenen iTunes-Account diese auch auf anderen Geräten ohne Aufpreis noch einmal herunterladen.
Ich bin extrem gespannt, ob die im Januar angekündigte ‚iCade‚, das iPad-Mini-Arcade-Gehäuse, diese Retro-Sammlung unterstützt. Man kündigte damals zumindest schon entsprechende Verträge mit Atari an.
*Alle selbstproduzierten Videos gibt es neben der oben eingebundenen HD-Version auch ‘iPhone-kompatibel’ in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
Den exklusiven Erstblick „Under-the-Hood“ der Unreal-Engine-Zukunft gewährte Epic Games Kotaku.com. Im Anschluss stellten sich Vizepräsident Mark Rein und Gründungs-Nase Tim Sweeney der Schwester-Webseite Gizmodo für ein Interview. Quintessence: Der Infinity-Blade-Entwickler tendiert auch zukünftig im mobilen Bereich zum iOS-System.
Kein unwesentliches Argument: „It’s really the best place to make money.„. Sweeney zeigt sich beeindruckt von der rasanten Entwicklungskurve, die ihn sowohl „erstaunt“ als auch „alarmiert„. Während er für klassische Konsolen 10-20-fache Performance-Sprünge innerhalb von sieben bis acht Jahren sah, springt Apple um Faktor 9 in 12 Monaten. Damit bezieht er sich auf das iPad 2, das sich schon jetzt – in der frühen Kennenlernphase – bereits hochauflösenden ‚Shadern‘ annimmt, die beispielsweise für Gears of War Verwendung fanden. Die iPhone-4-CPU vergleicht er mit einem einzelnen Xbox-360-Kern.
Zur Überraschung von Matt Buchanan, der das Interview für Gizmodo führte, ist Epic Games „totally happy“ mit den 512MB-Arbeitsspeicher. Eine zuverlässigere Verfügbarkeit steht jedoch auf der Wunschliste: „We need X amount of memory available. Sometimes it works, sometimes you have to shut down other apps or reboot your phone.“ Right now, „It’s a massive problem […]„.
Unterm Strich bleibt für den derzeit populären Zweikampf folgendes aus Perspektive von Epic Games festzuhalten:
When a consumer gets the phone and they wanna play a game that uses our technology, it’s got to be a consistent experience, and we can’t guarantee that [on Android]. That’s what held us off of Android.