Wie disqualifiziert man sich selbst am besten? CNN zeigt wie es geht und wählt das mediale Sommer-Schauspiel ‚Antennagate‚ auf Platz eins der zehn größten „tech fails“ im ausklingenden Jahr 2010.
Wir erinnern uns: Zum Start des iPhone 4 verkauft Apple innerhalb von drei Tagen 1.7 Millionen Geräte. Die Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2010 zählt den Rekordwert von 14.1 Millionen iPhones, der gewöhnlich vom aktuell laufenden Weihnachtsgeschäft locker flockig überrollt wird. DigiTimes rechnet aus Angaben von Zulieferkreisen mit 20-21 Millionen iPhones (5-6 Millionen davon in einer CDMA-Ausführung) in Q1/2011. Präzise Zahlen verkündet Apple am 18. Januar 2011.
Months later, the problem is all but forgotten and the phones show no sign of dipping in popularity. So „fail,“ in this case, is a pretty relative term.
Eigentlich ist es noch trauriger, dass die Schlussbeschreibung erkennt, dass die Platz-Wahl nicht stimmt. Aber was soll das schon groß ausmachen? Ist ja alles nur Journalismus Boulevardpresse…die den ‚Verlust‘ von 1.3 Millionen Benutzer-Konten von Gawker Media, Googles Buzz-Flop und ein Millionengrab von Microsofts Kin auf hintere Plätze der Top-10-Liste verweist.
Die bewegte App Store-Geschichte der vergangenen 2.5 Jahre hat nahezu 400.000 Anwendungen durch Apples Genehmigungsprozess geschleust. Während im Monat Dezember 2008 magere 3.800 Programme durch das iTunes-Portal trotteten, zählte 148Apps.com im letzten Monat des Jahres 2009 bereits über 25.000 Software-Titel. Keine Überraschung: Dieses Jahr wird sicherlich eine neue Bestmarke überschritten – der Dezember 2010 soll 30.000 neue Apps bereithalten.
Die angeblichen 45.000 (kostenlosen) ‚Tap Tap Revenge 4‚-Downloads pro Stunde (in Spitzenzeiten) und vermeintlichen 2 Millionen neuen Facebook-App-Nutzer innerhalb von drei Weihnachtstagen (25.12. = 43.726.457 / 28.12. = 45.768.616) stellen hier sicherlich nur die Spitze des Eisberges dar.
Auch die ‚Wiederauferstehung‘ der App Camera+ zahlte sich aus und erreichte nach eigenen Angaben 500.000 Verkäufe (vergünstigt für 79 Cent) innerhalb von zwei Tagen.
Camera+ flog zuvor für 131 Tage aus dem App Store, weil sich über eine versteckte Funktion die Lautstärke-Knöpfe als Foto-Auslöser benutzen ließen. Mit viel Ironie darf auf die letzte ‚App Store‘-Nacht geschaut werden als das Programm ‚Quick Snap Camera Plus‚ (1.59€; App Store-Link), mit exakt dieser beworbenen Eigenschaft, in Apples Download-Portal erschien und dort auch mehrere Stunden später noch verfügbar ist.
Nicht neu, derzeit aber wieder zentrales Gesprächsthema: App Store-Anwendungen und dessen Verwendung von Nutzerdaten. Unter dem Titel „Your Apps Are Watching You“ veröffentlichte ‚The Wall Street Journal‘ Mitte Dezember eine ausgiebige Zusammenstellung der zum damaligen Zeitpunkt 101 populäresten Apps.
Die Weitergabe der Geräte-Identifikations-Nummer sowie der Benutzer-(GPS-)Standort stehen dabei vornehmlich in der Kritik. Insbesondere die Übermittlung an Werbe- und Statistik-Netzwerke, für die mehrere Entwickler-Frameworks zur kinderleichten Einbindung bereitstehen, sind mit kritischem Auge zu betrachten.
Inwieweit Apple sich mit dem Genehmigungsprozess für seine angemeldeten Entwickler eigenständig in die Verantwortung stellt, bleibt eine bislang noch ungeklärte Frage. Nun könnte sich ein Gericht um dessen Klärung bemühen.
Am 23. Dezember reichte der Amerikaner Jonathan Lalo eine Klage gegen Apple vor dem Bezirksgericht in San Jose ein. In seiner Klageschrift betonte Lalo, dass er der Übermittlung seiner individuellen Geräte-UDID mit Boardmitteln nicht widersprechen kann. Jailbreak-Nutzern stände für eine umfassendere Kontrolle des Netzwerkzugriffs die Cydia-Anwendung ‚Firewall IP‚ zur Verfügung. Die Öffnung des Dateisystems birgt jedoch eine Vielzahl von intransparenten Risiken.
Stichwort Risiken: Auf dem Chaos Communication Congress ’27C3′ finden sich auch in diesem Jahr diverse Vorträge zum Thema (Mobilfunk-)Sicherheit (hacking smart phones, SMS-o-Death, etc. ), die uns mit einer zunehmenden Annäherung von Smartphones und Mini-Computern nicht überraschen sollte.
Update
Wired berichtet von einer zweite Klage-Schrift (PDF-Download), die mit ähnlichen Vorwürfen neben Apple auch noch die App-Store-Entwickler der Anwendungen Toss It, Text4Plus, The Weather Channel, Talking Tom Cat, und Pimple Popper Lite als Beklagte aufführt.
Das japanische Weblog i behauptet ein Pärchen von iPad-Hüllen der angeblich nächsten Hardware-Generation zu besitzen. Im dazu veröffentlichten Video wird ein Formfaktor-Vergleich mit einem Apple-Tablet der aktuellen Generation gezeigt.
Drei mögliche Erkenntnisse lassen sich aus diesen Gerüchten ableiten: Das ‚iPad II‘ könnte eine flachere Rückseite, ähnlich dem iPod touch der vierten Generation besitzen. Dieser bietet durch seine breitere Rückfront mit nur marginalen Abrundungen zum Gehäuserand, eine relativ wackelfreie Platzierung auf glatten Oberflächen wie beispielsweise (Schreib-)Tischen. Des Weiteren deutet sich eine Zweiteilung der Lautstärke-Knöpfe an, die ebenfalls aus aktuellen Produkten wie dem iPhone 4 bekannt sind. Eine üppigere Aussparung an der rechten unteren Position neben dem Dock-Anschluss, an der sich aktuell die iPad-Lautsprecher befinden, eröffnet die Spekulationen auf größere Klanggeber für ein kommendes Modell. AndereHüllen-Produktionen stützen diese Spekulation. Auch Macotakara veröffentlichte dazu bereits in der vergangenen Woche ein Video.
(Asiatische) Hüllenhersteller sorgen regelmäßig im Vorfeld anstehender Apple-Produktveröffentlichungen über Mutmaßungen einer vorstellbaren Gehäuseform, die ebenso beständig sehr unterschiedliche Erfolgsquoten aufweisen.
Am heutigen Montagmorgen startet der jährliche Chaos Communication Congress in Berlin. Unter dem diesjährigen Motto „We come in peace“ finden sich unzählige interessante Besucher zu Vorträgen, Workshops und Events rund um technische und gesellschaftspolitische Themen am Berliner Congress Center am Alexanderplatz ein.
Wer kein Ticket ergatterte oder wen (familiäre) Verpflichtungen zwischen Weihnachten und Neujahr von der persönlichen Teilnahme abhalten, verfolgt die Live-Streams des FeM-Teams. Neben einer experimentellen DVB-T-Installation steht außerdem ein Internet-Stream zur Verfügung, mit dem auch wir unseren kleinen Beitrag leisten wollen.
Das HTTP Live Streaming für alle iOS-Generationen stellen wir über eine Web-Anwendung bereit. Der überlebenswichtige Webverweis, der auch von Events.ccc.de verlinkt ist, lautet:
Die Web-App lässt sich für eine bessere Darstellungs-Performance auf dem Homescreen des iPhone, iPad oder iPod touch ablegen. Darüber sind auch die Aufzeichnungen mit ReLive-Wiederholungen verfügbar.
Das iPad kann Spuren von kleinen Optimierungen enthalten, um als portabler Fernseher in den nächsten Tagen zu dienen!
Der Dank für die technische Realisierung gilt, wie bereits zu großen Teilen der Live-Videoübertragung von der zweihundertsten Podcast-Episode ‚Bits und so‘, Thorsten Philipp. Er freut sich sicherlich über ein paar Flattr-Klicks für seine Zeit und Mühe, die innerhalb der Web-Anwendung (und/oder seinem Blog) abzugeben sind!
Allen Teilnehmer, egal ob Vorort oder per Stream-Teilnahme, ein paar unterhaltsame und interessante Tage!
* Um eine reichhaltige Verbreitung dieses Links per Twitter, Mail und Post innnerhalb der nächsten vier Tage wird ausdrücklich gebeten!
Auch in diesem Jahr verteilt Apple über zwölf Feiertage jeweils eine tägliche Download-Gabe für lau. Die App Store-Beschreibung verspricht „Songs, TV Sendungen, iBooks, Apps und Filme“, dessen Verweise über das App Store-Programm ‚12 Tage Geschenke von iTunes‚ abgewickelt werden.
Die Ouvertüre startet ‚Fettes Brot‚ mit einem Video-Bundle ihrer Titel ‚Jein‘, ‚Kontrolle‘, ‚Falsche Entscheidung‘ und ‚Amsterdam‘.
Bei Interesse an diesen kleinen (und kommenden) Aufmerksamkeiten, informiert die Universal-App für iPhone und iPad per Push-Benachrichtigung.
Die Cultured Code-Aufgabenverwaltung ‚Things‚ stellte kürzlich in einem Blogbeitrag eine ‚Over-the-Air‘-Synchronisation in Aussicht („The final release of cloud sync as part of Things is still off by a few months.“). Die Ankündigung als ‚verspätet‘ zu bezeichnen, entbehrt jeder Untertreibung wenn man sich die Versprechungen zur Desktop-Version aus dem Oktober 2008 (!) noch einmal vor Augen führt:
Needless to say that we gonna implement multiple Mac syncing with MobileMe – and maybe also without it. The release of Things 1.0 is scheduled for January 2009 and we hope to be able to include multiple Mac syncing. But I can’t guarantee this.
Obwohl dieser Umstand für die aktuelle Kundschaft sicherlich ‚unbefriedigend‘ ausfällt, mangelt es nicht an Alternativen. Allein in diesem Jahr haben sich zusammen mit dem iPad-Start unzählige ‚ToDo-Anwendungen‘ mit ‚Cloud‘-Sync-Eigenschaften in den App Store geschlichen. Mittlerweile sollten die verschiedensten Geschmäcker befriedigt sein.
OmniFocus benutze ich im Moment systemübergreifend auf dem Mac, iPhone (15.99€; App Store-Link) und iPad (31.99€; App Store-Link) – ein reichlich teures, überkandideltes aber funktionsfähiges Vergnügen der auf- und abzuarbeitenden ‚Tasks‘.
Wenn man (s)ein gebrauchsfähiges System zum Festhalten der täglichen Aufgaben einmal gefunden hat, verliert man Gegenvorschläge gerne aus den Augen. Erst die gestrigen Alarm-Neuigkeiten sowie das kürzlich veröffentlichte BusyToDo (3.99€; App Store-Link) führten als Ansatz den Datenabgleich über Apples Bezahlservice MobileMe zurück auf mein Radar.
Obwohl die Aufgabenverwaltung des Desktop-Programms iCal generell sehr rudimentär ausfällt, mag dies für schnelllebige, temporäre (Arbeits-)Listen ausreichend sein. Wer mehr von seinem Kalenderprogramm auf dem Mac erwartet, greift ohnehin zu BusyCal.
Auch das bereits im Januar 2010 zuletzt vorgestellte ‚2Do‚ (5.49€; universal; App Store-Link) nutzt diese Möglichkeit der dezentralen Daten-Synchronisation. Die Funktion wird per zusätzlichen ‚In-App-Kauf‘ nachgerüstet und ergänzt damit ein umfangreiches Software-Paket.
Wer mit simplen Aufgabenlisten auskommt und sowieso schon für Apples jährlichen Bezahlservice in die Tasche greift (oder einen eigenen WebDAV-Server stellt), findet mit ‚2Do‘ einen kostengünstigen Vertreter von synchronisierenden ToDo-Listen.
BusyToDo fällt mit gleichem Ansatz schlichter aus und ist damit sicherlich nicht der letzte Kandidat aus dem reichhaltigen App Store-Sortiment.
Gorillaz, die britische Comic-Musikgruppe von Damon Albarn und Jamie Hewlett, veröffentlichen mit ‚The Fall‚ ein Weihnachtsalbum, das ausschließlich teilweise (siehe Kommentare) mit dem iPad produziert sein soll.
Bereits im November gab Damon Albarn, musikalischer Kopf der Rockband Blur, gegenüber NME zu Protokoll:
„I’ve made it on an iPad – I hope I’ll be making the first record on an iPad,“ he said. „I fell in love with my iPad as soon as I got it, so I’ve made a completely different kind of record.“
Als Applikationen, im Wert von 82.32Euro, kamen dabei zum Einsatz:
Der Musik-Stream ist iOS-kompatibel nach einem Klick auf „I’m on the mailing list“ abzuhören oder steht für zahlende Fan-Club-Mitglieder bei Sub Division zum Download.
Danke fürs Zuschauen und ein paar schöne Feiertage!
*Alle selbstproduzierten Videos gibt es neben der oben eingebundenen HD-Version auch ‘iPhone-kompatibel’ in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.