Steve Jobs Teilnahme in der Telefonkonferenz zu den Apple Geschäftszahlen Q4/2010

Zweifelsohne: Steve Jobs hatte am vergangenen Montag einiges zu sagen. Sein unangekündigtes und überraschendes Erscheinen in der Telefonkonferenz zu den aktuellen Quartalszahlen ließ bereits vor seiner Ansprache hellhörig aufhorchen. Als Anlass deklarierte das Apple Oberhaupt die Überschreitung der Marke von $20-Millarden US-Dollar im Umsatz.

But I just couldn’t help dropping by for our first 20-billion-dollar quarter.

Es wäre naiv anzunehmen, dass dies der einzige Grund für seine Teilnahme war. Seine darauf folgender Vortrag bestätigte dies.

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Mit Genugtuung wiederholte er die bereits vorab verkündete Zahl von 14.1 Millionen iPhones, die alleine in den letzten drei Monaten über die Ladentresen wanderten. Nur indirekt bestätigte sich über diesen Verkaufserfolg, dass die von den Medien aufgebauschte ‚Antennagate‘-Problematik, keinen Einfluss auf die Absätze hatte. ‚Keinen Einfluss‘ ist dabei weit untertrieben. 14.1 Millionen iPhones hat Apple noch nie in einem Quartal abgesetzt. Die letzten Höchstwerte pendelten sich zwischen acht und neun Millionen Geräten ein.

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Danach erfolgte die harsche Kritik in Richtung der Mobilfunk-Mitbewerber. RIMs Blackberrys traf es dabei am härtesten, weil sie von Jobs extrem kurz abgekanzelt wurden.

We’ve now passed RIM. And I don’t see them catching up with us in the foreseeable future. They must move beyond their area of strength and comfort, into the unfamiliar territory of trying to become a software platform company.

Googles Android scheint höheres Mitstreiter-Potenzial in Cupertino zu genießen. Suchmaschinen-Oberhaupt Eric Schmidts 200.000 Android-Aktivierungen pro Tag diskreditierte Jobs mit: „Unfortunately, there is no solid data on how many Android phones are shipped each quarter. We hope that manufacturers will soon start reporting the number of Android handsets they ship each quarter, but today that just isn’t the case.“. Nach Jobs Meinung bleibt abzuwarten, wie sich Apple im Vergleich zu den vom Statistik-Institut Gartner prognostizieten 10 Millionen Android-Telefone im letzten Quartal schlägt. Derzeit aktiviert Apple täglich 275.000 iPhones iOS-Geräte.

Die Kampfansage, die der Apple-Boss hier annimmt, erscheint nicht nur zu hochgegriffen sondern auch ein klein wenig größenwahnsinnig. Obwohl sich Apple derzeit eindeutig bemüht, bei mehreren Mobilfunkanbietern vertreten zu sein, gegen ein lizenzgebührenfreies OS, das alle großen Hardware-Buden auf ihre neu zusammengeschraubten (Smart-)Phones packen können, sollte nicht im Fokus der Betrachtung stehen.

Wie Jobs richtig ausführt, ist der Markt für Telefone mit dem Google-Betriebssystem extrem fragmentiert.

Many Android OEMs, including the two largest, HTC and Motorola, install proprietary user interfaces to differentiate themselves from the commodity Android experience.

Als Software-Beispiel zieht Jobs den Twitter-Client TweetDeck (kostenlos; App Store-Link) heran. Gegenüber zwei überschaubaren App-Store-Programmen (iPhone + iPad), sollen sich im Android-Markt „more than a hundred different versions“ auf „244 different handsets“ tummeln.

Many Android apps work only on selected Android handsets, running selected Android versions. And this is for handsets that have been shipped less than 12 months ago!

Software regiert. Ohne Frage bleibt seine Argumentation nachvollziehbar und zu unterstreichen. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass Jobs ausführlicher betont, dass man sich nicht auf einen reinen Zahlenkampf einlassen möchte. „Sollen Sie doch mehr verkaufen“ wäre als Aussage angemessen; aber vielleicht unpassend vor Analysten-Publikum.

Die Zahlenschieber hätte ich persönlich außerdem expliziter mit der Frage konfrontiert: „Was ist ein Android-Telefon?“. Mit ein paar Beispielen, wie abgespeckt und vollgepackt, eine auf Masse gefertigte Telefon-Hardware ausfallen kann, hätte der Erklärung gut getan. Dagegen wirkte die Darlegung über ein „offenes“ und „geschlossenes“ System dem Zuhörerkreis unangemessen. In den anschließenden FAQ-Nachfragen wurde deutlich, dass einige der zugeschalteten Finanzexperten diese Diskussion ohnehin nicht interessierte.

In reality, we think the open versus closed argument is just a smokescreen to try and hide the real issue, which is, “What’s best for the customer – fragmented versus integrated?”

In den Nachfragen wird außerdem auf den Telefonmarkt als Nullsummenspiel angespielt, welche folgende Antwort erhält:

As you know, the largest market of phones today around the world are non-smartphones. And so over the next several years, many of those non-smartphones are going to convert to smartphones. And the pie is gonna continue to grow.

Im kleinen Seitenhieb auf den Marktführer Nokia lässt Job (bewusst) unter den Tisch fallen, dass die Gewinnmargen bei der Konkurrenz erheblich geringer ausfallen…

Nokia makes $50 handsets, and we don’t know how to make a great smartphone for $50. We’re not smart enough to have figured that one out yet, but believe me I’ll let you know when we do.

…was wenige Minuten später deutlich wird:

You’re looking at it wrong. You’re looking at it as a hardware person in a fragmented world. You’re looking at it as a hardware manufacturer that doesn’t really know much about software, who doesn’t think about an integrated product but assumes the software will somehow take care of itself. And you’re sitting around saying, well, how can we make this cheaper? Well, we can put a smaller screen on it, and a slower processor, and less memory, and you assume that the software will somehow just come alive on this product that you’re dreaming up, but it won’t.

Tablets

Die harten Diskussions-Kaliber hielt sich der Apple Chef jedoch für sein Tablet auf. Unbestritten: Jobs sieht den iPad-Ansatz als (s)ein zukünftige IT-System. Am morgigen Mittwoch könnte beim „Back to the Mac“-Event deutlich werden, wie sehr Mac OS X und iOS gemeinsame Wege beschreiten (sollen).

As you know, we’re already shipping more of them than Macs after just a few quarters. […] The iPad is clearly gonna affect notebook computers. And I think the iPad proves it’s not a question of if, it’s a question of when.

Eine deutliche Absage erteilte er einer 7-Zoll-Version seines Touch-Computers.

One naturally thinks that a seven-inch screen would offer 70 percent of the benefits of a 10-inch screen. Unfortunately, this is far from the truth. The screen measurements are diagonal, so that a seven-inch screen is only 45 percent as large as iPad’s 10-inch screen. You heard me right: just 45 percent as large.

Dieses Statement hätte die aufstrebenden Mitbewerber bereits ausreichend disqualifiziert. Doch wer Jobs über die Jahre erlebte weiß, dass er nicht bei einer indirekten Diskreditierung stoppt.

These are among the reasons that we think that the current crop of seven-inch tablets are going to be DOA—Dead on Arrival. Their manufacturers will learn the painful lesson that their tablets are too small, and increase the size next year, thereby abandoning both customers and developers who jumped on the seven-inch bandwagon with an orphaned product. Sounds like lots of fun ahead.

Hybrid-Modelle, die sich nicht entscheiden können, ob sie Smartphone oder Computer spielen wollen, stehen ebenfalls nicht hoch in der Cupertino-Priorität.

The seven-inch tablets are tweeners: too big to compete with a smartphone, and too small to compete with an iPad.

Nur als Nebensatz fällt: „So we’re out to win this one!“. Es sagt jedoch eine ganze Menge über die Anstrengungen aus, mit denen sich Apple in dieses Geschäft wirft.

Nachsatz

Die Pressemitteilung zur den Geschäftszahlen im vierten Quartal beinhaltet (wie gewohnt) ein Steve Jobs Zitat, das diesmal auf folgende Zeile endet:

Und wir haben noch einige Überraschungen für das laufende Kalenderjahr parat.

Mit Blick auf das derzeitige Barvermögen von 50 Milliarden US-Dollar wäre eine offensivere Strategie für Akquisitionen nicht unrealistisch. Ob sich Apple nach dem eher defensiven und strategischem Einkaufsverhalten der letzten Jahren auf ‚gewagteres‘ Terrain begibt, bleibt abzuwarten.

We don’t let it burn a hole in our pocket, we don’t allow it to motivate us to do stupid acquisitions. And so I think that we’d like to continue to keep our powder dry, because we do feel that there are one or more strategic opportunities in the future. That’s the biggest reason.

Eine annähernd komplette Mitschrift des Telefonats liefert Macworld. Das Gespräch ist auch als Podcast (iTunes-Link) nachzuhören. Des Weiteren veröffentlichte Bloomberg TV in der letzten Woche ein fünfzigminütiges Steve-Jobs-Spezial.

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-> http://www.bloomberg.com/video/63722844/

[update II] Apples Geschäftszahlen Q4 2010: 14.1 Millionen iPhones; 4.19 Millionen iPads

Apple veröffentlicht am heutigen Abend die Geschäftszahlen für das vierte, fiskalische Quartal 2010, welches am 25. September endete. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahres-Trimester legte das iPhone um 91-Prozent an verkauften Geräteeinheiten zu. Insgesamt setzte Apple 14.1 Millionen iPhones und 4.19 Millionen iPads ab.

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Das iPad findet sich zum zweiten Mal in der fiskalischen Erfassung. Nach eigenen Angaben konnte Apple sowohl das iPhone 4 als auch das iPad entsprechend aller produzierten Kapazitäten absetzen.

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“We are blown away to report over $20 billion in revenue and over $4 billion in after-tax earnings—both all-time records for Apple,” said Steve Jobs, Apple’s CEO. “iPhone sales of 14.1 million were up 91 percent year-over-year, handily beating the 12.1 million phones RIM sold in their most recent quarter. We still have a few surprises left for the remainder of this calendar year.”

Insgesamt belief sich der (erneut höchste) Umsatz in der Firmengeschichte auf 20,34 Milliarden US-Dollar mit einem Nettogewinn von 4.31 Milliarden US-Dollar. Apple verkaufte außerdem 3.89 Millionen Macs (27-Prozent Wachstum gegenüber Q4/2009) und 9.05 Millionen iPods (11-Prozent Verlust gegenüber Q4/2009). Eine Aufschlüsselung nach separaten iPod-Modell erfolgt (wie gewohnt) nicht.

Das Apple-Wertpapier durchbrach in der vergangenen Woche erstmals die Marke von 300-US-Dollar.

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Die telefonischen Erläuterungen zu den gerade veröffentlichten Zahlen sind gegen 23 Uhr (MEZ) zu erwarten. Dieser Beitrag findet um spannende Details seine Ergänzung.

via Apple.com/pr

Update

  • Das iPad überholt in seinem zweiten (Lebens-)Quartal die Verkäufe der Mac-Computer.
  • Die 4.19 Millionen verkauften iPads bleiben jedoch unter den Erwartungen von 4.7 Millionen Geräten.
  • Das iPhone war (extrem zurückhaltend) mit 11 Millionen Einheiten vorhergesagt.
  • “We still have a few surprises left for the remainder of this calendar year.” – klingt vielversprechend.

Update II

  • Laut NPD hält der iPod 70-Prozent im US-Markt für portable Musikplayer; weltweit über 50-Prozent.
  • iPhone-Verfügbarkeit: In 89 Ländern bei 166 Mobilfunkanbietern; 85 Ländern führen das iPhone 4, die vier restlichen 3G(S)-Länder sollen bis Jahresende auch das neuste Gerät anbieten.
  • iPad-Verfügbarkeit: 26 Ländern; seit Start 7.5 Millionen verkaufte iPads.
  • Über 65-Prozent der Fortune-500-Firmen nahmen oder nehmen das iPad in ihren Arbeitsprozess auf. Tim Cook: „I don’t know about you, but I’ve never seen an adoption rate in eneterprise like this in my life.“
  • App Store: 200.000 iOS-Entwickler; 65.000 Games; 30.000 iPad-Apps
  • Es sind bereits über 125 Millionen iOS-Geräte verkauft.
  • Steve Jobs nimmt außerhalb der Gewohnheit am Telefongespräch teil und unterstreicht das RIM-Überholmanöver und den Android-Vergleich.
  • Apple aktiviert im Schnitt über 275.000 iOS-Geräte pro Tag.

Festzuhalten bleibt: Starke Worte vom Chef. Steve Jobs greift seine Mitbewerber im Mobilfunkmarkt RIM und Android an. Jobs über den Blackberry-Produzenten: „We’ve now passed RIM and I don’t see them catching up with us in the future. RIM must try to become a software platform.“.

Zu Googles mobilem Betriebssystem werden schärfere Kaliber ausgepackt: „Google loves to characterize Android as „open“ and iOS and iPhone as „Closed“. We find this a bit disingenuous […].“ Als Beispiel zieht er Tweet Deck heran, die ihre Software für 244 unterschiedliche Android-Telefone anpassen müssen. Das sei die Anzahl der unterschiedlichen Telefone, die in den letzten zwölf Monaten den Markt erreicht haben.

Im zweiten Durchgang erteilt Jobs den 7-Zoll-Tablets eine Absage. Und was für eine. „Dead on Arrival“ nennt er die Konkurrenzlandschaft, die sich langsam dem Touch-Markt nähert.

7″ screen is only 45% as large as iPad’s screen. Hold an iPad in portrait view and draw a horizontal line halfway down. What’s left is a 7″ screen…too small. There are clear limits to how close elements can be on the screen before users can’t touch accurately. We believe 10-inch screen is minimum necessary.

Oder der hier:

Manufacturers will learn the painful lesson that tablets are too small, thereby abandoning customers and developers who bought into the 7-inch products. Sounds like lots of fun ahead.

Voller Spaß: Gene Munster von Piper Jaffray traut sich doch wirklich, Steve Jobs nach seinem Standpunkt über (Adobe) ‚Flash‘ zu fragen. Jobs daraufhin: „Flash memory? We love Flash memory.“

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Jobs legt sich noch zwei- bis dreimal kräftig auf Nachfragen der Analysten ins Zeug, um Apples Standpunkt über Preisgestaltung und Produktqualität zu erläutern. „Nokia makes $50 handsets and we don’t know how to make a great smartphone for $50, but believe me I’ll let you know when I do“.

Unerwartete und tiefe Einblicke in die Firmengeschäfte von Steve Jobs, die zum kompletten Nachhören oder Nachlesen ausdrücklich empfohlen sind.

[update] Vierte iPhone-Generation: Weiße Gehäusefarbe weiterhin schüchtern in der Öffentlichkeit

DirektWhite

Zwei offizielle (Video-)Erwähnungen genoss das iPhone-4-Modell in weißer Farbe. Eine schriftliche Pressemitteilung vom 23. Juli informierte kurz und knapp über die Verzögerung auf einen unbestimmten Zeitpunkt dieses Jahr.

White models of Apple’s new iPhone® 4 have continued to be more challenging to manufacture than we originally expected, and as a result they will not be available until later this year.

Apple.com/PR

Die Gründe der Verzögerung sind offiziell nicht kommuniziert. Es ist jedoch davon auszugehen, dass diese teils unerwartet aufgetreten sind. Ansonsten erscheint es abwegig, dass sich Steve Jobs am 16. Juli (sieben Tage vor der Pressemitteilung) auf die Bühne stellt und die startende Auslieferung ankündigt.

In jüngster Vergangenheit mehrt sich jedoch die Anzahl der weißen Geräte, die in freier Wildbahn gesichtet werden – so zumindest das Gefühl.

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(Danke, b0b!)

US-Juwelier Ben Baller zeigt drei Fotos; Geek.com kontert mit zwei weiteren Schnappschüssen.

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via CrunchGear

Pocket-lint, die das Gerät auf einem Technik-Event in New York fotografierten (und die Bilder an Geek.com weitergaben), behaupten das Probleme bei der Farbzusammenstellung (seiner unterschiedlichen Zulieferer) die Verzögerung verursacht.

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The white home button colour doesn’t match the white front face plate colour, it turns out.

Pocket-lint

Dieses Gerücht wäre zumindest nicht neu. Andere Quellen sehen eine ausgefranste Display-Helligkeit in der weißen Oberschale als das Problem. Nicht abwegig erscheinen außerdem verwirrte Sensoren, die beispielsweise durch direkte Sonneneinstrahlung die Annäherungsfühler in die Irre leiten.

Als absolut unwahrscheinlich – weil untypisch – erachte ich die Vermutungen, das sich Apple nach den anfänglichen Verzögerungen das weiße Gehäuse für eine mögliche CDMA-Variante bei Verizon Wireless aufhebt.

Ich selbst hatte ein weißes iPhone-Gehäuse am Release-Tag der vierten Generation in den Händen. Dieses war jedoch nicht eingeschaltet. Steven Fry zeigte bei den T3-Awards vergangene Woche in London sein weißes Apple-Telefon: „As he talked on stage; slipped away in his jacket pocket was a mystical white iPhone which he claimed was ‘The only one in Europe’“. Obwohl Steven Fry ein Freund im Hause Cupertino ist, bleiben asiatische GehäuseModifikationen natürlich nicht ausgeschlossen.

(Danke, _schniiklas!)

via Gaj-it

Wie dem auch sei. Obwohl die Verzögerung, insbesondere durch die anfänglichen Ankündigungen und das erneute Steve-Jobs-Versprechen, peinlich ganz und gar nicht optimal verlief: Wenn das weiße Gehäuse die Marktreife erlangt, schlägt sicherlich der eine oder andere (noch) wartende Käufer zu. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass unterschiedliche Gehäusefarben schlicht und ergreifend funktionieren.

Update

Per E-Mail wurde ich darauf hingewiesen, dass derzeit ein weltweiter Mangel an Titandioxid bestehen soll. Hauptlieferant DuPont soll durch eine stark zurückgefahrene Angebotsmenge die Preise in die Höhe getrieben haben. Davon betroffen scheinen Abnehmer in der Lack-, Kunststoff- und Textilindustrie.

(Danke, Micha!)

Zweiter Digital-Auftritt der Nachrichten-App von ‚The New York Times‘ am iPad

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Aus der ‚NYTimes Editors‘ Choice‘ schälte sich am vergangenen Wochenende die ‚NYTimes for iPad‘-Applikation (kostenlos; App Store-Link), die englischsprachige Nachrichten aus 25 Sektionen unter die Fingerspitzen von Apples Tablet-Benutzern druückt. Der entsprechende iPhone-Pendant (kostenlos; App Store-Link) verbleibt vorerst auf seiner bisherigen Versionsnummer, über die jedoch bereits zuvor weitaus mehr News, Features und Headlines abrufbar waren als am iPad.

Die Produktbeschreibung im App Store verrät, dass die Nachrichten-Inhalte mit neuen Video- und Fotostrecken sowie Push-Benachrichtigungen, sich bis „early 2011“ kostenlos werbefinanziert aufstellen. Apple steht Gerüchten zufolge (weiterhin) in intensivem Kontakt mit der amerikanischen Presselandschaft über ein Abo-Modell für Magazine und (Tages-)Zeitungen.

Der „unlimited acces to all sections“ ist derzeit über einen NYTimes-Account erhältlich, der beim ersten Einwählen in das Programm abgefragt wird. Wer noch kein Benutzerkonto sein Eigen nennt, kann eine Registrierung per E-Mail vornehmen. Derzeit scheint jedoch der Wurm in dieser Anmeldeprozedur zu stecken: TeleRead-Leser berichten, dass man sich nach Preisgabe seiner E-Mail-Adresse automatisch für den Newsletter „product and services“ anmeldet.

You have no choice in the matter if you want to use the app. And you can’t opt out EXCEPT by logging into your new account from a web browser.

via TeleRead

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In meinem Testlauf am heutigen Morgen ließ sich diese Option bei der Anmeldung deaktivieren und tauchte auch nicht im „Member-Center“ über die Webseite als ‚angefordert‘ auf. Die Bestätigungs-Mail über den neu angelegten Account ließ jedoch mehrere Stunden auf sich warten und erreichte mich erst, nachdem ich eine Neusendung (erneut über die Webseite) veranlasste. Es scheint in der Registrierungs-Kartei also noch kräftig zu knirschen. Kein Wunder, das Apple eine Lösung über das ‚universelle‘ iTunes-Konto bevorzugt. Die Publisher sehen sich dadurch natürlich den Informationen über ihre Nutzer beraubt, was neben dem Preis als der entscheidende Knackpunkt in den derzeitigen Verhandlungen gelten könnte.

Apropos Verhandlungen: Bereits vor der iPad-Ankündigung sprach man der New York Times und Apple gemeinsame Gespräche zu. Die erste Version der limitierten NYT-Tablet-Ausgabe soll Steve Jobs stark missfallen haben: „We hear Steve Jobs is among the app’s most vociferous critics and has been shunning it.“.

Ob Apple zu einer Übereinkunft mit den großen Verlagshäuser kommt (und überhaupt kommen will), wird sich zeigen. Das derzeitige Eigenvertrieb über das App-Store-Applikations-Modell, bei dem die Herausgeber eigenständig für ihren Vorder- und Hinterbühnen-Auftritt verantwortlich sind, scheint bis auf einige Genehmigungs-Stolpersteine zu funktionieren.

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Der Condé-Nast-Verlag verkauft von seinem Wired-Magazin (kostenlos; App Store-Link) rund 30.000 monatliche Digital-Kopien. Nachdem der erste Monat mit einer Auflage von 100.000 Heften die Print-Verkäufe (Juni: 76.000) überstieg, gibt das sich jetzt (anscheinend) eingependelte Mittel, vielfach Anlass zur Kritik.

And just how are those digital issues performing? After Wired’s enormous first month in June, when it sold 100,000 copies — an even better result than the usual 76,000 it sells off the newsstand — sales have been about a quarter of that. […] A Wired spokeswoman confirmed the magazine has sold an average of roughly 30,000 copies since the June release.

via WWDMedia

Nochmal: 30.000 Extra-Verkäufe, die weitaus teurer als ein (US-)Abonnement ausfallen, sollen schlechte Nachrichten sein? Und auch der oft herangezogene Vergleich von einem Kannibalismuseffekt des Online- und Offline-Vertriebs, scheint mittlerweile haltlos.

There is no clear correlation between a rise in internet traffic and a fall in newspaper circulation. Some papers are growing in both formats, others are succeeding in neither, according to new research.

via Guardian.co.uk

M! Games-Kolumne / November 2010 (online only)

Am 29. Oktober, in rund zwei Wochen, würde an dieser Stelle meine monatliche Kolumne für die M! Games Erwähnung finden. Durch kurzfristige Änderungen am Heftplan fällt meine Seite im September November jedoch raus*. Die 3.000 Zeichen, die ich dem Videospiel-Magazin alle vier Wochen einreiche, waren natürlich schon zusammengehackt. So läuft das halt im Print-Markt…

Schön, dass ich mit diesem kleinen Weblog mein eigenes Verlagshaus bin! Doppelt schön, dass der Text nicht den Weg in die Tonne sondern als frühzeitig veröffentlichte, ohne Lektorat korrigierte, mit Web-Links versehene ‚Online-Only‘-Auflage hierher findet.

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Der Preis ist heiß

Nach vier Monaten steht fest: Apples iPad absolviert den besten Verkaufsstart eines Technikgerätes aller Zeiten. Zumindest dann, wenn man den Analysten Glauben schenken darf, die nach den ersten acht Millionen gläsernen Tablets weitere 45 Millionen verkaufte Einheiten für 2011 prognostizieren. Nach dem sommerlichen Hardware-Hype um den Begründer einer neuen Produktkategorie, flachte mein Interesse an Apples 10-Zoll-Zögling ab. Langsame Erholung stellt sich erst seit wenigen Wochen wieder ein. Keine Frage: Es fehlte Software. Ohne Programme, Spiele und Anwendungen bleibt die noch so modernste Chip-Brutstätte nicht lange von Faszination.

Nach der ersten Dürreperiode finden sich mittlerweile jedoch ein Batzen an überarbeiteten iPhone-Klassikern und neuen Spiele-Experimenten in der iOS-Liga ein. An einigen Umsetzungen arbeiten deren Teams bereits seit der Steve-Jobs-Ankündigung Ende Januar. Neun Monate sind für eine graphisch anspruchsvolle, und mit ausbalanciertem Gameplay bestückte Software, keine Besonderheit. Eine Twitter-App wie Twitterrific verschlang neun Wochen und zirka 1.100 Stunden Entwicklungszeit von zwei Programmierern – die Design-Gestaltung nicht eingerechnet. Mit einem realistischen Stundensatz zwischen 50 und 150 Euro summieren sich kinderleicht Kosten im sechsstelligen Bereich auf. Wer zurück auf einen positiven Kontostand paddeln möchte, benötigt hohe und anhaltende Verkäufe. Das ist teilweise nicht leicht, wenn Benutzer über 500 € für ein Gerät ausgeben, bei den 79-Cent-Titeln jedoch anfangen zu sparen.

Es stellt sich die Frage: Wie viel ist eine Spielstunde wert? Ich zahle mindestens 15 € für den neuesten Action-Blockbuster auf Blu-ray. Ein digitaler Musik-Download kostet knapp einen Euro und die M! Games verlangt monatlich 4.50 € am Zeitschriftenkiosk. Überdrüssig bin ich dem oft herangezogenen Cappuccino-Preisvergleich: Lebensmittel und Unterhaltungsprodukte gegenüberzustellen ist und bleibt schwierig. Die Metapher funktioniert natürlich trotzdem. Vergleichbar leicht gestaltet sich die individuelle Frage nach der persönlichen Wertigkeit: Sind 7.99 € für “Sonic The Hedgehog 4” mit 20 Leveln ein guter Deal? Das ‘Legend of Zelda‘ inspirierte Rollenspiel “Across Age” veranschlagt 15 Stunden Spielzeit. Fallen 5.99 € für die iPad-Version (App Store-Link) dafür zu teuer aus?

Pfennigfuchser

Während ich meine (Freizeit-)Rechnung zwischen Spielstunden an der Konsole und den mobilen Apple-Begleitern ohne Probleme aufdröseln kann, gestaltet sich die Verknüpfung zum Preis-Etikett schwieriger. Für den Neupreis eines PS3-Newcomers wie ‘Medal of Honor’ kann ich im gleichen Gegenwert die bezahlten App-Store-Charts von Position 1 bis 47 aufkaufen. Stürzt man sich lediglich auf die Kategorie der Spiele und greift zu den angesagtesten Titeln im ‘umsatzstärksten’ Segment, lassen sich alle Top30-Games erwerben.

Als Naturgesetzt scheint eine Wechselbeziehung zwischen Preisfindung in Abhängigkeit zur Bildschirmgröße zu bestehen: So wie GameBoy- und PSP-Titel günstiger als ein Spiel für die PS3 oder Wii ausfallen, ist die iPad-Version eines (identischen) iOS-Titels oft doppelt zu teuer. Im Vergleich zur Handheld-Konkurrenz sind iOS-Games jedoch immer noch für einen Wegwerf-Preis zu erstehen.

Schlussendlich ist es daher unbedeutend, ob der erste iPad-Erfolg alle Geschichtsrekorde im Verkauf bricht. Auf dem gemeinsamen iOS-Trittbrett hat Apple bereits den zweiten Fuß in der Tür zum Videospielmarkt.

* nächsten Monat soll es wie gewohnt weiter gehen.

[zubehör] Luxa2 H1-Touch

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Mit 200 Gramm Eigengewicht beweist der iPhone- und iPod-touch-Ständer ‚Luxa2 H1-Touch‘ bereits ausreichende Standfestigkeit für eine wackelfreie Schreib- oder Nachtisch-Platzierung. Die Unterseite des Aluminium-Gehäuses ist mit einem rutschfesten Gummi-Ring bestückt. Auf einer flachen Unterlage lässt sich deshalb die geschwungene Halterung nur mit sehr viel Ungeschick verrücken oder umstoßen.

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Apropos Rutschfestigkeit: Die Auflagefläche für alle derzeit erhältlichen sowie vergangenen iPhone- und iPod-Modelle ist ebenfalls mit einem Silikon-Belag beschichtet. Ein iPhone 4 sowie ein iPod touch der vierten Generation ‚haften‘ daran selbst in aufrechter Position ohne die Hilfe der außenseitigen Metallklammern. Das ist nicht nur sehr beeindruckend, sondern auch äußerst hilfreich beim schnellen ein- und aussetzen der mobilen Begleiter.

Die Luxa2-Halterung ist durch sechs mit einander verbundenen Klammern, die mit einem abziehbaren Kautschuk-Überzug ausgestattet sind, bestückt. Das zweiseitige Gespann umschließt dabei variabel die jeweils eingesetzte Gerätevariante (samt Bumper oder anderen Schutzhüllen) und ist nicht auf einen einzigen Modelltyp festgelegt.

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Die rückseitige Aussparung dient als Kabelkanal für Apples 30-Pin-Dock-Connector.

Der eingespannte Bildschirm lässt sich in unterschiedlichsten Neigungspositionen betrachten und rückseitig komplett umlegen. Durch eine einfache Drehung kann sowohl eine senkrechte als auch horizontale Stellung erzwungen werden. Der entsprechende (Blick-)Winkel ist dabei flexibel zu modifizieren.

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Der Luxa2 H1-Touch ist für rund 30 € (Amazon-Affiliate-Link) bereits seit letztem Jahr im Markt, neuerdings auch als H4-iPad-Ständer (zirka 50 €; Amazon-Affiliate-Link) erhältlich und eine echte Empfehlung.

[KlimBim] iOS im Weltraum, TEDs iPad-Präsentation, ‚limera1n‘ für OS X, die iFund-Gewinnbeteiligung, EAs Preis-Dumping und zwei Netzbetreiberprofile

DirektSpace

Vater und Sohn schießen ein iPhone in den Weltraum. Sieben faszinierende Minuten.

via scienceblogs.com


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TED (kostenlos; App Store-Link): Unzählige (Video-)Stunden voller Unterhaltung und Bildung.


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Während ‚greenpois0n‚ mittlerweile den Linux-Download seines Jailbreak-Pakets an den Start bekommen hat, trumpft ‚limera1n‚ von George Hotz am heutigen Donnerstag mit einem Mac-Programm seines iOS 4.x-Exploits auf.


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Nach TechCrunch-Informationen zieht der Risikokapitalgeber Kleiner Perkins Caufield & Byers (KPCB) rund $100 Millionen US-Dollar aus dem Ngmoco-Verkauf der vergangenen Tage an DeNA. Mit $10 Millionen US-Dollar stieg der iFund zu Beginn der Firmengründung ein und erhielt dadurch 25-Prozent der Firmenanteile.

Der iFund startete Kooperation mit Apple für $100 Millionen US-Dollar und erhielt am 01. April 2010 auf eine Kapitalspritze von weiteren $100 Millionen US-Dollar. Es enttäuscht (nach wie vor), dass lediglich ein Dutzend Investitions-Projekte von dem großen Finanzkuchen ein Stück abbekommen.

Hier noch einmal John Doerr zur „Post-PC-Ära“:

DirektiFund

via TechCrunch


EA lädt für jeweils 79 Cent zum Kauf von Mirror’s Edge (App Store-Link), Need for Speed Shift (App Store-Link) und R-Type (App Store-Link) ein.


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Auf den Apple-Servern finden sich ab heute die neuen Netzbetreibereinstellungen von O2 und Vodafone, die sich als IPCC-Datei bereits vor dem offiziellen Verkaufsstart über iTunes (-> Alt-Taste + ‚Nach Update suchen‘) einspielen lassen.

Erste Rückmeldungen fallen sowohl positiv als auch negativ aus: Während die anstrengende Meldung „Rufweiterleitung aktiviert“ wegfallen soll, scheint für einige Internet-Pakete auch die Tethering-Option (bei O2) einen Abgang zu machen.

Wer mit dem Einspielen abwartet, verpasst sicherlich nicht viel.

(Danke, Kulturspiegel!)

iPad ab 28. Oktober in allen US-Geschäften von Verizon Wireless

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Per Pressemitteilung informieren US-Mobilfunkanbieter Verizon Wireless und Apple den iPad-Verkauf in Amerika zum 28. Oktober 2010. Das WiFi-Modell wird in über 2.000 Verkaufsfilialen im Bundle mit einem MiFi-Internet-Dongle vertrieben. Die Produktkombination kostet $629.99 US-Dollar für ein 16 GB-Modell sowie $729.99 US-Dollar und $829.99 US-Dollar für 32- und 64-Gigabyte. 1 GB an Transferdaten über die 3G-Verbindung ist für monatliche $20 US-Dollar erhältlich. Die Geräte stehen jedoch auch ohne den mobilen Hotspot zum Verkauf.

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Insbesondere im Hinblick auf ein mögliches CDMA-iPhone-Modell für die USA, schlägt diese Ankündigung in eine tiefe Gerüchtekerbe.

via BusinessWire

In einer separaten Pressemitteilung kündigt Apple außerdem den Verkauf vom iPad WiFi sowie WiFi + 3G zum gleichen Tag in allen AT&T-Verkaufsstellen an.

All iPad Wi-Fi + 3G models will be available beginning Thursday, October 28 in AT&T Stores across the US for a suggested retail price of $629 for 16 GB, $729 for 32 GB and $829 for 64 GB. Domestic data plans for iPad are priced at $14.99 per month for 250 MB and $25 per month for 2 GB with no term contract. Both plans include unlimited access to AT&T’s 23,000+ domestic Wi-Fi Hot Spots.

via BusinessWire