Nachdem vor zwei Tagen damit begonnen wurde, die iPad-Vorbestellungen im deutschen Apple Online Store (Affiliate-Link) entgegen zu nehmen, verschiebt sich heute der nächst-mögliche Versandtermin aller iPad-Gerätetypen auf den 07. Juni.
Die in den letzten 48 Stunden ausgeführten Bestellungen sollten jedoch pünktlich am 28. Mai – in 16 Tagen – bei ihren Käufern eintrudeln. Da sich das Kontingent des Online Stores von dem der Retail-Geschäfte unterscheidet, besteht immer noch eine gute Möglichkeit, am überübernächsten Freitag ein Gerät am Erstverkaufstag abzustauben.
Beim iPad-Zubehör ändert sich ebenfalls die Verfügbarkeit. Das iPad Case (39Euro) soll „bis zum 7. Juni“ versandfertig sein. Für das Camera Connection Kit (29Euro) heißt es im Online Store lediglich „Versandfertig im Juni“.
Lulu, eine Online-Plattform zur Selbstvermarktung seiner Textwerke, ist von Apple als iBookstore-Verleger aufgenommen worden. Wer seine Bücher, Kalender oder Poesiealben über das „Self-Publishing“-Verlagshaus vertreibt, kann so nun auch auch auf das iPad gelangen.
Die im Blogbeitrag dokumentierten Aufnahmebedingungen mit ISBN-Nummer, ePub-Formatierung und Preisgestaltung geben einige interessante Einblicke, wie Apple Literatur für die iBooks-Anwendung (kostenlos; US-Link) vorsortiert.
Der Marktforschungsanalyst NPD Group verkündet am gestrigen Montag, dass sich die Google Android-Plattform in Bezug auf den Smartphone-Marktanteil, in den letzten drei Monaten vor das iPhone gearbeitet hat.
Ein genauerer Blick schränkt die populäre Schlagzeile „Is Android Really Outselling Apple“ jedoch ein. Die NPD-Zahlen beruhen auf banalen Konsumerbefragungen von 150.000 US-Bürgern. Mobilfunkanbieter Verizon Wireless streut in Zusammenarbeit mit Motorola derzeit zusätzlich massenhaft Android-Geräte unter ihre Kundschaft. Mit der Aktion „buy-one-get-one-free“ bekommt man für den Kauf eines Android- oder BlackBerry-Telefon ein Zweites kostenlos dazu. Nicht zu vergessen bleibt die bevorstehende, nächste iPhone-Generation, auf die in der Vergangenheit viele Kunden in den Sommermonaten hat abwarten lassen, bevor sie zur Kasse schritten.
Apple, die im letzten Geschäftsquartal ein Rekordergebnis in den eigenen Finanzbüchern verzeichneten, antwortet gegenüber ‚The Loop‚ überraschenderweise einen Tag später auf die NPD-Zahlen:
This is a very limited report on 150,000 US consumers responding to an online survey and does not account for the more than 85 million iPhone and iPod touch customers worldwide. IDC figures show that iPhone has 16.1 percent of the smartphone market and growing, far outselling Android on a worldwide basis. We had a record quarter with iPhone sales growing by 131 percent and with our new iPhone OS 4.0 software coming this summer, we see no signs of the competition catching up anytime soon.
Mit Bezug auf die exklusive Providerbindung, die zu keinem unerheblichen Anteil die oben aufgeführte NPD-Befragung verzerrt, sei vermerkt, dass am gestrigen Abend ein weiteres Beweisstück für den fünfjährigen AT&T-Deal im Netz auftauchte.
Engadget buddelte eine Gerichtsakte hervor, die die Laufzeit der Partnerschaft von fünf Jahren bestätigen soll. Ob die Vereinbarung, die 2007 zwischen Apple und Cingular geschlossen wurde allerdings noch Gültigkeit besitzt, ist weiter ungewiss.
Über die fünfjährige Vertragsvereinbarung berichtete USA Today bereits im Jahr 2007. Das Wall Street Journal erklärte 2009, dass das Exklusivgeschäft in 2010 auslaufen wird. Ein Verizon-Wechsel mutet aufgrund der unterschiedlichen Technik unwahrscheinlich an, bleibt aber im Gespräch.
Die deutsche Situation ist genauso spannend wie unklar. Im Gespräch hält sich weiter das Gerüchte, die exklusive Vereinbarung zwischen Apple und der Telekom könnte im Herbst 2010 kippen.
Keine Überraschung: Wer das iPad-Dateisystem per Jailbreak offenlegt, kann über die Schnittstelle des Camera Connection Kits (29Euro) auf Festplatten und USB-Sticks zugreifen (insofern die Stromversorgung stimmt).
Warum es manchmal wichtig ist, das elf gleichzeitige Finger auf dem Bildschirm herumfummeln können, lässt sich am Plants vs. Zombie-Beispiel (7.99€; App Store-Link) geradezu ideal illustrieren.
Der niederländische Ebay-Angestellte Dennis Goedegebuure schrieb für TheNextWeb einen Gastbeitrag, in dem er einige Statistiken zum iPad-Handel auf der US-Auktionsplattform mitteilte. Im zweiwöchigen Verkaufszeitraum von Anfang bis Mitte April 2010 sollen dabei rund 3.600 Geräte von internationalen Käufern erworben worden sein. Dies entspricht rund 65-Prozent aller auf Ebay.com gehandelten iPads.
Die größten Einkäufer waren Kanada (418), Großbritannien (550) und Australien (317). Deutschland liegt auf Platz fünf knapp hinter Norwegen. Zieht man die Größe der ‚lokalen‘ Ebay-Märkte – in unserem Fall Ebay.de – in Betracht, dürfte das gesamte Handelsvolumen noch einmal wesentlich dominanter ausfallen. Des Weiteren bricht die Statistik Mitte April 2010 ab, kurz nachdem am 14.04. bekanntgegeben wurde, dass sich das internationale iPad-Veröffentlichungsdatum um einen Monat nach hinten verschiebt. Ab diesem Zeitpunkt dürften die Zahlen richtig spannend geworden sein.
Nicht verwunderlich: Die größten Gewinnmargen von bis zu $500 US-Dollar, über dem normalen US-Retailpreis, erzielten die Vereinigten Arabischen Emirate.
Unsere Kollegen von App Advice publizierten eine kompakte Übersicht aller internationalen iPad-Gerätepreise, bei der für Deutschland im 16- und 32GB-Bereich noch die stark umstrittenen 15€ Urheberrechtsgebühren abzuziehen sind.
Obendrein veröffentlichte die Suchmaschine Yahoo! am vergangenen Wochenende in ihrem Firmenweblog eine Statistik die zeigte, das 10-Prozent des iPad-Datenverkehrs aus internationalen „Gewässern“ stammt.
One surprising data point is the non-U.S. IP traffic on the iPad that’s coming to Yahoo! During the measurement period, the iPad has only been available for purchase in the U.S. market; however, we observe approximately 10% of IP traffic coming from Europe and Asia Pacific. Specifically, the U.K., France, and Germany are the top countries in Europe, and Taiwan and Hong Kong make up the most traffic in Asia Pacific.
App Advice zimmert eine weltweite iPad Tarifübersicht zusammen, in der nur Simlock-Japan fehlt.
Für Deutschland sitzt mittlerweile auch der Verweis auf die speziellen iPad-Tarife der Telekom namens „Xtra“ (Affiliate-Link), die auf Apple.de vermerkt wurden.
(Danke, Daniel!)
Obwohl sich jede Simkarte auf die für das iPad erforderliche „Micro-Größe“ zurechtschneiden lässt, scheint es aktuell Probleme bei der Verwendung mit MultiSIMs zu geben. Das Fscklog berichtet bei gleichzeitiger Benutzung beider (T-Mobile-)Karten (beispielsweise aus einem Vertrag der ersten Generation) von einer Unerreichbarkeit für Telefongespräche.
Ob dies auch der Grund ist, das die Telekom ihren aktuellen iPhone-Kunden erst ab Juni die (vergünstigten) Kombitarife „CombiCard Connect S + M und L“ anbietet, bleibt unbeantwortet.
Der Tarif [CombiCard Connect] kann zu allen Complete-Tarifen mit Ausnahme des Complete XS, Complete 60 sowie Complete S der 1. Generation dazugebucht werden. […] Kunden, die ein Endgerät verwenden möchten, dass die kompakte Micro SIM benötigt, wie zum Beispiel das Apple iPad, erhalten diese auf Wunsch.
Klärungsbedarf besteht ebenfalls weiterhin bezüglich der „Urheberrechtsabgabe“ für das iPad. Die offizielle iPad-Preisangabe letzten Freitag beinhaltete für alle Gerätetypen einen Aufschlag von rund 15Euro. Die aktuellen Apple Store-Preise kalkulieren diese Abgabe lediglich für das 64GB-Model in der WiFi und WiFi + 3G-Ausführung ein.
Laut einem GEMA-Dokument (PDF-Link) gilt die Abgabe für Computer mit einer „offenen Hardwarearchitektur“, „mindestens 40GB“-Speicher sowie einem „Cursor-Bewegungsmechanismus“. Auf eine iPhoneBlog-Anfrage antwortete der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien – kurz Bitkom – per E-Mail:
Ob der von den Verwertungsgesellschaften veröffentlichte Tarif für PCs ohne Brenner i.H.v. 15,19Euro angemessen ist und was genau unter einem „PC“ zu verstehen ist, ist weiterhin sehr umstritten (siehe dazu auch unsere Presseerklärung vom 6. Mai) – d.h. es dürfte damit auch noch nicht abschließend geklärt sein, ob auf den iPad tatsächlich 15,19Euro an Urheberrechtsabgabe entfallen.
Update
GEMA? Das war doch der Verein, der sich so zukunftsfreundlich aufstellt…
Nach einigen, an mich herangetragenen Erfahrungsberichten früher iPad-Vorbestellern (Affiliate-Link), verzögerte sich die Bestellbestätigung per E-Mail in den heutigen Morgenstunden. Sobald die Reservierung für eine Zustellung „By May 28th“ jedoch im Apple Online-Shop aufgeführt wird, sollte die Order korrekt platziert sein.
Um sich die nächsten 18 Tage verrückt zu machen, hilft wie gewohnt ‚Delivery Status touch‚ auf mobilen iPhone OS-Geräten (2.39€; universal; App Store-Link) oder als Dashboard Widget.
Knapp 30 Minuten können in Vorbereitung schon einmal auf der deutschsprachigen iPad-Videotour verbrannt werden…
Die Omni Group verkündet per Pressemitteilung, dass innerhalb der ersten 32 App Store-Tage vom iPad, 5.000 OmniGraffle-Anwendungen (App Store-Link) zu je 39.99€ verkauft wurden.
Immer wieder trudeln bei mir Anfragen für iPhone OS-Programmierer ein. Das AppsEntwicklerverzeichnis ist endlich einmal eine Adresse, auf die ich verweisen kann.
Die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei berichtete zuerst von Simlock-iPads im Land der aufgehenden Sonne. Apple soll die feste Bindung an den japanischen Mobilfunkpartner Softbank Mobile gegenüber Computerworld mittlerweile bestätigt haben.
Diesen Informationen zufolge wäre Japan weltweit das einzige Land, welches das iPad WiFi + 3G mit Simlock verkauft.
Die Analysten von ‚Business Insider‘ errechnen einen Jahresumsatz von guten $40 Millionen US-Dollar für Apple aus ihrer iWork-Suite für das iPad. Als Grundlage der Schätzung wird die Chartposition im App Store angesetzt. An Wochenenden sollen, mit einer Platzierung in der Top 10-Rangliste, täglich zirka 7.500 Programme verkauft werden. Der tägliche Download-Durchsatz von Anwendungen in dieser Position an Werktagen soll 2.500 Einheiten betragen.
Vorausgesetzt die Verkäufe entsprechen den veranschlagten Hochrechnungen und werden in den nächsten Wochen beibehalten, könnte das $30 US-Dollar Apple-Office – auch in Bezug auf die internationale Verfügbarkeit des iPads – eine zweifelsohne kräftige Einnahmequelle darstellen.