[EA-EM-FEM] Papers – Tag 04
Apple verkauft 1 Millionen iPads im ersten Monat

Apple gibt soeben per Pressemitteilung bekannt, dass bereits 28 Tagen nach US-Markteinführung das iPad eine Millionen Mal verkauft wurde.
Pad-Anwender haben bereits über 12 Millionen Apps aus dem App Store und über 1,5 Millionen eBooks aus dem neuen iBookstore heruntergeladen.
Steve Jobs steuert folgenden Satz der Nachricht bei:
„Eine Million iPads in 28 Tagen – das ist noch nicht mal halb so lang, verglichen mit den 74 Tagen, die es beim iPhone zur Erreichung dieses Meilensteins gedauert hat“. „Die Nachfrage übertrifft weiterhin unsere bereitgestellten Mengen und wir arbeiten mit aller Kraft, dieses magische Produkt in die Hände von noch mehr Kunden zu bringen.“
via apple.com/pr
Mögliches Apple-Kartellverfahren und Steve Jobs öffentliche Gedanken zu Adobe Flash
Die NYPost will von Personen „familiar with that matter“ erfahren haben, dass das amerikanische Justizministerium („Department of Justice“) und die Handelskommission („Federal Trade Commission“) Kartellermittlungen gegen Apple aufgrund von Wettbewerbsbeschränkungen („Antitrust“) eingeleitet haben. Dabei geht es um den viel diskutierten Paragraphen 3.3.1 zur Entwickler-Vereinbarung, der keine anderen Softwarewerkzeuge als die Cupertino-eigenen zulässt.

In den Fokus gerückt wurde hauptsächlich Adobe, die mit ihrer CS5-Suite (Amazon-Affiliate) zwei Tage vor der weltweiten Präsentation, einer Export- und Konvertierungsmöglichkeit von ehemaligen Flash-Programmen hin zu nativen App Store-Anwendungen beraubt wurden. Adobe liefert diese Optionen derzeit zwar aus, weist seine Anwender jedoch darauf hin, dass so erstellte Software im Apple-Genehmigungsprozess wahrscheinlich aussortiert wird.

Zusätzliche Brisanz streute Steve Jobs in der letzten Woche mit seinen „Thoughts on Flash“ in die Diskussion ein. In einem mehrseitigen Online-Dokument, mit prominenter Platzierung auf der Apple-Homepage, argumentiert er öffentlich die Apple-Entscheidung gegen die proprietäre Entwicklungsumgebung. Die kritischen Punkte sind nicht neu, jedoch noch einmal geballt und in scharfem Tonfall („Flash was created during the PC era“) zusammengefasst:
- HTML5 ist offen, Flash geschlossen
- „almost all video“ liegt bereits in H.264 und damit iPhone OS-kompatibel vor
- Sicherheitsrisiko, fehlende Stabilität und Verlässlichkeit
- schwindende Batterielaufzeit
- Anpassung an Touch-Steuerung nicht gegeben
- Cross-Plattformentwicklung zielt nicht auf gute Software sondern eine weite Verbreitung und blockiert damit Innovation
Der medienwirksame Schrieb schlug wie zu erwarten kräftig ein. Es bleibt das Gefühl, dass Jobs dem bereits taumelnden Flash-Web einen letzten Kinnhaken verpassen wollte. Gesessen schien dieser Aufwärtsschlag zumindest beim Adobe-Chef Shantanu Narayen, der sich nur wenige Stunden nach dem offenen Brief zum Wall Street Journal vor die Kamera setzte, und alles andere als einen souveränen Auftritt ablieferte.
[EA-EM-FEM] Synotes Slate – Tag 03
‚Spirit‘-Jailbreak für iPhone / iPod touch 3.1.3 / 3.1.2 und iPad 3.2 veröffentlicht

Unter dem Codenamen ‚Spirit‘ veröffentlicht das Dev-Team soeben ihren (untethered) Jailbreak für alle aktuellen iPhone-Betriebssystem-Generationen. iPad, iPhone und iPod touch unter den Firmware-Fassungen 3.1.3, 3.1.2 sowie 3.2 lassen sich damit ‚freischalten‘. Der Software-Download liegt in einer Windows- und Mac-Programmversion vor.
Viel zu sehen gibt es eigentlich nicht, deshalb nur diese kurzen dreißig Sekunden als Impressionen von einem Mausklick, einem Reboot und dem Aufruf der Cydia-Paketverwaltung. Hier sollen noch unzählige Programme für das iPad nicht angepasst sein und das System durcheinander rütteln. In meinem Fall wurde beispielsweise die Photo-Bibliothek des iPads vom Gerät gelöscht.

Die gesamte Prozedur nimmt nicht mehr als eine Minute in Anspruch und erfolgt (wie immer) auf eigene Gefahr.

SIM konvertiert zu MicroSIM


Entgegen dem iPhone, welches in den USA und Deutschland (noch) mit Vertragsbindung und einer entsprechender Software-Fessel verkauft wird, ist das iPad 3G Sim- und Netlock ungebunden.
(Importierte) Mobilfunk-iPads können schon jetzt mit einer Micro-Simkarte ausgestattet werden. Vorraussetzung ist, dass man einen Mobilfunkanbieter findet, der eine solche Karte bereits vertreibt. In Deutschland haben lediglich die Prepaid-Anbieter Simyo und Blau.de sowie Vodafone eine Absichtserklärung für ihr zukünftiges Sortiment gegeben. Dem derzeitigen iPhone-Exklusivpartner entfleuchten erste interne Datentarif-Ideen, die kurz darauf wieder dementiert wurden.
Nachgedacht wird über 3 Euro-Tageskarten, vergünstigte Angebote für derzeitige iPhone-Kunden und 3 GB-Monatsoptionen für 20 Euro. In den USA gibt es derzeit kein vergünstigtes AT&T-Angebot für aktuelle iPhone-Besitzer. Dort zahlt man auf jeden Fall die Datenoption für das neue Geräten obendrauf. Der von Gizmodo ‚erworbene‘ iPhone-Prototyp war übrigens ebenfalls mit einem MicroSIM-Kartenslot ausgestattet.

Für die ersten T-Mobile iPhone-Verträge in Deutschland ließen sich ’normalgroße‘ MultiSim-Karten bestellen, die für eine Nutzung im externe USB-Dongle gedacht sind. Da sich die(se) Simkarten lediglich durch ihre Größe von den bisherigen Plastiksteckern unterscheiden, hilft auch ein bisschen Arbeit mit der Nagelfeile, um die Größe rund um den Chip ans Micro-Format anzupassen.
TechRadar oder iHackint0sh wissen, wie man die Ecken abzuknipsen hat. Eine entsprechende Software-Anleitung hat iPadInsider jetzt veröffentlicht, die zeigt wie ein iPad im amerikanischen T-Mobile-Netz unterwegs ist. Da das iPad 3G nicht das 1700 MHz-Band unterstützt, limitiert sich die Geschwindigkeit von UMTS auf EDGE.

Für eine „Doppelnutzung“ von lediglich einer Simkarte – für bereits bestehenden Tarif-Bindungen – existieren Adapterlösungen, die jedoch nur „Wechselwillige“ glücklich machen dürfte.
Ich persönlich bin derzeit mit meiner MiFi-Lösung ganz gut aufgehoben. Das GPS im neuen 3G reizt jedoch, wozu ich den Mobilfunkmarkt zum iPad-Start in Deutschland für das beste Angebot zu gegebner Zeit erforschen sondieren werde.
iPad Wi-Fi + 3G im US-Verkauf

Die ersten iPads mit UMTS-Chipsatz stehen seit Freitag im US-Verkauf.
Rein äußerlich betrachtet unterscheiden sich die neuen Geräte durch eine schwarze Plastikabdeckung an der Oberseite des Gehäuses. Diese dient dem besseren Mobilfunk-Empfang. Der MicroSIM-Karteneinschub sitzt an der linken Seite der Aluminiumrahmung. Das benötigte ‚Werkzeug‘ zum Einsetzen der Simkarte liegt wie beim iPhone der Verpackung bei. Im Inneren werkelt neben der neuen Funk-Architektur für UMTS ein GPS-Stein zur exakteren Positionsbestimmung. Einen Kompass navigiert in beiden iPad-Typen. Gegenüber dem WiFi-Modell mit 0.68 kg bringt die UMTS-Version 0.73 kg auf die Waage.
Die Verpackung der unterschiedlichen Apparate fällt exakt identisch aus. Lediglich auf der Rückseite wird über einen kleinen Aufkleber kommuniziert, dass es sich um die „3G“-Variante handelt.

Neben unzähligen Unboxing-Galerien konnten bereits einige Praxiserfahrungen in den vergangenen 48 Stunden erhascht werden. Das Tech-Weblog iLounge automatisiert das Aufrufen von datenhungrigen Webseiten über UMTS, die sich alle 60 Sekunden neu laden, und erzielte dabei eine zirka achtstündige Batterielaufzeit. Die iPad Internet-Verbindung lässt sich jedoch nicht mit anderen Geräten, wie beispielsweise Laptops, teilen.

Die AT&T-MicroSIM befindet sich im Auslieferungszustand bereits im Gerät. Nach den ersten Testläufen für die beiden Datentarife (250 MB für $14.99 sowie unbegrenzter Verbrauch für $29.99) wurde schnell offensichtlich, dass die preiswerte Option nur für den extrem sparsamen Gebrauch taugt. Entgegen dem iPhone werden am iPad sinnvollerweise durchgehend die ‚richtigen‘ Webseiten ohne ‚Optimierung‘ geladen, welche schlussfolgernd mehr Verkehrsdaten konsumieren.
Das iPad kommt ohne Simlock und lässt sich auch mit zurechtgestutzten MicroSIMs betreiben.

Softwaretechnisch bleibt alles beim Alten. Version 3.2 (7B367) wird ergänzt durch eine „Cellular Data“-Option in den Systemeinstellungen. Der Schriftzug „AT&T“ löst in der Menüzeile das „iPad“ ab. Mobilfunkdaten lassen sich – beispielsweise für Urlaubsreisen im Ausland – komplett deaktivieren. Über das Mobilfunknetz werden wie beim iPhone YouTube-Filme in geringerer Qualität ausgeliefert und Downloads aus dem App Store auf 20 MB begrenzt. Das Streaming-Angebote von ABC (kostenlos; US-Link) liefert (derzeit) seine Serien lediglich über eine WiFi-Verbindung aus – vermutet werden Lizenzprobleme. Das Netflix-Filmangebot (kostenlos; US-Link) tröpfelt in stark minimierter Qualität durch die drahtlose Leitung. Die Gizmodo-Geschwindigkeitstests (Pageload, Download-Speed, Latency, etc.) fielen alle in den zu erwartenden Rahmen, welcher sich vergleichbar mit einem iPhone 3GS gestaltet. Detailunterschiede bestätigen die Regel.
Für den GPS-Fix soll das iPad im Vergleich zum iPhone wesentlich länger benötigen, dann aber akkurater arbeiten. So ganz repräsentativ fällt dies mit unterschiedlichen Firmware-Versionen jedoch nicht aus.
Die Schrauber von iFixit haben das Gerät bereits auseinandergenommen. Das Dev-Team übernimmt die Software-Zerlegung und sendet über den Jailbreak kleine Text-Nachrichten.

In Deutschland soll die Vorbestellung für beide iPad-Versionen (Wi-Fi + Wi-fi + 3G) am kommenden Montag den 10.Mai stattfinden.





