App Store: eBooks und Comics zugstark – auf zwei unterschiedliche Arten

Analyse-Werkzeuge für App Store-Anwendungen finden sich mittlerweile von unzähligen Anbietern. Gegenüber AdMob oder Pinch Media verknüpft Flurry jedoch nicht unmittelbar seine kostenfreie Statistik-Software mit Werbeangeboten. Trotzdem bleibt auch bei diesem Auswertungs-Strategen für die Plattformen iPhone, Blackberry, JavaME und Google Android undurchsichtig, welche Entwickler mit welchen Anwendungen an Board sind.

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Soviel vorweg.

Ein aktuell-veröffentlichter Auszug der Flurry Oktober-Erhebung sieht den eBook-Markt am iPhone im Aufwind. In einer quantitativen Zählung sollen digitale Textanwendungen die Summe der verfügbaren App Store-Spiele in den letzten Monaten überstiegen haben. Die Einführung von ‚In-App-Käufen‘, sowie deren kürzlich veränderten Bestimmungen, hätten eine rückläufige Zahl von Bücher-Anwendungen erwartbar gemacht.

Nichtsdestotrotz steckt auch im Jahr 2009 der Massenmarkt für elektronische Bücher noch in (s)einer analogen Vorzeit fest. Mein erster (japanischer) Sony Librié mit E Ink-Tinte liegt fast vier Jahre zurück. Mittlerweile bin ich auf dem Sony 505 angekommen.

Während in dieser Zeit einer kompletten (Musik-)Branche der Umschwung vom Offline- zum Online-Vertrieb ‚gelang‘ und den iTunes Store zum größten Musikdealerhändler ohne leidvolles DRM erhob, ist der (Vertriebs-)Markt für textuelle Werke noch immer arg zersplittert.

Ob Apple’s Gespräche mit den großen Verlagshäusern in einer ‚Slate‚-Lesetafel enden, sei dahingestellt. Auch wenn bislang einige wirklich grandiose Bücheranwendungen und die entsprechende Literatur den App Store erreichten, dass iPhone ist mit seinem 3.5 Zoll ‚Leucht-Bildschirm‘ keine Lesemaschine, die über RSS-Feeds und kurzen Web-Schriftstücken hinaus funktioniert.

Auch wenn der Vertriebsweg wie die Faust aufs Auge passt…

Was jedoch schon heute am handlichen Apple-Gerät fruchtet, sind Comics. Am letzten Wochenende ließ ‚Marvel Comics‘ verkünden, das sie ihren populären Franchises X-Men, Captain America oder Amazing Spider-Man ein iPhone-Debüt spendieren. Als ‚Lese-Anwendungen‘ stehen unter anderem comiXology (kostenlos; App Store-Link) und Panelfly (US-Store) bereit. Einzelne Ausgaben können direkt probegelesen werden.

Durch die kinderleichte Berührungs- und Zoom-Steuerung machen die bunten Schinken zum kleinem ‚In-App‘-Preis bereits ordentlich Laune.

Photo-des-Tages #147 – Bundesliga

Wenn sich das Apple-AV-Kabel der Signalausgabe an iPhone-Drittprogramme verweigert, wird der Bundesliga-Spieltag von T-Mobile’s Liga total! einfach auf diese Weise am großen Fernseher gezeigt.

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Photo: MacFix + liveh8

Funktioniert die MobileTV-Anwendung (kostenlos, App Store-Link) zu Bundesligazeiten eigentlicher mittlerweile? Den katastrophalem Start zum Ligaauftakt habe ich noch lebhaft vor Augen…

(Danke, Wacholderpolka!)

Cydia-App ‚Firewall IP‘ kontrolliert iPhone-Netzzugriff

Für $2 startete am heutigen Morgen der Verkauf vom Jailbreak-Programm Firewall IP über den Cydia-Store. Dieser blockiert ähnlich wie Little Snitch auf dem Mac alle ausgehenden TCP & UDP-Anfragen und gibt dem Benutzer die Möglichkeit, diese zu blockieren.

Die MobileSubstrate-Erweiterung erkennt dabei die kontaktierte Server-Adresse, so dass der iPhone-Nutzer über den ‚ausgehenden Funkverkehr‘ informiert bleibt. Auf diese Weise kann man der eigentlichen Anwendung ‚Netzzugriff‘ geben, möglichen Statistik-Frameworks, Werbeeinblendungen und Reklame-Zählern einen Riegel vorschieben.

Die ‚aufgestellten‘ Zugriffsregeln (ausschließlich für offizielle App Store-Programme) können in einer kleinen Anwendung korrigiert, gelöscht und überarbeitet werden. Das nachfolgende ‚Video zur Applikation‘ dient ausschließlich der Veröffentlichung dieses genialen YouTube-Songs

DirektFirewall

[game] Command & Conquer Red Alert

Electronic Arts scheint mittlerweile richtige Freunde zu entwickeln, ihre bekannten Franchises auf das iPhone zu portieren. NBA Live (7.99 €; App Store-Link), Fifa (7.99 €; App Store-Link), Madden NFL (7.99 €; App Store-Link) oder Rock Band (5.49 €; App Store-Link) können bereits als klare ‚Ansagen‘ gewertet werden. Nun stürmt mit Command & Conquer die populäre Strategie-Spielereihe auf den 3.5 Zoll-Touchscreen.

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Die ersten graphischen Eindrücke überzeugen. Die Karten zoomen bei Bedarf sehr nah ans Kampfgeschehen und können mit Detailgrad glänzen. Die etwas weiter entfernte Perspektive bietet eine gute Übersicht eurer Feldherrenkunst.

Der komplexe Echtzeit-Stratege wurde dabei auf wesentliche Steuerungseingabe heruntergekürzt und ist bereits nach wenigen Minuten verinnerlicht. So lässt sich mit einem Fingerzeig über die kleine Karte navigieren und mit einer einzelnen Berührung die jeweilige Einheiten auswählen. Mehrere Fahrzeuge oder Bodeneinheiten werden wie beim großen Versions-Bruder durch einen Auswahlrahmen ermöglicht.

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Jeweils fünf Kampagnen-Missionen dürfen auf Seiten der Sowjetunion und Alliierten absolviert werden. Zusätzlich sind zwei Gefecht-Modi verfügbar. Das erste ‚Zusatz-Pack‘ mit weiteren sechs Schlachtfeldern ist bereits als ‚In-App-Kauf‘ für 0.79 € erhältlich. Das (wahrscheinlich kostenpflichtige) Add-On ‚Das Reich der aufgehenden Sonne (Japan)‘ soll genau wie ein kostenfreier Mehrspielerfunktion über WiFi und Bluetooth in Kürze folgen.

Erste visuelle Eindrücke bei uns im Video:

DirektCC

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-> App Store-Link

iPhone 3G- und 3GS-Unlock ‚blacksn0w‘ angekündigt

Direktblack

Wenn sich niemand sonst (be-)fähig fühlt, den iPhone-Unlock für die aktuelle Modem Firmware 05.11.07 zurechtzubiegen, macht es George Hotz einfach selbst. Unter dem Projektnamen ‚blacksn0w‘ liefert ‚Geohot‘ die kundenfreundliche Providerbefreiung für 3G- und 3GS-Geräte auch unter der aktuellen 3.1.2 Firmware-Version.

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Seine Twitter-Dokumentation startete am 27.Oktober, vor wenigen Minuten ging (s)ein YouTube-Beweis Online. Die Software soll innerhalb weniger Tage (04.11.09) verfügbar sein.

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(Danke, Markus!)

iPhone-Markteinführung in China

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Am gestrigen Freitag veröffentlichte Apple in Zusammenarbeit mit dem asiatischen Mobilfunkanbieter China Unicom das iPhone in China. Seit Ende August zeichnete sich eine Übereinkunft für die langwierigen Verhandlungen ab, welche mit der vertraglichen Vereinbarung einer dreijährigen Partnerschaft schlossen.

Der chinesische Mobilfunkbetreiber hält eine der drei Lizenzen das 3G-Mobilfunknetz in China auszubauen und zählt derzeit 125 Millionen GSM-Kunden. Dominiert wird der dortige Markt von China Telecom. Insgesamt stellt der chinesische Mobilfunkmarkt mit über 700 Millionen (!) potenziellen Abnehmern das weltgrößte Absatzgebiet.

Sowohl das iPhone 3G als auch 3GS werden mit einem zweijährigen Vertrag zu den Preisen 500 € (3G 8 GB), 590 € (3GS 16 GB) und 700 € (3GS 32 GB) verkauft, müssen jedoch ohne WiFi-Funktionalität auskommen. Entgegen den weit verbreiteten iPhone US-Importen und nachgebildeten Fälschungen, leidet die offizielle Verkaufsversion unter den staatlichen ‚Sicherheitsspezifikationen‘ namens WAPI.

Diese staatlichen Bestimmungen sollen jedoch derzeit wieder gelockert worden sein, so dass die Chefetage von China Unicom in Person von Chang Xiaobing bereits ankündigte, das die nachfolgenden iPhone-Lieferungen mit Unterstützung von drahtlosen Netzwerken ausgeliefert werden können.

直击联通iPhone手机发售现场 排队人数近300人_网易科技.jpg

via tech.163.com

Insgesamt schien sich der Andrang zum Verkaufsstart um 18 Uhr Ortszeit stark in Grenzen zu halten.

WiFiPad – das iPhone als Joystick

Ein ruhiger Samstagmorgen; genügend Zeit für Experimente und ein paar gute Videospiele.

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Durch Zufall bin ich im App Store auf eine kleine iPhone-Software gestoßen, die sich WifiPad (kostenlos; App Store-Link) nennt und TouchScreen-Eingaben vom iPhone an den gekoppelten Desktop-Rechner schickt. Das Konzept ist nicht neu und wurde schon für diverse Nummernblock-Anwendungen, Fernbedienungen oder Software-Tastaturkürzel umgesetzt. Über einen Spielekontroller bin ich bis heute jedoch noch nicht gestolpert.

WifiPad benötigt eine kleine Server-Software, die sowohl auf einem Mac als auch Windows PC läuft. Im lokalen Netzwerk wird das iPhone über Bonjour-Technologie sofort gefunden und bekommt die unterschiedlichen Joystick-Layouts von der Server-Software übermittelt. Auf der Herstellerseite gibt es schon eine Handvoll Grafiken für diverse Retro-Kontroller.

‚World of Warcraft‘-Fans platzieren spezielle Tastenkürzel auf dem iPhone-Display. Und auch Peggle-Süchtige steuern ihre kleine Ballschußanlage bequem vom berührungsempfindlichen Bildschirm.

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Immer wieder angemerkt sei, dass die ganz Geschichte sehr experimentell ausfällt und deshalb derzeit auch zurecht kostenfrei Probegespielt werden darf. Da die Software jedoch lediglich ’normale‘ Tastureingaben über das iPhone entgegennimmt, lassen sich so gut wie jedem Emulator oder jedem Spiel diese Eingaben unterjubeln. Dies erfordert jedoch in den meisten Fällen einen nicht unerheblichen Konfigurationsaufwand und passt sicherlich nicht jedem Game aufs Auge.

DirektWifiPad*

Gelingt die Verknüpfung jedoch, mutiert das iPhone zum universellen Spiele-Joystick.

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-> App Store-Link

* Alle selbstproduzierten Videos gibt es ‚iPhone-kompatibel‘ auch in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.

Von Piraten und Piracy

Heute Morgen fand ich eine niedliche Preview-Version von ‚Wheeler’s Treasure‚ in meinem Posteingang. Der Entwickler ‚Two Lives Left‘ interpretiert damit die Stunt-Sequenz aus ‚Fluch der Karibik‘ und dessen Fechtszene auf dem rollenden Wasserrad.

DirektWheelers

Und während das hübsch gezeichnete Piraten-Abenteuer auf seine App Store-Genehmigung wartet, sollen an dieser Stelle ein paar aktuelle Worte zur ‚Piracy-Situation‘ auf dem iPhone verloren werden. Wenn das mal keine thematische Überleitung ist…

Durch die kürzlich durchgeführten Änderungen in den App Store-Bedingungen für ‚In-App-Käufe‚ von Apple, stand auch die ‚Raubkopierer‘-Debatte im Vordergrund. Apple sprach dabei explizit in seiner E-Mail die Chancen für Entwickler an, die Attraktivität für eine unlegitime Programm-Verbreitungen zu verringern. Dies soll vornehmlich durch den Abbau erster Preishürden geschehen, indem sich Interessenten die ersten Level kostenfrei anschauen können und erst danach zur Kasse gebeten werden.

Ganz ’nebenbei‘ kann beim nachträglichen Erwerb von Zusatzinhalten jedoch auch dessen DRM-Status überprüft werden. Wenn sich der Entwickler nicht eigenständig für ein kostenpflichtiges Gesamtpaket ihrer Software entscheiden, senkt dies die Wahrscheinlichkeit unlizenzierter Kopien.

Using In App Purchase in your app can also help combat some of the problems of software piracy by allowing you to verify In App Purchases.

Einen wirklich guten Hintergrundartikel zur DRM-Problematik, ‚In-App-Käufen‘ und Piracy findet sich hier:

-> In App Purchase and the state of iPhone piracy

Ngmoco’s Rolando 2 – Chapter 1 (kostenlos; App Store-Link) oder die ‚Social-Media‘-Anwendung Boxcar (kostenfrei; App Store-Link) sprangen sofort auf den Demo-Zug auf. Am heutigen Freitag macht auch iOutBank (kostenfrei; App Store-Link) davon Gebrauch und bietet seine Software ohne Startgebühren für die Verwendung mit einem Bank-Account feil.

Trotzdem wird auch in der Zukunft weiter Software kopiert ohne die finanzielle Gegenleistung zu erbringen. ‚World of Goo‘ – bald hoffentlich auch mit iPhone-Version – stach in den letzten Tagen als Negativbeispiel hervor. Der Geburtstagsverkauf ‚Zahl soviel du willst‚ brachte 83.000 Kopien in 13 Tagen unter das Spielervolk, erreichte jedoch lediglich durchschnittliche Zahlungen von $2.5 pro Version. Regulär werden 20 Dollar pro Lizenz gefordert.

Piracy in the App Store (from 360iDev) – Pinch Media Blog.jpg

Grafik: Pinchmedia

Für das iPhone wird dabei immer wieder der Jailbreak in die ‚Raubkopie-Diskussion‘ gezogen. Werbezähler wie Pinchmedia preschen gerne mit neuen ‚Höchstwerten‚ vor: „Just over 60% of paid apps using Pinch have been pirated“ ergänzen jedoch zurecht das „an individual who jailbreaks their phone is not necessarily an individual that steals applications“.

Die angesagteste Raubkopierer-Geschichte für das iPhone bietet dieser Tage ‚Tap-Fu‚ von Neptune Interactive und Smells Like Donkey. Nach der ersten Verkaufswoche blickten die Entwickler, in die von Spielern aufgestellten Highscore-Chart. Diese waren von 80-Prozent unrechtmäßig kopierter Versionen bevölkert. Zu einem legitimen Programmerwerb konnte sich, von den dort auffällig gewordenen Spielern im gleichen Zeitraum, niemand aufraffen.

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Neben App Store-Programmen scheint auch Jailbreak-Software vom munteren Kopieren betroffen. ‚John Doe‘ verlinkt in unseren Kommentaren eine Statistik (Link mittlerweile entfernt) zu der Homescreen-Navigations Orbit für $2. Dabei ist eine erhebliche Differenz zwischen den 45.000 registrierten Geräten und den zikra 7.000 verkauften Einheiten zu erkennen.

Doch was bringt alle die Aufregung?

Viel, wenn sie dazu dient für die Problematik (kleinerer) Entwicklerstudios bewusst zu machen. Wenig, wenn daraus unattraktive Kundenangebote entstehen.