Nachdem das Keynote-Video über iTunes keine Lust hatte zu laden, habe ich mir mittlerweile den Stream zur Gemüte geführt. Die dabei bemerkten – zwei bis drei – interessanten Erkenntnisse, hier in aller Kürze:
Das mit iTunes 9 eingeführte ‚Home Sharing‘, um seine Mediendaten im heimischen Netzwerk auszutauschen, funktioniert auch mit App Store-Anwendungen. Fünf Computer können dazu authorisiert werden. Bei mir gleichen sich zwei Laptops unter dem gleichen Benutzer-Account problemlos ab. Der MacMini wollte sich auch nach längerem Herumprobieren nicht dazu überreden lassen, gekaufte Anwendungen auf sich zu kopieren. Bei Filmen und Musik muckte er dagegen nicht rum…
Die Genius-Anwendung für Programm-Empfehlungen ließ sich auf dem iPhone problemlos aktivieren, lieferte bei mir jedoch erst wenig sinnvolle Ergebnisse. Hier ist wahrscheinlich ein bisschen Zeit angebracht, bis Apple mehr Daten aus der Wolke gesammelt hat.
Die erweiterten Synchronisations-Einstellungen – unterteilt nach Künstler und (iPhoto-)Gesichtern – gefällt.
Das Programm ‚Remote‘ (kostenlos; App Store-Link) zur Fernsteuerung von iTunes, hüpft auf Version 1.3.1. Und auch das iPhone Konfigurations-Programm, für die einheitliche Verwaltung von mehreren dieser feinen Apple-Telefone (beispielsweise in einer Firma), aktualisiert sich auf Version 2.1.
Die neuen Sync-Einstellungen erfordern neben iTunes 9 übrigens verpflichtend Firmware 3.1, welches derzeit ohne Tethering-Option auskommen muss. Die bisherigen IPPC- und Mobileconfig-Dateien funktionieren bereits seit der letzten Beta-Firmware nicht mehr. Auch für ‚europäische‘ – grundsätzlich freie – iPhone, besteht derzeit (auch weil ein Jailbreak aussteht) noch keine Möglichkeit die Netzverbindung am Computer zu nutzen.
Ein Downgrade war schon immer eine ziemlich schlechte Idee, scheint jetzt jedoch gar nicht mehr möglich.
Mit dem gestrigen ‚Rock’n’Roll‘-Event beansprucht Apple nun offiziell einen Sitzplatz am Tisch neben den etablierten Konsolen-Plattformen Nintendo DS und Sony PSP. Die Firma aus Cupertino zieht mit einer Marktpräsenz von 50 Millionen-Einheiten in den Kampf um die mobilen Spiele.
Zwar war der Grundtenor der Veranstaltung ohnehin auf ‚Unterhaltung‘ ausgelegt, die Äußerungen von Apple zeigen sich jedoch erstmals fokussiert, wie auch Steve Jobs in seinem anschließenden Interview mit Davide Pogue verrät:
Originally, we weren’t exactly sure how to market the Touch. Was it an iPhone without the phone? Was it a pocket computer? What happened was, what customers told us was, they started to see it as a game machine.
Die Konkurrenten werden explizit benannt, leider halte ich die aufgezeigten Präsentationsfolien mit ihrer Konzentration auf quantitativ-verfügbare Einheiten für unpassend. Die Anzahl verkaufter Spiele und dessen Gewinnmargen dürfen nicht außer Acht gelassen werden, auch wenn Apple (zurecht) die Preisstruktur und dessen ‚Einkaufserlebnis‘ für unzureichend anprangert.
Das die offensichtlichen App Store-Vorteile wie die digitale Distribution und das Micropayment-Argument nur als Randnotiz auftauchen, ist unverständlich.
Doch die Auswahl der vorgeführten Spiele offenbart den direkten Angriff auf dieses ‚Entertainment‘-Segment. Die präsentierten Spieletitel von Ubisoft, Tapulous, Gameloft und EA können zwar aktuell nicht als repräsentativ für die restlichen 22.000 anderen Games in der Kategorie ‚Games & Entertainment‘ gewertet werden, der Federhandschuh Fehdehandschuh ist durch diese Auswahl jedoch geworfen. Jetzt gilt es, dass die anderen großen Publisher auch auf dem iPhone mit entsprechenden Ankündigungen nachziehen.
Apple bestätigt durch die gezeigte Grafik erstmals offiziell, das 1/4 der iPhone- und iPod touch-Programme im Spiele-Segment einzuordnen sind.
Während der Podcast-Feed vom Keynote-Video noch in meiner Download-Leitung (fest-)steckt, haben unsere Kollegen von TouchArcade bereits drei der Spiele-Demos in der letzten Nacht auf YouTube geladen.
Electronic Arts präsentierte als vierten Titel ‚Madden NFL 10‘ (5.99; App Store-Link), welcher sich kurz nach dem Ende der Veranstaltung bereits im App Store zum Download wiederfindet.
Pünktlich zum Frühstücksfernsehen, erscheint die 850 MB-starke Videoaufzeichnung des ‚Rock’n’Roll‘-Events mit Steve Jobs und Phil Schiller im Podcast-Feed.
Ob’s zum ersten Kaffee noch was wird, darf bezweifelt werden…
…deshalb auch hier der Verweis auf den ‚kleineren‘ Stream:
Die iPhone-relevante Zusammenfassung des heutigen Musik-Events unter dem Motto ‚Rock ’n‘ Roll‘, darf in drei Teilen geschehen.
Zahlen
Traditionell startete auch diese Veranstaltung mit den (Verkaufs-)Zahlen. Steve Jobs trug dabei 30 Millionen verkaufte iPhones zu Protokoll. Hinzugerechnet werden 20 Millionen iPod touch-Geräte, die von einer App Store-Plattform mit über 75.000 Anwendungen versorgt wird.
Erst diesen Frühling überschritten wir gemeinsam die phantastische Downloadmarke von einer Milliarde Programmen. Im Oktober ’09 sind wir bereits bei 1.8 Milliarden einzelnen Applikations-Downloads angekommen. Dabei werden keine Software-Updates eingerechnet, aber leider auch keine ohne Unterteilung in bezahlte und unbezahlte Anwendungen vorgenommen.
Aktuell existieren 100 Millionen iTunes-Accounts, die mit den Daten einer Kreditkarte hinterlegt wurden. Der iTunes Store ist mit 8.5 Milliarden verkauften Songs der weltweit größte Musikhändler.
iTunes 9
Zum jährlichen Schabernack gesellt sich gewöhnlich auch eine überarbeitete iTunes-Version. Nicht weiter überraschend integriert das neue iTunes 9 natürlich keine abstrusen ’social features‘ wie Facebook oder Last.fm, die sich beständig in der Gerüchteküche hielten.
Update: Ganz versteckt haben sich rudimentäre ‚Empfehlungs-Möglichkeiten‘ eingeschlichen:
Der Fokus von iTunes 9 liegt auf einem überarbeiteten Store sowie dem Programm-Management am iPhone.
Die Genre-Unterkategorien, beispielsweise für Spiele (Sport, Geschicklichkeit, Action, etc.) fallen dabei weg, was die Programm-Anbietern in den dortigen Bestenlisten, ziemlich ärgern dürfte. Eine neue Menüleiste am oberen Bildschirmrand – leicht zu übersehen – ermöglicht den Schnellzugriff auf die unterschiedlichen Teilbereiche wie Musik, Filme oder Hörbücher.
Neben iTunes LP, einem neuen Musikalben-Format, finden sich die größten Änderungen in den Synchronisations-Einstellungen vom iPhone. Viel aufgeräumter wirkt die ‚kastenförmige‘ Darstellung und bietet detailliertere Möglichkeiten einzelne Photo-Events oder spezielle Musik-Künstler vom Desktop auf das mobile Gerät zu übertragen.
Ganz neu, und lange heraufbeschworen ist die Möglichkeit seine iPhone-Programm vor dem Sync schon an die richtige Position zu schieben. Das funktioniert sowohl mit einer einzelnen Anwendung, als auch im Verbund.
Des Weiteren lassen sich Programm, wie schon vom iPhone bekannt, durch das kleine ‚X‘ am linken oberen Rand des App-Symbols direkt in iTunes entfernen. Der durchschnittliche iPhone-Anwender hat eine hohe zweistellige Programmanzahl in seiner iTunes-Bibliothek, weshalb diese Funktionalität seit Monaten im Gespräch ist und sich bereits vieler Design- und Programm-Studien erfreute.
Sehr gelungen ist meines Erachtens die in den Mittelpunkt gerückte Suchfunktion sowie eine Anzeige für die Dateigröße des jeweiligen Programms.
Das es jetzt auch über 30.000 Klingeltöne im iTunes Store zu einem Preis von $1.29 gibt, lasse ich hier dezent unter den Tisch fallen…
iPhone OS 3.1
Gleich etwas wichtiges zu Beginn: Zur jetzigen Stunde kann keine eindeutige Aussage zum Erhalt der Tethering-Funktion getätigt werden. Nach meinem OS 3.1-Update im O2-Netz blieb die Einstellung erhalten – genau wie bei vielen anderen (T-Mobile-)Kunden.
Update II: Die Tethering-Funktion wurde nach meinem 3.1-Update in den Einstellungen angezeigt, verschwand jedoch auf nimmer Wiedersehen nach dessen Aktivierung.
Leider finden sich ebenfalls entsprechend viele Berichte, die keine solche Option nach ihrem Update mehr auffinden. Andere Nutzer wundern sich über ganz neue Menü-Einblendungen:
Fest steht, dass ein Netzbetreiber-Update (über iTunes) von T-Mobile (hierzulande) die neuen Tarifmodelle – zur Nutzung des iPhones als Modem – für Mitte September angekündigt hat.
Ansonsten hält 3.1 keine großen Überraschungen in der Hinterhand, bereinigt jedoch einige Sicherheitslücken. Von der Genius Empfehlung für Apps, bis zum Genius Mix und dem verlustfreien Videoschnitt, konzentriert sich das iPhone-Update auf verbesserte Stabilität.
Eine Zusammenfassung der Aktualisierungen hält Apple selbst unter diesem Link in der Hinterhand:
Schon mit dem Schlussakkord von Norah Jones steht das iPhone OS 3.1 sowie iTunes 9 zum Download bereit. Die Leitung ist bereits ziemlich dicht, so dass wir eine Partie: ‚Wer ist am schnellsten im neuen Apple-Land‘ anfangen zu spielen…
Über erste Erfahrungsberichte in den Kommentaren freue ich mich.
That’s it. Vielen Dank und wir warten gespannt auf die Downloads von iTunes 9 und dem iPhone OS 3.1 heute Abend/Nacht.
iPod touch (32GB + 64GB-Modell) mit doppeltem Speicher, mehr GB und OpenGL ES 2.0-Fähigkeiten – iPod touch mit 8GB bleibt beim alten Prozessor.
Es folgen Spiele-Demos: Assassin’s Creed II – Discovery (Ubisoft), Riddim Ribbon aus dem Hause Tapulous, ein First-Person-Shooter namens N.O.V.A. von Gameloft und Madden NFL 2010 von EA.
EA verspricht außerdem Need For Speed Shift, Command and Conquer und NBA Live
Spiele dominieren den App Store, der Vergleich mit den etablierten Konsolen auf quantitative Art ist natürlich nicht ganz fair, da Umsatz und Reichweite hier nicht einfließen.
Apple verkaufte bislang insgesamt 20.000.000 iPod touch-Geräte, womit das iPhone im direkten Vergleich nun offiziell mehr verkaufte Einheiten im Markt hält. Der App Store bedient derzeit mit über 75.000 Anwendungen über 50 Millionen mobile Geräte.
Anwendungen können auf eine spezielle Springboard-Position (Seite) des iPhones gezogen werden; Suchfunktion und Mehrfachverschiebung
30.000 Klingeltöne für $1.29; iPhone OS 3.1 – heute + kostenfreien – mit Genius-Funktion für Programme
iTunes 9 – noch heute zum Download – endlich mit Programm-Sortierung
Steve Jobs verkündet die stolze Zahl von 30.000.000 verkauften iPhones
Eine neue Kategorie für die ‚umsatzstärkste App Store-Software‘ macht es sich bereits in iTunes bequem. Außerdem kündigt sich in kleinen Schritten das iPhone OS 3.1 an, bei dem bislang keine großen Neuerungen bekannt sind.
Mit peripherem Interesse schiele ich natürlich auf iTunes 9 und das höherwertige Musik-Albenformat, das sich jetzt anscheinend ‚LP‘ nennt.
Harman Kardon nimmt mit einer Pressemitteilung der PR-Agentur Edelman, kurz vor dem Start des heutigen ‚Rock’n’Roll‚-Events von Apple, eine Ankündigung mit iPhone-Bezug vorweg. In der PR-Nachricht wird über die Abspiel- bzw. Ausgabemöglichkeit von hochaufgelöstem Videomaterial vom iPhone gesprochen:
Each receiver takes advantage of the latest sound and video technologies — such as the latest high-bit-rate formats, including Dolby(R) TrueHD and DTS-HD Master Audio(TM) delivered via Blu-ray Disc(TM) and the HD video content stored on iPod and iPhone products — and incorporates them into a beautifully designed, easy-to-use system.
Natürlich ist diese Nachricht vor einer offiziellen Ankündigung noch mit Vorbehalt zu genießen. Der weiteren Mitteilungs-Verlauf liest sich jedoch relativ eindeutig:
The AVR 3600 is one of the few receivers to play back HD videos from iPod or iPhone products. Non-HD videos from the iPhone are automatically optimized by the AVR 3600 to bring the video quality to the HD standard, 1080p.