Seit dem heutigen Morgen befindet sich mit der Ustream Recorder-Anwendung (kostenlos; App Store-Link) ein iPhone-Programm im App Store, das Videos am mobilen Gerät aufzeichnen kann und diese per UMTS (!) auf die Streaming-Plattform schickt.
Bislang verfolgte Apple für derartige Anwendungen eine relativ eindeutige und strikte Politik. Sowohl Qik als auch Ustream selbst hatten in der Vergangenheit mehrfach versucht, ihre fertigen Anwendungen in den App Store zu laden. Während Ustream daraufhin die Funktionalität zusammenstrich und ausschließlich ein Programm zum Abspielen der Videos anbot (Ustream Viewing), wählte Qik den Weg zur Jailbreak-Gemeinde.
Die ersten Eindrücke sind durchaus positiv. Lediglich einmal ist mir die Anwendung nach einer Aufzeichnung abgenippelt, was mit einem kompletten Verlust des Videos einherging. Zu beachten ist unbedingt die Aufnahme im Hochformat. Zumindest wenn man diese auf Ustream laden möchte. Videos im Breitbildformat werden zwar auf dem iPhone richtig dargestellt, beim Upload auf die Ustream-Plattform jedoch nicht gedreht.
Beim Upload auf YouTube verläuft es genau anders herum. Aufnahmen im Hochformat sind schlecht (Video), Breitbild dagegen gut (Video). Alle Meta-Daten wie Titel, Stichwörter oder Beschreibung werden übernommen. Auch ein Facebook-Account nimmt eure Videos nach Beglaubigung dankend entgegend.
Je nach verfügbarer Geschwindigkeit läuft der UMTS-Upload ausreichend schnell, auch wenn euch die Anzeigen auf dem iPhone etwas anderes erzählen wollen.
Das Videomaterial streamt zwar nicht LIVE, ist dafür mit geringen Zeitversatz jedoch durchaus brauchbar. Ob sich bei der App Store-Zulassung ein Fehler eingeschlichen hat, oder Apple sich mit seinen exklusiven Mobilfunkpartnern ab sofort weltoffen für Daten-Upload zeigt, klärt sich sicherlich in den nächsten Tagen…
Seit dem 13. Mai versuchte Matchstick Software sein amerikanisches Ninjawords Dictionary (1.59€; App Store-Link) in den App Store als iPhone-Anwendung einzureichen.
Die ‚Leidensgeschichte‘ startet damit, das die erste Version zwar unter (der damals aktuellen) Firmware 2.2.1 funktionierte, jedoch mit der Entwickler-Beta 3.0 abstürzte. Fünf Tage zuvor hatte Apple seinen iPhone-Entwicklern mitgeteilt, dass ab sofort alle eingereichten Anwendungen 3.0 kompatibel sein müssen. Ninjawords Dictionary ist damit (für mich) der erste dokumentierter Fall über eine Ablehnung aufgrund dieses vorgelagerten Kompatiblität-Checks.
Die Entwickler handelten unverzüglich und reichten ein Update nach, hörten jedoch bis zum 30. Mai nichts mehr. Dann flatterte die Absage ins Haus, dass ihr Wörterbuch nach Sektion 3.3.12 der SDK-Vereinbarung ‚anstößige Inhalte‘ enthalten soll.
Die Ablehnung ist ähnlich gelagert wie die des eBook-Readers Eucaluptus. Das digitale Buch gewährt mit ‚Zugriff auf das Internet‘ einen Blick auf rechtefreie (aber anscheinend obszöne) Kamasutra-Geschichten, die aus dem Jahr 250 Jahre nach Christus stammen.
Ninjawords enthält zwar keinen Webbrowser, beinhaltet jedoch alltäglich benutzte Wörter! Matchstick wurden Screenshots von (Achtung!) Buchstabenfolgen wie ‚fuck‘ oder ’shit‘ vorgelegt, nach denen im Genehmigungsprozess explizit gesucht worden ist. Das ist spannend, da die Entwickler vorab sicherstellten, das vulgäre Wörter – beispielsweise nach einer Eingabe von ‚fuc‘, nicht automatisch vorgeschlagen werden.
Nachdem das (ganz ordinäre) Wörterbuch auch in gedruckter Form bei allen Buchhändlern im Regal steht, musste es abermals mit einer Ablehnung kämpfen, da die angegebene Alterseinstufung zu niedrig ausfiel. Seit dem 13. Juli – zwei Monate nach dem ersten Versuch die Anwendung einzureichen – steht Ninjawords nun im App Store.
Der Konsum ist natürlich nur für Jugendliche ab 17 Jahren zugelassen. Klar.
Manchmal habe ich Mitleid für die Apple-Angestellten, die sich beispielsweise mit Massen-Genehmigungen wie von Khalid Shaikh rumschlagen müssen. Wer innerhalb weniger Monate bis zu 1.000 Anwendungen, mit offensichtlich urheber-geschütztem Material einreicht, muss ohne Geschrei rausgeworfen werden können. Eigentlich schon viel früher.
Wenn jedoch eine Wörterbuch-Anwendung (!) von einem Entwickler daherkommt, der sein erstes Programm im App Store feilbieten möchte, muss Zeit, Fähigkeit und andere Ressourcen vorhanden sein, dies schnell und kompetent abzuwickeln.
Bei annähernd 70.000 Anwendungen ist das kein leichter Auftrag. Der oben geschilderte Fall ist quantitativ gesehen sicherlich auch als Ausnahme zu bezeichnen, die Regelmäßigkeit der haarsträubenden Ablehnungen beängstigt jedoch.
Für mehr App Store-Einkäufe lassen sich mit dem Offline-Kauf von iTunes-Gutscheinkarten am heutigen Tag 33-Prozent (15€-Downloadwert für 10€-Kaufpreis) im MediaMarkt sparen.
Das japanische Entertainment-Studio Namco Bandai möchte seine iPhone-Projekte ausbauen. Sowohl Klassiker, neue Exklusiv-Titel und Dritthersteller-Spiele will das durch Pac Man, Tekken oder Soul Calibur bekannt gewordene Unternehmen in den App Store schieben.
Die Geschicke übernimmt dafür Jonathan Kromrey, der zuvor als Produzent für mobile Spiele bei I-play zuständig war und schon die ersten iPhone-Games wie ‚I Love Katamari‘ (5.99€; App Store-Link) betreute.
Das derzeitige Namco-Angebot im App Store sieht mit Pac-Man, Galaga oder Inspector Gadget noch sehr ‚übersichtlich‘ aus.
Neben den bezahlten Angeboten im App Store, bleibt für kostenfreie Software eine Möglichkeit der Werbefinanzierung. Dabei haben sich insbesondere zwei Werbeverkäufer mit den Namen AdMob und Mobclix breit im mobilen Apple-Markt etabliert.
Mobclix startete am gestrigen Dienstag ein Werbe-Netzwerk, bei dem sich Entwickler und Werbetreibende treffen und über höchste Gewinnmargen und eine zielgruppen-optimierte Platzierung verhandeln. Nach TechCrunch-Informationen soll Mobclix mittlerweile über 3.500 teilnehmenden iPhone-Entwickler Unterschlupf bieten.
In der bislang nur an Entwickler ausgeteilten iPhone OS Beta 3.1 findet sich erneut ein ominöser ‚iProd‘-Eintrag. Der iProd1,1-Fund erregt auch dieses Mal aufsehen, da er eine iPod- und iPhone-ähnliche Nummerierung erhält, die auf ein zukünftiges Apple-Gerät schließen lassen könnte.
Netflix entwickelte sich in den letzten Jahren vom amerikanischen Versand-DVD-Service zu einer mittlerweile enorm populären Online Streaming-Plattform. Mit Flatrate-Angeboten, die pro Monate abgerechnet werden, streamt Netflix über 12.000 Filmtitel auf Xbox 360, TiVo oder Roku-Boxen und steht damit in direkter Konkurrenz zum Filmverkauf (und Verleih) von Apple über iTunes.
Seit einigen Tagen hält sich beständig ein Gerücht über eine entsprechende iPhone-Anwendung. Eine Konkurrenz-Situation, der man sich im Cupertino-Headquarter wahrscheinlich ungern aussetzen mag auch wenn die technische Realisierung kein Problem darstellt.
Die frohe Kunde in einem Satz: Der mobile App Store verträgt sich wieder mit Gutscheinen!
Seit dem Wochenende können Gutschein-Codes direkt in der App Store-Anwendung auf dem iPhone (im Programmsortiment unter Hightlights ganz unten) eingetragen und abgesendet werden. Zuvor musste ein Umweg über die iTunes-Musikanwendung bemüht werden, falls man den Desktop-Sync nicht zur Hilfe nehmen wollte.
Besonderes populär ist das Versenden von amerikanischen Gutschein-Programmcodes. Damit stehen jedem Entwickler von seiner Software (pro Version) 50 Freifahrscheine zur Verfügung, die an Mitglieder der Presse oder / und Freunde verteilt werden können.
Codes per E-Mail: das wirklich beste Einsatzgebiet für Copy & Paste…
Minigore, gerade letzte Woche hier im ausführlichen Video-Test, hält sich beständig an der Spitze der (bezahlten) App Store-Charts. Sein Hauptcharakter John Gore wird in einem anstehenden Update auf ‚Lizzy the Lizard‘ treffen – und umgekehrt. Lizzy ist Protagonistin und ehemalige Hitlisten-Besetzerin aus dem iPhone-Spiel ‚Sway‘ (3.99€; App Store-Link).
Geballte Skandinavien-Power: Die beiden Entwicklungsstudios Illusion Labs und Mountain Sheep stammen aus Schweden und Finnland. Über alle Kanäle verteilen sie derzeit fleißig Screenshot-Material von einer Eidechse mit Shotgun und dem sich umherschaukelnden John.
Nachdem Pocket God auf Doodle Jump hüpfte, formieren sich nun ähnlich dem klassischen Videospiel-Business die ersten Charakter-Gastauftritte. Wenn heutzutage in einem Videospiel ein schnauzbärtiger Klempner auf einen blauen Igel trifft, dient das beiden Marken sowie dem Marketing.
Ähnliche Gepflogenheiten machen sich bereits nach dem einjährigen App Store-Bestehen auch auf dem iPhone breit.
Am heutigen Dienstagmorgen schießt sich Apple mit zwei neuen Werbespots erneut in die Bloglandschaft. Der Fokus liegt nach dem kurzen 3GS-Zwischensprint dabei wieder auf den App Store-Anwendungen.
Nachrichten-Portal Heise.de bietet seinen Lesern zwar keinen RSS-Feed mit Volltext, wirft am heutigen Montag jedoch eine werbefinanzierte iPhone-Anwendung (kostenlos; App Store-Link) auf den Markt.
(Danke, Jester!)
Apropos Nachrichten-Anwendung: Focus Online (kostenlos; App Store-Link) mit Push-Funktionalität, guter Übersichtlichkeit und eingebundenen Videos, finde ich sehr ansprechend.
Das münchner iPhoneDevCamp vom letztem Samstag schien ein unterhaltsamer Erfolg. Bislang findet sich lediglich eine Videoaufzeichnung der Veranstaltung über UStream. Weitere Filmaufnahmen und Foliensätze sollen folgen. Vom großen Bruder, dem iPhoneDevCamp 3, das zur gleichen Zeit im Yahoo US-Headquarter veranstaltet wurde, tröpfelte eine iFund-Präsentation ins Internet.
Der iFund ist ein 100 Millionen-starker Geldtopf, mit dem das ‚Venture Capital‘-Unternehmen Kleiner Perkins Caufield & Byers in Zusammenarbeit mit Apple Risikokapital an Entwickler(-studios) vergibt.
Chi-Hua Chien berichtet über den erfolgreichen Stand der App Store-Entwicklung und dessen Finanzierung. Während Ngmoco die Finanzspritze in einige gute Projekte versenkte, ziehen düstere Wolken über den anderen Teilnehmer auf.
Beispiel gefällig? BooYah! (kostenlos; App Store-Link), ein sozialer Netzwerk-Quatsch mit Twitter und Facebook in 3D, soll nach inoffiziellen Angaben 4.5 Millionen US-Dollar aus dem Geldpott erhalten haben. Wer sich die eigentliche Anwendung und das Mediengetöse drumherum anschaut, fühlt sich an die New Economy zurückerinnert schlägt die Hände über dem Kopf zusammen.
Apple schraubt hinter den Kulissen weiter an iTunes Connect. Die ersten sichtbaren Ergebnisse konnten wir in der letzten Woche an einer neuen Stichwörter-Vergabe für iPhone-Anwendungen einsehen. Ein guter Ansatz, der mit – gelinde ausgedrückt – leichten Startschwierigkeiten kämpft.
Der Frust sitzt tief: Panic-Mitbegründer Steven Frank pausiert derzeit sogar gänzlich seine persönlichen App Store-Entwicklungsprojekte.
Die Probleme konzentrieren sich weiterhin auf den Zulassungsprozess. Inzwischen, so wurde mir berichtet, führen Preisangaben in der iTunes-Beschreibung oder einer verknüpften Webseite, zur Ablehnung.
Feste Preisangaben in der Beschreibung könnten die Kunden verzweifeln lassen, da die Umrechnung in andere Währungen abweichen kann.
Natürlich bestehen weiterhin unzählige Programme, die mit Preisangaben in ihren Beschreibungstexten aufwarten. Die Uneinheitlichkeit lässt verzweifeln.
(Danke, Tommy!)
Genau deshalb liebe Telekom AG, seid ihr ein (Internet-)Kabel und kein Entertainment-Verkäufer! Wer mit MobileTV Lite (kostenlos; App Store-Link) einen Vorgeschmack auf das neue iPhone-Verkaufsargument (Liga total! mit MobileTV 12 Monate inklusive) geben möchte, und dann keinen WiFi-Betrieb integriert, hat über 100 Negativbewertungen in 1.5 Tagen mehr als verdient. Die Lite-Version beendet sich übrigens selbstständig, wenn T-Mobile-fremde SIM-Karten im iPhone eingelegt sind. Man könnte womöglich auf die Idee kommen, Kunden aus anderen Netzen für sich zu begeistern…
Rückzug. Zu schnell gejammert.
Anscheinend stellt eine lizenzrechtliche Problematik T-Mobile das Bein. Der TV-Service darf möglicherweise ausschließlich über die Mobilfunkverbindung angeboten werden (hat jemand einen Link dazu gefunden?). Aus (mir abwegig-erscheinenden) Gründen, ist daher die Nutzung über WiFi und mit anderen SIM-Karten ausgeschlossen.
Das verbrauchte Datenvolumen über MobileTV soll nicht über den Inklusiv-Tarif abgerechnet werden. Wer bis 30.09. einen iPhone-Vertrag (ausschließlich 120, 240, 1200 und S, M, L) abschließt, erhält die ersten 12 Monate vom MobileTV LIGA total!-Paket inklusive. Danach kostet der Service jeweils 4.95€ im Monat. Eine Nutzung im Ausland ist nicht möglich.
Die negativen Bewertungen im App Store lassen sich vornehmlich auf eine schlecht Bildqualität und die auch hier entstandene Verwirrung einer vorschnellen Installation zurückführen. Die Nutzungsbedingungen sind ohne UMTS-Verbindung und T-Mobile-Vertrag nicht einzusehen. Lediglich eine Aufforderung zum Deaktivieren des WiFi begrüßt und verabschiedet beim Start des Programms.
Die Gerüchteküche rund um einen iPhone-Deal zwischen Apple und dem Telekommunikationsunternehmen China Unicom in der Volksrepublik China brodelt. Erste Zertifizierungshürden für den 500 Millionen Menschen-Markt, scheinen genommen.
Für die ‚App Store-Grabbelkiste‘ gibt es mittlerweile unzählige Web-Anwendungen. Für ungefähr jede Kategorie, jedes Preissegment und jedes Stichwort, lassen sich RSS-Feeds von neuen oder generalüberholten Anwendungen zimmern.
FreeAppAlert fokussiert auf ‚Bezahl-Anwendungen‘, die gerade ‚kostenfrei‘ wurden. Wer dem Geiz nicht abgeneigt ist, lässt sich über ausnahmslos kostenfrei (Programm-)Updates via Twitter, RSS oder Facebook informieren.