Das iPhone 18 Pro Max in Neapel

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Einmal im Jahr treffe ich für ein Wochenende zwei Schulfreunde – immer in einer anderen europäischen Stadt unserer Wahl. In diesem Jahr einigten wir uns auf Neapel in Italien – ganz zufällig am ersten Wochenende mit dem iPhone 18 Pro Max.

A man wearing glasses and a hat is holding a smartphone and taking a photo of a classical building with columns and statues on the roof. The building has a triangular pediment with an inscription and a large dome behind it.

Apples Ökosystem bleibt das Killer-Feature der iPhones. Kurz vor Abflug – innerhalb von wenigen Stunden – hing das Telefon frisch eingerichtet (!) in meinem Gerätefuhrpark. Es sprach mit meiner Apple Watch, war von selbst mit den AirPods verbunden, air-droppte Links zum iPad und synchronisierte die auf dem Mac erzeugten Dateien.

Dazu braucht es natürlich kein neues iPhone. Wer aber nur alle drei bis vier Jahre einmal zugreift – upgradet, verbessert genau dieses Zusammenspiel. Alles bleibt bekannt, aber alles wird besser.

Ist das langweilig? Vielleicht. Aber ist es genau das, was Käufer:innen nach zwanzig iPhone-Jahrgängen verlangen? Vielleicht.

A close-up of a person holding a smartphone taking a photo of a small coffee cup on a saucer placed on a wooden table. The phone screen shows camera settings including a lens aperture of f4.0, and the focus is on the coffee cup in the center of the frame.

Pro Tag haben wir rund 20 Kilometer zu Fuß in der italienischen Großstadt abgerissen – mit Navigation, Open-Gate-Video-Aufnahmen, Übersetzungen und sehr viel Fotografie. Bei 25 Grad und direkter Sonneneinstrahlung bin ich nach rund 8 Stunden nicht nur mit rund 60 Prozent Akku ins Airbnb zurückgekehrt, sondern habe kein einziges Mal beobachtet, wie sich der Bildschirm von selbst runterdimmt. Die Dampfkammer im 17 Pro Max war klasse; im 18 Pro Max ist sie weltklasse.

Apple bewirbt den „dampfgekühlten A20 Pro Chip für anspruchsvollste KI Workloads“ – ich find’s schlicht beeindruckend, wie die Displayhelligkeit selbst unter knalliger Sonne am Mittelmeer konstant aufgedreht bleibt. Das dürfte auch an den neuen Materialien der „Vapor Chamber“ liegen, die die Wärme effektiver vom Display wegleiten.

Aber apropos Chip: Apple platziert erstmals seinen 2-Nanometer-Stein direkt neben dem Speicher, anstatt ihn wie früher darüber zu stapeln. Es ist eine abermalige Verbesserung für den Wärmeleitpfad und ein zentrales Feature dieses Modells.

A smartphone screen showing the battery usage details in dark mode. It displays the current battery level at 9%, the last charged time, and a graph of daily battery usage with today’s usage at 15% compared to an average of 4%.

Scherzhaft behauptete ich in diversen Vorjahren: „Akku ist ein gelöstes Problem!“ Im iPhone 18 Pro Max ist das kein Jux mehr – insbesondere wenn man sich mit einem passenden Ladegerät in nur 15 Minuten rund 50 Prozent Ladestand wieder erarbeitet.

Neapel war die erste Reise, auf der ich trotz Zwischenstopp-Flug ganz bequem ohne externen Akkupack auskam. Das war auch gut; ich hatte nämlich keinen dabei …

Am Abreisetag haben wir um 10 Uhr die Airbnb-Wohnung verlassen, sind sechs Stunden durch Neapel gelaufen, haben drei Stunden am Flughafen gewartet, zwei Flüge und eine Uber-Fahrt absolviert, nur um nachts um 2 Uhr mit 9-Prozent-Akku wieder zu Hause aufzuschlagen – komplett ohne Zwischenladung.

A triptych showing three scenes: a seaside view with buildings on rocky cliffs and the blue sea, a narrow sunlit street lined with tall buildings and stairs leading down, and a close-up of a pastry and cup of coffee casting shadows on a stone surface.

Mein Lieblingsfeature der neuen Kamera ist die Fokusverfolgung. Ganz im Ernst: Es ist absurd hilfreich, weil’s zu Fotos führt, die vorher so nicht funktionierten. Look at this!

Insgesamt sind es bewegte Bilder – also Videoaufzeichnungen – die diesmal große Sprünge machen. Angefangen beim Cinematic-Mode von regulärem Video1, 4K-Zeitrafferaufnahmen, Auto-FPS für Low-Light-4K-Videos, Pro-Controls sowie neue Algorithmen für Audio Mix. Ich verstehe nicht, warum man Hunderte von Euro in Gimbal-Kameras wie eine Osmo Pocket oder Insta360 Luna steckt und diese zusätzlich mit sich herumträgt, wenn das iPhone einen unterschätzten Actionmodus mitbringt.

Aber was steht dieses Jahr im Rampenlicht?

Die variable, physische Blende dominiert zweifellos Apples Werbung für das neue Modell. Fair enough: Marketing ist dafür ein Kinderspiel. Die haardünnen Lamellen sehen einfach total schick aus.

Allerdings stellt für mich die Qualität der Bilder – inklusive der fotografischen Stile – die Hardware so ein wenig in den Schatten.

Es macht mir einfach irrsinnig viel Freude, die Schnappschüsse am Ende des Tages durchzugehen und ihnen das letzte Quäntchen von digitalem Look & Feel auszuwringen. Der neue „Texture“-Reiter ist versteckt platziert, aber genau dafür eine aufregende Erweiterung.

„Photographic Styles“ sind bekanntlich kein Filter, die man über das gesamte Bild wirft. Gesichtstöne werden beachtet; keine Nase schaut nach der Bearbeitung verunglimpft aus. Apples neue Pipeline scheint zunehmend an die physischen Grenzen von Optik und Sensor zu stoßen.

Was mir in den ersten Tagen deutlich wurde: Die Kamera des iPhone 18 Pro Max produziert nicht direkt hübschere Bilder als Kameras aus älteren iPhones. Allerdings ist es damit einfacher, solch’ hübschere Bilder zu produzieren. Die neue Bildverarbeitung führt zu weniger plastikartigen und weniger aggressiv nachgeschärften Fotos.

Zugegeben: Wer sich vorher bereits viel Mühe gab (und vielleicht ProRAWs nachträglich bearbeitet hat), gelangt zu vergleichbaren Ergebnissen. Das neue iPhone kann mit seiner ƒ/1.48-Blende mehr Licht einfangen und traut sich damit auch mehr zu. Dass sich diese Ergebnisse so mühelos erzielen lassen, liegt schlussendlich aber an der Software.

A three-part collage showing a seaside view with a building balcony overlooking the ocean, a close-up of a pizza with melted cheese and tomato sauce, and a wall with large 'NAPOLI' graffiti and various smaller markings.

Software lässt auch eine andere Hardware-Änderung glänzen: die geschrumpfte Dynamic Island.

Gerade auf Reisen fällt auf, wie oft mehr als zwei Live-Aktivitäten sich um ein Plätzchen streiten – mit Flighty, Uber und einer Podcast-Wiedergabe nutzt man den neuen Platz bereits aus.

Auch zwei Live-Aktivitäten, die mehr Informationen zeigen und sich dadurch leichter antippen lassen, sind eine willkommene Neuerung.

A hand holding a smartphone displaying a map application of a coastal area, with a plate of pastry and a cup of black coffee on a gray table surface nearby.

Der technische Trick? Die Infrarotkamera von Face ID wandert unter das Display. Es fehlt dort jede zweite Pixelreihe, die durch eine höhere Pixelhelligkeit in diesem kleinen Bildbereich kompensiert wird.

Optisch kann ich beim besten Willen keinen Unterschied zum restlichen Display erkennen, kämpfte in den ersten zwei Wochen aber mit vielen fehlgeschlagenen Erkennungen meiner Person.

Erst vor ein paar Tagen habe ich Face ID neu angelernt, ein alternatives Erscheinungsbild eingerichtet, die präzise Aufmerksamkeitsprüfung deaktiviert sowie das Entsperren mit der Apple Watch scharfgeschaltet. Probleme habe ich seitdem nicht mehr.

Ich beobachte jedoch weiter; für ein finales Urteil dieser Hardware-Komponente ist es zu früh. Insbesondere weil erst vor wenigen Tagen ein iOS-Bugfix (iOS 27.0.1) für ein Problem mit Face ID erschien.

A close-up view of a hand holding a red iPhone with three camera lenses and a flash against a clear blue sky background.

Während internationale Reviews an dieser Stelle einen ausschweifenden Abschnitt über Siri AI einstreuen, lehne ich mich zurück. Allerdings unentspannt, weil ich „Siri AI in der EU“ erst einmal nicht sehe.

Dauerhaft tragbar erscheint mir der iOS-Fork für Europa allerdings auch nicht – selbst wenn dieser Bummer die derzeitige Realität darstellt. Und deshalb gilt wie immer: „Kaufe ein Gerät für das, was es heute kann – nicht für Funktionen, die irgendwann per Update kommen sollen.“

A person wearing a cap and sunglasses is holding a smartphone with both hands and taking a black and white photo of a staircase with balustrades and a glass-domed ceiling. The image on the phone screen shows the staircase and architectural details clearly.

Und trotzdem bleibt das Telefon der wichtigste „Personal Computer“. Es ist das Gerät, das alternativlos ist. Keiner denkt darüber nach, ob er sein iPhone (für eine Reise) einpackt oder ob er es heute einmal zu Hause lässt.

Ich beneide jeden, der in diesem Jahr von einem iPhone 14 oder 15 aufs Pro-18 wechselt. Es ist nicht einfach nur ein besseres Gadget, sondern ein Alltags-Upgrade. Das zeigte sich nicht nur an einem Wochenende in Neapel, sondern auch danach, wenn der Urlaub vorbei ist und man wieder nach Hause muss.

  1. Als Alternative zum Kinomodus empfehle ich in Apple Log zu filmen. LUTs und Farben sind oft der größere Unterschied fürs Bild als die Trennung zum Hintergrund. ↩

Kalenderwoche 40: mit Banksy, Sync Music und Bergsteigen

Zeug aus KW40, das ich gelesen, geschaut, gehört und insgesamt genossen habe …

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„My iPad Runs Steam Now“

A close-up of a laptop screen showing a permission popup for 'Audio Hijack' software, asking for system audio and microphone access. The laptop is placed on a desk with a hand visible on the keyboard, and a tablet is seen in the background.

„My iPad Runs Steam Now“ ist nur einer von mehreren interessanten Aufhängern1 dieses sorgfältig recherchierten Videos von Quinn Nelson. Und ich stimme ihm zu: macOS in einer virtuellen Maschine auf dem iPad war vor einigen Jahren mal verlockend; inzwischen will man dort schlicht und direkt Mac-Apps benutzen.

Mit einem Fernzugriff läuft macOS nämlich bereits in einem Fenster von iPadOS. Heute fehlt dem iPad der bunte Blumenstrauß von Software, die gerade auf macOS entsteht – selbstgeschriebene Apps und KI-Agenten, die sich in die (hervorragenden und weitreichenden) Bedienungshilfen hängen.

Speziell stolpert Software bei der Distribution über den App Store. Dieser Vertriebsweg erscheint mit Blick auf persönliche Software veraltet – nicht nur sein Prüfprozess, sondern insgesamt der Aufwand, um Software zu teilen.

Native Apps waren Web-Apps seit nunmehr 20 Jahren überlegen. Mit personalisierter Software nähern wir uns jedoch einem Punkt, an dem ich lieber meine selbstgehosteten Apps und Skripte im privaten Tailscale-Netzwerk über den Browser öffne. Ich bekomme sie nicht nur schwierig in den App Store, sondern ich will sie dort überhaupt nicht veröffentlichen. Es ist Software für mich und iOS/iPadOS scheinen auf diese Zukunft nicht vorbereitet.

  1. Seine Jailbreak-Exkursion wäre ein eigenes Video wert. „Er ist tot, Jim!“ ↩

Tipp: das XTREM Case (Reloaded)

➝ YouTube

Im Video: das XTREM Instant Case + G-Shell-App sowie die Erwähnung des ersten Videos.

#525 – eigene Musik, Lossless und alternative Player

Mein Apple-Music-Abo bleibt, steht aber nicht überall im Mittelpunkt: alternative Lossless-Player, eine iPhone-zu-iPad-Fernsteuerung sowie selbstgehostete Plattenregale mischen meine Tanzmusik neu auf.

Hier das Intro der Episode:

PhoneBack – halbe Hülle, neues Anfassgefühl

Nicht im ersten, nicht im zweiten, sondern erst im dritten Jahr sehe ich andere Hüllenanbieter, die das Konzept der PhoneBacks adaptieren. Die „halben Hüllen“ bleiben eine meiner Lieblingsideen für ein Case.

Damit fasst und fühlt sich die Rückseite neu an, wenn man sich an der Farbe sattgesehen oder am Aluminium sattgefasst hat. Es ist nämlich vollkommen legitim, sich für einen frischen Look & Feel ein neues Case zu leisten.

Die Magnete, die Süti hier integriert, bleiben enorm stark – inzwischen existiert sogar eine PopSocket-Edition. Wenn diese fürs 18er zum Verkaufsstart vorrätig gewesen wäre, hätte ich sie diesmal wahrscheinlich ausprobiert. Das Angebot fürs neue iPhone-Modell ist ohnehin noch limitiert; „Frosted Cold Foam“ gefällt mir mit Milchglas-Effekt allerdings ziemlich gut.

Diese Materialrückseite passt für mich zum neuen Burgunder; griffiger macht sie das Telefon aber nicht. Dafür muss man beispielsweise zu „Silicone“ greifen. Außerdem zu beachten: Je nach Telefongröße und Material kommen zwischen 40 und 50 g obendrauf.

Das Gewicht bringen natürlich auch klassische Rundum-Hüllen auf die Waage. Deshalb ist es für mich ein gigantischer Vorteil, die alternative Rückseite so mühelos auf- und wieder abzusatteln.

Bewegte Erinnerungen: OpenGate statt nur Fotos

Inspiriert von beeindruckenden Open-Gate-Aufnahmen, habe ich neben Fotos auf meinem letzten Ausflug auch gefilmt. Sind wir ehrlich: Man macht’s zu selten.

Mavis Camera belegte für diese Zeit den zweiten Button auf dem Sperrbildschirm und hielt insgesamt 28 kurze Clips vom Wochenende in Neapel fest. Total unprofessionell, ohne Stativ (und damit sichtbar verwackelt) sowie wirklich keine Sekunde länger als in der finalen 2-Minuten-Erinnerung zu sehen sind.

Ich habe quasi auch keine Minute im Schnitt verbracht, sondern lediglich ein LUT über die aufgefädelten Clips geworfen und in ein quadratisches Format rausgespeichert.

Über 30 FPS, OpenGate, HEVC und Log 2 hinaus lässt sich natürlich noch hochauflösender filmen – etwa in ProRes RAW auf eine externe SSD. Aber ehrlich gesagt: Den Aufwand hätte ich mir auf der kurzen Tour nicht gemacht.

Mavis speichert die Clips nicht in die Fotobibliothek, sodass ich sie gesammelt in der App selbst wiederfinde. Diese nachvollziehbare Trennung zwischen (unfertigen) Videos und Fotos hat für mich den Reiz ausgemacht, bewegte Bilder überhaupt festzuhalten.

Die Abo-Wolken verziehen sich: pCloud-Lifetime-Speicher bis zu 64 % günstiger [Sponsor]

Drei Speichergrößen, ein gemeinsamer Nenner: Die Rechnung kommt aber nur ein einziges Mal. Vom 28. September bis 9. Oktober 2026 senkt pCloud zum Tag der Deutschen Einheit die Preise seiner Lifetime-Pakete – pCloud Encryption ist jeweils ohne Aufpreis dabei.

Drei Speichergrößen stehen zur Wahl:

• 1 TB: 279 Euro statt 738 Euro (−62 %)

• 2 TB: 379 Euro statt 938 Euro (−60 %)

• 10 TB: 1.099 Euro statt 3.028 Euro (−64 %)

Werbegrafik für ein Angebot zum Tag der Deutschen Einheit mit dem pCloud-Logo und einem Sicherheitssymbol; im Hintergrund ist das Brandenburger Tor zu sehen, daneben ein Smartphone mit einer Foto-App-Oberfläche.

Der Wolkenspeicher ist auf iPhone, Android, macOS, Windows und Linux zu Hause. Die iOS-App lädt Fotos auf Wunsch automatisch hoch; pCloud Drive holt die virtuelle Festplatte auf den Computer. Dateien und Ordner könnt ihr easy mit anderen teilen und ältere Datenstände über Rewind zurückholen.

Frisch in allen Premium-Plänen: Mit pCloud Docs erstellt und bearbeitet ihr Dokumente direkt in pCloud – gemeinsam und in Echtzeit. Zugleich verdoppelt sich das Traffic-Kontingent für freigegebene Links: etwa 4 TB pro Monat im 2-TB-Tarif.

pCloud Encryption schützt die Dateien nach dem Zero-Knowledge-Prinzip bereits auf dem eigenen Gerät. Auf den Server gelangt nur die verschlüsselte Fassung; entsperrt wird sie mit dem persönlichen Passwort.

pCloud sitzt in der Schweiz und betreibt Rechenzentren in Luxemburg und den USA. Der EU-Standort in Luxemburg ist ISO-zertifiziert. Nach mehr als 13 Jahren am Markt zählt der Dienst inzwischen über 24 Millionen Nutzer:innen weltweit.

Bis zum 9. Oktober 2026 führt euch dieser Link direkt zu den reduzierten Lifetime-Plänen.

Vielen Dank an das gesamte pCloud-Team aus der Schweiz für die Unterstützung von iPhoneBlog.de!