Die 70mai Dash Cam 4K A810 Lite

Kein Autofahrer (mehr), aber eine Dashcam installiert: Genau mein Humor!

Eine schwarze Dashcam mit kupferfarbenem Rand, die an der Innenseite einer Windschutzscheibe montiert ist, mit angeschlossenem Stromkabel und verschwommenen grünen Bäumen im Hintergrund.

Die A810 Lite (Affiliate-Link) besteht aus einer Front- und Rückkamera. Beide sind über ein Kabel verbunden, das ich erfolgreich durch den Dachhimmel zog. Mit einem langen (Zoll-)Stock und einem zusätzlichen Paar Händen mussten wir lediglich 20 Minuten unter der Verkleidung herumstochern.

Wenn ihr so gar kein Händchen fürs Handwerkliche habt, ist die Installation einer Dashcam der perfekte Ego-Boost: Sie funktioniert eigentlich immer, selbst wenn man sich ungeschickt anstellt.

Die zwei abgeknickten und unterschiedlich großen USB-C-Stecker führen die Kabel auf kurzem Weg von der Kamera unter die besagte Autodecke. Eine solche Port-Positionierung bietet sich an – ist wahrscheinlich ohnehin gängig – aber ich fand’s trotzdem clever.

Strom kommt aus dem Zigarettenanzünder, nee aus der Kfz-Steckdose. Auch dieser Kabelweg war für jemanden, der bislang noch nie in die dafür versteckten Ecken und Abdeckungen von Autos geschaut hat, easy zu erreichen.

So filmt die Kamera nun während der Fahrt fortlaufend nach vorne und hinten. Auf das separate 4G-Modul für eine Parküberwachung habe ich bewusst verzichtet. Eine dauerhafte GPS-Ortung hätte mich interessiert, aber bereits der Name „Hardwire Kit“ schreckte mich ab.

Außerdem filmt keine Kamera in den Innenraum des Fahrzeuges – etwa um zu beweisen, dass ich nach vorne geschaut habe und die Hände am Lenkrad hatte. Nicht praktisch, aber theoretisch könnte man die Rückkamera dafür benutzen, weil sie sich um 360° dreht.

Eingeschobene Info: Ich war ausschließlich an der Technik sowie der App-Verknüpfung einer modernen Dashcam interessiert, weil’s ja durchaus ein verbreitetes Gerät ist. Ich verspreche mir davon keine Vorteile bei der Unfalluntersuchung und hoffe auch niemals damit über Versicherungsansprüche streiten zu müssen. Bin auch kein Anwalt, aber zumindest ist in Finnland die Benutzung solcher Kameras auf öffentlichen Straßen generell erlaubt.

Ein Smartphone-Display zeigt eine Dashcam-Aufnahme eines Parkplatzes mit Autos, Bäumen und einem Gebäude, ergänzt durch Einblendungen von Zeitstempel, Geschwindigkeit und GPS-Daten.

Die Aufzeichnungen sowie eine Live-View sind über die 70mai-App abzurufen. Dazu baut das Telefon eine Wi-Fi-Verbindung auf. Das führt nur dann zu Problemen, wenn bereits eine kabellose CarPlay-Übertragung besteht: Euer iPhone kann nachvollziehbar nicht gleichzeitig in beiden Wi-Fi-Netzen funken.

Bemerkenswert ist, wie schnell und mühelos ich an die festgehaltenen Clips respektive das Live-Bild gelange. Auch die Übertragung der hochauflösenden Aufnahmen ist schnell – verdammt schnell.

Zwei Smartphones zeigen die Benutzeroberfläche einer Dashcam-App. Auf dem Bildschirm ist ein Videoplayer mit einer Zeitleiste zu sehen, die farblich gekennzeichnete Bereiche für Loop-Aufnahmen und Notfallereignisse sowie eine Schaltfläche zum Herunterladen von Videos enthält.

Durch den starken 140°-Weitwinkel wirken Objekte allerdings so viel weiter entfernt, als sie eigentlich sind. Ihr solltet diese zwei Kameras wirklich nie als Einparkhilfe benutzen.

Zugegeben: Das ist auch nicht ihre Aufgabe. Die gestreckte Perspektive zeichnet mit großem Spielraum auf, was vor und hinter eurem Auto passiert. Selbst bei Nacht sind die Aufnahmen zu gebrauchen und insgesamt viel besser, als ich das jemals für 100 EUR erwartet hätte.

Die Marketingversprechen von 4K und HDR sind jedoch als genau das abzuhaken: Marketingversprechen. Ihr knipst hier nicht die schönsten Autobahnabschnitte. Die Clips sind jedoch ausreichend hochauflösend, um die Aufgabe der Kamera zu erfüllen. Alles bleibt leserlich; alles wird deutlich im Bild eingefangen.

Noch sind hier Sommerferien; noch stehen ein paar kleinere Autotouren an. Bei etwas heftigerem Bremsen sind bereits „Notfallaufzeichnungen“ festgehalten worden. Das ist mir jedoch ziemlich egal: Die SD-Karte spielt sich automatisch voll und überschreibt sich danach selbst mit neuen Aufzeichnungen.

Die Kamera ist bemerkenswert klein und verschwindet fast komplett hinter dem Rückspiegel. Nicht näher bezeichnete Familienmitglieder auf dem Beifahrersitz hatten sie zuerst gar nicht bemerkt.

Der „Connection-“ und der „Installation Guide“ geben einen realistischen Blick auf die sehr flotte Kaltstartzeit sowie die kompakte Größe.

Three mobile app interface screens showing various configuration settings for a camera device, categorized into video, parking security, and system preferences.

Drei App-Oberflächenansichten zeigen verschiedene Konfigurationseinstellungen für ein Kameragerät, unterteilt in Video-, Parküberwachungs- und Systemeinstellungen.

Sprachbefehle funktionieren erstaunlich zuverlässig und ohne Aktivierungswort. „Lock the video“ hält eine der besagten „Notfallaufzeichnungen“ fest und erspart den Griff zu den Knöpfen auf der Unterseite der Kamera.

Für besagte 100 Euro steckt in der A810 Lite überraschend viel Technik, die man nach der Installation vergisst. Diese Unauffälligkeit schätze ich. Die iOS-App ist rudimentär, punktet aber mit flottem Zugriff, der mich äußerst positiv überrascht hat.

MusicSmart mit Booklets, Inlays und hochauflösenden Albumcovern

Jede neue Musikempfehlung landet bei mir zuerst in MusicBox; Hintergrundinfos zu den Songs, Alben und allen Mitwirkenden hält MusicSmart gespeichert.

Digitale Tracks greifbarer: Wenn ich ganz bewusst ein Album anhöre, klicke ich mich dort durch die Credits und Begleittexte – ab sofort inklusive „high-resolution booklets, back covers, disc designs und inlays“.

Drei nebeneinanderliegende Screenshots einer mobilen App-Oberfläche, die Details zu einem Musikalbum und ein Künstlerprofil zeigen. Der linke Bildschirm zeigt ein Albumcover mit einem grafischen, strahlenförmigen Muster. Der mittlere Bildschirm listet Metadaten zum Album auf, einschließlich Veröffentlichungsdatum, Format und einer Liste der Artworks. Der rechte Bildschirm zeigt ein Künstlerprofil mit einem kreisförmigen Porträt, Social-Media-Links und einer kurzen Biografie.

Delphitools – ein Web-Werkzeugkasten für digitalen Kleinkram

Smartphone-App-Oberfläche für das „delphitools Indie Toolkit“, die eine handgezeichnete Illustration einer Person an einem Schreibtisch über einem Menü von datenschutzfreundlichen Werkzeugen wie QR-Code-Generierung, Hintergrundentfernung und mathematischen Rechnern zeigt.

A collection of small, low stakes and low effort tools.

No logins, no registration, no data collection. I can’t believe I have to say that. Long live the handmade web.

delphi.tools

Die Webseite bündelt – ähnlich wie Akousa ⁠– unzählige kleine Helfer-Werkzeuge und gibt es mit Delphitools auch als App.

Alles muss eine App sein (anscheinend).

Obsidian: Teilen-Menü speichert YouTube-Transkripte

Zwei Smartphone-Bildschirme im Vergleich: Links ist eine YouTube-Videoseite zu sehen, rechts eine strukturierte Zusammenfassung desselben Videos, verbunden durch einen geschwungenen Pfeil, der einen Umwandlungsprozess darstellt.

Steph’s role as CEO is also unusual, because although Obsidian is still a very young, very small, and very flat organization, he’s actually not one of the founders. He joined in 2023, when cofounders Shida Li and Erica Xu brought him in based on his experience with his former startup, Lumi. He was also a huge Obsidian fan.

Decoder | The Verge

Steph Ango würde seinen Laden wahrscheinlich eher zumachen, als ihn an externe Geldgeber zu verscherbeln. Zumindest habe ich dieses Gefühl und bin versucht, mehr mit Obsidian zu machen – statt nur gelegentlich reinzuschauen.

Die in dieser Woche aktualisierte ShareSheet-Extension schiebt unter anderem das komplette Transkript von YouTube-Videos – hübsch formatiert – in die eigene Wissensdatenbank.

Lumines Remastered

Es gibt kein Lumines, bei dem ich nicht denke: Das kann ich nicht nicht kaufen.

Ich liebe diesen rhythmischen Musikpuzzler. Ich liebe die Momente, in denen dein Hirn nicht mehr hinterherkommt, wenn der Laserstrahl die zweifarbigen 2×2-Blöcke vom Spielfeld fegt, bevor du dich für eine Platzierung entscheiden konntest.

Nahaufnahme aus der Ich-Perspektive einer Person, die ein Block-Puzzle-Spiel auf einem Smartphone im Querformat spielt.

Ohne Vorankündigung rauschte gestern die Remastered-Version in den App Store – zum 9-Euro-Einmalkauf und inklusive 15 Demo-Level. Es ist kein Spin-off, keine kreative Neuinterpretation, sondern das Remaster von 2018, dass das PSP-Original technisch und audiovisuell modernisierte.

#516 – „What’s in my bag?“

Mein Haus, mein Auto, mein Boot: „What’s in my Bag“-Videos haftet immer eine Spur der Angeberei an. Ich versuche, den „Schau her, was ich mir alles leisten kann“-Eindruck mit einem realistischen Blick in meinen Rucksack zu vermeiden.

Hier das Intro der Episode:

Neuer Anlauf für Quiche als iOS-Standardbrowser

Ich schleiche seit Jahren um den Quiche Browser: Er ist eine der WebKit-Alternativen zu Safari, die mich immer gereizt haben. Jetzt habe ich dieses Fenster ins Netz für mich einmal konsequent geöffnet.

Ein Smartphone-Bildschirm, der eine Browser-Oberfläche mit einem geöffneten Popup-Menü zeigt, das Optionen wie „Darken“, „Disable Blocker“ und „Copy“ enthält, vor einem abstrakten violett-blauen Hintergrund.

Mir fehlen weiterhin Profile, mit denen sich mehrere Identitäten trennen lassen – etwa zwei unterschiedliche Mastodon-Logins.

Quiche baut Seiten jedoch bemerkenswert schnell auf, und der neue Shortcut per langem Druck auf die Adresszeile ist schlicht nett verpackt.

Die anpassbare Menüleiste ist ohnehin das besondere Alleinstellungsmerkmal: Ich benötige etwa nie „Reload“, aber ständig „Share“ – hier belege ich die Menüleiste einfach nach meinem Geschmack.

Mit Filtr greift dort nun auch Wipr, und ein „Kill Switch“ dreht pro Domain nerviges JavaScript ab. Für mich gab außerdem die direkte Integration von Kagi als Suchmaschine den Ausschlag, dieses Herzensprojekt als Standardbrowser auf dem iPhone auszuprobieren.

„8BitDo FlipPad vs GameSir Pocket Taco“

Zwei Smartphones, die an weiße, tragbare Spielecontroller angeschlossen sind. Das linke Smartphone zeigt den Titelbildschirm eines Pokémon-Spiels, während das rechte Smartphone das Menü eines Super Mario-Spiels vor einem dunkelblauen Hintergrund anzeigt.

@RetroGameCorps

Für vertikale Retro-ROMs aus dem Emulator mag ich meine DIY-Lösung; heute würde ich schlicht das 8BitDo FlipPad vorbestellen – wenn ich nicht auf diese Bestellung warten würde …