Mit einer Capture Card und Console Link habe ich nach langer Zeit mal wieder Apple-TV-Aufnahmen eingefangen – weil sich für Jellyfin als Medienverwaltung natürlich genau dort zahlreiche Apps tummeln.
Apples mediale Bubble benötigt jedes Jahr exakt eine Woche, um wieder runterzukommen. Nach sieben Tagen im Nachrichtensturm läuten Artikel wie „When will Apple release iOS XX?“, „Here’s everything new in XX“ oder „iPhone XX launching in three months with these XX features“ den Sommer ein.
Ein Sommerloch – eine nachrichtenarme Auszeit – hatten wir in den letzten sechs Jahren aber quasi nie; es wurde einfach durchmarschiert. Trotzdem nimmt die aktive Aufmerksamkeit für Apples Beta-Betriebssysteme natürlich signifikant ab.
Mich fasziniert dieser erkennbare Bruch zwischen a) handfesten und offiziellen Neuigkeiten sowie b) dem oft spekulativen Tagesgeschäft („Siri AI hints at new iPhone 18 Pro design change“). Eins davon ist wesentlich spannender als das andere.
Selbst für tatsächlich interessierte Personen sind spätestens eine Woche nach der Keynote alle relevanten Nachrichten erst einmal erzählt – was absolut nachvollziehbar ist. Man muss schon zu tief drinstecken oder es seine Arbeit nennen, wenn’s einen dann noch weiter beschäftigt …
Aber genau das tut es. Nach den Flaggschiff-Funktionen kommen jetzt die „Kleinigkeiten“ – die den Alltag oftmals viel stärker prägen.
Apple TV Really is the New (Old) HBO — From a quality-perspective, I’ve been saying this for years at this point, but Janko Roettgers‘ point here is a slightly different one: that Apple TV is relying on a few tentpole shows to drive their subscriptions and word-of-mouth, just like HBO used to do in the days of cable. But streaming has obviously changed everything, and as a result, Apple TV remains a non-player to the point of still not showing up on overall charts despite some of their high-profile content.
Während HBO seinerzeit „It’s not TV!“ proklamierte, scheint Apple heute zu sagen: „It’s not streaming!“
Was (weiterhin) fehlt: Marketing. Sie bekommen es nicht hin, frische Hits wie „Widow’s Bay“ ins Rampenlicht zu stellen. Pluribus war vielleicht die erste Ausnahme, die direkt zur Staffel 1 auch entsprechend beworben wurde.
Der Erfolg von Severance, Ted Lasso und Co. schien dagegen für sie selbst eine Überraschung und blieb auch lange nach dem Release ohne (Werbe-)Reaktion.
Wir wissen nicht, was Apple für Apple TV als Erfolg definiert. Ohne werbefinanzierte Preisstufe und nur mit kleinem Katalog kann es gut sein, dass Prestige, Cross-Promotion (zu Live-Sport) und ein gutes Argument fürs Servicegeschäft weitgehend die internen Erwartungen erfüllen.
Bislang limitiert die eingeschränkte Reichweite scheinbar nicht den Zugang zu Talenten und guten Skripten. Slow Horses, Silo, Your Friends & Neighbors sowie Margo’s Got Money Troubles sind ausnahmslos hochkarätig (besetzt) – nur erreicht Apple damit nicht annähernd eine Publikumsgröße wie Netflix oder Disney.
Meine Urlaubszeit soll dieses Jahr verstärkt Hörbücher einschließen – erstellt mit AudioBo, gelagert auf einem Audiobookshelf-Server und konsumiert mit Still.
Ich plane, dort weder EPUBs oder Podcasts abzulegen, aber Still würde sie mir vorsetzen.
Ich beobachte den Player bereits länger. Mit Watch-Support, CarPlay und mehr Anpassungen fürs iPad verdient er aber noch einmal mehr Wertschätzung – abseits der 7Euro, mit denen man seine Anerkennung auch ausdrückt.
From a pure AI perspective, nothing Apple showcased during their WWDC keynote yesterday was particularly groundbreaking. In fact, much of it featured capabilities long since available in other AI tools and services – in some cases, years ago. And guess what? That doesn’t matter. Based on what we saw yesterday, Apple is set to win in AI. At least from a consumer perspective.
Siri AI landet mitten in eine Aufspaltung, die sich schon länger abzeichnet: die Unterscheidung zwischen „Consumer AI“ und „Business AI“.
Endkonsumenten zahlen nicht für Produktivität; anders als Firmen. Auch deshalb verschieben OpenAI und Anthropic ihre Prioritäten auf agentische Workflows. Der klassische Chat-Bot ist kein Geschäft mehr für sie.
Alleinstellungsmerkmal von Siri AI ist der persönliche Kontext, allerdings auch die bewusste Beteiligung und Einbindung der besagten Person.
Leute lieben es etwa, einzukaufen oder die Vorfreude auf eine (Urlaubs-)Entscheidung. Es ist nicht ausschließlich das Misstrauen, ob der Bot die richtige Wahl trifft, sondern der explizite Wunsch, mitzuwirken.
AI, die dabei unter die Arme greift, muss keinesfalls das allerletzte High-End-Modell sein. „Reasoning at Flash-level latency and scale“ wie Gemini 3.5 Flash ist dafür oft mehr als ausreichend. Insbesondere, weil Siri AI vorerst exklusiv auf Systemebene arbeitet und allein durch den Zugriff auf den persönlichen Suchindex mögliche Halluzinationen deutlich minimiert.
Jedes Jahr bereitet mir die Suche im Netz nach kleinen Änderungen und cleveren Erweiterungen der nächsten iOS-Version unglaubliche Freude. Die gute Nachricht: Auch in iOS 27 stecken wieder viele dieser nicht so offensichtlichen Minineuerungen.
Hier das Intro zur Episode:
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