Um seine eigenen Programme im App Store ‚verkaufsfördernder‘ zu platzieren, gibt und gab es im kurzen Leben des digitalen Einkaufsparadieses bereits viele Tricks. Wir erinnern uns mit Freude an die Zeit, als man Applikationen kostenlos einstellen und so innerhalb kürzester Zeit eine gute Chart-Platzierung erreichte konnte, welche anschließend reibungslos übernommen wurde auch wenn man nicht mehr kostenlosen Programm-Code verteilte.
Apple korrigierte dies relativ umgehend, doch weitere ‚Optimierungs-Möglichkeiten‘ bleiben bestehen. So ist es vom Start des App Store machbar, vielversprechende Stichwörter in den Programm-Beschreibungen unterzubringen. Google kennt und freut sich über so genannte SEO (Search Engine Optimization) -Maßnahmen für Webseiten-Quellcode nicht und so sollten sich auch Apple dieser Anhäufung von ‚Titel-Empfehlungen‘ im Beschreibungstext schnellstens entledigen – beispielsweise im Approval-Prozess!
John Gruber nennt und verlinkt exemplarisch Andrew Borland (iTunes-Link), der in allen seinen schäbigen 0.99-Programmen diese Standard-Begriffe unterbringt:
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Zur neunundneunzigsten Ausgabe unserer populären Kategorie ‚Photo-des-Tages‘ gleich zwei Bilder, die eine spannende Entdeckung – welche mir die TheCodingMonkeys in der letzten Woche vorgeführt haben – zeigt.
Wie bereits in Bits und so kurz erwähnt, findet sich in den iPhone-Systemeinstellungen, die im T-Mobile Netz betrieben werden, kein Menüpunkt zum automatischen Einstellen der Datums- und Uhrzeit-Anzeige (Einstellugnen -> Allgemein -> Datum & Uhrzeit).
Wie im Screenshot links zu sehen, fehlt dort die Möglichkeit die Zeit ‚Automatisch einstellen‘ zu lassen, welche ich beim Betrieb des iPhones im O2-Netz (Bild rechts) definitiv habe.
Die Spekulationen bewegen sich in eine Richtung, die vermutet das diese Information nicht über das rosa Netz mitgesendet wird. Den Beweis könnte jemand antreten, der ein SIM- und Netlockfreies Telefon aus dem europäischen Ausland hier im T-Mobile Mobilfunknetz betreibt?
Das Massenmedium Fernsehen ist als Kommunikationsträger nicht uninteressant – unglücklicherweise sollten sich 90% der Inhalte selbst ihres Bestehens schämen. Die restlichen 10% kann man sich anderweitig zusammensuchen und ist nicht an fixe Sendeplätze oder eine vorgegebene Uhrzeit gebunden. Ich möchte den Prolog hier nicht unnötig in die Länge ziehen und versuchen alle Pro- und Kontra-Argumente abzuwägen, gerade deshalb weil es im Internet nicht anders ist – persönlich relevante Informationen sind halt oft nicht massentauglich.
Das ist per se auch nichts Schlechtes.
Über das Thema TV bin ich eigentlich nur gestolpert, da gerade ein alter Bekannter – die Firma Makayama – eine kleine Blog-Polonaise mit ihrer Television-Applikation (2.39€ – iTunes Download-Link) veranstaltet, die absolut nicht zu empfehlen ist.
Das Programm der angebotenen Sender, welches über WiFi zu empfangen ist, glänzt nicht durch thematischen Umfang sondern bietet hauptsächlich Inhalte, die im mobilen iTunes-Store als Podcast kostenlos zu beziehen sind. Da Makayama die TV-Kanäle nicht selbst lizensziert oder auf ihren eigenen Servern anbietet, möchte ich die Frage der rechtlichen Verwertung gar nicht erst stellen. Wenn ein TV-Anbieter seine Sendungen entfernt, bleibt auch das ‚Television-Bild‘ schwarz.
Such- oder Sortiermöglichkeiten bleiben komplett außen vor. ‚Friss oder Stirb‘ ist die Devise, welche man sich wohl bei den existierenden Fernsehsendern abgeschaut hat.
Doch manchmal darf es vielleicht das bewegte Bild aus der Röhre sein? Mein Fernseh-Setup ist schlicht – auch ganz ohne TV: Live-Sendungen werden mit Zattoo am großen Monitor geschaut, spannende Programme zeichne ich mit dem Elgato EyeTV-Stick auf und konvertiert bzw. stelle das Programm für ein iPhone-Streaming im Heim-WLan bereit. Sollte ich etwas verpasst haben, zeigt die Mediathek von seriösen Sendern die einzelnen Programme auch noch rückblickend – halbseidene Kanäle wissen, warum ihr Angebot nicht Online geführt wird.
Das Jahr neigt sich kafkaesk dem Ende, aber auch diese Woche haben wir uns für euch noch einmal zu der gewohnt-mehrstündigen ‚Bits und so‘-Sitzung zusammengefunden. Gerade weil es für mich die letzte Sendung – in diesem Jahr – war (die restliche Crew verspricht eine kurze Sonderfolge vom 25C3 aus Berlin), möchte ich mich an dieser Stelle so publik aber dennoch zielgerichtet und persönlich bei der kompletten Mannschaft, allen Gästen und insbesondere euch Zuhörern bedanken.
Herzlichsten Dank für ganz viele außergewöhnlich-spannende, informative und immer unterhaltsame Stunden, die wir im heimischen Studio und in den kleinen Weblog-Kommentarboxen zugebracht haben – nächstes Jahr rocken wir weiter: Ich freue mich darauf.
P.S.: Themen gibt’s diese Sendung auch. Sogar mit ganz viel iPhone…
***
In voller epischer Breite kann man uns wie gewohnt unter Bits und so verfolgen; einfach direkt in Episode 126reinhören oder bequem per iTunes abonnieren. In diesem Sinne, viel Freude mit der neuen Folge.
Mit Rolando von ngmoco wurde uns bereits lange vor der Eröffnung des App Stores ein brandheißer Videospiel-Kandidat für die iPhone-Plattform vorgestellt. Jetzt hat es mit der Veröffentlichung des LocoRoco-Abbildes doch bis zum Jahresende gedauert, aber dafür können sich die kleinen runden Wesen, die ihr per Multitouch-Steuerung und Neigungssensor durch die die quitschbunten Welten schupsen dürft, sehen lassen.
Wir haben einen ersten Blick in ‚Rolandoland‘ gewagt, das von den bösen ‚Schattenblöcken‘ überfallen wurde. Ziel ist es, möglichst alle eurer kleinen kugelrunden Rolandos über diverse Hindernisse durch das Plattformabenteuer zu navigieren. Da die kleinen Freunde viel Spaß an Physik haben, rollen sie immer mit der entsprechenden Neigung des iPhones nach Links oder Rechts. Mit speziellen Gesten, lasst ihr die kleinen Tiere hüpfen, auf Trampoline oder in Katapulte springen um höhere Levelabschnitte zu erreichen oder verdreht Hinternisse um ihnen den (Roll-)Weg freizuschaufeln.
Grafisch fulminant aufpoliert und mit entspannter Jazz-Musik im Hintergrund, kommt schon gleich zu Beginn Freude am Spielgeschehen auf. Die ersten Level dienen dazu sich die Steuerung, Physik und alle Multitouch-Gesten zu erlernen. Danach kippt, tippt und wischt ihr wir ein ‚Rolando-Großmeister‘ über den kleinen Bildschirm.
Mit der Übersichtskarte, steuert ihr zielgerecht neue Welten an – 36 soll es derer geben. Doch schon in den ersten Spielminuten zeigt sich, das es viel mehr Gegenstände und kleine Rolandos vom Straßenrand aufzulesen gibt, wie ihr im ersten Durchlauf überhaupt bemerken könnt.
Unsere ersten Impressionen bannen wir bekanntermaßen auf Videoband* um euch einen unabhängigen Eindruck mitzugeben. Auch wenn dort die englische Sprache eingestellt ist, wurde das Spiel selbstverständlich komplett synchronisiert und dürfte insgesamt ein heißer Weihnachtskandidat für den App Store sein, bei dem das Preis-Leistungsverhältnis stimmt.
* Alle selbstproduzierten Videos gibt es ‚iPhone-kompatibel‘ auch in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einen anderes Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
Nun ist es endlich so weit – LogMeIn Ignition, welches wir euch bereits hier und dort vorgestellt hatten, schafft es in einer ersten finalen Version in den App Store. Grund genug, sich die 24Euro-stolze Fernwartungssoftware im Vergleich mit seinen Konkurrenten anzuschauen – selbstverständlich ohne jeden Vollständigkeitsanspruch beim Funktions- oder Marktbegleiter-Umfang.
Mocha VNC
Ins ‚ferngewartete Feld‘ ziehen Jaadu VNC, Mocha VNC und LogMeIN innerhalb den Preisspannen Null bis 24 EUR. Wer klein anfangen möchte, lädt sich die Lite-Version von Mocha VNC. Diese ist kostenlos und bietet für die ersten Schritte in der VNC-Welt ganz brauchbare Ansätze.
Leider ist das Programm super-häßlich und auch in seiner 4.99€-(Pro-)Version (iTunes Download-Link) nur für gelegentliche Anwender zu empfehlen, da die Bedienung sich alleinig für einen schnellen Blick auf den entfernten Rechner eignet. Tastatur und Maus-Eingaben sind gewöhnungsbedürftig, funktionieren nach ein bisschen wildem Klicken holprig.
Jaadu VNC für 19.99€ – unseren Mittelfeld-Kandidaten – habe ich beim besten Willen nicht lauffähig bekommen. Zur Kommunikation ist ein kleines Zusatzprogramm auf dem Mac/PC erforderlich, das auch die erfolgreiche Verbindungsherstellung bekanntgibt, sich jedoch vom iPhone in keiner Kombination von Port- und Authentifizierungs-Freigaben dazu überreden ließ mit dem Fernwartungsbildschirm zu kommunizieren.
Das ist schade, da sowohl bereits publizierte Reviews, die Hersteller-Ankündigung, dass alle zukünftigen Updates kostenfrei sind, und das verfügbare Bild- und Videomaterial der Applikation, sehr vielversprechend aussehen. Falls es hier praktische Erfahrungswerte der Applikation gibt, wäre ich daran sehr interessiert.
Komplett ernsthafter VNC-Zugang ist mit der Gestern veröffentlichten LogMeIn-Version möglich. Da wir das Programm als exklusiven Vorabtest – inklusive Video-Vorstellung – hier bereits ausführlich präsentiert hatten, erspare ich mir eine Auflistung der einzelnen Eigenschaften.
Trotz verdammt hohem Preis ist der schick-frisierte Client, bei dem ihr den Bildschirm um den (festen) Mauszeiger bewegt, ein sehr durchdachtes Produkt. Ein kostenfreier LogMeIn-Account und eine kleine Software für den PC und Mac sind notwendig, um eine Verbindung aufzubauen. Das Computer-Programm versorgt euch mit sinnvollen Status-Angaben: Wer ist mit welcher IP auf eurem Rechner verbunden. Außerdem lassen sich über das Web-Interface alle Einstellungen vornehmen.
Herausgestellt sei, dass ich mich persönlich zu wenig mit VNC-Clients und deren technischer Funktionsweise auskenne um diese (definitiv unvollständige) Zusammenstellung aus drei Fernwartungs-Applikationen, ernsthaft ein Review zu nennen. Trotzdem habe ich mir alle drei Programme persönlich angeschaut und beurteile aus einer Laien-Position, die Bedien- und Konfigurierbarkeit, in der eindeutig LogMeIn die Nase vorne hat.
Das zeichnet sich vor allem darin aus, dass das Programm ein nachvollziehbares Setup beinhaltet und die Benutzeroberfläche für die eigentliche Bildschirmbedienung des entfernten Rechners sehr nah an den von Apple vorgegebenen Richtlinien für iPhone-Applikationen programmiert wurde – so wirkt die Applikation nicht nur sehr vertraut, sie lässt sich auch so bedienen.
Gerne hätte ich im direkten (Preis-)Vergleich dazu Jaadu VNC ausprobiert, muss aber leider festhalten das es mir selbst auf zwei verschiedenen Rechnern und in zwei verschiedenen Router-Umgebungen nicht gelungen ist, eine Verbindung herzustellen. Das finde ich sehr unbefriedigend für diesen Beitrag, muss dies zum jetzigen Zeitpunkt jedoch so als Stand-der-Dinge verbuchen. Falls sich das Problem lokalisieren lässt, werde ich diesen Artikel aktualisieren.
Mocha VNC ist in seiner kostenlosen Variante sicherlich die erste Wahl. Eine intuitive Benutzerführung, die den Augen keine zu großen gesundheitlichen Schmerzen bereitet, ist jedoch nicht zu erwarten – dafür hat das Setup ohne Zusatzsoftware reibungslos funktioniert.
Unter dem Stricht steht: Wer VNC zwischen iPhone und Computer einmal ausprobieren möchte oder lediglich von Unterwegs den Bildschirm des entfernten Rechners betrachtet, greift zur kostenfreien bzw. kostengünstigen Lösung Mocha VNC.
Wem eine gute Bedienung, gelungene Optik und die Verpflichtung für zahlreiche Tastatur und Navigationsaufgaben zufällt, der investiert 24€ für das neue LogMeIn problemlos.
Und erneut wird ein bunter Blick auf die Flickr-Statistik geworfen, die durch ihre integrierten Photo-Metadaten verrät, mit welcher Kamera die meisten Bilder in die populäre Lichtbild-Community geladen wurden. Bereits im Mai erkämpfte sich dabei das iPhone die oberste Platzierung unter den Mobilfunk-Kameras; jetzt wird das schwache 2.0 Megapixel-Objektiv sogar im SLR-Bereich gelistet.
Verglichen wird dabei natürlich nicht die Qualität der Bildern, sondern wie häufig ein iPhone Photo-Upload verzeichnet wurde. Zu verdanken ist dies zu einem Großteil sicherlich den unzähligen (und mobilen) Photographie-Programmen wie Flickup (2.39€ – iTunes Download-Link), Pixelpipe (Kostenlos – iTunes Download-Link), Mobile Fotos (0.79€ – iTunes Download-Link) oder ShoZu (kostenlos – iTunes Download-Link) – um nur Einige zu nennen.
Exif-Daten
Vergessen bei all den Zahlenspielen sollte natürlich nicht, dass alle Exif-Daten beim Photo-Upload via E-Mail – zwischen der iPhone Firmware-Version 2.0 und 2.1 – verloren, und damit auch nicht in die Statistik eingingen. In Firmware 1.x klatschte das iPhone den MetaTag ‚Taken with an Apple iPhone‘ in die Bilder. Photos, die einen Upload mit der aktuellen 2.2 Firmware erfahren, werden derzeit mit allen Metadaten und der vollen Auflösung von 800×600 überspielt. Gut so!
Auf der anderen Seite ist natürlich ebenfalls zu vermerken, dass die verschiedenen SLR-Kameras jeweils einzeln nach Modell in die Flickr-Bestenliste eingehen und das iPhone – egal ob Classic oder 3G – als ‚eine Kamera‘ gewertet werden.
Pixel-Probleme
Und dann war da doch noch etwas? Genau, auch iPhone-Firmware 2.2 hat einen schönen Photo-Bug.
Zur Überprüfung, sendet euch selbst doch mal ein mit der iPhone-Kamera geschossenes Bild per E-Mail. Wenn ihr euch dann, das gleiche Photo zurücksendet und mit dem iPhone von eurem E-Mail-Account abholt und in die Photo-Bibliothek übernehmt, kommt ganz viel dreckiger verwaschener Matsch dabei raus.
Die ganze Pixel- und Resize-Problematik hier noch einmal in der Zusammenfassung:
Als das oben-aufgeführte Bildschirmphoto vor ein paar Wochen über die Konami/Kojima-Webseite hüpfte, spekulierte die Presselandschaft welche Konsole wohl mit einem nächsten ‚Metal Gear‘ beglückt werden könnte.
Games und so-Kollege Sönke legte sich schon damals fest und spekulierte auf das iPhone.
Jetzt gießt das japanische Videospielmagazin Famitsu mit einigen weiteren Abbildungen Benzin ins lodernde Gerüchtefeuer und vermutet einen per Touchscreen gesteuerten Solid Snake.
Wer mit dem Namen der actionlastigen Videospielserie noch nicht so viel anfangen kann oder sein Basiswissen auffrischen möchte, dem empfehle ich die Metal Gear Retrospektive von Gametrailers in knackigen sechs Teilen.