Seit letzter Woche geistert die russische ‚iPhone Authority‘ – das Ripdev-Team – mit einem neuen Programm durch das Gruselkabinett des Internets. JuiceDrop heißt die für Mac und PC konstruierte Applikation, welche euch (auch ohne Jailbreak) Dateien via USB auf das iPhone schieben lässt.
Der klitzekleine Nachteil an dem orangefarbenen Tropfen-Progamm: Alle Bilder, Töne, PDFs oder was auch immer ihr über das Kabel ans Gerät schickt, gibt’s nicht wieder zurück. Upload aber kein Download, was die Berechtigung, der kostenfreien Software, mehr als in Frage stellen dürfte.
Warum dann nicht gleich das ebenfalls preislose DiskAid benutzen, wenn es Bedürfnisse für einen direkten und gegenseitigen USB-Datentransfer gibt?
Im gleichen Atemzug kann außerdem (und formhalber) darauf hingewiesen werden, dass der sagenumwobeneverschollene ‚Installer‘ es auf Versionsnummer 4.0 geschafft hat, wie das Team im hauseigenen Blog verkündet.
Was unter Firmware 1.x noch eine große Neuigkeit gewesen wäre, bedienen heutzutage Cydia und der App Store. Trotzdem darf man – wenn auch nur aus nostalgischen Gründen – gerne mal wieder das ‚Pfeil-nach-unten‘-Icon anklicken und sich durch eine recht aufgeräumte Benutzeroberfläche hangeln.
Wenn allerdings keine zusätzlichen Repositories eingetragen werden, ist der Spaß schnell erschöpft.
Der erste Rohschnitt vom lange angekündigten iControlPad erreicht – zumindest per Video – die ersten Interessenten.
Auf dem ‚jail-gebrochenen‘ iPhone wird ein prominenter Shooter gespielt, welcher in Bälde das Cydia-Licht erblicken darf. Neben allseits familiären Portierungen wie dem hier gezeigten Quake, könnte das Joypad auch für Freunde der Emulatoren-Szene große Dienste für ein haptisches Tasten-Feedback am iPhone leisten.
Zumindest für den Privatanwender muss POP3 (endlich) sterben – IMAP gehört in den (derzeitigen) Protokoll-Standard, da es den reibungslosen Abgleich euer E-Mail Accounts über verschiedene Gerätschaften hinweg ermöglicht. So lassen sich bequem diese kleinen nervigen Textnachrichten – Umgangssprachlich auch ‚Mails‘ genannt – schon von unterwegs aussortieren, bevor sie sich parodontös im Posteingang festsetzen.
Der offizielle Google Blog kramt ein 1.5 Jahre altes Video aus der Gerümpelschublade des Internets, welches erklärt wie man die manuelle Konfiguration seines Gmail- Googlemail-Accounts durchführt. Lange wollte ich über Sinn und Aktualität des Beitrages eigentlich nicht nachdenken, da bereits seit iPhone-Firmware 1.1.3 die automatische E-Mail Einstellung auf dem iPhone von POP auf IMAP umgestellt wurde.
Dies erklärt Google selbst in seiner Help-Sektion:
If you’re running software update 1.1.3, please note that tapping the ‚Gmail‘ button will automatically configure Gmail IMAP.
Beschäftigt man sich ein wenig mehr mit der Thematik (und vor allem dem Artikel), läuft der Profitip (wie du in der Überschrift bereits lesen kannst, alex), auf das Archiveren anstatt des Löschens von Nachrichten hinaus. Google empfiehlt nicht das permanente Entfernen unerwünschter Mitteilungen, sondern die Verwendung von Archivierungs-Etiketten – und genau diese Einstellung unterscheidet sich bei der automatischen Konfiguration und bedarf (falls überhaupt erwünscht) einer Anpassung.
Ich persönlich ziehe den integrierten iPhone-Client ‚Mail‘, der Browser-basierten Gmail-Variante, vor.
Auf einer langen Rückreise, die meine Urlaubswoche beendet, hat man manchmal die Muße seine Gedanken niederzuschreiben, für die es einem im Alltag an Kraft fehlt. Deshalb gibt’s heute einmal die große Keule für gegen iTunes.
Um plattformübergreifend eine Desktop-Software für die notwendige iPhone-Synchronisation in kürzester Zeit auf die Beine zu stellen, war die Wahl mit der bereits ‚iPod-etablierten‘ Musikverwaltung iTunes sicherlich eine nachvollziehbare Entscheidung. Damals, im Jahre 2007.
iTunes stand zur Verfügung und bot sich an, problemlos mit noch mehr Gerätschaften kompatibel zu funktionieren wenn es auf seine Basis-Funktionalität wie Musik-, Video- und Podcast-Abgleich beschränkt bleibt. Leider wächst mit steigender (Hardware-)Kompatibilität und der Anpassung auf verschiedene Betriebssystemversionen, aus einem leichtfüssigen Musikprogramm, ein unkontrollierbares Software-Monster.
Um es einmal offen und ehrlich an- bzw. auszusprechen: Die Mac OS X-Version von iTunes verwende ich derzeit nur notgedrungen und mit einem unangenehmen Kneifen in der Magengegend!
Fragt jemand warum?
Sobald die eigene Musikbibliothek mehr als ein paar tausend Songs aufweist, wird das musikalische Leben unglaublich langsam. Selbst auf aktuellen MacBooks stottert die Software beim Starten und Schleissen, Schleicht beim Aufrufen der Bibliothek und zuckelt bei der Zufallswiedergabe ins Unendliche. Ganz schlimm wird’s beim Anschluss eines iPhones. Die ersten Sekunden steht – im wahrsten Sinne des Worten – das gesamte Programm. Null Reaktion wenn man durch die verschiedenen Kategoriereiter springen möchte. Der Aufruf der Photo-Sychronisationseinstellungen gleicht einem totalen Krampf und wenn der Sync-Knopf gedrückt wird, kann man das Weiterarbeiten komplett vergessen.
Schonmal versucht einen Podcast oder ein Video abzuspielen, während man sein iPhone synchronisiert? Mein aktuelles MacBook Pro mit 4GB RAM setzt teilweise bis zu 50 Sekunden die Wiedergabe aus, weil gerade so ein paar Musiktitel über den USB-Port nach draußen geschaufelt werden. Unerträglich.
Das sind die Situationen, in denen ich ganz plötzlich Menschen verstehe, die komplett darauf verzichten ihr iPhone an einen Computer zu hängen…
Treiben wir das Geheule einmal auf die Spitze und fordern nach einer stabilen und schnellen Handhabung jetzt auch noch neue Funktionen. Als ‚fortgeschrittener‘ iPhone-Benutzer verlange ich von meiner Synchronisations-Software mehr Individualisierungs- und Einstellungsmöglichkeiten:
App Store
Mit steigender Programm-Anzahl – meine Bibliothek umfasst derzeit 213 Applikationen – wünsche ich mir die Möglichkeit, Programme schon in iTunes zu sortieren. Ich möchte bereits den (Stell-)Platz festlegen, auf dem ein bestimmtes Programm am iPhone erscheinen soll. Des Weiteren wäre es toll Applikationen mit ‚Tags‘ – so genannten Stichwörtern – zu versehen, die dann in iTunes zu einer besseren Übersichtlichkeit verhelfen.
Beispiel: Bitte alle Spiele synchronisieren, die ich in den letzten 3 Wochen nicht gespielt habe und besser als 3 von 5 bewertet habe.
Statistik
Natürlich ist das iPhone ein Gerät, welches mit einem Vertrag ausgestattet ist, bei dem man sich nur bedingt Gedanken über Internet- und Telefonminuten machen muss. Trotzdem würde ich mir wünschen, dass eine exakte Aufschlüsselung der verbrauchten MegaByte, SMS und Telefoneinheiten einzusehen sind. Verpackt in ein paar nette Graphen, könnten dazu die Werte aus der iPhone-Anzeige ‚Usage‘ ausgelesen werden.
Eine Einkaufs-Übersicht, in der alle Programm- und Musik-Käufe nach Monat und Preis aufgelistet werden, könnten dass eigene Kaufverhalten transparenter gestalten. Ob das im Sinne von Apple ist, lasse ich einmal dahingestellt.
Backup
Zuallererst wäre man sehr dankbar wenn die von iTunes erstellten Backups bei einem Firmware- oder Geräte-Wechsel weiterhin funktionieren würden. Gerade beim Softwaresprung von Firmware 1.x auf 2.0 sind viele Sicherheitskopien flöten gegangen – so zumindest mein subjektives Gefühl aus den Rückmeldungen und Fragen per E-Mail.
Unabhängig vom Backup wäre es vorteilhaft in diese abgelegten Datenbanken eine gewisse Einsicht zu erhalten. So würden sich beispielsweise viele Nutzer freuen, ihre SMS in ein Textverarbeitungsprogramm zu übernehmen und archivieren. Über Spielstände oder von anderen Programmen produzierte Datenbänke, fange ich erst gar nicht an…
Geo
Was macht eigentlich der groß angekündigte ‚Push-Notification‘-Dienst, welcher für Herbst 2008 angekündigt war und Programmen ermöglichen sollte sich auch im Hintergrund bemerkbar zu machen? Falls er dann doch noch einmal kommt, wünsche ich mir eine Standard-Erfassung wo und wann sich mein iPhone hinbewegt hat, die in iTunes oder iPhoto (zumindest am Desktop) einzusehen ist.
Closing Comments
Bevor jedoch der ‚Mehr-Funktionen‘-Schalter umgelegt wird, bedarf es einer Stabilisierung der Grundlagen. iTunes in ’schön und schnell‘, damit man sein iPhone wieder mit Freude an seinen Mac stöpselt, steht auf meinem persönlichen Wunschzettel noch vor einer neuen Geräte-Firmware.
Über Janis Krums (Twitter-Account) fegt gerade der Medienregensturm hinweg. Mit folgendem Tweet (+ Photo) kommentierte er die Airbus-Notlandung im New Yorker Hudson River und jettet (mit dieser Erfahrung?!) derzeit durch alle amerikanischen Morgenshows:
There’s a plane in the Hudson. I’m on the ferry going to pick up the people. Crazy.
Die Geschehnisse des gestrigen Abends sind in allen gängigen Qualitätsjournalen am heutigen Tag nachzulesen. In der letzten Nacht war es jedoch der Kurzmitteilungsdienst Twitter, welcher (auch mithilfe der Suchfunktion) am schnellsten über alle neuen Vorkommen informierte. Diese Mikro-Blogging-Netzwerke und ihre Geräte mit denen diese gbefüttert werden, lassen einige Nachrichtenportale über ihre eigene Zunge Schreibe stolpern, indem sie große Schlagwörter mit endzeitlichen (Medien-)Prophezeiungen verquicken:
„Flugzeug im Hudson – iPhone sendete erstes Foto“ (n-tv) oder „Drama im Hudson River: Notlandung schreibt Mediengeschichte“ (rp-online).
Die komplette Nachricht hat natürlich nichts nur peripher mit dem iPhone und seinen Möglichkeiten zu tun. In so einer ‚News‘-Überschrift machen sich reißerische Phrasen jedoch immer gut.
Trotzdem finde ich es verblüffend wohin sich der Markenname ‚iPhone‘ nach lediglich 1,5 Jahren entwickelt hat und für wen das ‚Internet‘ immer noch dieses große-unfassbare Wesen aus einer anderen Welt ist. Aber das ist vielleicht alles nur meine online-verklärte Sicht der Dinge…
Am heutigen Freitagnachmittag lässt Apple via Pressemitteilung offiziell neue App Store-Zahlen verlauten.
Demnach befinden sich aktuell bereits über 15.000 Programme im digitalen Einkaufsparadies, welches seit seiner Einführung über 500 Millionen Downloads generierte. Bereits Anfang Dezember 2008 wurden 2 Millionen Programm-Downloads pro Tag (insgesamt 300 Millionen) bei 10.000 Applikationen attestiert.
Innerhalb der letzten 1,5 Monate hat sich somit der aufsteigende Verkaufstrend über das Weihnachtsgeschäft mehr als bestätigt. Bei 30-prozentiger Handelsmarge für Apple – und 70% für den Programmierer/Softwareanbieter – ist der App Store sicherlich für alle Seiten ein gewinnbringendes Geschäft, obwohl keine exakte Unterteilung zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Programmen unternommen wird.
Bereits am Sonntag hatte ich kurz angerissen, welchem Hardcase ich mein iPhone auf der Skipiste anvertraue: dem ‚Gorilla Tube‘.
Der ausschlaggebende Grund lag weniger in den Spezifikationen, sondern mehr am geglückten Liefertermin des Rezensionsmusters kurz vor Beginn des Urlaubs. Nichtsdestotrotz hätte auch das Material zu meiner Entscheidung beitragen können, da die sehr flache aber trotzdem extrastabile Hülle einen guten und sicheren Aufenthaltsort für das iPhone Classic / iPhone 3G und iPodTouch in ’schwierigen Arbeitsumgebungen‘ liefert.
Zwei Modelle führen die in Berlin ansässigen Hersteller derzeit im Sortiment: Das CO2-neutrale Naturfaser-Case hatte ich nicht zwischen den Fingern, weshalb ich hier näher auf, die aus belastbarem Carbon-Material, zusammengeschusterte Ummantelung eingehen möchte.
Das Material erlaubt es, trotz einer Dicke von schätzungsweise zwei aufeinanderliegenden Visitenkarten (pro Seite) eine unglaubliche Stabilität zu gewährleisten. Selbst mit handstärkster Kraftaufwendung, lässt sich das schlauchartige Konstrukt nicht verbiegen, eindrücken oder in irgendeiner Form verändern. Auch die an der Seite eingelassene Plastikschiene zur Verbindung der beiden gewölbten Carbon-Schalen, konnte ich nicht als potenzielle Sollbruchstelle identifizieren.
Innerhalb der Schutzhülle ist eine Art weicher Filz verlegt, um potenziellen Kratzern vorzubeugen.
Der durch zwei Schlitze eingelassene Gewebestreifen ermöglicht es, ein eingestecktes iPhone wieder aus seiner Schale zu pellen. Das System ist so simpel wie clever: Drückt man das Gerät von oben in die Ummantelung, zieht sich die Stoffschlaufe zu; umgekehrt wird durch Zug an der Lasche, das iPhone nach oben – und damit heraus – gedrückt.
In der täglichen Anwendung erfordert das Ein- und Ausstecken Übung, da das Gerät passgenau eingelassen wird und sich nur zu einer der zwei Öffnungen entfernen lässt.
Die ‚Gorilla Tubes‘ werden in unserer Hauptstadt als Handarbeit gefertigt und versandkostenfrei – gegen eine Kapitalaufwendung von 79€ – nach Hause geliefert. Das Team werkelt derzeit an formvollendeten Apple Notebook-Gehäusen, die ebenfalls aus dem dünnen und stabilen Carbon gefertigt werden sollen – einen auf der Hand liegenden Witz mit Carbon & Apple verkneife ich mir…
An Halterungen für das Apple iPhone haben sich bereits einige Firmen versucht und in verschiedenen Varianten, Farben und Anwendungsbereichen – in Form von Klemmbrettern für das Auto, den Schreibtisch oder zum Tragen am Hosengürtel – auf den Markt geworfen.
iBend sucht den Weg auf euren Schreibtisch und bietet – nach eigenen Aussagen – ‚the thinnest stand for the iPhone & iPodTouch‘ an. Für gerade einmal $4.99 beinhaltet die Faltpackung aus Pappe zwei der gebogenen und wirklich dünnen Plastik-Ständer – je nachdem welches Farbmodell man seinem iPhone untersetzen möchte.
Wer nicht auf massive Schreibtisch-Ständer wie den Xtand oder seine japanische Papierfaltkünste zurückgreifen möchte, findet mit dem iBend eine sehr liebevoll-verpackte und akkurat-gefertigte Möglichkeit, sein iPhone im Querformat auf dem Schreibtisch zu platzieren.
Abspielende Videos, eine bequeme Musikauswahl per Cover Flow oder eine einfache große Uhr ermöglicht das Patent aus Kalifornien für kleines Geld. Auch die veranschlagten Portokosten für internationale Sendungen sind mit $2.50 extrem fair berechnet. Großabnehmer sind gebeten mit dem Hersteller in Kontakt zu treten und eigene Logos und Motive aufdrucken zu lassen.
Ganz so locker-flockig, wie sich das iPhone im iBend Intro-Video dreht, tut es dies in der kalten Realität natürlich nicht. Trotzdem hat sowohl das iPhone Classic, als auch das 3G einen stabilen Stand, der leichte Rückstöße durch Fingerbewegungen standhält.
Wenn man sein iPhone einmal nicht aufstellen möchte, gibt der iBend ein sehr schönes Lesezeichen für dicke Papierbücher ab.