Als ich vor 12 Tagen meine #one Episode über die iOS-App Streaks (universal; 5,49€) in Version 3 veröffentlichte, wusste ich bereits von Version 4. Ich erfuhr die Vorankündigung von seinem Entwickler ‚Crunchy Bagel‘ exakt in der Minute, in der mein Video aus Final Cut Pro exportiert wurde. Manchmal gibt es blöde Zufälle…
Da das Software-Update für bestehende Kunden jedoch kostenlos ist und ich die Vorabversion über TestFlight ausprobieren konnte (um mindestens zu kontrollieren ob mein zu diesem Zeitpunkt unveröffentlichtes Video in wenigen Wochen komplett überholt ist), hatte ich keine Probleme danach im WordPress-Backend den Button ‚Publish‘ zu drücken.
Streaks macht wirklich viel Freude sich neue Gewohnheiten anzueignen beziehungsweise sich unerwünschte Gepflogenheiten abzutrainieren.
The first time I ever saw someone outside a lab carrying an iPod was Steve, right after the announcement. He was walking, iPod in hand, be-bopping across the quad. He had the hugest smile on his face.
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Manchmal wünschte ich mir mehr Podcasts schnipseln zu müssen, weil ich dann noch häufiger das fantastische ‚Ferrite Recording Studio‘ (universal; Laden) benutzen könnte. Nichtsdestotrotz: Für jede Videofolge von #one, die mit einem Voiceover unterlegt ist, nutze ich das Schnitt- und Aufnahmeprogramm für Audiodateien. Meinen persönlichen Workflow hatte ich zum Jahresbeginn hier dokumentiert.
Und weil ich die iOS-App zumindest jede zweite Woche verwende, bestand schon deshalb keine Diskussion ob ich das freiwillige In-App-Upgrade, das 16Euro für Bestandskunden kostet, klicke. Und das, obwohl für meinen Anwendungsfall in diesem Update kaum relevante Funktionen dazugekommen sind. Ferrite 2 Pro nimmt nämlich stärker Audioproduktionen ins Visier, die regelmäßig erscheinen und mit Projekt-Templates und Voreinstellungen schneller von der Hand gehen.
Nicht neu, aber eine Erinnerung wert: Sucht ihr in Apple Music nach „Today at Apple”, findet sich dort eine täglich aktualisierte Wiedergabeliste mit allen Songs, die an diesem Tag in den weltweit über 500 Apple Stores spielen.
Die neuen Aktivitäts-Wettbewerbe in watchOS 5, über die man sich mit Freunden und Freundinnen ab nächster Woche duelliert, hatte ich unterschätzt: Diese 7-Tage-Wettkämpfe sind simple, aber durchdacht. Kollege Becker hat mir erneut beim Ausprobieren geholfen.
Pro Tag ist es in einem solchen Aktivitäts-Wettbewerb möglich insgesamt 600 Punkte zu erreichen. Es gibt jeweils einen Punkt pro erreichtem Prozent der drei Ringe entsprechend eures Tagesziels. So wird es möglich auch Freunde herauszufordern, die ein viel höheres Bewegungs- und Trainingsziel für sich selbst veranschlagen.
Wenn sich beide Teilnehmer an allen Tagen der Wettbewerbswoche jeweils 600 Punkte erarbeiten, ist immer ein Unentschieden drin. Die Berechnung ist jedoch stramm gesetzt: In der Praxis brauche ich mindestens eine tägliche Sportaktivität um diese Punktezahl tatsächlich zu erzielen. Wenn ihr kein Umzugshelfer seid oder den ganzen Tag schwere Postpakete zu Haustüren schleppt, müsst ihr wahrscheinlich auch an jedem Tag in der Wettbewerbswoche einem ‚Workout‘ nachgehen. Die Herausforderung belohnt also die Regelmäßigkeit und nicht das einmalige 3-Stunden-Training.
Die Punktevergabe ändert die Dynamik im Zweikampf, bei der ein Teilnehmer nicht am letzten Tag mit einem absurden Bewegungsziel den Wettbewerb noch von hinten aufrollt. Der Fokus auf das tägliche Punkte-Ziel hat mich ungeplant an einigen Abenden doch noch von der Couch geholt, weil man sich die Punkte ja nicht nachträglich erarbeiten kann. Weil maximal nur 600 Punkte pro Tag möglich sind, kann man sich in der Challenge aber auch nicht gegenseitig hochschaukeln und ungesund viel Sport betreiben.
Die erfreuliche Nachricht des gestrigen Abends: Die Gerüchte und Leaks, die auch dieses Jahr nicht ausblieben, nahmen sehr wenig von den iPhone-Ankündigungen vorweg. Komplett verwunderlich ist das nicht: Apples Telefone erleben in diesem Jahr eine Revision, bei der allem voran die internen Komponenten (Dual-SIM, LTE Advanced, 512GB Speicher, IP68, A12-Prozessor, Achtkern Neural Engine, Bildsignalprozessor, Akku, etc.) sowie die Software (Face ID, Smart HDR, Bokeh-Effekt mit Tiefen-Kontrolle, etc.) verbessert wurden. Solche Details tauchen selten in den typischen Leaks (aus der ‚Supply Chain‘) auf.
Das Xs und Xs Max sind substanzielle Updates. Das wird insbesondere dann deutlich, wenn man sich vor Augen führt, wer diese Geräte kauft. Spoiler: Es sind nicht in erster Linie die Kunden, die bereits ein iPhone X im letzten Jahr erwarben. Vielmehr sind es Leute, die bis jetzt ein iPhone 7 oder noch ältere Telefone verwendet haben.
Apples Ziel ist es nicht seinen Kunden jedes Jahr ein neues Telefon zu verkaufen, sondern vielmehr einen Taschencomputer mit dem man hoffentlich so zufrieden ist, dass der nächste Taschencomputer auf jeden Fall wieder ein iPhone wird.
Um das Xs und Xs Max richtig einzuordnen, muss man einen Blick auf das neue iPhone Xr werfen. Anders als das iPhone 5c – vor fünf Jahren – steht es nicht in zweiter Reihe. Trotzdem existieren substanzielle Unterschiede: Ein LCD-Screen erreicht nicht die Qualität von einem OLED-Bildschirm. Die Punktdichte von 326 ppi liegt deutlich unter den 458 ppi vom Xs und Xs Max. Die dickeren Bildschirmränder sind für geschulte Augen deutlich zu erkennen und Aluminium kann Stahl beim Gehäuse nicht die Stirn bieten. Und das rückseitige Kamerasysteme ohne Teleobjektiv ist die wahrscheinlich am deutlichsten erkennbare Differenz.
Und obwohl die Unterschiede nachvollziehbar sind, stimmen die Kernaspekte zwischen iPhone Xs (Max) und Xr überein. Es beginnt bei FaceID, zieht sich über die moderne Gestensteuerung und reicht bis zum identischen A12-Bionic-Prozessor. Mit diesen ‚Specs‘ wird das iPhone Xr für viele Jahren die Nase gegenüber der Konkurrenz vorne haben. Es ist realistisch anzunehmen, dass Android-Smartphones, die erst im nächsten oder übernächsten Jahr erscheinen, bestenfalls auf Augenhöhe des iPhone Xr ziehen.
2018 ist also nicht nur das Jahr von drei neuen iPhone-Modellen, sondern auch das Jahr indem Apple erstmals zwei Highend-Modelle ihres Telefons einführt. Im letzten Jahr war man bereits nahe dran, aber das iPhone X torpedierte schlussendlich doch ein (sehr gutes) iPhone 8 (Plus).
Natürlich ist es Apple auch dieses Jahr nicht komplett egal welches Modell ihr kauft, und eine gewisse Kannibalisierung zwischen den verschiedenen iPhones ist nicht auszuräumen. Relevant ist auf lange Sicht für Apple jedoch nur eure Antwort auf die Frage: „Kauft ihr nach dem iPhone wieder ein iPhone?”
Und die Chancen auf eine positive Antwort wurden in diesem Jahr mindestens verdoppelt.
Die Zeiteinteilung, die Struktur aber allem voran die Reihenfolge, mit der Apple gestern Abend seine neuen Produkte präsentierte, war im Vergleich zu ihren anderen Keynotes lediglich gehobener Durchschnitt. Ich spreche nicht über die Produkte, sondern die eigentliche Präsentation, die mir auch nach dem zweiten Durchschauen unsortiert erschien.
Die Apple Watch Series 4 bot am Mittwochabend die größeren Überraschungen; sie wurde entsprechend kräftiger mit Reaktionen gefeiert. Apple Watch Series 4 lieferte einen fulminanten Auftakt, dessen Tempo Apple jedoch über insgesamt 107 Minuten nicht halten konnte.
Apple verballerte die Apple-Watch-Ankündigung in den ersten 30 Minuten anstelle eine Spannungskurve aufzubauen. Ich hätte mit der Series 4 die Veranstaltung beendet, anstatt mit Trommeln und Trompeten damit einzusteigen. Die Watch wäre ein schöner Schlusspunkt gewesen, weil das gesamte 30-Minuten-Segment von Jeff Williams so ‚on point‘ war.
Apple schloss seine Keynote dagegen mit ein paar zusammenhanglosen Produkt-Updates für den HomePod, den Apple TV und das Release-Datum für macOS Mojave. Weder der Mac, noch der Apple TV oder HomePod erfuhren eine einzige Erwähnung in den zwei Stunden zuvor, bekamen aber die letzten Wort der Veranstaltung. Gewöhnlich feiert Tim Cook diese Kurzankündigungen zu Beginn ab – das hätte auch gestern Abend gepasst.
Natürlich ist es einfach mit Blick zurück den Verlauf einer Live-Veranstaltung zu kritisieren. Ich habe auch nicht viele clevere Vorschläge für eine perfekte Chronologie, die sowohl unterhaltsam wie auch informativ ist. Hinzu kommt: Die Präsentation von drei (!) neuen iPhone-Modellen war definitiv eine schwierige Aufgabe.
Aber trotzdem fühlte sich die Keynote nicht rund an. Das iPhone Xr war kein ‘one more thing‘ – es wirkte nachgeschoben, obwohl das Telefon ganz unmissverständlich ins Line-up gehört. Trotzdem deutete Phil Schiller mit der Betonung „one more iPhone” den markanten Steve-Jobs-Spruch an.
Das Xr erscheint mir durch seinen Preis und die frischen Farben insbesondere für Neu- und Wechselkunden interessant – eine wichtige und gerne betone Zielgruppe für Tim Cook. Die Keynote hat es jedoch nicht geschafft die Unterschiede zwischen Xs und Xr herauszuarbeiten. Wir haben nicht erfahren warum es keine kleinen iPhones mehr gibt (Bye, bye iPhone SE!). Das iPhone 7 und iPhone 8 fanden als wesentlich günstigere Modelle zu wenig Betonung, obwohl sie die Produktlinie entscheidend nach unten ausbauen.
Man mag behaupten, dass das iPhone Xr auf Augenhöhe mit dem Xs und Xs Max betrachtet werden soll. Die Wahl des Namens verrät es. Das iPhone Xr soll nicht als das preiswerte iPhone wahrgenommen werden (so wie damals das iPhone 5c), sondern als eine Variante mit anderen Vorzügen. Dann muss man diese Vorzüge aber kennen und ich persönlich kann nicht behaupten alle Unterschiede zwischen Xs und Xr aus dem Stegreif heraus aufzählen zu können1.
Hinzu kommen Passagen in der Keynote, die einem länglich erschienen und damit die Veranstaltung ausgebremst haben. Das Recycling-Segment von Lisa Jackson war exzellent. Es war 5 Minuten lang und bot eine hohe Informationsdichte2. Zeitlich drängelte es sich jedoch in die Xs- und Xs Max-Präsentation von Phil Schiller. Dadurch fühlte es sich zäh an, obwohl es das überhaupt nicht war. Ähnlich unterbrochen empfand ich die drei Software-Demos für den A12-‚Bionic‘-Chip.
Speziell beim zweiten Anschauen fällt auf, wie häufig die Worte fallen: „We want to reach as many customers we can.“ (Phil Schiller) oder „Taking the breakthroughs of iPhone X even further than before and making them available to even more people” (Tim Cook). Das war im Kern die übergeordnete Idee, aber ich glaube die kam durch die vielen Unterbrechungen und die unsortierte Anordnung nicht rüber.
Es fühlte sich ein bisschen so an, als ob ein oder zwei Themen kurz vor der Keynote noch gestrichen wurden 3, Apple aber trotzdem die Präsentation an ihrer 2-Stunden-Marke halten wollte.
Schlussendlich ist es natürlich nicht die Keynote, die den Erfolg von Produkten bestimmt. Die Keynote verfolgt nur ein Bruchteil von den Kunden, die später dann die Geräte kaufen. Und trotzdem ist eine solche Veranstaltung eine Art Geburtstermin. Eine Präsentation erzählt die Geschichte, die Apple jedem seiner neuen Babys mitgibt. Und diese Geschichte erschien mir am gestrigen Abend nicht genügend ausgearbeitet.
Der Porträt-Mode im iPhone Xr, der mit nur einer rückseitigen Kamera realisiert wird, funktioniert beispielsweise nur bei Menschen. Das iPhone Xs schafft es dagegen auch andere Objekte mit Porträt-Effekt abzubilden. ↩
Apropos Informationsdichte: Das neue Layout einiger Präsentationsfolien war hervorragend. ↩
Das Intro deutet recht unmissverständlich auf eine dauerhaft aktivierte „Hey Siri”-Sprachsteuerung in den AirPods hin. AirPods fanden gestern bekanntlich keinerlei Erwähnung. ↩
Die Alternative zum Apple Pencil, der Logitech Crayon, der bislang nur an Bildungseinrichtungen verkauft wurde, ist ab sofort für jeden verfügbar. Er kostet 70Euro und funktioniert ausschließlich mit der 6. Generation des iPads, die in diesem Frühling veröffentlicht wurde.
Wenn ihr daran Interesse habt, würde ich trotzdem zum Apple Pencil raten, weil man für 30 Euro mehr das signifikante Feature Drucksensitivität bekommt.
Using the 6B Pencil brush in Procreate, I tried drawing the same image with both the Logitech Crayon and Apple Pencil to spot the differences. You can see the subtle changes in line width and pen pressure, and the experience of drawing felt a lot more natural with the Apple Pencil. Ergonomically, I found that gripping both styluses felt more or less the same, but kids with smaller hands may feel more comfortable holding the Crayon.