Die automatische Trainingserkennung in watchOS 5 schlägt nicht augenblicklich an wenn man eine sportliche Aktivität – so wie Schwimmen oder Spazierengehen – startet: Die Nachfrage ob man gerade trainiert und dafür eine Trainingsaufzeichnung anstoßen möchte, dauert ein paar Minuten, berücksichtigt dann jedoch rückwirkend die bereits verstrichene Zeit!
Beispiel: Ich bin heute Morgen aus dem Haus gegangen und bekam nach zirka 9 Minuten die Frage ob ich meinen „Outdoor Walk” aufzeichnen möchte. Als ich dies bestätigte, wurden automatisch die ersten 9 Minuten für den Spaziergang in der Trainingsaufzeichnung berücksichtigt.
Apples GIF-Suche in iMessage, die sie schlicht #images nennen, existiert in einer Handvoll Länder bereits seit iOS 10. Am Freitag aktualisierte Apple dieses Support-Dokument und startet damit #images auch in Frankreich, Italien und Deutschland.
With the Messages app in iOS 10 and later, you can find hundreds of trending GIFs in #images to add to your messages.
images is available in the United States, United Kingdom, Canada, Australia, New Zealand, Ireland, France, Germany, Italy, India, Singapore, Philippines, and Japan.
Leider scheint Apple auf „problematische oder besorgniserregende” Sucheranfragen ein paar kräftige Filter zu werfen, weshalb ihr mit GIPHY (universal; Laden) oder GIFwrapped (universal; Laden) weiterhin viel besser beraten seid.
Ich tippe seit einigen Wochen meine Texte auf einem Logitech Craft (Affiliate-Link). Ich liebe dieses Keyboard nicht, kann ihm einen gewissen Reiz aber auch nicht absprechen.
Zugegeben: Ich bin das Problem. Ich benutze das Keyboard falsch. Oder genauer: Ich verwende es nicht wie von Logitech vorgesehen. Anstelle es nämlich mit einem Windows PC oder macOS zu koppeln, um dann über die Zusatzsoftware („Logitech Options“) den vielseitigen Drehregler nach eigenem Geschmack zu konfigurieren, verbinde ich die Tastatur (fast) kabellos mit einem iPad. So lässt sich dann nicht, die von Logitech so gezeichnete „kreative Kontrolle“ erlangen, weil ich keine Zusatzfunktionen auf den berührungsempfindlichen Drehregler legen kann, sondern auf die Basisfunktionalität angewiesen bin.
Trotzdem war ich überrascht, wie komplikationslos die Verbindung über den ‚Lightning auf USB‘-Adapter mit Logitechs klitzekleinem Unifying-Empfänger funktioniert. Natürlich lässt sich das Craft auch über Bluetooth verbinden, aber der Komfort über den kleinen USB-Stecker ist schon sehr fantastisch. Ich hatte nicht einen Verbindungsabbruch; nicht einen einzigen Tastenanschlag, der nicht am iPad ankam. Das Logitech Craft fühlt sich über den Unifying-Stecker so zuverlässig an wie eine kabelgebundene Tastatur.
Neben den Buchstaben und dem separaten Nummernblock (!) funktioniert außerdem das schnieke Drehrad für die Lautstärke. F1 und F2 steuern die Bildschirmhelligkeit am iPad; alle Medientasten (Play/Pause + Vor und Zurück) funktionieren in YouTube, Infuse oder Apple Musik. Ein dedizierter Knopf oberhalb vom Nummernblock knipst Screenshots. Unweit davon existiert eine Taste mit einem kleinen Schlüsselsymbol, die das iPad in den Sperrzustand versetzt. Und die Tastenkombination STRG + Space wechselt zwischen den verschiedenen Keyboard-Layouts – in meinem Fall ist das Deutsch, Englisch und Emoji. Kurz: So lässt sich arbeiten!
Eine Funktionen, die ich jedoch arg vermisse ist ein langer Druck auf die Leertaste, die hier nicht die Tastatur-Shortcuts einblendet, so wie dies beispielsweise Apples Smart Keyboard tut.Update: Hält man cmd gedrückt, wie auf dem Smart Keyboard auch, funktioniert es natürlich!
Pluspunkte sammelt das Craft generell durch seine Tastaturbeleuchtung, die sich automatisch aktiviert, sobald es dunkel im Zimmer wird oder ich die Finger über die Tasten halte. Außerdem nutzt das Craft einen USB-C-Anschluss um seinen integrierten Akku aufzuladen. Es ist zwar nicht schön, dass wir uns über solche Selbstverständlichkeiten im Jahr 2018 noch freuen, aber so ist der Status quo von USB-C leider (immer noch).
Das Craft lässt sich nicht über kleine Plastikfüße zusätzlich aufbocken, liegt aber bereits (leicht) angewinkelt mit einer gewissen Schwere auf dem Schreibtisch. Es verrutsch nie, egal wie intensiv ihr in die Tasten haut und balanciert auch sehr akzeptabel auf den Oberschenkeln – wenn ihr das mal braucht. Das Metall-Cover und insgesamt die Verarbeitung fühlt sich dem Preis angemessen an.
Die eigentliche Tastatur ähnelt sehr meinem MacBook Pro aus dem Jahr 2015 – ‚Pre-Butterfly‘ also. Der Anschlagspunkt gefällt mir. Die Lautstärke beim Tippen ist sehr moderat. Leider neigt speziell die Leertaste dazu zu quietschen. Sie gibt kein wirklich lautes „quiek, quiek“ von sich, eher ein gedämpftes „ziep ziep“. Nicht jeden mag das stören, aber ein MacBook würde ich mit einer solchen Tastatur nicht akzeptieren.
Natürlich habe ich das Craft auch längere Zeit mit Windows 10 und macOS ausprobiert. So komplett ausklammern wollte ich das große Alleinstellungsmerkmal dieser Tastatur nicht.
Die „Crown“ fungiert in einigen Anwendungen clever. So kann man mit einer simplen Drehung beispielsweise durch alle geöffneten Tabs in Googles Chrome-Browser springen. In VLC lässt sich die Filmwiedergabe starten und pausieren wenn man (kräftig) auf das Drehrädchen drückt. Legt man dagegen nur (leicht) seinen Finger auf den Knopf, wechselt man zwischen den Funktionen Spulen, Kapiteln vor- und zurückspringen sowie dem Lautstärkeregler. Sprich: Selbst ohne Verwendung der Adobe Suite oder dem Microsoft-Office-Paket, die von Logitech im Zusammenhang mit dem Button speziell beworben werden, lässt sich Zusatznutzen entlocken – und das Anfassgefühl des Drehreglers ist wirklich großartig.
Die Haptik macht tatsächlich einen Unterschied. Es ist eine Freude ihn zu benutzen. Am iPad reguliert der Knopf wie beschreiben nur die Lautstärke, aber am Mac oder PC kann er tatsächlich produktiv sein – vorausgesetzt ihr arbeitet euch in die Konfiguration ein und könnt ihn in eure tägliche Arbeit unterbringen.
Und darauf läuft mein Fazit hinaus: Der Drehregler ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal; den größten Nutzen ziehe ich persönlich aus dem Logitech Craft, weil ich die Tastatur mit mehreren Computern verwenden kann. Während ich beispielsweise diesen Artikel mit dem Craft auf dem iPad tippe, schalte ich regelmäßig zu einem Windows PC um. Damit das Craft auch dort funktioniert, drücke ich lediglich die richtige „Easy-Switch-Taste“ – 1, 2 oder 3. Leichter geht es kaum.
Vor einem Monat bat der Ausschuss für Energie und Wirtschaft im US-Abgeordnetenhaus um ein Statement von Apple und Google über deren Umgang mit Kundendaten. Insbesondere zielten die 16 (mehrteiligen) Fragen auf die Aufzeichnung von Standortdaten sowie die Übermittlung von Audio-Informationen ab, die via Google Assistant und Siri an die Unternehmen übermittelt werden. Einige der Fragen richteten sich auch an den Umgang mit Drittanbieter-Apps und was Apple und Google hier für den Daten- und Privatsphärenschutz leisten.
Apples Antwortschreiben ist 19 Seiten lang (und auf Scribd einzusehen), liefert aber keine wirklich neuen Informationen. Da hier jedoch das US-Abgeordnetenhaus fragt, kann man davon ausgehen, dass Apples Antworten entsprechend rechtssicher ausformuliert sind. Und das macht die Lektüre definitiv lesenswert.
Eine Information stach jedoch heraus, die ich so (hochoffiziell) bislang noch nirgendwo gelesen hatte:
„The App Review team reviews more than 100,000 submissions per week, and rejects approximately 36,000 of those submissions due to various compliance issues.”
This year Instapaper celebrated its tenth birthday and, now that we are an independent company, we’ve been thinking a lot about the next ten years of Instapaper and beyond.
To ensure Instapaper can continue for the foreseeable future, it’s essential that the product generates enough revenue to cover its costs. In order to do so, we’re relaunching Instapaper Premium today. […]
Additionally, today we are bringing back Instapaper to European Union users. Over the past two months we have taken a number of actions to address the General Data Protection Regulation, and we are happy to announce our return to the European Union.
We are very sorry for the extended downtime and, as a token of our apology, we are giving six months of Instapaper Premium to all EU users affected by the outage.
Instapaper (universal; Laden) startete als bezahlte App-Store-App im Jahr 2008; Betaworks übernahm die ‚Später-Lesen‘-Anwendung von Marco Arment im Jahr 2013. Mit dem Kauf wurde die Basisfunktionalität kostenlos; ein optionales 30-US-Dollar-Jahresabo offerierte zusätzliche Funktionen.
Nach der Übernahme von Pinterest standen diese Premium-Features kostenlos allen Nutzern zur Verfügung. Mit der Rückkehr zur selbstständigen Firma – unter Führung des alten Teams – kehrte Instapaper in dieser Woche zu ihrem ursprünglichen Premium-Angebot zurück. Zu meinem Unverständnis ist das Abo nur über die Webseite zu buchen und steht nicht als In-App-Kauf bereit. Für 30 US-Dollar im Jahr erwirbt man eine Volltextsuche, eine werbefreie Webseite, eine unbegrenzte Anzahl von Notizen sowie ein Bookmarklet, das euch Artikel an ein Amazon Kindle schicken lässt.
Alle EU-Kunden, die den Webdienst in den letzten 10 Wochen nicht nutzen konnten, weil irgendwer im Instapaper-/Pinterest-Team die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verschlafen hat, bekommt nun ein halbes Jahr den wieder eingeführten Premium-Dienst kostenlos auf seinen Account gebucht. Anstelle dieses kleinen Anreizes sein Konto wieder zu reaktivieren, hätte ich lieber eine Erklärung für die Auszeit.
Zwei Funktionen habe ich in den letzten drei Monaten jedoch arg vermisst, warum ich Instapaper vorerst wieder installiert habe. Mir hat a) die Offline-Verfügbarkeit von Artikel auf mehreren Flugreisen gefehlt sowie b) die Vorlesefunktion, die automatisch die Sprache zwischen deutsch- und englischsprachigen Texten wechselt – die in iOS eingebaute Bedienungshilfe bekommt das nämlich nicht hin.
Unter Pinterest-Herrschaft, die sich von November 2016 bis Juli 2018 erstreckte, erhielt die iOS-App von Instapaper insgesamt sieben App-Updates. Selbst wenn man die serverseitige Arbeit nicht kennt (beispielsweise am Text-Parser), und die Anzahl von App-Updates sicherlich keine hinreichenden Rückschlüsse auf die tatsächliche Software-Pflege zulässt: Instapaper ist als Pinterest-Portfolio-Firma gewiss nicht aufgeblüht. Ich hoffe ihre Eigenständigkeit lässt die Weiterentwicklung wieder an Fahrt aufnehmen.
Normalerweise ist #one nicht der Ort für die Vorstellung von Hardware. In diesem Fall mache ich eine Ausnahme, weil die Software der eigentliche Clou des LaCie/DJI Copilot (Affiliate-Link) ist.
Die Festplatte ist mitnichten ohne Kritik. Sie besetzt jedoch eine relativ junge Produktsparte, die jemand der schwerpunktmäßig vom iPad und iPhone aus arbeitet, sehr interessant finden könnte.
Hier das Intro zur siebenminütigen Episode:
iPhoneBlog #one kann man abonnieren. Als Abonnent bekommt man jede Woche ein neues Video, den Zugriff auf alle schon veröffentlichten Episoden und die Einladung zur Diskussion in einem privaten Slack-Kanal. iPhoneBlog #one ist ausschließlich von Lesern und Leserinnen finanziert und unterstützt direkt das iPhoneBlog.
Alle Infos und die Möglichkeit dabei zu sein, findet ihr unter iPhoneBlog.one.
Neben neuen iPhones und neuen iPads steht uns im Herbst auch die fünfte Generation der Apple Watch ins Haus. Mit einem „größeren Display” und einer „verbesserten Herzfrequenzmessung” scheint sich zum ersten Mal auch das äußerliche Erscheinungsbild der Uhr (leicht) zu verändern1. Hinzu kommt: watchOS 5 kickt erstmals das allererste Modell von Apples Uhr aus dem Update-Zyklus – nur die Series 1 + 2 und 3 bekommen watchOS 5.
Mit der Einführung neuer Modelle rutschen die vorherigen Geräte gewöhnlich im Preis, bevor sie dann aus dem Verkauf genommen werden. Im deutlichen Unterschied zum iPhone verfolgt Apple mit seiner Uhr eine aggressive Preispolitik im unteren Segment. Ältere Apple-Watch-Modelle waren in US-Verkaufsgeschäften regelmäßig für unter 200 US-Dollar zu bekommen. Einer der Gründe: Apple belässt konstant ein älteres Modell länger im Verkauf. Aktuell kann man immer noch ganz offiziell die Series 1 erwerben – eine minimal modifizierte Version vom Ursprungsgerät, die zusammen mit der Series 2 im Herbst 2016 eingeführt wurde.
Apple tat sich insbesondere zu Beginn schwer eine kohärente Geschichte für diese Produktkategorie zu definieren. „Satelliten-Apps” floppten und auch trotz dem derzeitigen SDK fand bislang kein App-Store-Boom statt.
Derzeit glänzen die drei Säulen, die watchOS 3 nach dem verstolperten Start neu definierte: Sport, Benachrichtigungen und Kommunikation. Das neue watchOS 5 bringt einige Änderungen, die diese Basisfunktionalität, die vornehmlich von Apples eigenen Anwendungen abgedeckt wird, erweitern. Podcasts und eine Audiowiedergabe im Hintergrund gehören beispielsweise dazu.
Bislang verkaufte Apple weltweit rund 50 Millionen Uhren und zieht damit von Quartal zu Quartal an den Verkaufszahlen für „Wearables” von Garmin, Fitbit, Fossil und Samsung vorbei. Der Watch-Markt ähnelt ein bisschen dem Geschäft mit Tablets, auf dem das iPad neben einigen Millionen Microsoft-Surface-Geräten und preiswerter No-Name-Hardware, der einzige ernstzunehmende Anbieter ist.
Blickt man zurück auf die ersten vier Jahre der Watch, lässt sich Apples bewährte Produktstrategie erkennen, dessen Erfolgsrezept nicht nur der eine große Wurf ist, sondern die kleinen und konstanten Fortschritte, die von Jahr zu Jahr stattfinden.
Ich erwarte, dass einige Nutzer die „Series 4” zum Anlass für ein Upgrade von ihrer allerersten Apple Watch nehmen und wir gleichzeitig noch noch viel mehr Kunden mit Interesse an einer preiswerteren Series 3 sehen.
…einmal abgesehen vom roten Punkt auf der digitalen Krone des aktuellen LTE-Modells. ↩
Castro (Laden) bleibt ein Garant für Überraschungen: „Sideloading” hatten die zwei Entwickler zwar in ihrem eigenen Podcast vorangekündigt; die Kapitelvorauswahl („Chapter Playback Pre-Selection”) stand bei mir aber nicht auf dem Zettel.
Die Idee und Umsetzung dieser Plus-Feature ist (wie immer) clever: Ihr bestimmt vorab welche Kapitel einer Podcast-Episode euch nicht interessieren. Von Haus aus sind alle Kapitelmarken angehakt und ihr wählt nur jeweils die Podcast-Ausschnitte ab, die ihr gerne auslassen würdet. Ihr könnt so zwar nicht die Abspielreihenfolge ändern, aber damit lassen sich zumindest einzelne Kapitel überspringen, die euch nicht interessieren. Und obwohl die Metapher hinkt: Ihr baut euch quasi eine Playliste von „Lieblingssongs” aus einem einzelnen Album.
Ein von mir lange erwartetes Features nennen die zwei Supertops tatsächlich „Sideloading”. Damit legt ihr eine beliebige Audiodatei in den Castro-Ordner auf eurem iCloud Drive. Am Mac zieht ihr das File einfach in diesen Ordner. Unter iOS könnt ihr per Drag & Drop über die ‚Files’-App eine Datei aus Dropbox und Co. in den Castro-Ordner schubsen. Wenn ihr Zugriff auf Audiodateien nur im iOS-Browser habt, helfen verschiedene Workflows (zukünftig Shortcuts) die MP3 oder das AAC herunterzuladen und in den Castro-Ordner auf eurem iCloud Drive zu stecken.
Castro fügt dann alle neuen Folgen automatisch eurer Inbox hinzu. So lässt sich beliebiges Audio mit allen Vorteilen der Podcast-Steuerung anhören – von einem simplen Vor- und Zurückspulen, der Auswahl einer doppelten Abspielgeschwindigkeit, dem Merken der Abspielposition oder einer Stimmverstärkung.
Aus Perspektive des Benutzers unterscheidet sich der Import-Prozess nicht von einem Podcast-Abo. Das ist wirklich hübsch gelöst. Allerdings bedeutet das auch: Direkt aus Castro heraus kann man einmal archivierte Audiodateien nicht nochmal reinholen1 oder die eigentliche Datei aus dem iCloud-Ordner löschen.
Ich habe vollkommen übersehen, das einmal archivierte Sideloads sich weiterhin im „Archive“ befinden und so zurück in die „Queue“ geholt werden können (Danke, Kai!). ↩