Drei Alternativen kann ich zur dauerhaften Aufzeichnung der persönlichen Aktivitäten mit Standort-Verknüpfung empfehlen.
Arc App (Laden) von Matt Greenfield startete vor einem Jahr explizit als Alternative für Moves. Ihre Privacy Policy liest sich vielversprechend. Arc verspricht darin eure Bewegungsdaten ausschließlich lokal auf dem iPhone und im persönlichen iCloud-Backup zu speichern. Anonyme (Karten-)Korrekturen, die die App verbessern, lassen sich genau wie die Sicherheitskopien in eurem iCloud-Account ausschalten. Die App und der Service sind kostenlos; eine Finanzierung wird über Patreon versucht.
Rego Pro (Laden) – eine Art privates Foursquare – befindet sich weiterhin in aktiver Entwicklung. Das „Bookmarks for places” lässt sich mit zehn Orten ausprobieren und kostet dann einmalig 16,99Euro. In Rego lassen sich Wegstrecken per GPX-Datei einpflegen; die App konzentriert sich in erster Linie aber auf Örtlichkeiten, die ihr besucht (und zeichnet nicht die Strecken zwischen diesen Locations auf). Wer sowas mit Fokus auf (berufliches) ‚Time Tracking‘ sucht, schaut sich Geofency (universal; 3,99€) an.
Gyroscope (Laden) ist mein persönlicher Favorit für die Aufbereitung von allen Gesundheits- und Aktivitätsdaten und seit der Einführung ihrer „Places”-Funktion sogar besser als Moves. Ich benutze die Beta seit Januar und bekomme dort übersichtlich aufgeschlüsselt wo ich wie lange war und mit welchem Verkehrsmittel ich dorthin kam. Jeder Eintrag lässt sich editieren; alle unbekannten Örtlichkeiten kann ich bei Bedarf identifizieren. Bis Moves am 31. Juli die Server runterfährt, kann man in Gyroscope seinen bisherigen Moves-Datensatz importieren.
In watchOS 4 kann man die Navigationshinweise auf der Uhr lediglich an- beziehungsweise ausschalten. In watchOS 5 lassen sich einzelne Verkehrsmittel davon ausnehmen.
Wenn man erst einmal in den Kaninchenbau herabgestiegen ist, der sich die iOS-Fotobibliothek nennt, kann man dort sehr sehr viel Zeit verbringen. Teil 2 meiner Anmerkungen – zu einigen ausgewählten Aspekten der zentralen iOS-Software – ist tatsächlich noch einmal 9 Minuten lang geworden.
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Die logisch Weiterentwicklung für den „Bildertausch über iMessage“ ist die plattformübergreifende Weitergabe von einem oder mehreren Fotos via iCloud-Bildergalerie, die sich nach 30 Tagen eigenständig auflöst.
Mit iOS 12 findet man wahrscheinlich keine guten Gründe mehr seine privaten Fotos über geteilte Dropbox-Ordner oder WeTransfer-Links zu verschicken.
Nintendos „performance on mobile” hat nach eigener Aussage „not reached a satisfactory profit point”. Aus ihrem letzten Quartalsbericht (PDF) wissen wir: Super Mario Run verzeichnet monatlich rund 20 Millionen aktive Spieler und Spielerinnen. Im hausinternen Vergleich sollen Fire Emblem Heroes und Animal Crossing: Pocket Camp weitaus bessere Zahlen abliefern – sowohl bei der quantitativen Anzahl von Personen, aber auch in punkto Umsatz.
Nintendo ist jedoch gewillt auch zukünftig ihr „smart-device business” mit eigenen Marken zu erweitern um mehr Spieler und Spielerinnen zu erreichen.
Nintendo has collected enough gold coins to earn several hundred thousand extra lives in its first mobile Mario outing. According to Sensor Tower Store Intelligence estimates, Super Mario Run revenue from worldwide player spending has surpassed $60 million on the App Store and Google Play since launching on Apple’s platform in September 2016.
Sensor Tower data shows that about 77 percent of the game’s revenue to date has come from the App Store, where the game was released six months earlier than on Google Play. In the first quarter of this year, the revenue split shifted towards Google’s platform slightly, increasing to 35 percent there.
Super Mario Run erschien am 15. Dezember 2016 auf iOS; am 22. März 2017 folgte die Android-Version. Der von Sensor Tower zitierte Vorsprung von „six months” beträgt tatsächlich nur drei Monate. Fieser Detailfehler (für ein Marktforschungsinstitut).
Die Diskrepanz zwischen der Anzahl von potenziellen Kunden und der Höhe an Umsatz – zwischen Googles Play Store und Apples App Store – ist bekannt. Es wird deutlich mehr Geld für iPhone- und iPad-Apps ausgegeben.
Der neue Aspekt, den Super Mario Run jetzt einbringt, betrifft sein Preismodell: „Free-to-Start” und nach vier Leveln wird’s ein Vollpreisspiel. Wenn die Zahlen von Sensor Tower also ungefähr stimmen, dann nehmen iOS-Kunden auch mit Demo-Option (deutlich) mehr Geld für Software in die Hand als die weitaus größere Kundschaft im Google Play Store.
Die Computer-Uhr ist mit watchOS 5 das erste Apple-Gerät, dass auf die Schlüsselphrase „Hey Siri” verzichtet. Dazu hebt man lediglich sein Handgelenk an und spricht das gewünschte Kommando direkt in die Uhr. Die Funktion „Zum Sprechen anheben” lässt sich in den Einstellungen von watchOS 5 natürlich auch deaktivieren.
Vor drei Jahren schrieb Gurman drüber; am Freitag teilte Apple offiziell (überraschend viele) Details mit Matthew Panzarino über die Zukunft von Apple Maps.
The secret sauce here is what Apple calls probe data. Essentially little slices of vector data that represent direction and speed transmitted back to Apple completely anonymized with no way to tie it to a specific user or even any given trip. It’s reaching in and sipping a tiny amount of data from millions of users instead, giving it a holistic, real-time picture without compromising user privacy.
If you’re driving, walking or cycling, your iPhone can already tell this. Now if it knows you’re driving it can also send relevant traffic and routing data in these anonymous slivers to improve the entire service. This only happens if your maps app has been active, say you check the map, look for directions etc. If you’re actively using your GPS for walking or driving, then the updates are more precise and can help with walking improvements like charting new pedestrian paths through parks — building out the map’s overall quality.
All of this, of course, is governed by whether you opted into location services and can be toggled off using the maps location toggle in the Privacy section of settings.
Als sich die Wege von Apple und Google vor sechs Jahren trennten, gestand sich Cupertino selbst ein: Kartendienste sind Schlüsseltechnologien (und Schlüsseltechnologien will man bekanntlich in eigener Hand wissen).
Zwei Jahre hat es nach Angaben von Eddy Cue dann noch gedauert, bis man sich entschied selbst die notwendige Arbeit reinzustecken, anstelle mit TomTom, OpenStreetMap und Co. den Flickenteppich zu stopfen, für den Apple Maps am Anfang bekannt war.
Das klingt langsam. Insbesondere wenn man bedenkt, dass Apple bis heute für den Großteil des Kartenmaterials nur Lizenznehmer ist und an die entsprechenden Auflagen ihrer Lizenzgeber gebunden bleibt. Wenn Änderungen am Kartenmaterial eingereicht werden, müssen sie durch ein Bollwerk von externen (!) Review-Teams. Dadurch dauert es oft Wochen und Monate bis eine neue Autobahnabfahrten oder eine kürzlich eröffnete Parkgarage tatsächlich in Apple Maps auftaucht.
Wir wissen nicht, ob Apple in den besagten zwei Jahren versucht hat sich entsprechende Dienstleister einzuverleiben um die Hoheit über die Daten zu erlangen oder generell ihr Entscheidungs-Korsett ein Stück weit mit Geld zu lockern. Auf der einen Seite war Apple vor sechs Jahren eine noch wesentlich kleinere Firma; andererseits kaufte sich Google im Jahr 2013 vorausschauend das israelische Start-Up Waze, das seine kontinuierliche Erfolgsgeschichte schlicht weiterschrieb.
Apple has had a team of tool builders working specifically on a toolkit that can be used by human editors to vet and parse data, street by street. The editor’s suite includes tools that allow human editors to assign specific geometries to flyover buildings (think Salesforce tower’s unique ridged dome) that allow them to be instantly recognizable. It lets editors look at real images of street signs shot by the car right next to 3D reconstructions of the scene and computer vision detection of the same signs, instantly recognizing them as accurate or not.
Another tool corrects addresses, letting an editor quickly move an address to the center of a building, determine whether they’re misplaced and shift them around. It also allows for access points to be set, making Apple Maps smarter about the “last 50 feet” of your journey. You’ve made it to the building, but what street is the entrance actually on? And how do you get into the driveway? With a couple of clicks, an editor can make that permanently visible.
Der von Panzarino beschriebene Ansatz – eine Kombination aus „probe data” (Segmenten von Ortsdaten, die von iPhones erfasst werden), hochauflösende Satellitenbilder sowie die LiDAR-Daten aus ihren eigenen Fahrzeugen – klingt sehr zukunftsgerichtet. Im Podcast ‚The Talk Show‘ #225 äußert sich Panzarino diesbezüglich noch deutlicher als im Artikel.
Apple erfasst hier Daten, die weit über die Anforderungen von Street View oder dem eigenen Flyover hinausreichen. Stöbert man durch die Details im Artikel, kann man sich dem Eindruck nicht verwehren: Apple baut hier primäre keine Navigationslösung für Autos. Vielmehr werden dort Daten erfasst, die in einem bevorstehenden Zeitalter von autonomen Fahrzeugen (aller Art) sowie AR Brillen notwendig sind.
Die Details, etwa die Form und Struktur von Gebäuden oder Grundstücken, die vielleicht obendrein abseits von zentralen Verkehrsknotenpunkten liegen, stehen klar im Fokus. Google Maps macht hier im Moment keiner etwas vor.
Die Kunst ist heute aber nicht mehr von Berlin nach München zu navigieren, sondern die richtige Gebäudeseite für den Eingang im Kartenmaterial zu verzeichnen oder über den richtigen Schotterweg durch den Englischen Garten zu führen.
Apple Maps – die Standard-Karten-App – liegt sechs Jahre nach ihrem holprigen Start in einer Version vor, die mit großer Mehrheit auf iPhones und iPads genutzt wird. Seit Dezember 2015 ist offiziell: „Apple says its mapping service is now used more than three times as often as its next leading competitor on iPhones and iPads, with more than 5 billion map-related requests each week.”
Klar, Apple Maps ist die vorinstallierte (nicht zu wechselnde) Standard-Anwendung auf jedem iPhone. Klar ist aber auch: Bedeutend mehr Leute würden zu Google Maps greifen, wenn ihnen Apples Angebot nicht für ihre täglichen Bedürfnisse ausreichen würde. Wie gesagt: Es ist kein Kunststück mehr eine Route von Berlin nach München zu finden. Die Herausforderung für die nächsten Jahre scheint heute vielmehr eine Art Schnittstelle zwischen Ort und Person zu sein, die zukünftig von (AR-)Software nachgefragt wird – teilweise sicherlich auch für Navigation.
Vor 10 Jahren wussten wir alle noch nicht, dass wir so etwas wie Google Street View brauchen. Heute scheint es selbstverständlich sich auf seinem Telefon durch eine Fotostrecke fortlaufender Panoramabilder am anderen Ende der Welt zu klicken. Ich bin sehr gespannt auf Apples Beitrag für die Technologie der nächsten 10 Jahre (und hoffe, sie vergessen dabei das hier und heute nicht).