Insbesondere aktuelle Klassiker möchte ich auf meinen kurzen Videotouren1 nicht vergessen. Instapaper (kostenlos; universal; App-Store-Link) ist ein solcher Kandidat. Ihm gehören die nächsten vier Minuten.
Bevor Apple im letzten Jahr die Übernahme von Beats bestätigte, verplapperte sich Rapper und Schauspieler Tyrese Gibson gemeinsam mit Dr. Dre in einem Party-Video. Zusammen mit der Kopfhörer-Marke und dem Streamingdienst sicherte sich Apple zugleich ‚Jimmy und Dre‘ – zwei Namen, die durch ihre Kontakte einen signifikanten Anteil am Drei-Milliarden-Dollar-Deal tragen.
Mit Apple Music rückt Apple noch näher an die eigentlichen Künstler. Mit Beats 1 leistet sich Apple einen eigenen Radiosender auf dem Gast-Shows von Drake, Dr. Dre, St. Vincent, Disclosure, Queens of the Stone Age’s Josh Homme, Jaden Smith, Elton John und Pharrell laufen.
Auch die drei DJs selbst, Julie Adenuga, Zane Lowe und Ebro Darden, sind Stars in ihrer Szene – echte Charaktere. Ab nächsten Dienstag gestalten sie täglich ein kostenfreies ‚Rund um die Uhr‘-Programm, das weltweit auf jedem iPhone und iPad zu hören ist. Und ich bin mir sicher, mehr Radioköpfe werden nicht lange auf sich warten lassen.
Mittlerweile bin ich ernsthaft gespannt auf Beats 1 und kann diese beiden Profile über Julie Adenuga und Zane Lowe zur Einstimmung empfehlen.
[…] in comparison to her L.A. and NY counterparts, Adenuga is a relative unknown. In London, she’s recognized as the voice of beloved pirate-turned-legit station Rinse FM’s afternoon show for the last two years, bringing the newest and weirdest music to the city’s primetime broadcasting. But in worldwide terms, it’s amazing to see Apple backing Adenuga alongside Lowe and Ebro—she’s got around 5,000 Twitter followers to match their respective 655,000 and 106,000, and if she ever pops up on YouTube for a cheeky interview, the comment section gets overwhelmed with people falling over themselves to talk about how much she resembles her big brothers, grime MCs Skepta and JME
Compared with the mild-mannered corporate executives who usually represent Apple in public, Mr. Lowe is a new kind of animal for the company. A motormouth both on and off the air, he is an irrepressible advocate for the music he chooses to promote. And like that of the legendary BBC announcer John Peel before him, his endorsement carries major weight: Among the artists Mr. Lowe got behind early are Adele, Ed Sheeran and the Arctic Monkeys.
Seit Dienstag ist Apples Deal mit den Indielabels für Apple Music bekannt. Die New York Times will nun von den ausgehandelten Preisen für die heftig diskutierst Testphase wissen:
For each song that is streamed free, Apple will pay 0.2 cent for the use of recordings, a rate that music executives said was roughly comparable to the free tiers from services like Spotify. This rate does not include a smaller payment for songwriting rights that goes to music publishers; Apple is still negotiating with many publishers over those terms, several publishing companies confirmed on Wednesday.
According to the music executives, these rates would apply to all labels.
Neil Cybartüberschlägt, dass Apple in der dreimonatigen Probephase für 500 abgespielte Songs – zirka 25 Stunden Musik, einen US-Dollar zahlt.
Beim ganzen Taylor-Swift-Drama ist nicht aus den Augen zu verlieren, dass das alles nur Vorgeplänkel ist. Der Musikdienst, und damit auch die große Hoffnung für die Musikindustrie, steht und fällt mit dauerhaften Abonnenten.
Zwei Randnotizen, die aber zeigen mit welchen Mitteln sich Streamingdienste versuchen voneinander abzusetzen: Die erste exklusive ‚Only on Apple Music‘-Single stammt von Pharrell Williams; das erste Interview auf Beats 1 führt Zane Lowe mit Eminem.
Jede Analogie hat ihre Stärken und Schwächen, so auch diese hier von Charles Arthur:
Adblocking is the modern speeding. Somewhere, we know it’s probably not right. But when we’re doing it, we have lots of good reasons why it’s fine to speed. I’m in a hurry; nobody gets hurt by my exceeding the 70mph limit (the UK’s motorway upper limit) by 10mph or so; I’m a better driver than the speed limit was designed for (everyone rates themselves above average at driving); those other people are doing it too; people who don’t do it don’t get any benefit I can see. Unless you get caught or have an accident – both amazingly rare, compared to the number of people who do it – it’s a victimless crime.
Es bleibt ein lesenswerter Beitrag. Insbesondere unter den Vorzeichen von iOS 9 mit seinen Möglichkeiten der „Inhalts-Blocker“.
Am Desktop ist das Thema gegessen. Jeder der will und davon hörte (wisst ihr noch, die Anti-Adblocker-Kampagne ‚Made in Germany‘), hat bereits eine entsprechende Browsererweiterung installiert. Aus dem Play Store für Android wirft Google immer mal wieder Kandidaten raus. Nur unter iOS gabs mit Ausnahme von Drittbrowsern (und der Reader-Ansicht) schlicht keinen alltagstauglichen Ad-Filter.
Zum Release von iOS 9 im Herbst dürfte das Thema schon alleine durch die App-Store-Charts allgegenwärtig werden. Mir erscheint kein Szenario realistisch in dem nicht mehrere Adblocker die App-Store-Bestenliste temporär übernehmen.
Außerdem: „…they are so easy to make“ (ab Minute 37:00) und aus technischer Perspektive nicht einmal zu kritisieren, da diese Programme lediglich Listen mit Regeln aufstellen, aber keinen Zugriff auf die Nutzerdaten oder das Surfverhalten bekommen.
Safari App Extension Content Blockers can’t see URLs of the pages or other resources the user has requested, because they only define rules of what Safari should block. WebKit also does not record which blocking rules have been executed on specific URLs.
Hinzu kommt: ‚Content Blocker‘ funktionieren auch im Safari View Controller – „The Future of Web Views“, die die heutigen Mini-Browser in App-Store-Apps ablösen werden.
Ist der iPhone- und iPad-Speicherplatz zu knapp für ein Betriebssystem-Update, kann Apple mit iOS 9 installierte Software vorübergehend löschen und sie anschließend wieder zurückspielen. Wie dabei alle Konfigurationen, Profile und Logins sowie In-App-Käufe oder Spielstände erhalten bleiben, die beim Löschen einer App-Store-Anwendung normalerweise verloren gehen, ist im Moment nicht bekannt. Es ist aber die mit Abstand spannendste Frage, weil ein solcher Prozess mit unzähligen Variablen jongliert.
Zum Beispiel: Führt Apple eine Liste mit ausgewählten Apps, die sich mit dieser Installationsroutine vertragen? Wahrscheinlich. Verlassen die persönlichen Konfigurationen, die erhalten bleiben (müssen!), das Gerät? Sicherlich nicht. Bekommt man die exakt gleiche App-Version oder die neuste Aktualisierung aus dem App Store? Wahrscheinlich lädt die Anwendung frisch aus dem Store – schlank, dank App Thinning. Hat ein derart radikaler Austausch, bei dem das komplette App-Gerüst gewechselt wird und Apple die Berechtigung bekommt Software eigenständig zu installieren, Auswirkungen auf die Sicherheit? Garantiert.
Mit iOS 9 schrumpft Apple generell das Over-the-Air-Update indem der Download nicht erst lädt und sich dann (speicherplatzhungrig) auf dem Gerät entpackt. Das beschleunigt nicht nur das Update-Verhalten von Nutzern (auf iOS 8 wechselten bislang 84-Prozent), sondern auch die Quote mit der Entwickler die Unterstützung von alten Betriebssystem-Versionen abdrehen.
Im Fokus (der Diskussion) all dieser Mühen stehen im Moment das iPhone 5c mit 8GB sowie die iPhones und iPads mit 16GB. Generell ist der Umbau aber eine Zukunftsinvestition. In zwei Jahren schimpfen wir über die knappe Bemessung von 64GB-Modellen. Der Bedarf an Speicherplatz wird immer höher sein als das Angebot.
Textverarbeitung und Tabellenkalkulation mit Quip (kostenlos; universal; App-Store-Link) bleiben mir sympathisch – insbesondere bei der Arbeit in Teams.
Warum ich die Software gerne verwende, habe ich versucht in drei Videominuten1 zu umreißen.
Auf das große ‚Responsive Design‘-Update folgt ein kleiner (Bugfix‑)Release. Ich versprach solche Änderungen am Blog regelmäßiger zu kommunizieren. Deshalb lasse ich auch dieses Mini-Update, das ich gestern eingespielt habe, nicht aus.
Die folgenden Neuerungen ergaben sich seit August 2014:
Der geplante Werbebanner-Verkauf floppte (wie ausgeführt); die ‚Sponsorship‘-Idee funktioniert erst einmal. Bislang wurden 21 von insgesamt 30 Wochen zwischen Dezember 2014 und heute gebucht. Das Feedback der Werbepartner war zu 100-Prozent positiv. Auch deshalb wurde es jetzt einmal Zeit, das ‚Sponsor-Archiv‘ und den ‚Sponsor der Woche‘-(Seitenspalten‑)Button zu stylen.
Apropos Geld: Der Flattr-Button pro Beitrag ist jetzt nur noch in der Einzelartikelansicht zu sehen. Das beschleunigt die Ladezeit der Hauptseite (enorm) und ist keine Stolperfalle mehr fürs Auge. Den nicht-statischen Knopf gabs nämlich nie offiziell in Retina-Auflösung. Entscheidender Grund ist jedoch das Flattr für mich finanziell nicht (mehr) funktioniert, obwohl die Idee toll ist (und ich deshalb den Service auch vorerst auf den Unterseiten eingebunden lasse).
…im Gegensatz dazu wurde der App.net-Button ersatzlos gestrichen.
Unter iOS 8 merkt sich Safari bei Bildschirmdrehungen die Leseposition. Zuvor sind wir im Webseiten-Code quasi durch Feuerreifen gesprungen, damit der Absatz, den ihr gerade lest, bei einer Änderung der Bildschirmausrichtung nicht verrutscht. Dieser Code ist jetzt auskommentiert.
Apropos Querformat: Damit es auf dem iPhone im Breitbildformat übersichtlich bleibt, verkleinern wir in dieser Ansicht alle Bilder und Screenshots. Damit die Fotos nicht ohne Halt im weißen Raum hängen, füllt Color Thief diesen Bildschirmplatz mit der im Foto dominierenden Farbe in seiner Breite auf. Aktuelle Änderung: Diese Farbergänzungen bluten jetzt. Technisch gesprochen schnappen wir uns vier Hauptfarben und erstellen vier radielle Verläufe, die aus der Bildmitte nach außen verlaufen.
Das Plugin SearchWP flog, weil es technisch wiederholt aussetzte. Ich vertraue jetzt wieder der integrierten WordPress-Suche. Die verbleibenden Plugins lassen sich damit erneut an einer Hand abzählen: Akismet, Disqus, Flattr, Jetpack und WP Super Cache.
Apropos integrierte Features: WordPress kann von Haus aus Beiträge auf der Hauptseite abkürzen und einen „Weiterlesen“-Knopf einbinden. Bei extrem langen Artikeln – so wie diesem hier, bietet sich ein solcher Anreißer-Text an. Auf dem iPhoneBlog.de ging das bislang nicht; nun schon. Ich plane diese Auszüge (Excerpt) aber nur in wirklich ausgewählten Fällen einzusetzen.
Mein Dank gilt wie bisher auch den Kollegen Philip und Gerrit, die sich all das hier mit mir ausdenken und dann technisch (alleine) auf die Beine stellen (müssen).
Jeff Williams – Tim Cooks ‚Tim Cook‘ – nannte die Apple-Watch-Nachfrage1 (vor drei Wochen) „fantastic“ – und bezog sich damit auf die Kundenzufriedenheit (obwohl Mossbergs Frage natürlich darauf abzielte zu erfahren wie viele Uhren Apple bislang verkauft hat).
Ich traue derzeit keinerPrognose – insbesondere das Zahlenraten von Slice Intelligence erscheint fragwürdig. Ihre Erhebungen sind auf die USA beschränkt und basieren auf einer automatischen E-Mail-Analyse, zu denen sich Kunden anmelden.
Slice, letztes Jahr vom japanischen Online-Händler Rakuten übernommen, bietet eine kostenlose Tracking-App für iOS und Android zum Download, die Sendungsnummern aus dem Posteingang fischt. Dazu räumt man der Anwendung kompletten Zugriff aufs persönliche Postfach ein (oder kopiert per Hand die Tracking-Nummer). Ich stelle infrage, dass der (technikaffine) Early Adopter freiwillig seinen Posteingang scannen lässt.
Apple tut sich im Moment selbst einen Gefallen keine konkreten Zahlen zu nennen. Es fehlt eine Vergleichsgröße; es fehlt ein vergleichbares Produkt.
Seit letzter Woche, 54 Tage nachdem die Uhr ausschließlich übers Netz zu bestellen war, kann man seinen Kauf auch in den Apple Stores der Länder Australien, Kanada, China, Frankreich, Deutschland, Hong Kong, Japan, UK und den USA vollziehen – insofern man online vorbestellt hat.
Das ist eine zweite Ausbaustufe bevor sich Apple Watch direkt und ohne Reservierung in einem Apple-Store-Ladengeschäft erwerben lässt.
Am Ende dieser Woche startet Apples Uhr offiziell in mehr Ländern.
…in einem Interview, das man ansonsten auslassen kann… ↩