Instagrams ‚Cinema Stabilization‘

Video

Die Videos von The Verge spielen in einer Klasse für sich. Nicht weil besonders tolles Equipment die Bilder einfängt, sondern die Machart stimmt.

Der Rückblick auf Instagrams Hyperlapse (kostenlos; universal; App-Store-Link), das es weiterhin nur für iOS gibt, ergänzt so perfekt die 240-FPS-Zeitlupenfunktion der neuen iPhones.

Egal wie langweilig euer Familienvideo ist, bereits diese zwei Gratis-Effekte verdoppeln jeweils den Unterhaltungswert.

iPhone 6 und 6 Plus: 36 neue Länder bis Ende Oktober

IPhoneBlog de iPhones in China

Apple today announced that iPhone 6 and iPhone 6 Plus, the biggest advancements in iPhone history, will arrive in 36 additional countries and territories across Europe, Asia, the Middle East, Latin America and Africa by the end of October. iPhone 6 and iPhone 6 Plus will be available in a total of 69 countries and territories by the end of the month and are on track to be available in more than 115 countries by the end of the year, making this the fastest iPhone rollout ever.

Apple.com/PR

Der mit Abstand wichtigste Verkaufsstart erfolgt diesen Freitag in China. Einem Bericht zufolge soll sich die dortige Menge an Vorbestellungen bereits in die absurde Größenordnung von 20 Millionen Geräte hochgeschaukelt haben.

#KW41 – so wie sie hier nicht stattfand

Steve Jobs pflegte zu sagen: „I’m as proud of what we don’t do as I am of what we do“. Für meine Artikel auf iPhoneBlog.de fühle ich ähnlich. Wer alles schreibt, schreibt irgendwie auch nichts. Journalismus muss abseits von Klicks und Klickstrecken noch dazu fähig sein, die wichtigen Geschichten von dem alltäglichen Rauschen zu unterscheiden. Nichts gegen ein lustiges YouTube-Video (das hier ist immerhin auch alles Unterhaltung!), die Schwerpunkte müssen aber stimmen.

Ich bekomme täglich die eine oder andere Leserzuschrift, die wissen will ob ich über Thema XY noch schreibe oder ob ich eine Meinung zur News XY habe. Erst einmal: Vielen Dank dafür! Zweitens: Warum drucke ich meine Antworten auf diese Zuschriften nicht auch hier ins Blog? Vielleicht interessiert genau das noch eine zweite Person? Jemanden, der (aus nachvollziehbaren Gründen) nicht den Aufwand einer E-Mail bemüht hat.

Ein Sonntagsexperiment

Blogs lieben Wochenrückblicke. „Die selbstgeschriebenen Geschichten noch einmal resümieren.“ Dagegen ist wenig einzuwenden. Ich würde das Konzept aber gerne umdrehen und an dieser Stelle die abgelaufene Woche so zelebrieren, wie sie hier im Blog nicht stattfand. Und damit die Frage beantworten, warum das so war.

Sonntags scheint ein guter Tag um auf eine Handvoll News, Themen und Ereignisse der letzten Woche zurückzublicken und in aller Kürze auszuführen, warum ich hier Thema XY übersprungen habe. Mein Ziel ist keine erschöpfende Liste, niemand hält Schritt mit dem Netz. Oft entwickeln sich Themen über einen langen Zeitraum; einige Storys fügen sich wie Puzzleteile erst über mehrere Tage zusammen. Andere Themen will ich überhaupt nicht hier im Blog haben. ‚Homemade‘ Falltests von iPhones auf Beton fallen beispielsweise in eine solche Kategorie.

Vielleicht wird das interessant, vielleicht ist es eine Schnapsidee. Deklariertes Ziel ist die Art und Weise wie ich arbeite transparenter zu machen, eigene Fehler zu korrigieren (Artikel-Updates gehen leider fast immer unter) und auch dem Medienzirkus rund um Apple ein wenig mehr Perspektive aufzudrücken.

Genug dem BlaBla. Hier ist sie also, die erste Edition der vergangenen Kalenderwoche: „#KW41 – so wie sie hier nicht stattfand“

IPhoneBlog de Morgenkaffee

Note to Self: It’s the Storage Space, Stupid

Diese Nichterwähnung ist ein klares Versäumnis meinerseits. Die zögerliche iOS-8-Aktualisierungsrate, zurückzuführen auf diverse Geräte deren Speicherkapazität für das ‚Over-the-Air‘-Update nicht ausreicht, hätte Thema sein müssen. iTunes als Umweg ist im Jahr 2014 für viele keine Alternative mehr. Sobald Apple die nächsten Zahlen rauslässt, und ein zusätzlicher Datenpunkt mehr Tendenz erkennen lässt, behandele ich das hier noch einmal.


Larger Apple iPad to Be Delayed

Was bedeutet verzögert? Wie kann sich ein Produkt ohne versprochenen Releasetermin überhaupt verzögern (von der Wortwahl verspätet einmal ganz abgesehen)? Während der Entwicklung von Produkten steckt man den zeitlichen Rahmen ständig neu. Einzelne Gerüchte wie dieses ignorieren den Fakt, dass sich Apples Zeitplan laufend ändert. Einzelne Meldungen über Verzögerungen sind selten repräsentativ zur gesamten Entstehung.

Das 6 Plus war in diesem Jahr ein nahezu perfektes Beispiel. Wochenlanger Bohei ob beide iPhone-Größen zur gleichen Zeit starten, sich auf zwei separate Events verteilen, ob das 5.5-Zoll nur in Asien verkauft wird oder nur das Große einen edlen Saphir-Screen bekommt.

Unter dem Strich steht: Produkte, die niemand gesehen hat aber von den Medien als verzögert bezeichnet werden, sind selten ihre Nachricht wert.


Carl Icahn – Sale: Apple Shares at Half Price

Apropos wertlose Nachrichten. Carl Icahn hat mir in dieser Woche einen Tweet abgerungen – so anstrengend war er. Zuerst kündigte der Investor über Twitter einen öffentlichen Brief für Tim Cook an. Reuters berichtete! Nicht über den Brief (der war ja noch nicht erschienen), sondern den Tweet über die Ankündigung zum Brief. Es folgte: Carl Icahn bewertet Apple mit einer Milliarde US-Dollar. Dann: Carl Icahn fordert, dass Apple eigene Aktien zurückkauft. Und zu guter Letzt: Carl Icahn erwartet einen Apple-UltraHD-TV für 2016.

Mehr Carl Icahn in einer Woche geht nicht. Findet Apple übrigens auch. Ihr leicht verschmitztes Statement: „We always appreciate hearing from our shareholders. […] As we’ve said before, we will review the program annually and take into account the input from all of our shareholders.“


iOS 8.1 verhindert Installation „verbotener“ Apps

Anders formuliert: iOS 8.1 schließt (endlich) eine überfällige Sicherheitslücke. Noch eine Variante gefällig? Apple schützt mit iOS 8.1 besser vor abgelaufenen Enterprise-Zertifikaten.

Wer wirklich will, installiert sich keine iOS-Profile aus fragwürdigen Quellen, sondern meldet sich für 99 US-Dollar pro Jahr als Entwickler an und signiert seine Apps selbst.


Saphir-Lieferant GT Advanced meldet Konkurs an

Apple soll ein paar Millionen zurückgehalten haben. Firmenchef Thomas Gutierrez verkauft einen Tag vor dem iPhone-Event sein Millionenschweres Aktienpaket. Das GTAT-Börsenpapier kracht nach der Ankündigung zur Sanierung in den Keller. Apple gibt sich überrascht von der Insolvenz. Danach heißt es: Apple wollte den Bankrott seines Display-Partners verhindern. GT Advanced bitte darum die Vertragsdokumente geheim zu halten, plaudert dann aber selber von halsabschneiderischen Verträgen (Zitat: „oppressive and burdensome“).

Der bisherigen Verlauf dieser Geschichte lässt erahnen: Hier ist noch nicht das letzte Stück schmutzige Wäsche gewaschen.

Kommando Zwischenablage! ‚Clips‘ merkt sich euer Clipboard (+ Video)

Clips (kostenlos; universal; App-Store-Link) ist im ersten Anlauf nicht ganz leicht zu verstehen, deshalb habe ich versucht seine Grundlagen in zwei Videominuten zu verpacken1.

Danach darf selbst ausprobiert werden. Der Download ist ohnehin kostenlos; für den Sync zwischen iPhone und iPad sowie eine unbegrenzte Anzahl von Einträgen in der Zwischenablage wird das iTunes-Konto mit 1.79 € belastet.


  1. Wer gefallen an meinen selbstproduzierten Videos findet, kann mir durch eine kurze iTunes-Bewertung für den Podcast eine kleine Freude machen. Danke. 

Apple mit Livestream am 16. Oktober

IPhoneBlog de Live Stream

Hoffen wir, dass der Stream diesmal besser läuft.

Foursquares Swarm: Check-Ins direkt aus dem Kontrollzentrum

IPhoneBlog de Swarm

Ich musste mein aktualisiertes Swarm (kostenlos; App-Store-Link) löschen, bevor das Widget im Notification Center auftauchte.

Quip kalkuliert jetzt auch in Tabellen

Quip verhält sich zu Google Drive wie Vimeo zu YouTube: weniger verbreitet, einfacher zu verstehen und viel hübscher. Außerdem fährt das Start-up mit Textverarbeitung, das seit wenigen Minuten auch eine umfangreiche Tabellenkalkulation besitzt (kostenlos; universal; App-Store-Link), den integrierten Ansatz. Während Google und Microsoft ihre Spreadsheets und Docs fein säuberlich trennen, führt Quip sie zusammen.

Diese Ausrichtung öffnet Türen. Beispielsweise für die Angabe von Zahlen im Fließtext, die sich mit einer bestimmten Tabellenzelle verknüpfen lassen und damit von selbst aktualisieren. Ja, Word und Excel können das irgendwie auch, aber niemand weiß wie das geht. Ernsthaft: Niemand versteht das.

Die Idee ist also nicht neu, die Funktion war aber selten so nachvollziehbar umgesetzt. Für Geschäftsberichte oder Studienarbeiten, bei denen sich Text oft auf Zahlen bezieht, vermeidet eine Verknüpfung (Copy-und-Paste-)Fehler. Wer bereits moderne Taschenrechner-Apps wie Tydlig oder Soulver verwendet hat, kann sich ungefähr vorstellen wie das aussieht.

IPhoneBlog de Quip 1

Vor dem Release der soeben zum Download freigegebenen Version 3.0 nahm sich Quip-Gründer und aktueller Firmenchef Bret Taylor die Zeit für einen Skype-Plausch. Taylor zeigte sich vor seiner Arbeit am Texteditor mitverantwortlich für die Entstehung von Google Maps sowie FriendFeed. Facebook übernahm bekanntlich FriendFeed und positionierte gleichzeitig Taylor als Technischen Leiter (CTO) im Zuckerberg-Netzwerk.

Im Gespräch stellte er die Bedeutung des Chats für die kollaborative Zusammenarbeit an Dokumenten heraus. Es sei eines der Features, die verdeutlichen „das man mit Menschen zusammenarbeitet und nicht mit Dateien“. Damit bezieht er sich sowohl auf die Seitenspalte, in der sich alle Teilnehmer austauschen können, sowie die Kommentarfunktion für Anmerkungen auf explizite Textstellen.

Die Popularität verwundert nicht. Wie oft haben wir alle schon temporäre Fragen, Anmerkungen oder Korrekturen in Google Docs getippt und wenig später wieder gelöscht? Mit Ausnahme der Office Suite kenne ich keine vergleichbare Enterprise-Software, stelle mir diese Kandidaten aber alle samt ganz grausam vor (weil sie gewöhnlich von Leuten eingekauft werden, die diese Apps nicht verwenden müssen).

Quip zeigt auf Basis individueller Dokumente dessen kompletten Entstehungsverlauf, auch lange nachdem die Datei bereits zu den Akten gelegt wurde. Dauerhafte Nachvollziehbarkeit, beispielsweise für neue Arbeitskollegen, ist ein wichtiger Aspekt, der mit drei E-Mail-Anhängen in separaten Dokumenten verloren geht. Bei Quip muss man sich nicht vor der Erstellung eines Dokuments entscheiden, was es enthalten soll.

Außerdem dient die History dazu Ideen zurückzurollen. „Zu viel Wissen ist gefangen in E-Mail-Verteilern, die niemand überblickt oder neuen Kollegen zeigen kann.

IPhoneBlog de Quip 3

Quip will ein Textverarbeitungsprogramm für das Jahr 2014 sein. Um im hier und jetzt aber zu funktionieren, muss jedes Feature auf jedem Gerät und mit jeder Bildschirmgröße klarkommen. Für Bits und so verfassen wir bereits seit über einem Jahr die Shownotes der Sendung in Quip. Dabei trage ich Themenvorschläge mit einem iPhone von unterwegs ein, lese in Vorbereitung auf die Show alle Links am iPad und schaue während der Aufzeichnung das Dokument im Desktop-Browser an.

Das alles funktioniert wie versprochen; die App arbeitet mittlerweile zuverlässig und hält jedes Dokumente auf dem mobilen Gerät zudem in einer Offline-Version vor, ohne Ausnahme. „Es soll nie die Situation entstehen, dass man nichts nachtragen kann, nur wenn das Netz mal weg ist.

IPhoneBlog de Quip 2

Quip legt großen Wert darauf, nicht Freemium genannt zu werden. Die Software hat seit Tag 1 zahlende Kunden und Kundinnen (12 US-Dollar pro Gruppenteilnehmer_inn), darunter Teams in großen Firmen wie Facebook oder New Relic. Für überschaubare Kreise mit bis zu fünf Mitglieder_innen will die App grundsätzlich kostenlos bleiben. „Die Motivation ist, dass unsere Kunden die Textverarbeitung privat ausprobieren und sie dann eventuell in die Arbeit oder ihre Teams schleppen.

Was Bret Taylor nicht erwähnt: Die Konkurrenz drückt von beiden Seiten. Am oberen Ende sitzt Microsoft Office; von unten konkurriert Quip mit allen Notiz-Apps – von Vesper über Simplenote bis Evernote. Die Dienste variieren in ihrem Leistungsumfang stark, es lässt sich aber nicht abstreiten, dass inzwischen ein Überangebot an Software existiert, das im erweiterten Sinn mit Text umgeht.

Auch deshalb erscheint mir Quip mehr als ein Feature, das wir in der Vergangenheit bereits häufig von größeren Firmen übernommen sahen – Dropbox ist ein solcher Kandidat. Das Produktivitäts-Bundle komplementiert Dienste, die ihr Geld anders verdienen. Vielleicht wird aber auch ein nächstes Basecamp daraus, wer weiß.

Egal wie die Geschichte für Quip ausgeht, mir erscheinen die 15 Millionen US-Dollar an Risikokapital, die das elfköpfige Team bislang einsammelte, als clever investiert. Hier entsteht a) sichtbar gute Software für einen b) Markt der überschwemmt wirkt, aber immer noch neue Ideen aufsaugt. Von Quip hören lesen wir noch.

‚The Magazine‘ schließt im Dezember

IPhoneBlog de The Magazine

The sad truth has been that, while profitable from week one, the publication has had a declining subscription base since February 2013. It started at such a high level that we could handle a decline for a long time, but despite every effort — including our first-year anthology crowdfunded a bit under a year ago — we couldn’t replace departing subscribers with new ones fast enough.

Glenn Fleishman

The Magazine startete als iPad-App und verabschiedet sich im Dezember als iPad- und Web-Publikation. Glenn Fleishman übernahm die werbefreie Abo-App im Mai 2013 von Marco Arment. Schwindende Abonnenten sind der Grund für das Betriebsende aber nicht die Ursache. Das Überangebot an anderem ‚Zeug zum Lesen im Netz‘ ist es.

Klassische Zeitungs- und Zeitschriftenabos, so sympathisch sie wie in diesem Fall auch sind, bleiben Paywalls. Und Paywalls funktionieren beim heutigen Alternativangebot, das sich anders trägt, nicht mehr (so gut wie wir ursprünglich einmal dachten).