‚Discworld: The Ankh-Morpork Map‘ – oder die schnellsten 12.99Euro (iPad; Link), die ich je im App Store ausgegeben habe. Und ja, die (englischsprachige) App ist exakt so großartig wie es der Trailer verspricht.
At one time, Pratchett declared that the Disc and Ankh-Morpork (two of the mapped regions) were unmappable.
„The reason I said it was unmappable was in those [other, traditional] fantasy books, the map was clearly drawn before the event. What we did was, after twelve, thirteen, fifteen books, then we mapped it. But the point is we mapped what was in the books. In other words, the landscape was created, then the landscape was mapped. We didn’t map and then, as it were, create the landscape based on the map. And indeed, the very act of mapping gave me fresh ideas and locations and the nature of the city of Ankh-Morpork.“
Seit Donnerstag teste ich Mailbox (kostenlos; App-Store-Link) – die App mit der Warteschlange.
Der Hype war im Vorfeld perfekt aufgeschaukelt, das Review-Embargo zum Download-Start durchexerziert (1, 2 oder 3) und die Wartemarken, die die Anwendung gegen eine Registrierung herausrückt, sind das finale Puzzlestück der Inszenierung. Damit gehörte das vergangene Wochenende einer iPhone-Email-Anwendung für Gmail-Kunden.
Grundsätzlich verwundert das jedoch nicht: Sparrow erzeugte ein ähnlich großes Aufsehen. Die Gründe ähneln: Dem App Store mangelt es an guten E-Mail-Apps. Hinzu kommt, iOS lässt weiterhin nicht zu, Standard-Anwendung festzulegen. Alleine dieser Umstand treibt Nutzer mit rebellischem Gemüt zu anderen Programmen. Gleichgültig, dass für ein bisschen Push-Action alle E-Mails über die Server des Start-ups getrieben werden. Ein ‚Privacy Problem‚? Mit Blick auf die Warteschlange scheint dem nicht so.
Ich habe zwei klare Probleme mit der Anwendung – einmal technisch, einmal politisch.
Mailbox geht von der Annahme aus, das ich die Kontrolle über mein Posteingang verloren habe. Es setzt auf Zuordnung, Kategorisierung und Erinnerungen. Mails lassen sich beispielsweise ausblenden und erscheinen nach einigen Stunden erneut in der Inbox. Klingt nicht dumm, aber so arbeite ich nicht. Öffne ich Mail, beantworte oder lösche ich Nachrichten. Nur in ganz ausgewählten (hartnäckigen) Fällen leite ich elektronische Post an meine ToDo-Liste in OmniFocus weiter.
Keine App setzt deutlichere Zeichen für eine freundliche Übernahme. Sparrow verlangte für sein Produkt Geld; Mailbox skaliert ausschließlich über Accounts. Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren wenn IMAP-Postfächer im nächsten Update als In-App-Kauf angeboten werden. Solange jedoch die Prioritäten so eindeutig in Richtung Aufkauf ausfallen und völlig offen ist, wie Orchestra Geld verdienen möchte, ist das für mich als Kunden nicht sehr reizvoll.
Mailbox könnte sich die benötigten Server-Ressourcen für den derzeitigen Ansturm mit Leichtigkeit erkaufen wenn sie für ihre Anwendung Geld verlangen würden. Tun sie aber nicht. Das ist eine klare Aussage.
Trotzdem ist zu betonen: Mailbox sieht wundervoll aus und stellt clevere Gesten bereit, die insgesamt den Umgang mit Emails freundlicher gestalten. Das ist viel Wert. Auch deshalb, weil es (wie bereits betont) eine Unterversorgung von mobilen iOS-Mail-Clients gibt. Zugegeben: Mit Unterstützung von anderen Email-Anbietern würde ich die Anwendung als meinen (Standard-)Mail-Client ausprobieren (Google-Apps-Konten lassen sich nur über ihre primäre Domain eintragen).
Zu wünschen ist dem Team, dass sie den richtigen Spannungsbogen finden, um den inszenierten Start-Hype rund um die Wartenummern, erfolgreich in aktive Nutzer zu konvertieren. Weil: Wann ist der Zeitpunkt erreicht, wenn Leute die App löschen weil sie sich innerhalb von drei Tagen nur um 200.000 Position ’nach vorne‘ bewegt haben?
Wer nach einem Gefühl für diese Gratwanderung sucht, die das Start-up gerade durchmacht, schaut in die App-Store-Rezensionen (Spoiler: aktuelle Durchschnittswertung weltweit: 2.5 Sterne).
„Infinity Blade profitabler als Gears of War“ – die vielzitierte Presseschlagzeile war schon im letzten Sommer (ohne weitere Erklärung) Quatsch. Vergangenen Freitag stellt sich heraus: Epic Games schließt die Impossible Studios mit 36 Mitarbeitern und legt Infinity Blade Dungeons vorerst auf Eis.
In addition to providing Impossible Studios employees with 3 months of severance pay, we’ll be giving the team the opportunity to form a new company with the Impossible Studios name and the awesome Impossibear logo.
Das die populäre Marke Infinity Blade allerdings länger ohne Perspektive verweilt, glaubt doch bitte keiner. ‚Dungeons‘ sah bereits im letzten März auf dem Apple-(iPad-3)Event vielversprechend aus.
Apropos vielversprechend: Episode 3 von Real Racing kündigt sich offiziell für den 28. Februar an – wie bereits erwartet.
Mit Vorfreude ist auch ‚Galaxy on Fire – Alliances‘, ein MMO von Fishlabs Entertainment aus Hamburg, zu betrachten – auch wenn’s damit noch bis Q3/2013 dauert. Dafür ist das HD-Remake des preisgekrönten Weltraum-Shooters der Franchise, ‚Galaxy on Fire 2 HD‚ (kostenlos; universal; App-Store-Link), dieser Tage kostenlos aus dem App Store zu laden (und verdient Geld mit In-App-Käufen).
Oder man investiert 89 Cent in die Dreamcast-Ikone ‚Jet Set Radio‚ (4.49€ -> 0.89€; universal; App-Store-Link). Oder, oder…oder.
Der Sprung auf den Fernseher ist a) lediglich eine Frage der Zeit und b) dann mit Fokus auf Games. Im Gegensatz zu den immer neu aufgewärmten Content-Hollywood-Deals wird übersehen, das bereits ein gigantisches Entertainment-Angebot – abseits von Filmen und TV-Serien – in iTunes existiert, das nur auf die TV-Freigabe wartet.
Es gibt Spiele, die suchst du dir nicht aus. Es gibt Spiele, die suchen dich aus.
Hui, klingt das kitschig. Und abgedroschen. Doch After Burner, ab heute als ‚Climax‚-Portierung (basierend auf der zwei Jahre alten Xbox- und Playstation-Umsetzung) im iOS-App-Store (2.69€; universal; Link), ist für mich persönlich so ein klassischer Fall von ‚nie gesucht aber immer gefunden‚.
Als Kind in der Spielhalle, natürlich im südlichen Sommerurlaub, konnte man nicht am überragenden Automaten-Original vorbeischauen. Ich hatte noch keine Ahnung von Top Gun und wusste nicht wer Tom Cruise ist, aber der Himmelstürmer neben Space Harrier und OutRun produzierte Bilder in meinem Kopf, die sich bis heute nicht löschen lassen.
Erst Jahre später, beim Aufkauf alter Mega-Drive-Cartridges und Saturn-CDs (ich wuchs als Nintendo-Kind auf), fiel mir After Burner II in die Hände und schrie nur laut: „Fire! Fire! Fire!“ Und dann stolperte ich, wie jeder eingefleischte Dreamcast-Fan – erneut zufällig – in Shenmue über den virtuellen Spielautomaten.
Und auch die iOS-Version traf mich unvorbereitet am Wochenanfang in Form einer Testversion. Niemand hatte den iPhone- und iPad-Ableger ‚auf dem Schirm‘ – ich schon gar nicht.
Langes Intro, keine Pointe. Alle Impressionen der aktuellen iOS-Fassung, ohne nostalgisches Geschwafel, habe ich versucht ansprechend zusammenzuschnipseln und auf 1.5 Videominuten zu komprimieren.
Der Branchenverband Bitkom veröffentlichte zum Wochenanfang eine Pressemitteilung über eine von ihm in Auftrag gegebene Studie. Die Kernaussage lautet: „Zahlungsbereitschaft für Apps steigt„. Zwei Stichpunkte verraten den Rest der Ergebnisse: a) „38 Prozent der Smartphone-Besitzer laden kostenpflichtige Apps herunter“ und b) „jeder Sechste installiert überhaupt keine zusätzlichen Programme„.
Ohne Rückfragen oder kritische Würdigung kopierte sich die Meldung über die 1004 befragten Bundesbürger durchs Netz – wie so häufig; wie so häufig ohne zusätzlichen Informationsgewinn.
(M)eine Nachfragen zu den „repräsentativen Daten“ bei Bitkom ergeben:
Die Umfrage beschreibt die Bereitschaft von finanziellen Investitionen und nicht die tatsächlichen Ausgaben.
Das Meinungsforschungsinstitut Forsa, das die Erhebung im Auftrag durchführte, definierte nicht übergreifend den Begriff ‚Smartphone‘ oder Merkmale, die eine Unterscheidung zu Feature-Phones zulassen (Betriebssystem, Mobilfunkvertrag, etc.). Die exakte (und einzige) Fragestellung, die als Teilnahmebedingung gewertet wurde, lautete: „Nutzen Sie ein Smartphone – also ein Mobiltelefon, mit dem das Internet genutzt und auf dem Apps installiert werden können?„.
Das Durchschnittsalter aller gültigen Teilnehmer beträgt 48 Jahre.
Mir liegt es fern sich ausschweifend mit der Methodik und dessen Aussagekraft (Plattformunterschiede, Zahlungsmethoden, Reklame-Kundschaft, etc.) auseinanderzusetzen. Bereits der (hohe) Altersdurchschnitt beim (jungen) Thema ‚Smartphone-Nutzer‘ lädt dazu ein, die generelle Aussage „Zahlungsbereitschaft für Apps steigt“ zu hinterfragen oder mindestens zu spezifizieren.
Ich konnte nämlich keine Altersverteilung von Smartphone-Nutzern (in Studien) finden, bei der nicht mindestens 2/3 aller befragten Teilnehmer jünger als 40 Jahre alt waren (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, etc.).
Der Fotoguide (4.49€; universal; App-Store-Link) von Blue Box, im September 2011 hier zum ersten Mal thematisch angerissen, bekommt am heutigen Vormittag sein (radikales) Facelift für 2013. Die Optik ist angenehm hochauflösend, mit klaren Strukturen, die die erweiterten Inhalte in Text- und (interaktiver) Bildform übersichtlich aufbereiten.
Die lehrreichen Tipps und Tricks für lernwillige Fotografen liegen weiterhin auf Deutsch und Englisch vor. Neu ist: Die Sprachänderung wird nicht mehr durch die Betriebssystemsprache festgelegt sondern lässt sich innerhalb der App umstellen.
Kleine Randnotiz: Ich durfte ein Foto meines iPhone Classic der Kollektion beisteuern.
Das Update ist für den bestehenden Kundenstamm kostenlos. Blue Box hat mir zusätzlich 10 Promocodes zur Verlosung zugeschickt, die ich gegen einen kurzen Kommentar unter diesem Artikel gerne verteile. Aus (persönlichem) Interesse würde mich in eurem Beitrag interessieren mit welcher Kamera (beziehungsweise welchem Kameramodell) ihr derzeit bevorzugt Fotos schießt (DSLR, Point-and-shoot, iPhone, etc.).
Update: Vielen Dank für eure rege Teilnahme. Alle 10 Promocodes sind bereits unterwegs in die ausgelosten Postfächer.
Die Idee klingt cool: Unbegrenzt (Backup-)Speicherplatz mit einem ewigen Dateiversionsverlauf auf einer verschlüsselten Online-Festplatte, die von überall abrufbar ist. Im Gegensatz zu Dropbox verzichtet man auf eine ressourcenraubende Offline-Synchronisation; Uploads streamen im Stil von Netflix jedes Dokument, jeden Film und jedes Foto erst nach Aufforderung.
Die Herausforderung ist, eure persönliche Datenwolke pfeilschnell anzubinden und durch cleveres Caching die häufig frequentierten Ordner vorzuhalten. Mit diesem Ziel springt Bitcasa heute aus seiner Beta-Phase und lädt zur Einschreibung. 10 Gigabyte beinhaltet das Gratis-Paket; 69 US-Dollar kostet aktuell die erste Jahresmitgliedschaft*, bei der alle (Speicherplatz-)Barrieren fallen. Wer sich über diesen Link anmeldet, erhält einen Gratis-Monat ‚Infinite‚ (und ich im Gegenzug nichts).
Zusammen mit dem Webdienst findet sich auch eine iOS-Anwendung in Version 1.0 im App Store ein (kostenlos; universal; Link). Die Software ist derzeit nicht mehr als ein rudimentärer Dateibrowser mit Suchfunktion und (automatischer) Foto-Upload-Option. Der iOS-Client geht zum Start von einem Projekt in dieser Größe in Ordnung, von der Mac-Software hatte ich mir mehr erwartet. Für einen ausführlichen Testlauf lade ich aktuell meine Fotobibliothek vom iPhone aus in den Cloudspeicher – noch 2.300 Bilder stehen aus und die virtuelle Festplatte am Mac ist unbenutzbar langsam. In der Beta-Phase verhielt sich die Desktop-Software zuverlässiger.
Wichtig zu wissen: Die Verschlüsselung ist proprietär und durchaus diskussionswürdig.
Das Bitcasa-Team bedient sich eines “Convergent Encryption” genannten Prozesses, um trotz der anwenderseitigen Verschlüsselung [eine] Deduplizierung durchführen zu können. Das Startup ist also in der Lage, anhand der Struktur der verschlüsselten Dateien Duplikate zu identifizieren, ohne genauen Einblick in die jeweilige Datei zu erhalten.
Wie verlässlich der Service nach dem heutigen Start verbleibt, muss sich erst noch beweisen, klar. Ein Testlauf von Bitcasa ist jedoch keine Zeitverschwendung – insbesondere wenn man sich den Preis- und Funktionsvergleich mit klassischen Festplatten vor Augen führt.
* Teilnehmer der Beta-Phase verwenden bei der Anmeldung den Coupon-Code BETATHANKS um für $49 US-Dollar ins erste Jahr einzusteigen.
Amazon today announced another new way for app and game developers to make money on Kindle Fire—introducing Amazon Coins—the new virtual currency for purchasing apps, games and in-app items on Kindle Fire.
Amazon verkauft ‚Coins‚ als neues Feature (ab Mai für US-Entwickler/Kunden). Ich halte Abrechnungen in digitalen Münzen für nutzerfeindlich weil es den erlernten Symbolwert einer Währung mit Absicht intransparent gestaltet.
Für jede Umrechnung muss man nachschlagen um eine Vorstellung davon zu entwickeln was 400 Microsoft Points oder 56 Facebook Credits bedeuten (oder akzeptieren nur mit einer groben Preisvorstellung zu leben). Mit einem ‚Guthabenkonto‚ geht man generell in Vorleistung. Man bezahlt nicht bei der tatsächlichen Nutzung seine 89 Cent sondern hortet (vorab) einen größeren Betrag auf einem Account. Das Phantasie-Zahlungsmittel bindet an einen einzelnen Anbieter.
Hinzu kommt: Coins investiert man gedanklich leichter; der Button mit €-Symbol schreckt ab – auch wenn der numerische Betrag bei den goldenen Dukaten höher ausfällt. Im Fall des Amazon-Tablets, das in Nordamerika bei geschätzten 7.7-Prozent Webtraffic verweilt, scheint der albernen Umrechnungskurs (laut FAQ) auf ‚1 Coin = 1 Cent‚ anvisiert.
Mein rhetorische Frage lautet daher: „Welcher Kunde will so etwas?“