Die @MediathekApp stellt heute „aus rechtlichen Gründen“ den Betrieb ein und die ARD startet zum Jahresauftakt den Live-Stream für sein komplettes* Fernsehprogramm unter live.daserste.de beziehungsweise m.daserste.de/#live – ohne IP-Sperre, für mobile Geräte mit Flash-Verzicht und der gewohnten iOS-AirPlay-Freundlichkeit.
* Die Ausstrahlung von Boulevardmagazin ‚Brisant‘ quittierte der Live-Stream heute mit den Worten: „Dieser Beitrag steht Ihnen aus rechtlichen Gründen leider nicht zur Verfügung. In Kürze geht es weiter.“
Wie sich bereits im untersagten Eilverfahren abzeichnete, scheitert auch in der Hauptverhandlung Apples Klage gegen Amazon über den Begriff ‚Appstore‚, der laut einem US-Gericht nicht als irreführende Werbung gewertet wird. Ein großer Sieg ist das jedoch nicht. Es stehen weiterhin eine Handvoll Anschuldigungen aus Cupertino gegen den Online-Händler aus, darunter der Vorwurf der Markenrechtsverletzung.
Apple asserts that its APP STORE offers many more apps than Amazon’s does, and that the apps are “seamlessly integrated” with all Apple devices. However, there is no evidence that a consumer who accesses the Amazon Appstore would expect that it would be identical to the Apple APP STORE, particularly given that the Apple APP STORE sells apps solely for Apple devices, while the Amazon Appstore sells apps solely for Android and Kindle devices.
Auch wenn dieser Entscheidung die Signifikanz fehlt, erscheint mir die Dokumentation wichtig. Der Kampf um den (nach meiner Auffassung) generischen Begriff ‚App Store‚ ist aktuell ähnlich bedeutend wie Microsofts hart erkämpfte Bezeichnung ‚Windows‚ – sagt Apple.
In a none-too-subtle dig at its longtime rival, Apple points in part to Microsoft’s own defense of one of its most valuable trademarks.
„Having itself faced a decades-long genericness challenge to its claimed WINDOWS mark, Microsoft should be well aware that the focus in evaluating genericness is on the mark as a whole and requires a fact-intensive assessment of the primary significance of the term to a substantial majority of the relevant public,“ says Apple in the filing. „Yet, Microsoft, missing the forest for the trees, does not base its motion on a comprehensive evaluation of how the relevant public understands the term APP STORE as a whole.“
Hundreds (2.69€; universal; App-Store-Link) fühlt sich wie eine Partie Daumen-Wrestling mit sich selbst an. Wer den Titel nur heraushebt weil er von Semi Secret Software, den Köpfen hinter Canabalt stammt, wertet viel zu kurz.
Greg Wohlwend, der sich unter anderem bei Solipskier einbrachte, baute von einigen Jahren die Flash-Version um die Browser-Plugin-Sprache zu lernen. Schon damals war klar: Hundreds gehört auf Touchscreens, wo es nach einem Jahr Arbeit mit drei weiteren kreativen Köpfen heute landet.
Die Mischung aus Puzzle und Geschicklichkeit erfordert kein Tutorial; nach den ersten Leveln weiß man um das Multitouch-Fingerspiel. Nach den ersten (leicht zu meisternden) Welten dreht der minimalistische Schwarz-Weiß-Rot-Kosmos ab Herausforderung 25 richtig auf und lässt nicht so schnell mehr los.
Das Thema App-Store-Piraterie kocht über die Feiertage mal wieder in den Medien auf; in der ‚Szene‘ kühlte es nie ab. Die Logs der bestohlenenEntwickler sowie das Gejammer über geplünderte iTunes-Accounts sprechen eine deutliche Sprache.
Zum Jahreswechsel räumte eine der bekannteren Anlaufstellen, dessen Angebot die zugrundeliegende Idee des Jailbreaks täglich neu in Verruf riss, die Bühne. Genau wie Torrentfreak glaube ich die fadenscheinige ‚Unsere-Foren-waren-so-leer‚-Begründung nicht.
Also, Installous was used by millions and served up ads each and every time someone carried out a key app-related action within the software. Regardless of whether the Hackulous forums were doing well or not, Hackulous was still installed on millions of machines leading to (presumably) some half-decent advertising revenue to fund the project and more. It’s difficult to see why that would be terminated due to a quiet forum.
Die darauf folgende Geschichte bereiten Heise Security und The Next Web, soweit bislang Informationen vorliegen, übersichtlich auf.
Die Betreiber chinesischer Warez-Portale haben einen Trick gefunden, um Raubkopien von iOS-Apps auch für Apple-Geräte anbieten zu können, mit denen kein Jailbreak durchgeführt wurde.
Das Traurige an der verschwendeten Zeit, die jemand dafür opfert, um die nächsten zwei iTunes-Dollar zu sparen: Sein Benehmen grätscht der legitimen Kritik an digitalen Medien (und ihrer Distribution), wie beispielsweise einer unpassenden Preisgestaltung (Stichwort: eBooks), fehlenden Demo-Versionen zum Probespielen oder die bewusst beschnittene Verfügbarkeit (DVD-Regionalcodes, umständliche Downloads, nur eine begrenzte Anzahl von autorisierten Geräten, etc.), brutal zwischen die Beine.
Do Not Disturb scheduling feature will resume normal functionality after January 7, 2013. Before this date, you should manually turn the Do Not Disturb feature on or off.
Apple beherrscht das Tagesgeschehen mit Geschichten, die bei keinem anderen Telefonanbieter auch nur eine Schlagzeile erzeugt hätte. Der ‚Do Not Disturb‚-Bug ist trotzdem peinlich und die (offizielle) Bitte um ein wachsames Auge auf die ‚planmäßige‚ Schaltung bis nächsten Montag macht es nicht besser.
Schöne Ad, böser Traum. Apples Reklame für die iOS-6-Funktion ‚Nicht stören‚ erscheint an einem Tag, an dem sie für einige Nutzer versagte.
Unabhängig davon wie viele Geräte (unter welchen Voraussetzungen) betroffen sind (was ich trotz diverser Rückmeldungen nicht eingrenzen kann), reiht sich der Fehler in die peinliche Serie von Apples Zeit- und Datums-Patzern ein.
Phoster (universal; App-Store-Link), ewig alt aber seit gestern erstmals kostenlos, gestaltet aus eigenen Foto-Erinnerungen (Zeitschriften-)Cover, Poster und Flyer.
Vielleicht brachte euch die letzte Nacht den einen oder anderen Schnappschuss ein, den ihr heute stilvoll veredelt auf Facebook schieben möchtet?
146 Kommentare begleiten die Zeilen von TNW-Mitbegründer @Boris und ergießen sich in der bekannten (und mittlerweile recht langweiligen) Auseinandersetzung zwischen iOS und Android. Die Unterschiede zwischen der quantitativen Anzahl verkaufter Telefone und Tablets sowie dessen qualitativen Verwendung bezweifelt keine Statistik. Stichwort: Web-Nutzung.
Die interessante Aussage verbirgt die letzte Passage:
We tried an Android magazine, and found out it just isn’t worth the effort. Does that mean that Android sucks? Ehm, no, and there is no reason to tell us how cool Android is in the comments, because we understand it is. It just means that with the current state of technology and the way the market is divided we can’t afford to invest in it anymore.
Nur damit es deutlich wird: Für ein reines Online-Magazin lohnt es sich (finanziell) nicht, eine spezielle Tablet-Edition zu veröffentlichen. Auch wenn’s hier nur um die Android-Ausgabe geht, ist das ein arg niederschmetterndes Resultat für die hoffnungsverliebte Branche von Zeitungen und Zeitschriften.
Nun kennen wir das Budget nicht, das TNW für die Umsetzung, Anpassung und Pflege bereit war, auszugeben. Die Inhalte liegen jedoch bereits digital vor, die Leserschaft kann wohl als technikaffin klassifiziert werden und ‚The Next Web‚ spielt bezüglich der Größe seiner Leserschaft auf Augenhöhe mit Top-US-Technikseiten wie Engadget.
Nur weil mittlerweile die Möglichkeit besteht, digitale Magazine zu erstellen, zu veröffentlichen und zu vertreiben, rettet dieser Umstand alleine keine klassische Print-Publikation. Schon jetzt ist zu beobachten wie andere Ansätze funktionieren (The Magazine) und man sich auf traditionellen Trampelpfaden verirrt (The Daily).
Das iPad dreht die Uhr für Verleger nicht einfach zurück. Wer geglaubt hat, die dunkle Zeit der kostenlosen Webseiten-Kultur hinter sich zu lassen, sollte aufwachen. Dieses Web, das wird durch mehr iPads und iPhones nur noch wichtiger.