M.I.C. Gadget: Bluetooth-Tastatur fürs iPad 2 (+ Video)

IPhoneBlog de Keyboard

Nach einigen Testwochen, die ich mit dieser, nicht von Apple lizenzierten Bluetooth-Tastatur für das iPad 2 verbrachte, kristallisieren sich zwei positive Eigenschaften heraus.

Punkt Nummer 1 ist offensichtlich: die Haptik. Auf den kleinen schwarzen Mini-Tasten kann man entgegen einem Touch-Bildschirm seine Finger ruhen lassen. Abgesehen vom Anschlagpunkt dürfte dies aktuell das größte Problem beim Tippen auf einem berührungsempfindlichen Display darstellen. Wann sich das ändert oder ob neue Gesten- und Spracheingaben einem Wandel zuvorkommen, mag ich nicht abschätzen. Fest steht jedoch, dass sich vor 15 Monaten niemand hat ausmalen können, größere Textmengen in 10-Finger-Haltung auf einem Touch-Display zu produzieren. Wie auch immer…

Punkt Nummer 2: Dieses preiswerte China-Keyboard (inklusive Versand zirka 45 Euro) gibt dem iPad eine aufrechte Standposition. Das klingt im ersten Gedankengang banal, verbirgt jedoch einen praktischen Vorteil. Dazu ein kurzer Ausflug in die Vergangenheit: Dem iPad-Case der ersten Generation (wer erinnert sich noch an den klobigen Neopren-Überzieher?) konnte man viele schlimme Dinge nachsagen, er balancierte jedoch in waagerechter Position rutschfest auf Oberschenkeln oder im Schneidersitz seines Nutzers. Das iPad 2 tut dies nicht. Weder komplett ohne ein Hülle aber auch nicht mit dem (vermeintlich cleveren) Smart Cover. Der bunte Apple-Deckel macht daher ausschließlich auf platten Oberflächen Sinn.

Nun möchte ich der Bluetooth-Tastatur nicht zu viele lobende Worte in die Schuhe schieben, da das iPad nicht verankert ist und dazu neigt nach hinten umzukippen. Fest steht jedoch, dass es eine umfangreiche Textproduktion in schwierigen Positionen (Konferenzen, überfüllte Seminarräume, etc.) ermöglicht. Um diese Stärke überhaupt zu entdecken, musste ich erst ein paar Wochen mit dem Accessoire verbringen.

DirektKeyboard *

Der Rest ist ehrlich gesagt Kleinkram. Die Schutzfunktion, bei der die Tastatur gleichzeitig zum Gehäuse wird, ist nett. Durch das erhöhte Gewicht von 307 Gramm jedoch nicht ohne Nachteil. Zum Vergleich: Apples Smart Cover wiegt 140 Extra-Gramm. Fein, dass der magnetische Verschluss den Bildschirm ausschaltet, wenn man das iPad kopfüber auf die Plastik-Tasten legt.

Die Schnellwahltasten an der Oberseite sind hilfreich um die Display-Helligkeit zu regulieren oder die Lautstärke auszuschalten. Da man für jede andere Geste jedoch auf den Bildschirm fingern muss, hält sich der Mehrwert in Grenzen.

Die Bluetooth-Verbindung ist praktisch, da das iPad waagerecht aber auch hochkant eingesetzt werden kann. In aufrechter Position ist das Übergewicht nach hinten allerdings deutlich spürbar. Die kabellose Freiheit bringt aber auch Nachteile. So habe ich mehrmals die leidvolle Erfahrung gemacht, dass sich das Keyboard ohne ersichtlichen Grund vom Tablet abmeldete. Entweder man wechselt danach in die Systemeinstellungen und erneuert die Bluetooth-Verbindung oder schaltet das Zubehör einmal komplett aus und wieder an. Wie man es auch macht, einige nervige Sekunden ziehen dabei ins Land.

IPhoneBlog de Keyboard 2

Zur Tastatur selbst: Mit dem US-Layout, insbesondere der verkleinerten Enter-Taste, muss man klarkommen. Die Knöpfe lassen sich softwareseitig natürlich aufs jeweilige Land einstellen. Entgegen einer klassischen Tastatur schrumpfte jedoch die Größe der einzelnen Tasten erheblich. Das benötigt Einarbeitungszeit. Vorteilhafter wäre hier der Verzicht, insbesondere vom überdimensionalen Caps Lock oder den Pfeiltasten, gewesen.

Um es deutlich zu sagen: Das M.I.C.-Accessoire macht aus einem iPad kein MacBook Air. Trotzdem erreiche ich sehr annehmbare Geschwindigkeiten beim Tippen. Diese hier zusammengetragenen 500 Wörter entstanden mit dem iA Writer innerhalb einer halben Stunde. Am Mac bin ich gewöhnlich nur ein paar Minuten schneller, bevorzuge jedoch eine angenehmere Auflage der Handballen und den wesentlich besseren Anschlag. Ein Vergleich, obwohl er sich ungehobelt aufdrängt, erscheint mir daher unfair.

*Alle selbstproduzierten Videos gibt’s auch als iTunes-Podcast – der sich weiterhin über eine kurze Bewertung freut…

Soulver – der Notizblock-Taschenrechner

Soulver löst für mich ein grundlegendes (Mathematik-)Problem: Es verbindet abstrakte Zahlenkolonnen mit realen Bezeichnungen.

DirektSoulver

Damit lassen sich Kalkulationen so aufschreiben, wie man sie auch aussprechen würde. Anstelle von 225 + 3 x 8 – 25% lässt sich nachvollziehbar zusammenrechnen: Der Preis für Konzertkarten, die anteiligen Kosten für dessen Anreise sowie irgendein beliebiger Rabatt, Umrechnungskurs oder Formel-Firlefanz. So ist auch nach einem durchzechten Festival-Wochenende noch zurückzuverfolgen, welche Kosten aufgelaufen sind und wie diese verteilt werden. Außerdem muss man nicht ständig zwischen Notiz-App und Taschenrechner wechseln – Soulver vereinheitlicht dies.

Die ‚Belege‘ synchronisieren sich vom iPad (4.99 €; App Store-Link) oder iPhone (2.99 €; App Store-Link) als einzelne .soulver-Dokumente auf die Dropbox, dessen Bearbeitung am Desktop mit der Mac-Software (19.99 €; MAS-Link), auch als kostenlose Test-Version, möglich ist.

(Danke, @hessi!)

Sprachsteuerung zeigt sich auf iOS-Tastatur

Mit iOS 5 Beta 5 zeigen sich erstmals Interface-Elemente für die bereits kräftig spekulierte Spracherkennung. Noch halten die laienhaft versteckten Symbole jedoch keine Funktionen bereit.

via 9to5Mac.com

Im Gespräch als Dienstleister ist weiterhin Nuance Communications, die mit Dragon Dictation (kostenlos; App Store-Link) eine bereits sehr vorzeigbare ‚Sprache-zu-Text‘-Software im App Store vorweisen können. Während in deutscher Sprache auch unflätige Schimpfwörter benutzt werden, weigert sich die englische Erkennung (immer noch) solche unartigen Ausdrücke auszuschreiben.

via Twitter@SonnyDickson

Mit iOS 3.0 wagte Apple erstmals den Versuch einer Sprachsteuerung, der bis zum heutigen Tag kläglich scheiterte. Nun scheint man starke Geschütze aufzufahren, von denen auch die ‚Bedienungshilfen‘ profitieren.

Zwei Fragen bleiben: Wie akkurat ist im alltäglichen Gebrauch eine solche Eingabemethode und nehmen Anwender eine solche Funktion überhaupt an. Beide Aspekte müssen nicht unbedingt mit einander zusammenhängen. Einen Praxisbericht über die Desktop-Software führte John Siracusa kürzlich in Hypercritical (02:06 – 09:58) aus. Er verfasste große Teile seines umfangreichen Lion-Review über ein Mikrofon.

Texteingabe per Sprache erinnert manchmal ein bisschen an die Unterstützung für externe iPad-Tastaturen. Nett, dass man eine Tastenschleuder für große Textproduktionen anschließen kann, ein Mainstream-Feature wird es jedoch trotzdem nie. Für Sprachsteuerung bleibt eine verklärte Zukunftsversion, dass sowas irgendwann einmal ganz groß wird…

Apple und Samsung toppen, Nokia und RIM floppen

IPhoneBlog de IDC 1

Grafik: IDC

Canalys und IDC sind sich einig: In Q2 2011 übertrumpft Apple seinen finnischen Konkurrenten Nokia und avanciert zum weltweit größten Einzelhändler für Smartphones. Die Finnen fallen vom Thron und landen lediglich auf Platz 3. Mit einem Wachstum von 380-Prozent gegenüber dem Vorjahr schnappt sich Samsung die zweite Tabellenplatzierung.

Marktforschungsunternehmens Canalys kritisiert, das Samsung aus Nokias schwacher Performance nicht mehr Kapital schlagen konnte.

‘Samsung has failed to fully capitalize on Nokia’s weakened state around the world, as the Finnish company rides out a challenging transitional period,’ said Jones. ‘It’s the best placed vendor to grow at Nokia’s expense, taking advantage of its global scale and channel reach, but it hasn’t yet done enough to capitalize on this, particularly in emerging markets.’

via Canalys.com

Research in Motion wird, genau wie Nokia, nach hinten durchgereicht. Im Vergleich zu HTC dürften wir im nächsten Quartal einen Positionswechsel verzeichnen. Besserung ist nämlich nicht in Sicht, wie der brandneue Bold 9900 – hier in einer aussagekräftigen Grafik dargestellt – beweist.

IPhoneBlog de Smartphone overview 1


iOS 5 Beta 5 steht für Entwickler bereit

Eine Samstagsveröffentlichung. Ich kann mich nicht erinnern, diese Freunde Freude bereits für eine iOS-Firmware geteilt zu haben?!

Das Entwickler-Update von iOS 5 (Beta 5 / Build 9A5288d) steht zum zweiten MalOver-the-Air‚ bereit, erfordert dafür jedoch zuvor ein komplettes Zurücksetzen des iPads, iPhones oder iPod Touches (-> Einstellungen -> Allgemein -> Zurücksetzen – Inhalte & Einstellungen löschen).

To install iOS 5 beta 5 using over the air software update, you must first erase all content and settings on your device by choosing Settings > General > Reset > Erase All Content and Settings. Over the air software update can be initiated on devices running iOS 5 beta 3 and later by choosing Settings > General > Software Update.

via Developer.Apple.com

Wer als Entwickler bereits die iCloud-Backup-Funktion ausprobiert, stellt danach seine Gerätedaten wieder aus dem Netz her.

IPhoneBlog de iOS Dev Center

Der Firmware-Download ist weiterhin auch über das Dev-Center zu beziehen, indem auch aktualisierte Versionen von Xcode, iTunes und den Apple TV bereitstehen.

Apropos Beta-Neuerungen: iOS 5 merkt sich den Synchronisations-Zustand von unterschiedlichen Rechnern in den Systemeinstellungen („iTunes Wi-Fi Sync“).

(Danke, Ben!)

Zum Saisonstart drei App-Einwechslungen: Sportschau, iLiga und Bundesliga Addicts

Um 20:30 Uhr stößt die Bundesliga auf eine neue Saison an. Um keine kostbare Zeit in der App-Store-Grabbelkiste für gute Anwendungen zu verschwenden, hier drei kostenlose Download-Empfehlungen, die alle News rund ums runde Leder abgrasen.

Sportschau (App Store-Link), seit Januar 2011 mit einem unspektakulären, knochentrockenen aber immer gut recherchiertem Überblick.

iLiga (App Store-Link), der alteingesessene Platzhirsch, hat innerhalb der letzten drei Jahre (!) Durchhaltevermögen bewiesen. Aus der ehemaligen ‚Ticker-Bude‘ ist ein komplettes Nachrichtenportal entstanden, das mittlerweile auch auf dem iPad (App Store-Link) angekommen ist.

Bundesliga Addicts (App Store-Link), der junge Herausforderer, von den Lesern des britischen Weblog EPL Talk bereits ausgezeichnet, trumpft mit einer ausgefuchsten Fußball-Suchmaschine auf. Diese listet relevante Online-Artikel auf und schnürt daraus Tipp-Empfehlungen. In der ersten Version für die deutsche Liga noch mit einigen Tippfehlern, aber gelungenem Design und durchaus heiterem Werbespot.

Der Kleingeld-Tod: In den ‚BookBook‘-Club dürfen nur Kreditkarten und Apples iPhone 4

Ich lebe aktuell in einem Land, das ohne die überflüssigen Ein- und Zwei-Cent-Münzen auskommt. Genau genommen bin ich hierzulande, seit zirka einem Jahr, komplett bargeldlos unterwegs. Jedes 50-Cent-Brötchen wird mit Kreditkarte bezahlt. Das vereinfacht die Suche nach einem Portemonnaie erheblich.

IPhoneBlog de BookBook a

Das BookBook von Twelve South, hier bereits mit schmackhaftem Video vorgestellt, ist aufgrund meiner beschriebenen Situation ideal. Nicht perfekt, aber ideal.

Drei Scheckkartenfächer bieten Platz für die Kreditkarte, den EU-Führerschein und einen neuen deutschen Personalausweis. Die zwei zuletzt genanten Vertreter besitze ich in den erforderlichen Abmessungen (85,60 x 53,98 mm) noch nicht – aus diversen Gründen. Wer noch einen ganz alten (rosaroten) Führerschein sein Eigen nennt, schiebt diesen mit etwas Fingergeschick in ein größeres Fach unterhalb die drei Bankkarten-Slots. Eine Beeinträchtigung beim Zuklappen entsteht dadurch nicht. An dieser Stelle ließen sich auch einzelne Euromünzen einklemmen – wenn’s unbedingt sein muss.

Hosentaschen-Tauglichkeit attestiere ich der Bücherrahmung durchaus. Als Rechtshänder lassen sich alle Display-Pixel erreichen. Wer mit der linken Hand seine Gesten ausführt, wird sich hier nicht zu Hause fühlen. Kollege Schilling merkt in seinem Praxistest (nachvollziehbar) an, dass auch Vieltelefonierer durchs notwendige Umschlagen des Buchdeckels mit ähnlichen Problemen kämpfen.

IPhoneBlog de BookBook c

Unbestritten: Die Geldbörse mit iPhone-Case fühlt sich wie alle Twelve-South-Produkte unglaublich wertig an. Es wird bedacht, das der Zugang für Kopfhörerkabel nicht beeinträchtigt ist. Auch die Lautstärke-Buttons (+ Stummschalter) lassen sich weiterhin gut bedienen. Eine Aussparung für die rückseitige iPhone-Kamera fehlt. Für den schnellen Schnappschuss löst man eine Lasche und schiebt dann das Telefon einige Zentimeter aus der Hülle. Die ersten Versuche gelingen nur behäbig.

IPhoneBlog de BookBook b

Der teure US-Versand dürfte in ein paar Wochen hinfällig sein, wenn das BookBook auch deutsche Händler im Programm führen. Wer bereits jetzt mit einer Geldklammer sein Tagesgeschehen bestreitet, freut sich darüber das iPhone 4 zusätzlich gut aufgehoben zu wissen. Wer sein Portemonnaie mit Kleingeld, Kassenbelegen und Bonus-Stempelkarten vollstopft, spart sich die (voraussichtliche) Investition von 50 Euro.

The Sound of Berlin: ✓ 10 stories ✓ 10 tours ✓ 10 audio-slideshows ✓ 61 min. runtime ✓ 300 exclusive photos

8.8-Prozent aller iPhoneBlog-Aufrufe stammen aus Berlin – Platz 1 für die Hauptstadt. ‚The Sound of Berlin‚ dürfte aber auch Nicht-Berliner interessieren. Wer Dokumentarproduktionen wie ‚Durch die Nacht mit…‚ mag, findet bestimmt auch Gefallen an diesem sehr eigenwilligen City-Guide.

Was fehlt, ist eine musikalische Untermalung. Ein Paul Kalkbrenner würde perfekt über die Text- und Bildstrecken trommeln.

DirektDEBUG

10 Touren, 10 Geschichten, 10 Audio-Slideshows mit 61 Minuten Laufzeit, 300 Fotos. Und damit der Rest der Welt auch was davon hat, in englischer Sprache.

via De:Bug

Die De:Bug-Produktion, stilsicher auf 443 Megabyte gequetscht, kostet als iPad-App 2.39 € (App Store-Link).