Galaxy Tab 10.1: Flash als Werbe-Zugpferd aber ohne Vorinstallation

Das Samsung Galaxy Tab 10.1 reiht sich als ernsthafte iPad-Konkurrenz ins Verkaufssortiment. Dies liegt hauptsächlich an der nahezu identischen Gehäuseabmessung inklusive dessen Gewicht sowie dem unmodifizierten Android-3.1-Betriebssystem. Fein!

Warum jedoch weiterhin der offensichtliche Nicht-Vorteil von Adobe Flash als Verkaufsargument in den Vordergrund gestellt wird (00:30 min), will mir partout nicht einleuchten. Samsung anscheinend auch nicht…

But I would be remiss to ignore Adobe Flash. Samsung is making a big deal in its marketing material about Galaxy Tab 10.1 delivering the real web, because of Flash. So I was surprised when going to Hulu that Flash wasn’t installed on the tablet. Hulu redirected to the Android Market, where I downloaded and installed Flash.

via Betanews

The Tab 10.1 supports Adobe Flash, but my test unit came without Flash preinstalled. Nor did the unit have a shortcut on the desktop linking directly to Adobe’s Flash Player on the Android Market, as other Honeycomb tablets have done to handle the Flash installation conundrum (Flash is not native to the Android OS).

via PCWorld

Mittlerweile scheint die Leistungsstärke der Tablet-Hardware die offensichtlichen Adobe-Mankos auszubügeln (12:01 min) – der Wahnsinn in Tüten.

‚Tweetbot‘ – das eingenistete Twitter-Vögelchen

Die Erwähnung von Versionssprünge für Software spare ich mir an dieser Stelle gewöhnlich. Für Tweetbot (1.59 €; App Store-Link) muss jedoch eine Ausnahme her.

Seit April ist der ‚Twitter-Client mit Charme‚ fest in meiner untersten iOS-Menüzeile verankert. Tweetbot ist morgens die erste App, die ich öffne und am Abend der letzte Blick, den ich gewöhnlich aufs iPhone werfe. Das liegt vornehmlich daran, dass der Kurzmitteilungsdienst immer noch keine hauseigene Synchronisation für den Lesestand mitbringt. Wenn ich am Rechner unterhalb des Tages Echofon verwende, muss abends noch kurz die letzte ‚Timeline-Position‘ aufs iPhone fliegen – sonst gibt’s am Morgen zuviel Sucherei.

Das überhaupt beste Feature an TweetBot ist der Umgang mit gigantischen Tweet-Ansammlungen – und ja, ich gestehe meine Twitter-Timeline jeder Nacht nachzulesen. Dazu lädt die App den ‚verpassten‘ Inhalt oberhalb der aktuellen Leseposition nach. Vielleicht nur ein Detail, aber für mich mittlerweile unverzichtbar.

Ansonsten halten viele Detail-Verbesserungen wie eine Pinboard– oder Bit.ly-Pro-Unterstützung Einzug in Version 1.2.

AirPort-Konfiguration am iPhone

Kurz vor dem WWDC-Start breitete sich ein Gerücht über die ‚iCloud auf der Time Capsule‚ aus. Obwohl’s logisch klang, stellte es sich als völliger Quatsch raus. Trotzdem bleiben Apples Router im Gespräch: Die erste iOS-5-Beta soll AirPort-Basisstationen (Affiliate-Link) konfigurieren. Auf vielen Entwicklergeräten scheint der Menüpunkt jedoch (noch) nicht aufzutauchen.

IPhoneBlog de WiFi AirPort

via 9to5mac.com

Im Zuge der ‚PC-Free‚-Initiative, bei der Kunden ausschließlich mit iOS-Gerät(en) ‚überleben‘, macht das durchaus Sinn. Entgegen anderer Netzwerk-Hardware bieten die Apple-Produkte keine Webbrowser-Einrichtung an.

Auch in Deutschland: HP TouchPad startet Verkauf Anfang Juli

IPhoneBlog de TouchPad

Feine Konkurrenz-Nachrichten: HPs TouchPad mit webOS, Video-Telefonie, drahtloser Stromaufnahme und Pré-Zusammenspiel startet seinen US-Verkauf am 01. Juli 2011 für $499 (16 GB) und $599 (32 GB) US-Dollar. Für UK, Irland, Frankreich und Deutschland steht eine Veröffentlichung „wenige Tage später“ ins Haus.

Der Tablet-Mitstreiter unterscheidet sich vom iPad 2 durch die etwas dickere Gehäusetiefe (13.7mm gegenüber 8.8mm) und ein leicht erhöhtes Gewicht (plus 130g).

Mit dieser Terminankündigung erfüllen HP und Ex-Apple-Mitarbeiter Rubinstein ihren im Februar angekündigten Zeitplan.

Nachdem die erste Android-3-Hardware* und das Blackberry PlayBook enttäuschten, sitzen (meine) Hoffnungen auf ernstzunehmende Konkurrenz in der aufgekauften Palm-Franchise.

via blog.palm.com

*Motorola shipped 250,000 of its Android Honeycomb-based Xoom tablets in the first quarter of 2011, the company has told the Guardian.

via Guardian.co.uk

‚In-App‘-Kaufrichtlinien ohne Preisdiktat aber weiterhin mit offenen Fragen

IPhoneBlog de App Store Review Guidelines

Heise.de entdeckt: Aus alt…

11.13 Apps can read or play approved content (magazines, newspapers, books, audio, music, video) that is sold outside of the app, for which Apple will not receive any portion of the revenues, provided that the same content is also offered in the app using IAP at the same price or less than it is offered outside the app. This applies to both purchased content and subscriptions. [Emphasis added]

…wird neu:

11.14 Apps can read or play approved content (specifically magazines, newspapers, books, audio, music, and video) that is subscribed to or purchased outside of the app, as long as there is no button or external link in the app to purchase the approved content. Apple will not receive any portion of the revenues for approved content that is subscribed to or purchased outside of the app

via Macrumors

Die diskutierten Guidelines für In-App-Käufe enthalten nicht mehr den Passus, digitale Inhalte ‚zum gleichen oder niedrigeren Preis‚ anbieten zu müssen. Ein (Web-)Link auf externe Shops bleibt trotzdem untersagt.

Die Veränderung ist beachtenswert, galt (für mich) aber schon im Februar als schwierig umzusetzen:

Es muss (meiner Meinung nach) möglich sein, sein bestehendes Netflix-Konto oder seinen bezahlten Dropbox-Account am iPhone oder iPad einzutragen und ohne Probleme zu verwenden. Auch wenn es sich im weitesten Sinne um ein ‘Abonnement’ mit monatlich wechselndem Geldbetrag handelt.

Schön, dass diese praxisuntaugliche Passage gestrichen wurde.

Falls alle Verleger dazu berechtigt werden, eine kostenlose Digital-Beilage ihrer Publikation einem Print-Abo zu spendieren, dürfte die ehemalige Aufregung vom Jahresbeginn erheblich an Brisanz verlieren.

Damit können Verlagshauser nun beliebig teure ‚In-App‘-Abos verkaufen und die Apple-Steuer von 30-Prozent ausgleichen. Bereits bestehende Zugänge lassen sich übernehmen – der Condé-Nast-Verlag macht davon bereits Gebrauch.

An dem untersagten (Link-)Verweis zur Webseite könnten einige Interessenten jedoch scheitern und das (bequemere) ‚In-App‘-Modell verwenden. Die Verleger betonten mehrfach, dass ihnen der Verkaufspreis egal sei aber der fehlende Zugriff auf die Nutzerdaten das Problem darstellt. Mittlerweile scheint man entspannter und glaubt an hohe ‚Opt-In‘-Quoten:

Initially, publishers were worried, reasonably enough, that users would overwhelmingly say no. But they don’t. In fact, about 50 percent opt in.

via iPhoneBlog

Unter diesem überarbeiteten Regelwerk dürfte auch „Apples erstes 30-Prozent-Opfer„, die E-Book-App ‚iFlow Reader‘, zurückkehren. Jetzt wird sich zeigen, wie viel Publicity beim öffentlich inszenierten Abgang mit im Spiel war.

Trotzdem gilt: Solange wir keine praktischen Umsetzungen (von ausschlaggebenden Apps wie dem Amazon Kindle, Netflix, etc.) dieser Vorgaben sehen (Text-Erläuterungen scheinen nicht auszureichen), bleiben diverse Fragen und Anwendungsfälle ungeklärt.

‚Orientator‘: Gyroskop-Infos für (Entwickler-)Screencasts

DirektOrientator

Feine Idee aus der deutschen Entwicklerschmiede Boinx Software: iOS-App ‚Orientator‚ (kostenlos; App Store-Link) übermittelt iPhone- oder iPad-Lagesensoren an die Mac-Videosoftware BoinxTV. Als zusätzlicher Video-Layer lassen sich diese Infos auslesen, mitschneiden und ‚veredeln‘ anschließend Aufzeichnungen aus anderen Quellen.

Verständlich? Nicht wirklich. Hier ein Praxisbeispiel. Nehmen wir an, ich bin iOS-Entwickler eines Rennspiels und möchte – wie dies zum guten Ton gehört – ein Demo-Video meines Spiels auf YouTube stellen. Lediglich den Bildschirm mit einer Kamera abzufilmen, ist (qualitativ) begrenzt sinnvoll. Sich ausschließlich auf die direkte iPad-2-Bildschirmausgabe zu stürzen, verschmäht die (Lenkrad-)Bewegungen des Spielers. Ebenfalls suboptimal, weil ich natürlich zeigen möchte, wie temperamentvoll man am Touchscreen zappelt. Bleibt schlussendlich nur der iOS Simulator und viele Final-Cut-Stunden.

Mit uneingeschränktem Zugriff auf den Programmcode lässt sich jedoch das LibOrientator Framework in der eigenen App einflechten. Anschließend werden alle benötigten Sensor-Daten an die Desktop-Software weitergegeben. Für Entwickler ideal, für Screencast-Produzenten – ohne Source-Code-Zugang – wenig hilfreich. An dieser Stelle schaltet sich jedoch die iOS-App ‚Orientator‚ ins Spiel ein…

Mit ein bisschen Bastelgeschick klebt man ein Zweit-iPhone an die Rückseite des iPads. Das Telefon übermittelt per WiFi die erwünschten Positionsdaten an die Desktop-Software. Das iPad 2 hingegen kümmert sich wie bisher um die Video-Ausgabe vom Spiel. Filmschnipsel und Geräte-Positionen lassen sich anschließend gemeinsam in entsprechende Bild- und Darstellungs-Formate quetschen.

Kurze Nachbemerkung: BoinxTV leistet mir als Aufnahmesoftware über eine Intensity-Pro-Steckkarte und den ‚Digital AV Adapter‘ für die iPhoneBlog-Videopodcasts (iTunes-Link) bereits seit mehreren Monaten exzellente Dienste.

Gedächtnistraining mit Anfassgefühl: ‚Evernote Peek‘ schiebt digitale Lernkarten unters iPad-Cover

Evernote Peek (kostenlos; App Store-Link). Eine genauso clevere wie sinnvolle Werbeaktion!

DirektEvernote

Lernkarten sind von Vorgestern, unsere Notizzettel sind ohnehin digital. Egal ob spanische Vokabelbox oder der ‚Satz des Pythagoras‘: Evernote Peek versteckt Aufgaben unter der ersten Smart-Cover-Klappe. Dessen Antwort findet sich unter der zweiten Schutz-Lamelle. Komplett zugeklappt wechselt die App zum nächsten Lerninhalt.

Die abgefragten Notizbücher lassen sich über die (hinlänglich) bekannte Evernote-App anlegen. Den Lernstoff tippt ihr mit bis zu 50 Zeichen als Notiztitel ein. Im Textkörper findet sich mit maximal 250 Anschlägen dessen Antwort.

Wie von Evernote gewohnt, synchronisieren sich alle angelegten Sammelwerke plattformübergreifend. Lediglich ein kostenloser Account ist notwendig.

Klimbim aus iOS 5: Von der Twitter-Tastatur bis zum App-Wechsel über Fingergesten

IPhoneBlog de Twitter Keyboard

Die großen Kleinigkeiten kennen wir bereits. Hier ein erste Übersicht der bislang aufgestöberten Mini-Neuerungen aus iOS 5.

  • Die spezielle Twitter-Tastatur für Tweets (siehe Screenshot).
  • Ebenfalls in der Standard-Aufstellung: die Emoji-Tastatur.
  • Eine Warnung über unverschlüsselte Telefongespräche.
  • Der Kamera-Blitz signalisiert Anrufe und Benachrichtigungen (aus der Ferne).
  • Safari-Webseiten lassen sich im Hintergrund öffnen.
  • Das Wetter-Widget fragt die Positionsdaten zur Wetterbestimmung ab.
  • Pop-up-Anzeige im Podcast-Verzeichnis stellt längere Beschreibungstexte dar.
  • iMessage: Farbliche Unterscheidung zwischen SMS- und Chat-Nachricht; FaceTime-Link; kostenpflichtige SMS lassen sich komplett deaktivieren; Chat-Partner werden per Apple ID (iPod touch) oder Telefonnummer (iPhone) aufgespürt.
  • Google Maps bietet eine Option zum Ausdrucken von (Stadt-)Karten.
  • Der ‚Newsstand‘ lässt sich in keinen iOS-Ordner verschieben.
  • Mehrere App-Store-Downloads verlaufen nicht mehr nacheinander sondern gleichzeitig.
  • Einzelne Anrufe lassen sich aus der Gesprächs-Historie löschen.
  • Foto-App kann eigenes Album mit individuellem Namen anlegen.
  • Einzelne Songs lassen sich aus der iPod-App entfernen.
  • -> Einstellungen -> Töne -> ‚Kaufen Sie mehr SMS-Töne‘!
  • In den Code-Eingeweiden sollen sich namentliche Hinweise auf „iPad 3,1“ und „iPad 3,2“ verbergen.
  • Einstellungen -> Allgemein -> Benutzung liefert eine detaillierte Aufstellung welcher Song (welches Video oder welcher Podcast) wie viel Speicher belegen.
  • Bekannte iOS-Gesten zum App-Wechsel oder zur Rückkehr auf den Homescreen tauchen im offiziellen Werbevideo auf (Minute 0:28 + 5:43).
  • Die iPad-Tastatur lässt sich nicht nur aufteilen sondern auch vom unteren Bildschirmrand ‚abdocken‚.
IPhoneBlog de Connect
  • Detail-Notiz: iTunes Connect lässt Entwickler bestätigen, dass ihre App ein lupenreines Führungszeugnis besitzt.