‚Plex‘ feuert mit Version 1.1 dem Thema Medien-Streaming gehörig ein

Media Center Plex erreicht Version 1.1 seiner iOS-Software (3.99 €; universal; App Store-Link). Dem Update wurde eine überarbeitete Optik mit auf den Weg gegeben – siehe Screenshot-Vergleich der iPhone-Version (links alt / rechts neu). Die neue Gitternetz-Übersicht lässt die wirren Listen für eine Sortierung verschwinden. Diese sind ab sofort nur nur optional aufzurufen. Gut so.

Sowohl dadurch, als auch dem deutlich spürbaren Geschwindigkeitsschub, gelangt man flotter zu seinen Medien-Inhalten. Diese liegen weiterhin auf einem Windows- oder Mac-Server. Wer sich im gleichen Netzwerk befindet, dürfte bereits beim ersten Aufrufen der App die entsprechende ‚Sendestation‘ finden. Wer sich von ‚außerhalb‘ einwählt, muss ein paar (Dyn-)DNS-Strippen ziehen. Hier macht es AirVideo über den ‚Server PIN‘ seinem Benutzer leichter. Ansonsten legt Plex jedoch in allen Belangen zu und hält mittlerweile seine Nase auf gleicher Höhe in die Luft.

Insbesondere in puncto Bedienung: Plex fischt sich aus dem Netz die entsprechenden Meta-Informationen zum Film oder der TV-Serie und lässt euch nicht in einer Ordnerwüste zurück. Das sieht schlicht und ergreifend großartig aus. Aber auch technisch wird eher gesprungen als gehoppelt: ‚Direct Streaming‚ schleust kompatible Mediendateien mit geringer CPU-Beanspruchung auf das mobile Gerät. Das Plex-Entwicklerblog hat dieser Funktion einen kompletten, sehr lesenswerten, Beitrag gewidmet.

As you might know, the current standard for web video is H.264 (regardless of how Google tries to undermine it); this codec happens to be the most common inside an MKV file, and also the most commonly supported on mobile devices. Android and iOS devices support decoding H.264 in hardware directly.

What you might not know is that the iOS devices (especially the latest generation, including the ATV2) have incredibly powerful little chips inside them for decoding video. Even though the specs say they are capable of 720p, it turns out that they do a good job with a lot of 1080p content as well. So when a client connects to the Plex Media Server, it describes its capabilities, and if the file falls within the acceptable range, the video is simply copied over to the new format (a process known as re-muxing). This again means that there is very little CPU used on the server side, and no loss in quality in the video. Streams start up nearly instantly, and seek quickly. All of this without the need to jailbreak, or use any private APIs.

IPhoneBlog de Direct

Andere ‚Attraktionen‘ gefällig? Untertitel-Unterstützung, ‚Universal-Search‚ und ‚AirPlay‘-Videobildweitergabe. Weil die drahtlose Streaming-Lösung von Apple noch eine Handvoll Stolpersteine sein Eigen nennt, schaltet man die Funktion manuell unter den erweiterten Einstellungen frei. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, greift zum Kabel. ‚TV Out‚ schleicht sich ebenfalls neu in dieses App-Update.

Plex ist für iPhone und iPad bereits seit vergangenen August verfügbar. Der separate Entwicklungszweig vom Xbox Media Center reift bereits seit 2008. Die Plex-Serversoftware läuft bei mir seit einigen Monaten durchgehend auf dem MacMini ohne Probleme aufzuwerfen. Mit seiner jetzigen Erweiterung darf auch das iOS-Kind als Pflicht-Anwendung bezeichnet werden.

Ich hoffe, es wagt niemand das Wort ‚iTunes Privatfreigabe‚ in den Mund zu nehmen, solange diese Quellcode-offene Software-Kombi der Apple-Mediathek von allen Seiten den Podex versohlt.

Zweiter Anlauf: Zattoo schickt Live-TV-App ins Rennen

IPhoneBlog de Zattoo 1

In Zusammenarbeit mit TV Digital, der Axel-Springer-Programmzeitschrift, schickt Zattoo, die Internetplattform zur Übertragung von Fernsehkanälen, eine ‚Live-TV-HD‚-App aufs iPad (kostenlos; App Store-Link). Diese bietet über eine WiFi-Verbindung und eine deutsche IP-Adresse vier Sendestationen zum Probeschauen. Wer das gesamte Paket, bestehend aus 40 Kanälen, auf dem iPad konsumieren möchte, zahlt pro Monat 3.99 €. Außerdem gibt es ein 3-Monats-Angebot für 9.99 € oder ein komplettes Jahr zum Preis von 29.99 €.

Zattoo überträgt Sender wie ARD, ZDF, DMAX, NDR oder Sport 1 aus. Auch internationale Kanäle wie Al Jazeera, Bloomberg oder CNN International sind verfügbar. Für die großen deutschen Privatsender bestehen keine gültigen Ausstrahlungsrechte. In der Schweiz existieren die iOS-Apps – sowohl für iPhone als auch iPad (Link) – bereits seit einiger Zeit. Dort sind RTL, Pro7 und Co. frei zu empfangen.

Im deutschen IP-Adressbereich experimentierte Zattoo bereits mit einer Web-App Ende Februar. Als die Geschichte sich herumsprach und an Fahrt aufnahm, zog Zattoo das Angebot zurück. Der angebliche Probelauf kehrte bislang, auch nach der heutigen App-Veröffentlichung, nicht zurück. Die damals zu buchenden Tarif fielen zirka 50-Prozent preiswerter aus, als das jetzt veröffentlichte offizielle Angebot.

Zattoo Live TV HD ist ausschließlich für das iPad verfügbar, spendiert seine Video-Inhalte jedoch per AirPlay einem Fernseher, der mit einem Apple TV bestückt ist.

(Danke, edians!)

Apropos Fernsehen: Pay-TV-Sender ‚Sky‘ stellte in der vergangenen Woche seinen ‚Go‘-Tarif vor, dessen Eckdaten ich hier bereits Ende März vorgestellt habe. Mit der Umstellung auf die 12-Euro-Zusatzsteuer ging Version 2.0 der App-Store-App (kostenlos; App Store-Link) einher, die jedoch weiterhin auf die Ausstrahlung des Sport-Segments begrenzt bleibt. Einen detaillierten Blick auf das (Tarif-)Paket haben die Kollegen von Teltarif (1/2) geworfen.

Versandbestätigung für erste iPad-2-Besteller

IPhoneBlog de iPad2

Eine amtliche Anzahl von Zuschriften berichtet von bereits empfangenen Versandbestätigungen zum iPad 2 in Richtung Deutschland. Als Termin für die allerersten Besteller, die sich in der unerfreulichen Nacht- und Nebel-Aktion versuchten ein Gerät zu sichern, gab der Apple Online Store (Affiliate-Link) den 15. April als „voraussichtliches Versanddatum“ an.

Unterhalb der ausklingenden Woche änderte sich auf Apple.de die Lieferzeit auf mittlerweile zwei bis drei Wochen. Dies scheint sich jetzt auch auf die Erstbesteller positiv auszuwirken, deren Reservierung bis zum 14. April 2011 eintreffen soll.

Nichtsdestotrotz: Die getrennten Retail- und Online-Kontingente mit ihren stark abweichenden Verfügbarkeiten gehen nicht als glorreicher Verkaufserfolg in die Geschichte ein. Allerdings soll man sich natürlich nicht die Laune verderben lassen. Ich wünsche daher kräftige Vorfreude!

Danke, Sulay, Heiji und Burkhard!)

‚Atomix Mag‘ – das iPad-Videospiel-Magazin

IPhoneBlog de Atomix

Im Januar 2009 verkaufte der Ziff Davis Verlag Haus und Hof an UGO Entertainment. Neben 30 Entlassungen kehrte der neuer Inhaber die Kronjuwelen wie das EGM Print-Magazin oder den Videopodcast ‚The 1Up Show‚ unter den Teppich. Die wöchentlichen Episoden mit Diskussion aus den Games-Redaktionsräumen hinterließen nach 10 Staffeln eine gehörige Lücke. Insgesamt ein guter Nährboden für einige der ehemaligen Mitarbeiter, Cesar Quintero, Matt Chandronait, Jay Frechette, Ryan O’Donnell, Jason Bertrand und Rob Bowen, um sich mit mit dem Format CO-OP eigenständig aufzustellen – Area 5 Media nannten sie ihr Startup. Rund 60.000 Zuschauer und zwei Monate nach dessen Start nahm sich das Internet-TV-Netzwerk Revision 3 der Show an. Die gute Zeit währte jedoch nur 1.5 Jahre.

Lange Einleitung, kurzer Sinn: In den gestrigen Abendstunden veröffentlichte Area 5 in Zusammenarbeit mit dem südamerikanischen Verleger Atomix das erste iPad-Magazin (kostenlos; App Store-Link), das sich ausschließlich mit Videospielen beschäftigt und keinen Print-Bruder oder Webseiten-Schwager hat.

Ich mag die zugrundeliegende Ausrichtung sehr:

Atomix is not about review scores. It’s not about quick-headline news. Most importantly, it’s not dumbed down for mass consumption.

DirektAtomix

Der Monatspreis von 79-Cent als ‚In-App‘-Kauf fällt extrem überschaubar aus. Aber auch der Heftumfang mit rund 14 Stories ist ebenfalls nicht wuchtig. Trotzdem ist er unterfüttert mit Video- und Bildkompositionen. Clever: Die Artikel-Darstellung erfolgt grundsätzlich im Hochformat während Galerien durch Drehung des Bildschirms sichtbar werden. Highlights sind (natürlich) die eingebetteten Videos im CO-OP-Stil, von denen zukünftig gerne mehr auftauchen können.

Leider stockt die technische Umsetzung an einigen Stellen sehr. So rendert die Schrift beispielsweise beim Umblättern für einen Sekundenbruchteil störend neu. Bereits aufgerufene Intro-Videos für Artikel laden bei jedem ‚durchwälzen‘ noch einmal nach.

Nichtsdestotrotz: Wer den Jungs (für ihre jahrelange Arbeit) schon immer mal ein paar Cent zustecken möchte, bekommt hier kinderleicht die Möglichkeit. Im Gegenzug nimmt man an einer der ersten Inkarnation teil, in dem ein Rudel begeisterter Menschen ihrer Leidenschaft als kleine Eigenpublikation nachgeht.

Im App-Duell am iPad: Google vs. Bing

IPhoneBlog de Bing Google

Das kommt davon, wenn man nicht Standard-Suchmaschine auf einem System ist.

[app] ‚Witness‘ – Video-Überwachung mit Push-Benachrichtigung

IPhoneBlog de Witness

Das Mac-Programm ‚Witness‚ nutzt integrierte oder extern angeschlossene (Web-)Kameras und zeichnet im Stil eines Bewegungsmelders Foto- und Videomaterial auf. Diese Bilder(-Strecken) verteilt der Service anschließend per Push-Benachrichtigung an registrierte iPhones und iPads.

Die Sofort-Meldungen funktionieren erst seit dem heute veröffentlichten Update. Über das mobile Gerät lässt sich außerdem der ‚Überwachungs-Mode‘ aktivieren und deaktivieren. Um den Grusel-Faktor noch zu übertrumpfen: Die eingefangenen ‚Schnappschüsse‘ werden beim Betreiber gespeichert (Amazon S3), so dass diese vom Benutzer auch über den Webbrowser eingesehen werden können. Das erleichtert selbstredend die komplette Konfiguration, sollte jedoch jedem Anwender mehr als bewusst sein. Ein Blick in die FAQs sowie Privacy Policy gilt als Minimum-Voraussetzung – zumindest sollte dies meiner Meinung nach so sein.

Witness Remote (universal; App Store-Link) ist kostenlos. Die Desktop-App schlägt mit einmalig 30 Euro zu Buche. Weitere Kosten fallen nicht an. Sein belgischer Hersteller Orbicule ist in puncto Software für Diebstahl (im weitesten Sinn) nicht unbekannt. Mit Undercover und ‚Undercover Mobile‚ (3.99 €; universal; App Store-Link) bietet die Schmiede bereits Softwarelösungen zum Aufspüren unbeabsichtigt verschollener Geräte an.

Bericht: iOS 4.3.2 innerhalb der nächsten zwei Wochen

IPhoneBlog de iOS432

BGR.com stellt iOS 4.3.2 innerhalb der kommenden zwei Wochen in Aussicht. Deren Informationsquelle lag bereit mit iOS 4.3.1 richtig, auch wenn die zweiwöchige Veröffentlichungs-Zeitspanne stark unterboten wurde.

Mit Blick auf die vergangenen Termine für iOS-‚Sneak-Peaks‘, erscheint es mittlerweile unwahrscheinlich, dass eine Vorstellung von iOS 5.0 noch vor der WWDC 2011 erfolgt.

  • iOS 2.0 Preview – 06.03.2008
  • iOS 3.0 Preview – 17.03.2009
  • iOS 4.0 Preview – 08.04.2010

Apple kündigte außerdem die Entwicklerkonferenz bereits unter dem Titel „Join us for a preview of the future of iOS and Mac OS X“ an. Vorzeitige Einblicke bleiben daher unwahrscheinlich.

Dadurch dürfte auch die nächste Hardware-Generation vom ansonsten konstanten Sommertermin abrücken. Ein nächstes iPhone kommt nicht ohne nächsten iOS-Versions-Sprung. Als unwahrscheinlich gilt darüber hinaus, dass Apple nur einige Wochen nach der WWDC mit neuer Hardware anrückt. Lediglich ein Ausblick wäre denkbar. Ein iPhone-Release stände uns daher frühestens Ende Juli oder August ins Haus!?

In die gleiche (Termin-)Kerbe schlägt eine Aussage von Sony-CEO Howard Stringer. Dieser gab in einem Interview mit Walt Mossberg am vergangenen Wochenende sinngemäß zu Protokoll:

Our best sensor technology is built in one of the (tsunami) affected factories. Those go to Apple for their iPhones…or iPads. Isn’t that something? They buy our best sensors from us?

via 9to5mac.com

Das Wall Street Journal belegte die Aussage im öffentlichen Interview später:

Early on, he raised the irony of Sony supplying camera components for Apple devices. It “always puzzles me,” he said. “Why would I make Apple the best camera?”

via blogs.wsj.com

Analyst Yair Reiner (Oppenheimer & Co.) erklärt einen Zulieferwechsel von OmniVision zu Sony für die iPhone-, iPad- und iPod-touch-Kameras für ausgeschlossen. Analyst Ashok Kumar (Rodman Renshaw) hatte dagegen bereits im vergangenen Jahr die 8MP-Kamera von Sony vorausgesagt und anschließend seine Prognose in die tatsächlich verbaute OmniVision 5MP-Knipse geändert.

Wie dem auch sei. Ob Apple den diesjährigen Zeitplan für iOS und iPhone (geplant oder erzwungen) ändert, bleibt später zu klären. Es scheint jedoch so, als ob der iPhone-4-Oldie, welcher im 24. Juni seinen ersten Geburtstag feiert, auch diesen Sommer noch gegen junge Android- und Windows-Phone-7-Konkurrenten anzutreten hat.

[iOS-Game] Atari’s Greatest Hits (+ Video)

Das ‚Spiel der (App-Store-)Stunde‘: Atari’s Greatest Hits. Ein Gratis-Download, der sich anschließend per ‚In-App‘-Kauf mit Games nachrüsten lässt. Neben kleinen 79-Cent-Paketen kann auch der komplette Fundus aus 100 Spielen, ehemalige Automaten sowie Atari-2600-Titel, für 12 Euro, bezogen werden. Dieser wiegt auf dem iPad 68.5 Megabyte; ins iPhone quetschen sich 66.4 Megabyte Spielspaß.

DirektAtari *

Absolut lobenswert: Einige Titel sind mit einem Bluetooth-Mehrspielermodus nachträglich ausgestattet. Für die Retro-Werke sind in der Galerie Artworks, Box-Cover und beispielsweise Bilder der Original-Automaten hinterlegt. Wer sich einmal die Kollektion aus „Pong„, „Centipede“ oder „Tempest“ zugelegt hat, kann über den eigenen iTunes-Account diese auch auf anderen Geräten ohne Aufpreis noch einmal herunterladen.

Ich bin extrem gespannt, ob die im Januar angekündigte ‚iCade‚, das iPad-Mini-Arcade-Gehäuse, diese Retro-Sammlung unterstützt. Man kündigte damals zumindest schon entsprechende Verträge mit Atari an.

Apropos Pixel-Abenteuer: An dieser Stelle sei, thematisch passend, auf drei großartige Videospiel-Dokumentionen hingewiesen: ‚Tetris: From Russia With Love‚, ‚The King of Kong‚ sowie ‚Chasing Ghosts: Beyond the Arcade‚.

IPhoneBlog de iTunes Atari

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