Das im japanischen Tokio stationierte soziale Netzwerk GREE kauft sich für $104 US-Millionen die OpenFeint-Plattform. Diese startete auf dem iPhone (mehr oder weniger auf den Tag genau) vor zwei Jahren ihr iOS-Netzwerk. Zu den ersten Partnern zählten App-Store-Titel wie Pocket God oder Radio Flare. Mittlerweile legte sich die soziale Framework-Schicht auf über 5.000 Spiele und erreicht sowohl für iOS als auch Android über 75 Millionen Spieler und 19.000 Entwickler. Damit konkurriert das OpenFeint-Ökosystem als stärkster Rivale mit Apples Game Center.
GREE dagegen ist das führende soziale Netzwerk in Japan, welches sich auf Verkäufe von digitalen Gütern, virtuellen Avataren und mobilen Spielen konzentriert. GREE-Häuptling Yoshikazu Tanaka gilt als jüngster ‚Self-made‘-Milliardär in Asien, der das Freundesnetzwerk im Alter von 32 Jahren gründete. Forbes.com widmete dem Entrepreneur im letzten Januar einen Biographie-Abriss.
Die OpenFeint-Gründer sind jedoch keinesfalls älter: Jason Citron, Jahrgang 1984 und Danielle Cassley, die die US-Universität von Berkeley im Jahr 2007 verließ, bleiben laut Presseankündigung vorerst eigenständig.
The entire OpenFeint team is staying on and will continue building the platform that we launched together two years ago.
Gemeinsam erreichen die beiden Netzwerke bereits über 100 Millionen User. OpenFeint plant noch in diesem Jahr seine Belegschaft zu verdoppeln.
Japanische Firmen scheinen sich dieser Tage bevorzugt iOS-Studios einzuverleiben. Ein Top-Trend? Zuletzt akquirierte DeNA für $400 Millionen US-Dollar den Silicon-Valley-Entwickler Ngmoco. In dessen Portfolio befand sich neben diversen populären iOS-Spielen wie Godfinger oder We Rule auch das soziale Netzwerk ‚Plus+‚.
Ihr unsäglichen Spielverderber. Die ‚iPhone-Bewegungsdaten‚ wären ein toller Ansatzpunkt, um über den Umgang mit persönlichen Informationen aufzuklären. Wenn man sich die Mühe für seine Leser, Zuschauer oder Hörer hätte machen wollen, wäre zumindest der Aufhänger einer Geschichte drin gewesen. So bleibt, zugunsten von einander abgeschriebener Brachial-Berichterstattung, aber auch diese Gelegenheit ungenutzt.
Was war passiert? Zwei O’Reilly-Forscher, Alasdair Allan und Pete Warden, veröffentlichten einen Artikel, einen Video-Talk sowie ein Mac-Programm über die Log-Datei ‚consolidated.db‘. Diese enthält Längen- und Breitengrade sowie Zeitstempeln von Mobilfunk-Sendemasten und WiFi-Netzwerken – keine GPS-Daten. Die Datenbank befindet sich auf dem iPhone und nach einer Synchronisation über iTunes auch auf dem Computer. Verschlüsselt man sein Backup nicht, ist die Datei zugänglich. Beispielsweise von der Visualisierungs-Software ‚iPhoneTracker‚, die im gleichen Schritt das Licht der Öffentlichkeit erblickte. Kryptografiert man dagegen seine Daten (ein iTunes-Klick reicht aus), ist die Datei nicht auszulesen. Das gilt auch für die Daten auf dem mobilen Gerät, solange man keinen Jailbreak durchführt.
Dass diese Datei überhaupt existiert, ist nicht neu (1, 2 oder 3). Die beiden O’Reilly-Typen haben lediglich ihre Recherche vermasselt. Über die ‚versteckte, geheime und unbekannte‚ Datenbank, von der so gerne berichtet wird, ist bereits in gedruckten (!) Büchern (Affiliate-Link) geschrieben worden.
In the course of writing Chapter 10 – Network Forensics – I fully explain and detail the examination of consolidated.db and other network artifacts within the device!
Aber nur weil bereits diverse Aufzeichnungen bestehen, und vergleichbare Datenbanken bereits vor iOS 4.0 existierten (h-cells.plist), rechtfertig das natürlich noch lange nicht dessen Existenz. Daher die Frage: Wohin sendet diese ominöse Datenbank ihren Inhalt?
Soweit durch Netzwerk-Analysen bekannt: Nirgendwohin. Die Datei existiert lokal und im Backup. Übernimmt man das Backup auf ein anderes iOS-Gerät, wird auch die Datenbank überspielt. Doch das ist natürlich nicht die ganze Wahrheit. Dass sich Apple generell Mobilfunk- und WLan-Daten einverleibt, ist seit letztem Sommer kein Geheimnis. Zugegeben: Zuerst war’s nie so richtig kommuniziert. Erst auf Nachfrage von zwei US-Kongressmitgliedern veröffentlichte Apple ein umfangreiches Schreiben über die Erfassung und Nutzung der Positionsdaten (PDF-Link).
Information about nearby cell towers and Wi-Fi access points is collected and sent to Apple with the GPS coordinates of the device, if available […]. This information is batched and then encrypted and transmitted to Apple over a Wi-Fi Internet connection every twelve hours […].
[…] to help Apple update and maintain its database with know location information, Apple may also collect and transmit Cell Tower and Wi-Fi Access Point Information automatically. With one exception, Apple automatically collects this information only (1) if the device’s location-based service capabilities are toggled to „On“ and (2) the customer uses an application requiring location-based information.
Bislang bestehen jedoch keine Hinweise, dass die ‚consolidated.db‘ dafür genutzt wird, diese Informationen zu übertragen. Wie das PDF-Dokument bestätigt, bedient sich Apple auf explizite Nutzer-Genehmigung auch den der GPS-Daten. Da sich diese Infos nicht in der jetzt ‚aufgespürten‚ Log-Datei befinden, könnte man vermuten, dass sie nichts damit zu tun hat.
Schon damals, als das PDF öffentlich wurde, war die Aufregung groß. Zurecht, wenn man einzig und allein aus Perspektive des Datenschutzes argumentiert. Wer kein Interesse an der Evaluierung und Performance-Verbesserung seiner Verbindungen hat (unpersonalisiert auf Basis von Zufallsstichproben), darf so pseudo-autark gerne versuchen weiterleben.
Spätestens mit dem Abschluss eines Mobilfunkvertrags und Politik-Verpeiltheit kippt jedoch dieser durchaus ehrenhafte Datenschutz-Ansatz. Malte Spitz, Politiker beim Bündnis 90/Die Grünen, klagte im vorletzten Jahr gegen die Deutsche Telekom um Herausgabe seiner gespeicherten Vorratsdaten. Vor Gericht zeigte der Zeitraum von insgesamt sechs Monaten in 35.000 Fällen Anrufe, SMS und Geo-Postionen. Die Zeit.de hält davon eine interaktive Karte zum Abruf.
Um in meiner Wortwahl konsequent zu bleiben: Aber nur weil’s bereits ‚Andere‘ machen, muss es dadurch noch lange nicht ‚richtiger‘ werden. Korrekt. Daher gilt es weiterhin, jedem Anbieter auf die Finger zu schauen ohne jedoch kopflos nach dem nächsten ‚iDesaster‘ zu suchen.
Durch die jetzt veröffentlichte Software wird das Geo-Problem erstmals anschaulich. Die Daten, die jedoch dahinterstehen, sind nicht die geringste Aufregung wert, wenn im gleichen Atemzug Gowalla-Accounts befeuert, Latitude-Blümchen angezündet und eine ‚Find-my-iPhone‘-Ortung mit Begeisterung betreiieben wird. Mit dem bewussten Umgang von der Weitergabe genau dieser Informationen, sollte man anfangen.
Mir persönlich sind viele Software-Angebote im App Store – wie beispielsweise Viber (kostenlos; App Store-Link) – weitaus unheimlicher, weil sie einfach mal mein kompletten Adressbuch auf ihre Server laden und dies (nach persönlichem Empfinden) unzureichend innerhalb der App kommunizieren. Wer tief gräbt, findet auf deren Webseite diesen Verweis:
A copy of the phone numbers and names in your address book (but not emails, notes or any other personal information in your address book) will be stored on our servers […]
‚Datenschutzrichtlinie‘ – auch Apple besitzt ein ganzes Bündel davon – sind nie spannend oder mitreißend geschrieben. Wer jedoch niemals einen Blick darauf wirft und einfach blind abnickt, darf jetzt auch keine ‚offenen Briefe an Steve Jobs‚ schreiben.
In die gleiche Quatsch-Kategorie fällt es, einen Jailbreak zu empfehlen und zu behaupten, sich durch die App ‚untrackerd‚ dem ‚Logging-Problem‘ zu entledigen (und gleichzeitig womöglich seine SHSH Blobs hochzuladen). Durch den vollen Zugriff auf das Dateisystem nimmt man bei Verlust des iPhones dem Dieb lediglich die Arbeit ab.
Aber nochmal: Jede Firma, der wir Daten bewusst zustecken oder diese ohne Wissen abgenommen bekommen, gilt es zu beobachten. Dabei jedoch bei der Log-Datei ‚consolidated.db‘ anzufangen, ist schlicht und ergreifend unverhältnismäßig.
Apple is not storing the device’s location, it’s storing the location of the towers that the device is communicating with.
Cupertino veröffentlicht am heutigen Abend die Geschäftsergebnisse für das zweite, fiskalische Quartal 2011, welches am 26. März 2011 endete. Die iPhone-Verkäufe legten – nach dem bereits starken Weihnachtsgeschäft – zum Jahresanfang um 113-Prozent (gegenüber dem Vorjahres-Quartal) zu. Apple verkaufte weltweit 18.65 Millionen iPhones – soviel wie nie zuvor.
Auch das iPad entwickelt sich prächtig, verkaufte jedoch (wie zu erwarten) weniger Geräte gegenüber dem gewohnt kräftigen Weihnachts-Quartal. 4.69 Millionen Geräte fanden im vergangenen Vierteljahr trotz anstehender iPad-2-Veröffentlichung einen Käufer.
Weitere Verkäufe: Die iPods sinken um 17-Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 9.02 Millionen. Die Computer-Sparte der Macs steigt auf 3.76 Millionen Stück (28-Prozent Zuwachs gegenüber dem Vorjahresquartal).
Insgesamt verzeichnet der US-Konzern $24.67 Milliarden US-Dollar Umsatz und wächst damit gegenüber dem Vorjahresquartal um 83-Prozent. Die Bruttogewinnspanne liegt bei 41.4-Prozent (Vorjahresquartal: 41.7-Prozent). Der Nettogewinn beträgt 5.99 Milliarden US-Dollar ($6.40 US-Dollar pro Aktie)
59-Prozent aller Umsätze erzielte Apple außerhalb der USA. Im Q1/2011 waren es 62-Prozent.
With quarterly revenue growth of 83 percent and profit growth of 95 percent, we’re firing on all cylinders,” said Steve Jobs, Apple’s CEO. “We will continue to innovate on all fronts throughout the remainder of the year.
Ab 23 Uhr folgt die Telefonkonferenz zu den gerade veröffentlichten Zahlen. Alle erwähnenswerten Details erfolgen in dessen Anschluss an dieser Stelle.
Quartals-Ende: 26.03. / iPad-2-Starttermin USA: 11.03. + International: 25.03. – es ist daher unklar, welchen Anteil das iPad 2 den Zahlen beisteuert.
App- und iTunes-Store mit Rekord-Umsatz von 1.63 Milliarden US-Dollar – insgesamt mehr Umsatz als durch die iPods.
Q2/2011 ist das stärkste März-Quartal überhaupt.
Das iPhone ist mittlerweile bei 186 Mobilfunkanbietern in 90 Ländern erhältlich.
88-Prozent der Fortune-500-Firmen stellen bereits iPhones ihren Mitarbeitern zur Verfügung.
Die Gesamtzahl der iOS-Geräte beläuft sich auf insgesamt 189 Millionen.
Der App Store zählt ‚über 350.000 Apps‘.
Apple plant im fiskalischen Jahr 2011 die Eröffnung von 40 neue Apple Stores.
AT&T-Zahlen von heute Morgen: 3.6 Millionen aktivierte iPhones.
Der chinesische iPhone-Markt wächst von Jahr zu Jahr um 250-Prozent.
Die erste LTE-Chipsatz-Generation ist noch nicht stromsparend genug.
Das iPad 2 startet in 13 Länder nächste Woche.
Ohne Überraschung: Apple macht keine Angaben für separate Aufstellungen von CDMA- und GSM-Telefonen.
Tim Cook: „Believe that iPhone’s integrated approach is better than Android’s fragmented approach.„
iPhone, Mac und iPod mit weltweit ausgewogener Nachfrage und Angebot.
iPad ist subventioniert von Mobilfunkanbietern in Korea, Japan und einige europäischen Ländern. Die Mehrzahl der Kunden bevorzugt jedoch unsubventionierte Geräte.
Trotz Samsung-Klage erwartet man eine weiterhin gute Partnerschaft. Dessen mobile Abteilung „überschritt jedoch die Grenze„, so dass eine Rechtsstreitigkeit notwendig ist.
Die F.A.Z. stellt sein Zeitungs-Angebot für das iPad in den App Store (kostenlos; App Store-Link). An den ersten 14-Tagen ist das Blatt kostenlos. Danach beträgt der Ausgabepreis 1.59Euro – 41 Cent weniger als der Papierdruck. Ein Wochenabo soll 8.99€ kosten. Für vier Wochen schlägt damit laut Webseite ein Gesamtpreis von 36Euro (!) auf. Print-Abonnenten zahlen für eine Lieferung an die Haustür, das ePaper im Netz sowie die iPad-Edition monatlich 6.90Euro zusätzlich.
Weder auf der Internet-Seite noch auf Nachfrage ließ sich klären, in welcher Form das Abo-Modell implementiert wird. Die bisherige Fassung beinhaltet keine Möglichkeit für ein Benutzerkonto oder die Option einen Monatspass per ‚In-App‘-Kauf zu erwerben. Die iPhone-Version (kostenlos; App Store-Link) setzt bereits auf Apples ‚In-App‘-Modell. Dort kostet die 30-Tage-Nutzung 2.99Euro.
Die direkte Foto-Übertragung zwischen einer SD-Speicherkarte der Firma Eye-Fi und einem iPad oder iPhone, findet sich in Form eines Software-Updates im App Store ein (kostenlos; Link). Das Unternehmen kündigte Mitte April die Funktionserweiterung an, bei dem die drahtlose Weitergabe kein identisches Netzwerk mehr erfordert.
In Original-Auflösung übertragen die Eye-Fi-X2-Karten ohne gemeinsamen Router oder (Tethering-)Hotspot Fotos und Filme an die iOS-Geräte. Dort werden die Aufnahmen in der App sowie iOS-Bibliothek abgespeichert oder direkt auf einen Online-Service wie MobileMe oder Flickr übertragen. Auch eine Vorab-Bearbeitung mit entsprechender App-Store-Software ist dadurch möglich. Die iOS-Apps lassen sich so konfigurieren, dass die Fotos zusätzlich am Computer hinterlegt werden.
Klingt toll, holpert in seiner derzeitigen Form jedoch noch heftig. In den letzten 60-Minuten-Testzeit konnte ich ein paar positive Ergebnisse aber auch ganz viel Wartezeit, stockende Uploads und abstürzende Programme beobachten.
Mit einer Eye-Fi Pro X2 (Affiliate-Link) teste ich das Setup in den nächsten Tagen noch einmal ausführlich. Abzuwarten bleibt, ob sich die Konfigurationen noch einschleifen. Bislang schreit jedoch alles nach einem erneuten Software-Update (für diese fraglos grandiose Funktionalität!).
Die am gestrigen Tag veröffentlichte Sonos-Aktualisierung, die eine AirPlay-Erweiterung versprach, war ohne Frage eine kleine Blendgranate. Version 3.4 verbirgt keine gigantischen Änderungen, lehrt dem Soundsystem jedoch die speziellen AirPlay-Eigenschaften. Als Empfangsstation dient eine Airport Express (Affiliate-Link), die sich via Klinke und Netzwerkkabel direkt mit einer Sonos-Box verbindet. Anschließend lässt sich darüber per iPhone oder iPad der Sound an alle Lautsprecher weitergeben. Die iOS-Applikation, von der ihr dies tun möchtet, ist frei wählbar, muss (natürlich) die externe AirPlay-Ausgabe unterstützen.
Insgesamt, das sei einmal vorweggeschickt, fällt das Thema AirPlay noch sehr experimentell aus. Es gibt bereits einige Lautsprechersysteme wie den Zeppelin von B&W für rund 600€ (Affiliate-Link), Receiver-Updates von Marantz und Pioneer oder den Apple TV. Alle Stationen spielen jedoch über die AirPlay-Anbindung nur jeweils Audio aus einer einzelnen Quelle. Das Sonos-System dagegen empfängt den AirPlay-Stream vom iOS-Gerät an der Airport Express und verteilt diesen über beliebig viele verknüpfte Lautsprecher. Natürlich synchron, was gerade beim häufigen Wechsel zwischen Räumen eine – im wahrsten Sinne des Wortes – klangvollere Stimmung bietet.
Wer unterschiedliche Musik auf unterschiedlichen Lautsprecher-Stationen abspielen möchte, kann dies weiterhin tun. Einzige Einschränkung: Die Airport Express nimmt gleichzeitig nur eine einzelne Audioquelle entgegen. Trotzdem ist es beispielsweise kein Problem, vom iPhone Controller aus, seine iTunes-Bibliothek an Lautsprecher A zu schicken und Lautsprecher B mit einer AirPlay-Wiedergabe zu beglücken. Zu beachten gilt allerdings: Die Kontrolle der Lautsprecher liegt in der Sonos-App während die AirPlay-Ausgabe, beispielsweise von Musik oder Podcasts, in der iPod-Anwendung schlummert. Wenn ihr daher beispielsweise aus der Sonos-App den Lautsprecher ausschaltet oder auf eine andere Empfangsquelle wechselt, spielt das iPhone möglicherweise weiterhin die iPod-Bibliothek ab.
Das Umschalten zum Line-In, über den die Airport Express das Sonos-System mit Sound beliefert, erfolgt automatisch. Das ist sehr bequem, weil ich damit beispielsweise während der Arbeit eine Spotify-Wiedergabeliste abspielen kann und zum Abwaschen in der Küche via iPhone auf einen Podcast umsteige.
Die iOS-Apps für iPhone und iPad (kostenlos; App Store-Link) erhielten außerdem Multitasking-Fertigkeiten – das war bereits lange überfällig. Auch eine Android-App erschien am gestrigen Dienstag. Einer der unschätzbaren Sonos-Vorteile: Egal auf welche App von welchem Gerät ich gerade zugreife, findet sich dort ein absolut identischer Zustand in puncto Wiedergabeliste oder Lautstärke-Einstellung. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Streit darüber entbrennt, was gerade gehört werden soll. Durch den gleichberechtigten Zugriff beliebig vieler Geräte kann jeder in den Wiedergabelisten herumfuhrwerken. Falls die Geschmäcker dann doch zu sehr von einander abweichen, trennt man die Stationen und verteilt diese individuell auf verschiedene Räume.
Als vollwertige AirPlay-Station – gewährleistet durch die Airport-Express-Bordmittel – lässt sich natürlich auch jeglicher anderer Sound an das Heim-Lautsprechersystem schicken. Spiele, Videos oder Anwendungen sind grundsätzlich möglich. Dies birgt allerdings den Nachteil, dass die AirPlay-Wiedergabe verzögert über die Lautsprecher das Ohr erreicht. Klar, ein Videofilm vom iPad spielt seinen Sound auch auf den Sonos. Durch den zeitlichen Versatz macht das jedoch nicht wirklich Spaß. Einen kleinen ‚Workaround‘ liefert die Mac- und Windows- Anwendung ‚Airfoil‚ von Rogue Amoeba. Diese streamt den Audio-Auswurf von einem beliebigen Computer-Programm an die Airport Express und damit auch an das Sonos-System. Der spezielle Video-Player, den das Team mitliefert, gleicht diese Sync-Differenz aus. Das funktioniert ganz ‚okay‘ und ermöglicht, den gerade konsumierten Audio-Stream von einem Video innerhalb der eigenen Wände mitzunehmen.
Mein persönliches (Zwischen-)Fazit? Wer bereits ein Pärchen Sonos-Lautsprecher besitzt, freut sich über das verhältnismäßig kostengünstige AirPlay-Upgrade mittels Airport Express. Wer noch komplett jungfräulich vor einer Neu-Anschaffung steht, denkt sicherlich über die Alternativen nach. Ist nur ein einziger Raum oder ein individuelles Lautsprecher-System mit Musik zu befeuern, gibt es zweifelsohne andere (und preiswertere) Hardware-Kombinationen.
Trotzdem: Nach aktuellem Stand stellt sich das Sonos-System (Affiliate-Link) flexibel (ohne Kabel), erweiterbar (Lautsprecher können später nachgekauft werden) und relativ zukunftssicher (AirPlay über eine offizielle Airport Express) auf – auch wenn das Setup anfänglich durchaus gewöhnungsbedürftig ist.
Alle selbstproduzierten Videos gibt es neben der oben eingebundenen HD-Version auch ‘iPhone-kompatibel’ in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
Firemint veröffentlicht Version 1.10 von ‚Real Racing 2 HD‘ für das iPad (2), das eine 1080p-Videoausgabe über den ‚Digital AV Adapter‚ (Affiliate-Link) an einen Fernseher ermöglicht. Die Erweiterung war bereits Ende März ohne konkreten Termin angekündigt. Das kostenlose Update steht nun seit wenigen Minuten im App Store (7.99€; App Store-Link) zur Verfügung.
Die ersten Real-Racing-Testrunden auf einem HD-Fernseher halten ihr Versprechen. Das Spiel in der Auflösung 1920 x 1080 sieht auf einem externen Bildschirm fantastisch aus. Die Steuerung erfolgt über das iPad-Gyroskop. Das 10-Zoll-Display blendet bei der externen Video-Weitergabe Menü-, Strecken- und Geschwindigkeits-Informationen ein.
Welch‘ doppeltes Lottchen: Ein (vermeintliches) weißes iPhones (4) zeigt ein (vermeintlich) neues iOS-Multitasking. Dabei scheint der (Zweifach-)Druck auf den Home-Button eine neue Fenster-Übersicht auszulösen. Das Video ist definitiv abgefilmt (siehe Sekunde 42) und unterstreicht durch die, über Spotlight gefundenen Apps ‚Systeminfo‚ sowie ‚AppleNetworkDiagnostics‚, einen gewissen Grad von Authentizität.
Die Aufnahmen entstammt der vietnamesischen Webseite Tinhte.vu, dessen Forum bereits April-Späße verbrochen hat, aber auch zuverlässige iPod-touch– und Macbook-Prototypen ans Licht der Öffentlichkeit zerrte.
Update
Bei dem Gerät soll es sich laut der Webseite um ein 64GB-Modell handeln.
Auf dem iPhone scheint eine Entwickler-Version von iOS 4 zu laufen – definitiv ist die erste Zahl am unteren Bildschirmrand keine 5. Update: Die Bilder auf der Webseite bestätigen die iOS-Version 4.0. Update-Ende
Die Fenster-Darstellung für Ordner ist abgerundet.
Update II
Es riecht danach, als ob Apple mit einer direkten Facebook-Integration experimentiert.