Google überarbeitet seine ‚Mobile App‚ (kostenlos; App Store-Link) für das iPhone und stellt die Suche in den unangefochtenen Mittelpunkt. Fast alles andere fliegt raus. Telefon-Kontakte durchstöbert die App nicht mehr; Quick-Links zu Google Docs oder Translate sagen leise Servus.
Das neue Design konzentriert sich auf die reinen Web-Ergebnisse. Dabei grenzt ein Fingerschnipp von links nach rechts die Kategorien-Auswahl ein. Beispielsweise auf ‚Nachrichten‘, ‚Bilder‘ oder ‚Videos‘. Die Eingabe der Suchbegriffe erfolgt per Tastatur, Spracheingabe (‚Google Voice‘) oder Foto (‚Google Goggles‚).
Trotzdem lässt sich natürlich weiterhin ein primäres und sekundäres Google-/Gmail-Konto hinterlegen, welches sich den (personalisierten) Suchverlauf unter den Nagel reißt. Die Nutzer bekommen als ‚Gegenleistung‘ eine Anzeige über ungelesene beziehungsweise eintreffende E-Mails und Kalendererinnerungen.
Wer für identische Suchbegriffe häufig zwischen den angebotenen Rubriken (Bilder, Blogs, Bücher, etc.) wechselt, nimmt den ‚Umweg‘ über die App sicherlich gerne in Kauf. Obwohl ich die Besinnung auf eine wesentliche Funktionalität schätze, erschließt sich mir weiterhin der Nutzen einer individuellen Anwendung (für Anwender) nicht.
Google schraubte bereits in der letzten Woche an anderer Stelle: Mit ‚Instant Preview‚ lässt sich über die kleine Lupe neben den Such-Resultaten eine Webseiten-Vorschau aufrufen.
Vor 10 Tagen löschte Google per Fernzugriff 58 Android-Apps, die ‚Rootkit-Unfug‚ auf zirka 260.000 Geräten trieben. Die Virus-Programme standen unter verschiedenen Bezeichnungen im offiziellen Android Market zum Download. Googles Säuberung von der Schadsoftware ‚DroidDream‚, die sich an UserIDs, IMSI- und IMEI-Nummern bediente sowie die infizierten Geräte mit größtmöglichen Zugriffsrechten ausstattete, wurde mit einer E-Mail an die betroffenen Nutzer vorbereitet.
Over the next few hours, you will receive a notification on your device that says “Android Market Security Tool March 2011” has been installed. You are not required to take any action from there, the update will automatically run. You may also receive notification(s) on your device that an application has been removed.
Nach einer Bezeichnung für die ‚Entfernung aus der Ferne‚ musste man nicht lange suchen. Über Apples ‚Kill Switch‘ spricht man seit 2008. Jonathan Zdziarski brachte den iPhone-Mechanismus ins Gespräch; Steve Jobs bestätigte ihn gegenüber dem Wall Street Journal. Zum Einsatz kam er bislang nicht. Google löschte dagegen bereits zuvor.
Trotzdem. Eine Aufrechnung liegt mir genauso fern wie die Diskussion um offene und geschlossene Systeme. Wie sicherlich jeder der hier mitliest weiß, liegt der größte Unterschied zwischen beiden Stores in dessen Zugangsberechtigungen. Ein beliebter Ausgangspunkt für Grundsatz-Debatten. Dabei fallen bildhaft beschriebene Standpunkte, wie beispielsweise ‚Gefängnisse‘ oder ‚diktatorische Staatensysteme‚, mit denen der App Store gerne verglichen wird, leider viel zu eindimensional aus. Menschen scheinen keine Freiheit zu mögen, wenn dies mit Eigenverantwortlichkeit verknüpft ist. Oft ist es eine Frage der Bequemlichkeit, sich nicht von Facebook und Twitter abzumelden, um seine sozialen Netzwerke eigenständig auf gemeinfreie Plattform-Beine zu stellen. In vielen Bereichen scheinen wir uns gerne einschränken zu lassen, um beispielsweise Komplexität zu minimieren.
Zuletzt kritisierte Wikipedia-Gründer Jimmy Wales die neuen ‚App-Welten‘, die ein „threat to a diverse and open ecosystem“ sind. Und ich finde, er hat Recht. Aber nicht in einem Ausmaß, das eine ‚Entweder-oder-Lösung‘ zwangsläufig erfordert. Ja, ich hätte gerne die Möglichkeit, Applikationen direkt aus dem Netz anstelle eines Stores zu laden. Ich möchte jedoch außerdem niemanden missen, der vorher mal einen Blick drauf wirft und schadhaften, gefährlichen oder einfach nur schlechten Programmcode aussortiert.
Lässt sich mit dem Blick auf Googles Android Market und Apples App Store ein solcher Kompromiss überhaupt erreichen? Die Wikipedia, um noch einmal kurz auf Jimmy Wales zurückzugreifen, hat mit den ‚unmarkierten‘, ‚gesichteten‘ und ‚geprüften‘ Artikelversionen eine solche ‚Qualitätskontrolle‚ in Stellung gebracht. Abgeschlossen ist die jahrelange Diskussion um die Kennzeichnungen jedoch noch (lange) nicht.
Zum Start des App Stores hätte ich nie vermutet, dass dieser geschlossene Politik-Ansatz funktioniert. Mit ‚funktioniert‘ beziehe ich mich auf überschaubare Testzeiträume, Fehlerquoten und natürlich die Akzeptanz von Benutzern. Mir kam die Anzahl der prasselnden Programm-Veröffentlichungen als nicht annähernd zu bewältigen vor. Die verhältnismäßig wenigen Ausrutscher (Ninjawords Dictionary, Eucalpytus, etc.) sowie förderlichen Aspekte dieser Herangehensweise scheinen für die meisten seiner Nutzer jedoch annehmbar. Ich empfinde es von Zeit zu Zeit beinahe als faszinierend, was für einen Schrott den Apple-Mitarbeitern vorgelegt wird und dann im Store landet.
Vor einiger Zeit stieß ich durch eine Leserzuschrift auf ‚Sexy Spinner‚ (absichtlich ohne Link) – eine grausame für menschliche Augen verachtende Version von Flaschendrehen mit ‚obszönen‘ Möchtegern-Sprüchen. Neben einer gewissen Bewunderung für das Prüf-Kommando des App Stores bei solchen Einreichungen, fühle ich mich andererseits fast beleidigt. Eine Verkaufs-Vollmacht bedeutet, dass dieser Titel tatsächlich auf ein paar armen iPhones landet. Glücklicherweise ist damit nach 2.5 Jahren digitaler Software-Distribution ebenfalls die Aussage verbunden, dass keine Zensur inhaltliche Bewertung einhergeht. Sicher. Ausnahmen und unterschiedliche Wertvorstellungen bestätigen die Regel.
Am Android-System missfällt (mir), dass es im Grunde keine Weiterentwicklung darstellt. Bereits vor 10 Jahren mussten wir uns damit herumschlagen welche Software-Version wir betreiben, aus welchen Quellen man besser keine Programme installiert und wie dessen Wartung über die Bühne geht. Das alles sind Fragen, mit denen sich Technik-Fans (zum Teil) gerne auseinandersetzen. Aber irgendwie muss es doch vorangehen? Unsere (Groß-)Eltern sind nur ein keiner Teil von diesem neuen Zielpublikum, dass ich mir am Zahn der Zeit wünsche. Schon deshalb, weil man sich damit geschickt, noch vor Ablauf des fast vergessenen Geburtstages, mit einer SMS, E-Mail oder dem klassischen Facebook-Eintrag aus der Affäre ziehen kann.
Ehrlich gesagt fühle auch ich mich mittlerweile auch zu alt dafür, an der Installieren von Viren-Scannern und Anti-Phishing-Systemen Freude zu empfinden.
Im Android Market zeigen sich unter dem Suchbegriff ‚DroidDream‚, die von Google ferngelöschte Schadsoftware, ein Dutzend Treffer. Hinter den Artikeln verbergen sich Programme, die sich der aufgerissenen Lücke annehmen wollen. Google selbst gibt in ihrem Blogbeitrag jedoch an, auf die ‚befallenen‘ Telefone automatisch ein Sicherheits-Update nachzuschieben. Aber was ist, wenn ich mir das ‚DroidDream‘-Ungeziefer über eine Installation aus dem Netz eingefangen habe?
Wühlt man sich fleißig durch Foren und Blogs, stellt sich (schnell) heraus das Android-Firmware 2.2.2 und 2.3 überhaupt nicht betroffen waren. Bleibt die spannende Frage: „Welche Version betreibe ich? Und seit wann?“. Menschen fliegen zum Mond, aber Otto-Normal-Verbraucher muss sich zum Schutz seiner persönlichen Daten mit Build-Nummern herumschlagen? Ernsthaft?
Ich kann sehr gut verstehen, dass einige Nutzer die ‚komplette‚ Kontrolle über ihr Gerät nicht aufgeben möchte. Akzeptiert. Einverstanden. Aus ganz persönlicher Perspektive habe ich mich für meinen Teil jedoch entschieden, auf ‚Spielereien‘ bei Soft- und Hardware nur dann zurückzugreifen, wenn ich auch Lust darauf habe. Der andere Quatsch fliegt raus. Sonst geht’s ja irgendwie nicht voran.
Die iFixit-Demontage der neuen Apple ‚Smart Cover‘ fördert 21 Magnete innerhalb der Abdeckung und 10 dieser Stahlstücke im iPad-Gehäuserahmen zu Tage. So fixiert soll sich nach ersten ‚Hands-on‘-Berichten die wackelfreie Positionierung bewerkstelligen lassen.
The Smart Cover has one magnet that turns off the iPad 2’s screen. The rest are used to either clamp to the iPad on the right side (the far-right column of magnets), or to form the triangular shape used to create a stand for the iPad 2. In fact, you don’t need the Smart Cover to turn your iPad 2’s screen on or off. We used iFixit’s handy-dandy magnetic pickup tool to activate the sleep sensor on the iPad 2.
Um den Foto-Service Instagram, weiterhin ausschließlich als exklusive iPhone-App, kehrt auch sechs Monate nach der ursprünglichen Veröffentlichung keine Ruhe ein – von Nutzer-Desinteresse keine Spur. Nach dem Meilenstein der erster Anwender-Million hievten die insgesamt vier Betriebszugehörigen mittlerweile eine eigene API aus dem Software-Hut.
Daran knüpften sich bereits Web-Formate wie Inkstagram oder iPad-Nachrichten-Sammler à la Flipboard an. Die Firma Instaprint stellt leihweise Drucker aus, die auf einem Event oder Konzert (aus den entsprechenden Schlagworten) Abzüge im klassischen Polaroid-Stil zaubert. Aktuell drucken einige der Geo-Fotoautomaten auf dem South-by-Southwest-Festival in Austin, Texas.
Doch zurück zur API: Mit Instagallery folgt jetzt das erste komplett eigenständige iPad-Projekt, das sich der neuen Instagram-Schnittstelle annimmt. Es zeigt Fotos nach Popularität, Schlagwort oder Nutzer an. Diese lassen sich als Dia-Show automatisch abspielen, bewerten oder mit einem Kommentar versehen. Die App funktioniert ausschließlich im Hochformat und faltet sich extrem elegant über dem iPad-Bildschirm aus.
Wer Spaß am Stöbern, Entdecken und Anschauen teils sehr persönlicher und kreativer Fotoströme mitbringt, findet hier eine bereits im ersten Anlauf gelungene Tablet-App.
Die ersten zwei US-Verkaufstage vom iPad 2 liegen bereits hinter uns. Es war, wie zu erwarten, hektisch, knüppelvoll und emotional aufgeladen. Einmal abgesehen von den (für mich) immer noch sehr befremdlich wirkenden Klatsch-Orgien beim Öffnen der Türen, erblühten auch dieses Jahr wieder die üblichen Menschenschlangen vor den Geschäften. In New York ließ sich eine Studentin den ersten Warteplatz, den sie seit Mittwoch besetzte, für $900 US-Dollar abkaufen. Käufer-Grund: Publicity.
Auch diesmal erreichte die Nachfrage astronomische Höhen. Das lag zum Teil jedoch auch daran, weil Apple keinen Online-Vorverkauf oder Reservierungen im Store annahm. So mussten einige Kunden nach mehreren Stunden Wartezeit enttäuscht abziehen. Auch der Kauf vom ‚iPhoneBlog-iPad‘ scheiterte im ersten Anlauf am Freitag in San Francisco. Die verfügbaren Mengen konnten die Nachfrage nicht decken.
Innerhalb von wenigen Stunden schoss die Lieferzeit für Online-Bestellungen von 3 bis 5 Tagen auf 2 – 3 Wochen. Mittlerweile weist der US-Apple-Store 3 – 4 Wochen für alle Geräte aus. Drücken wir die Daumen, dass der Europa-Start davon nicht in Mittleidenschaft gezogen wird.
Im Vorfeld des Verkaufs prognostizierten Analysten 600.000 verkaufte Einheiten innerhalb der ersten 24 Stunden. Im letzten Jahr konnten 300.000 Geräte an Kunden ausgegeben werden. Egal welche Zahlen uns Apple (höchstwahrscheinlich) am Montag nach den ersten drei Tagen präsentiert, mit entsprechenden Kapazitäten hätten es sicherlich noch mehr Verkäufe sein können.
Entsprechend absurd gestalten sich auch diesmal die eBay Preise, bei denen Auktionen mit Geboten bis zu $1200 US-Dollar vorliegen.
Apropos Geld: Horace Dediu schätzt, dass 60-Prozent der iPad-2-Käufe von einem ‚Smart Cover‘ begleitet werden. Bei erwarteten 36 Millionen iPad-Verkäufen in 2011 entstünden dabei, mit dem Durchschnittspreis von $48 US-Dollar (Leder/Kunststoff-Variante), ein Umsatz von einer Milliarde. Das wäre bemerkenswert. Insbesondere wenn man die Einkünfte von $23 Milliarden US-Dollar der eigentlich Hardware in einen Vergleich zwängt.
Apropos Zwang: ‚Unboxing-Videos‘ sind, wenn man sich nicht explizit Mühe gibt, auch so ein etabliertes Übel unserer Generation. Warum man sich mehr als zweimal erzählen lassen muss, was sich alles in der Verpackung versteckt, bleibt (mir) ein Rätsel.
Mit fundierter Meinung (beziehungsweise Erkenntnissen) dagegen: iFixit in ihrem ‚Teardown‚ sowie AnandTech mit den Profil-Benchmarks. CPU (links) und GPU (rechts) deklassieren dabei Vorgänger und die (Tegra-2-)Konkurrenz.
Einen Webbrowser-Vergleich stößt TiPb an und zeigt, dass die 512MB-Arbeitsspeicher alle neun Browserfenster im mobilen Safari offenhält.
Ein paar beeindruckende Videos (1/2/3) lassen sich mittlerweile auf YouTube aufspüren, die eine HDMI-Videoausgabe von iPad-Spielen am großen LCD-Fernseher zeigen.
Der ‚Air-Hockey‚-Entwickler Acceleroto (App Store-Link) demonstriert eine mögliche Grafik-Performance mit der ‚Unity-3D‚-Engine.
Mit der ersten Entwickler-Version von iOS 4.3 integrierte Apple Multitasking-Gesten für das iPad. Bereits in der zweiten Beta-Fassung folgte die Information, dass der schnelle App-Wechsel, die Navigation zur Multitasking-Bar oder eine flotte Rückkehr zum Home-Bildschirm nicht in die finale Kunden-Firmware wandern werden.
Seit letzter Woche befindet sich iOS 4.3 in freier Wildbahn, beinhaltet aber trotzdem die experimentellen Finger-Gesten. Dieses sind jedoch nicht aktiviert. Die Einstellungs-Option ist ausgeblendet, lässt sich jedoch mit der Hilfe der Entwicklungsumgebung Xcode freischaufeln. Auch ohne Entwickler-Konto stößt man dazu den 4GB-Download (Affiliate-Link) aus dem Mac App Store an oder lädt das Paket als registrierter Software-Produzent kostenlos von der Webseite. Ein Klick auf „Use for development“ nimmt sich dem angeschlossenen Gerät an. Die Nachfrage zum Entwickler-Account darf ignoriert werden.
Weitere Schritte (wie ein Jailbreak oder iOS-Update) sind zur Freischaltung nicht notwendig, wie auch Gizmodo in ihrer Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt oder dieses YouTube-Video erklärt. Es ist unnötig zu betonen, dass Apple bestimmt seine Gründe hat, diese Funktion nicht von Haus aus allen Geräten zu ermöglichen?
Die leicht verfrühte iOS-4.3-Veröffentlichung war in der letzten Woche nicht die einzige Überraschung. Das Update für den Apple TV (Affiliate-Link) enthält ab sofort eine Option, Sportübertragungen Live an der Set-Top-Box zu konsumieren. Mit diesem Echtzeit-Aspekt spukt Cupertino erstmals den Kabel- und Satelliten-Anbietern kräftig in die Suppe. Alles was bislang im Zusammenhang mit dem Apple TV als ‚Live‘ bezeichnet werden durfte, nannte sich Radio.
Über Online-Dauerkarten lässt sich ab sofort auch Major League Baseball und NBA Basketball anschauen. Zumindest dann, wenn man sich im US-System bewegt. Für Kunden aus Europa bestehen Einschränkungen, die ziemlich nerven und eine kurze Beschreibung erhalten sollen. Wo fangen wir an?
Meldet man sich auf dem aktualisierten Apple TV mit einer deutschen Adresse, einem deutschen iTunes-Konto und dem Standort ‚Deutschland‘ an, erscheint lediglich der Menüpunkt für Baseball. Den informierten Kunden verwirrt das, weil er überall im Netz auch von Basketball las. Diese Menü-Option blendet sich erst ein, wenn man unter Einstellungen -> Allgemein -> iTunes Store den Standort auf ‚Amerika‘ wechselt. Man kann jedoch weiterhin mit seinem deutschen Konto eingebucht bleiben. Das ist insofern überraschend, weil Apple in anderen Bereich (beispielsweise iTunes) die Apple-ID fest mit dem Standort, den man seinem Benutzerkonto hinterlegt hat, verknüpft.
Nun gut. Für den Film-Service Netflix, der sich nach dieser Umstellung ebenfalls in die Menü-Optionen schleicht, gilt eine IP-Sperre. Hier kann ausschließlich von den USA aus oder mit entsprechenden Tricks gearbeitet werden. Für die Live-Sportübertragungen gilt diese IP-Diskriminierung nicht.
Für die Einwahl benötigt man jedoch ein separat abzuschließendes Online-Ticket. Das kann man nicht direkt auf dem Apple TV buchen sondern muss sich an den Computer-Webbrowser wenden. Alleine dieser Umstand ist ziemlich blamabel, wenn wir über die Diskussion um ‚In-App‘-Käufe für iOS nachdenken, die uns bereits einige Wochen verfolgen. Apple forciert dabei von Inhaltsanbieter, für ihre Abos auf iPhone und iPad, eine ‚One-Click‘-Lösung unter transparenten Konditionen. Auf dem Apple TV ist davon keine Rede. Lediglich eine simple URL verweist auf mlb.tv/appletv und nba.com/appletv.
Wählt man Tippt man diese in seine URL-Adresszeile ab, wird es nicht nur kompliziert („Welches Paket soll ich buchen?„) sondern auch komplett unverständlich („Was enthält mein Paket?„). Die Angebots-Bündel sind alles andere, als auf spezielle Geräte zugeschnitten und beinhalten Features, die auf dem Apple TV gar nicht funktionieren. Fußnoten, soweit das Auge reicht.
Die Aufstellungen enthalten vergünstigte Deals für die Restspielzeit der Saison, einen ‚Mobile League Pass‘ oder ein allumfassendes Premium-Paket. Doch wer denkt, dass sich über einen ‚International League Pass‚ (die teuerste Abo-Version für $90 US-Dollar), alle amerikanischen Spiele ins deutsche Wohnzimmer holen lassen, irrt. Der Login schlägt am Apple TV fehl und der Support antwortet (auf explizite Nachfrage!) lediglich so:
The application you are looking at on Apple TV is for the US League Pass which is a different product for the International League Pass. At this time NBA International League Pass does not have an Apple TV application. Future support for the Apple TV and other connected devices is in the works, but we do not have a timeline for release just yet. Stay tuned for updates on connected device and Apple product support.
Ja, das ist peinlich. Für alle Beteiligten. Insbesondere auch für Apple, die damit rechnen müssen, dass ihre Kunden sich im Netz (beispielsweise auf Apple.com) informieren, kaufen und dann enttäuscht werden. Auch der Zeitpunkt ist mehr als unglücklich. Die Diskussion der ‚In-App‘-Käufe für iOS wird in den nächsten Wochen noch richtig Fahrt aufnehmen. Das man für sein eigenes Gerät, mit selbst verhandelten Rechten über die ‚Ausstrahlung‘, es nicht zustande bekommt, eine ‚einfache‘ und ‚transparente‘ Lösung im (iOS-)System unterzubringen, enttäuscht. Auf ganzer Linie.
Um es noch einmal klipp und klar zu sagen: Ich hätte erwartet, dass ein eigener, weltweit gültiger Abo-Tarif bereitgestellt wird, der sich per einfachem Klick vom Apple TV aus buchen lässt und mit dem iTunes-Konto verrechnet wird. Optional könnte man mobile Geräte wie iPhone und iPad in den Tarif aufnehmen. Dessen technische Unterstützung ist bereits über Apps vorhanden. All dies geschah bislang jedoch nicht.
Es fällt schwer, sich mit den unzähligen Bilder, Videos und Stimmen aus Japan auf die eigene Arbeit oder das Wochenende zu konzentrieren. Neben den diversen Nachrichten-Seiten, Live–Tickern und Kommentaren, welche über die Erbeben-Geschehnissen zusammenfassend berichten, hier ein schlichter Hinweis auf drei Quellen, die rund um die Uhr senden (und am iPhone, iPad und dem mobilen Safari-Browser funktionieren).