Im Rahmen der gerade beendeten DLD-Konferenz in München verkündete der Sohn des Medienmogul Rupert Murdoch, James Murdoch, bereits den Start der iPad-Zeitung The Daily „in den nächsten Wochen“. Jetzt scheint der New York-Termin im Guggenheim Museum festgeklopft: Am 02. Februar soll die News Corporation in Person von Rupert Murdoch zusammen mit Apples iTunes-Beauftragten Eddy Cue, den Startschuss geben.
126 Journalisten sollen das Tagesblatt für einen Wochenpreis von 99 US-Cent erstellen, welches im Zusammenspiel mit einem generellen Abo-Modell für Zeitschriften und Magazinen veröffentlich werden könnte.
Der finnische Mobilfunkhersteller Nokia gibt am heutigen Tag seine Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2010 bekannt. Zugrunde liegt demnach ein (6-prozentiges) Umsatzplus von 12.7 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Nettogewinn brach von 950 auf 750 Millionen Euro ein. Im Geschäftsquartal Q4/2010 hat Nokia 28.3 Millionen Smartphones (und „mobile computer“) ausgeliefert. Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Mobilfunkgerät wurde mit 69Euro beziffert.
Nokias CEO Stephen Elop fordert nach seinem ersten Quartal als Geschäftsführer eine „schnelle Anpassung an den veränderten Wettbewerb“:
In Q4 we delivered solid performance across all three of our businesses, and generated outstanding cash flow. Additionally, growth trends in the mobile devices market continue to be encouraging. Yet, Nokia faces some significant challenges in our competitiveness and our execution. In short, the industry changed, and now it’s time for Nokia to change faster.
Obwohl die Anzahl der verkauften Smartphones gegenüber Q4/2009 von 20.8 Millionen auf die oben erwähnten 28.3 Millionen anstieg, schrumpfte der Marktanteil von 40- auf 31-Prozent. Apple verkaufte bekanntlich 16.24 Millionen iPhones in den vergangenen drei Monaten.
Auch der US-Mobilfunkanbieter AT&T teilte am heutigen Tag seine Geschäftsergebnisse für das abgelaufene Quartal mit der Öffentlichkeit. Der amerikanische Netzanbieter zählte als Rekordergebnis 8.9 Millionen neue „wireless customer“ und verbuchte in seinem letzten Exklusiv-Quartal 4.1 Millionen aktivierte iPhones sowie 442.000 iPad- und Android-basierte Tablets.
AT&T übernahm am 28. Oktober 2010 den direkten Verkauf von Apples Tablet-Computer in seiner WiFi- und UMTS-Variante.
Es folgt: schlechte Presse für Spiele-Publisher Activision.
Der Niederländer Martin Kool stellte unter Sarien.net bereits seit längerer Zeit alte ‚Sierra Adventures‘ als Webbrowser-Spiele bereit. Sarien, ist dabei der Projektname vom ehemaligen Sierra-Adventure-Interpreter. Die Retro-Titel werden in Javascript übersetzt, womit sie sich auf jedem modernen Browser abspielen lassen. Durch eine spezielle iPad-Anpassung gewann das (absolut werbe- und kostenfreie) Bewunderer-Projekt in den letzten Wochen an Popularität und rief damit neben ein paar Enthusiasten auch Activision Blizzard auf den Plan, womit ein weiteres Fanprojekt (vorerst) ins Grass beisst…
It recently has come to our attention that you have adapted a number of games from the Sierra classic library (the „Sierra Games“) for web-based and iPad play. We understand that you currently are offering these Sierra games via the website www.sarien.net (the „Website“).
As you may be aware, your distribution and public performance of the .Sierra Games infringes Activision’s copyrights. (As you note on your Website, in order to create the Apps, you „extracted Sierra’s in-game images and objects from the original games“ and „exported… all ingame logics. „). The fact that these games were released many years ago does not mean that they are no longer protected by copyright law or can be freely made available to the public.
Apropos Retro. Nach dem App-Store-Rauswurf des Open-Source-Emulators iDos kehrte dieser in der vorletzten Woche als Gratis-Version zurück. Sein Entwickler hatte den iTunes-Dokumenten-Sync, der ausführbare (Spiele-)Dateien dem Gerät kinderleicht zum Fraß vorwarf, entfernt. Nein, eigentlich hat er ihn nur besser versteckt. Auch ohne Jailbreak ließen sich ‚Commander Keen‘ und Co. auf das mobile Gerät kopieren. Als diese Information die Runde machte, flog die Software erneut. Weiterhin lässt sich der Emulator unter dem Namen DosPad über die inoffizielle Paketverwaltung Cydia im Repository http://www.litchie.net/cydia beziehen. Auch das schränkt die Zielgruppe für mögliche Interessenten erheblich ein.
Wer aufgrund dieser unfreundlichen Nachrichten trotzdem Lust auf einige neu interpretierte Retro-Titel hat, bedient sich beim iPad-Ausverkauf des Spieleherstellers Telltale Games mit Monkey Island Tales 1 HD (2.39 €; App Store-Link), Puzzle Agent HD (2.39€; App Store-Link), Wallace & Gromit The Last Resort for iPad (2.39€; App Store-Link) oder Sam & Max Episode 1: The Penal Zone for iPad (2.39€; App Store-Link).
Das Statistikinstitut IDC lässt sich von 1500 Befragten bestätigt, was eigentlich schon jeder wusste: Preiswerterer Hardware werden höhere Erfolgschancen zugerechnet.
Soweit ist das erst einmal keine unglaubliche Erkenntnisse. In Bezug auf die künftigen iPad-Konkurrenten ist das jedoch eine erneute Akzentuierung wert, da bislang kein ernstzunehmender Mitbewerber den Einstiegspreis von Apples $500-Hardware (Affiliate-Link) knacken konnte.
Aus Gründen der Fairness sei erwähnt: Bis auf das Samsung Galaxy Tab, einen 7-Zoll-Vertreter dieser PC-Gattung, gibt es bislang keine weiteren bedeutungsvollen Markt-Mitstreiter. Der Preispunkt vom knuffigen Android-Rivalen rutschte erstmals in den vergangenen Tagen unter die 500-Euro-Marke (Affiliate-Link) – anfänglich waren über 700Euro zu berappen.
Doch ohne Frage: Die neuen Geräte werden kommen und setzen geschlossen auf Android 3.0, ein Betriebssystem-Update, das speziell Tablet-Computer ins Fadenkreuz nimmt. Davon existiert bislang ‚lediglich‘ ein (für mich) beeindruckender Trailer dessen Benutzeroberfläche.
Was HP mit seinem WebOS und einem möglichen PalmPad (angeblicher Projektname: ‚Topaz‚) am 09. Februar ankündigt, bleibt ebenfalls zu verfolgen. Nicht mehr und nicht weniger lässt sich aktuell der Gerüchtelage attestieren.
Aber nochmal: Das Motorola Xoom, eines der (real anzufassenden) CES-Highlights (mit Auszeichnung!), taucht aktuell in Preislisten mit $699 US-Dollar, in anderen Versionen mit $799 US-Dollar auf – gehobene iPad-Kategorie. Auch das BlackBerry PlayBook nennt, wie schon im Herbst, immer noch keine genauen Preisvorstellungen, möchte sich jedoch „konkurrenzfähig“ aufstellen. Dabei strapazieren die neuen iPad-Nebenbuhler einen Vergleich mit der ersten Hardware-Revision von mit der Cupertino-Flunder. Diese sprang bekanntlich im Frühling des vergangenen Jahres 2010 in den Markt.
Zum jetzigen Zeitpunkt bleibt daher nüchtern festzuhalten: Weder ein aktueller noch ein angekündigter Tablet-Mitbewerber konnte bislang das iPad preislich herausfordern.
Das Marktforschungsunternehmen Canalys verzeichnet, in ihren heute veröffentlichten Zahlen zum weltweiten PC-Wachstum, erstmals das Tablet-Segment mit Apples iPad oder dem Samsung Galaxy Tab. Andere Statistik-Institute betrachten die Geräte mit berührungsempfindlicher Oberfläche in einer gesonderten Kategorie.
„Any argument that a pad is not a PC is simply out of sync. […] With screen sizes of seven inches or above, ample processing power, and a growing number of applications, pads offer a computing experience comparable to netbooks.„, schreibt Canalys-Analyst Daryl Chiam.
Die Erwähnung von Netbooks ist interessant, da heutzutage niemand mehr den Mini-Rechenmaschinen ihren Platz im PC-Markt abschreiben würde. „Pads gave the market momentum in 2010, just as netbooks did the year before„, führt Chiam in der Pressemitteilung weiter aus.
Das iPad erreichte im April 2010 die Marktreife. Der erste Quartalsbericht mit iPad-Zahlen folgte im Juli 2010. Seitdem steht offen die Analysten-Frage im Raum: „What if the iPad were a PC?„. Die bereits damals durchgerechneten Erhebungen schossen durch den Himmel. Die aktuellen Canalys-Zahlen belegen dies jetzt, indem sich Apple an Position drei der weltweit größten PC-Hersteller wiederfindet.
Andere Institute, wie beispielsweise Gartner, definieren „Media Tablets“ außerhalb des PC-Marktes. Es bleibt abzuwarten, wie lange dies noch so fortgeführt wird.
Media tablet hype around devices such as the iPad has also affected consumer notebook growth by delaying some PC purchases, especially in the U.S. consumer market. Media tablets don’t replace primary PCs, but they affect PC purchases in many ways,“ Ms. Kitagawa said. „At this stage, hype around media tablets has led consumers and the channels to take a ‚wait and see‘ approach to buying a new device.
Five years ago, back when Gartner and IDC were confused about what a smartphone was Canalys was on top of the market and was the first to correctly describe the smartphone. Kudos for being the first again.
Der Apple Store (Affiliate-Link) verabschiedete sich am heutigen Vormittag für einige Stunden, kehrte jedoch jetzt unverändert zurück. Neben einer überarbeiteten Menüleiste auf Apple.de findet sich als spannende Neuerung das weiße iPhone-Modell zurück in der Bildergalerie (und auf dem technischen Datenblatt). Bestellen lässt sich das Gerät bislang nicht.
Die Gerüchte um zwei Versionen mit den Produktnummern MC604X/A (16GB) und MC606X/A (32GB) halten sich durch einen MacRumors-Forenteilnehmer, der sich bereits in der Vergangenheit durch mehreren erfolgreiche Vorhersagen auszeichnete, im Gespräch.
Die lebhafte Geschichte um die weiße Gehäusefarbe geht damit in eine nächste (noch zu ertragende?) Runde.
Update
Kommando zurück. Die europäischen Apple-Seiten scheinen die weißen Modell nie entfernt zu haben, obwohl ich mich daran nicht erinnern mag. Auf der US-Seite finden sich die gebleichten Telefone weiterhin nicht. Von dort wurden sie Ende Oktober 2010 entfernt.
Aus der Werbereihe „iPad is …“ entspringt dieses fünfte Video, welches speziell das Apple-Tablet bewirbt. Anfang Dezember war das iPad „Amazing„, heute ist es „Iconic“ und spielt erstmals die Anzahl der 60.000 verfügbaren App-Store-Programme in den Vordergrund.
Exemplarisch finden diese Applikationen im Spot eine Erwähnung:
DirektDoodle (Flash-Video bereitet – bei mir – im Safari-Browser Probleme. Hier der Link zur Webseite.)
Im Rahmen der DLD-Konferenz der Hubert Burda Media Holding in München produzierte Philip Banse eine Handvoll Interviews mit beteiligten Sprechern und Gästen. Neben sehr empfehlenswerten Gesprächen mit Robert Scoble, Mercedes Bunz oder Daniel Domscheid-Berg, zerrte er auch Doodle Jump-Mitbegründer Igor Pusenjak vor das Mikrofon.
Aus iPhone-Perspektive ist zu dem Dauer-Chartstürmer im App Store nicht mehr viel zu sagen. Wer acht Millionen Downloads erreicht und die Apple-Hitliste der ‚Meistgekauften iPhone Apps aller Zeiten‚ (in mehreren Ländern) anführt, sitzt in einem sicheren Sattel. Im April 2010 hatte sich das Brüder-Projekt ‚erst‘ 3.5 Millionen Mal verkauft. Ein Video-Interview mit Marko Pusenjak führte damals All Things Digital.
Trotz allem Erfolg lassen die Firmen-Oberhäupter der Lima Sky, LLC (für mich) konkrete Versionen für kommende Projekte vermissen. Damit steht weiterhin der Beweis aus, das Doodle Jump (0.79€; App Store-Link) keine Eintagsfliegen war. Wenn dem trotzdem so sein mag, und in den nächsten Jahren das Geld mit Plüsch- und Stofftieren verdient wird, ist dagegen natürlich nichts zu sagen…
Leider vermisst das aktuelle Interview eine kurze Erläuterung zu dem kürzlich aufkochenden Thema Marken-Schutz. ‚Lima Sky‘ hatte sich nach eigenen Angaben „aus Selbstschutz“ das Wort ‚Doodle‘ gesichert und ein paar Anwaltsbriefe an Mitstreiter verschickt.