Dev-Team veröffentlicht iPhone 3G/3GS-Unlock unter iOS 4.2.1

iPhoneBlog.de_caniunlock.jpg

via caniunlock.com

In Version 1.2 schaltet der Software-Unlock ‚ultrasn0w‘ die Baseband-Versionen 04.26.08, 05.11.07, 05.12.01, 05.13.04 (iPhone 3G/3GS) sowie 01.59.00 (iPhone 4 / iOS 4.0.2) frei. Neu hinzu kommt die Version 06.15.00, die der iPad-Firmware 3.2.2 entstammt. Das Dev-Team nutzt eine bereits bekannte Schwachstelle („AT+XAPP“), um die iPad-Baseband in ein iPhone 3G/3GS einzuspielen und darüber die Netzanbieter-Ungebundenheit unter iOS 4.1/4.2.1 zu erlangen.

Obwohl die technische Möglichkeit der iPad-Baseband im Apple-Telefon eine durchaus perfide Faszination besitzt, kann bei klarem Verstand keine Empfehlung dafür ausgesprochen werden.

Ohne eine Möglichkeit des Baseband-Downgrades beraubt man sich für jegliche Garantiefragen einer soliden Argumentationsgrundlage. Aber es kommt noch besser lustiger: Gleichzeitig lassen sich (vorerst) keine unmodifizierten (offiziellen) Firmware-Updates mehr aufspielen. Es ist immer eine selbsterstellte PwangeTool-Firmware notwendig. Das könnte sich in Zukunft ändern, wenn Apple eine neuere Baseband-Versions für die ‚alten‘ Geräte veröffentlicht. Darauf zu vertrauen, bedarf jedoch (mindestens) einer Portion ‚Mut‘.

  • There is no way to come back down from 06.15, and there’s no hiding the baseband version from Apple. You’ll be voiding your warranty in a very obvious way.
  • If some future baseband comes out with a critical fix, you won’t be able to update to it if it remains down in the 05.xx sequence (then again, you wouldn’t update to it if you wanted to keep your unlock anyway).
  • Starting with FW 4.2.1 if you have 06.15 on your iPhone you won’t ever be able to restore to stock firmware (it will fail). You’ll need to only restore to custom IPSWs.
  • via blog.iphone-dev.org

    Die Aktualisierungen der Software-Werkzeuge redsn0w in Version „0.9.6b5“ und PwnageTool als „4.1.3 Unlock Edition“ stehen mittlerweile zum Download.

    Nochmal: Jeder 3G- und 3GS-Besitzer, der eine ältere Firmware-Version mit funktionierendem Software-Unlock besitzt und auf die Funktionsfähigkeit des Telefons angewiesen ist, sollte zumindest darüber nachdenken, ab welchem Zeitpunkt sein Gerät (eventuell) offiziell vom Simlock zu befreien ist.

    ‚iPhone-Burnout‘ führt zu glücklichem Garantiefall

    saunalahti.jpg

    Here is a fun fact: Am 24.11. starb mein iPhone 4 den grausamen Batterie-Tod. Das Gerät hing am USB-Anschluss des Mac Pros, so wie mehr oder minder jeden Tag. Mac OS quittierte diesmal jedoch die Verbindung als ‚zu speicherhungrig‘. Die Meldung über ein „USB-Gerät, das zu viel Strom verbraucht“, ignorierte ich jedoch geflissentlich in der täglichen Hektik.

    Deshalb entdeckte ich das Problem erst später. Das iPhone hatte sich bis dato am USB-Kabel in utopische Hitze aufgeschaukelt. Das hinlänglich aus der Reklame geläufige Superlativ ‚brandheiß‘ nimmt dabei ganz neue Bedeutungen an. Der anscheinend defekte Akku führte neben der Überhitzung (selbstverständlich) zu Abschaltung des Gerätes. Zuerst war ich weniger besorgt, weil auch ausnahmslos alle iPhone-Generationen davon einen solchen Hitzeschutz aufwiesen. Die regelmäßige Verwendung des Telefons unter Wüstensonne führt gerne einmal zum gelben Warndreieck.

    iPhoneBlog.de_Temperature.jpg

    Das war hier nicht der Fall. Beziehungsweise habe ich den (möglichen) Hinweis zur Abschaltung übersehen. Das Display blieb, auch nach einer längeren Abkühlphase schwarz. Auch die gängigen Tricks, den Home- und Standby-Button in verschiedenen Kombinationen gedrückt zu halten, versprach keine Besserung. Eine komplette Entladung konnte ich ausschließen, da unterschiedliche USB-Kabel zum Computer und einem Standard-Netzteil ebenfalls keinen Erfolg einbrachten. Lediglich die ‚Hitzewelle‘ im hinteren Gehäuseteil zeigte sich in ihren ersten Zügen erneut, nachdem das Gerät mit Strom gefüttert wurde.

    Als Ergänzung ist vielleicht wichtig zu betonen, das keinerlei Schmorgerüche, abgeknickte USB-Kabel oder Brandhinweise auftraten. Das Gerät blieb einfach nur mausetot.

    Finnland hat derzeit keinen offiziellen Apple Store, was mich zu einem der autorisierten Fachhändler brachte. Dieser veranlasste ohne Probleme oder Eigentümer-Nachweise den Austausch des iPhone 4. Zumindest eine ‚europaweite‘ Garantie, egal in welchem Land man sein Telefon erworben hatte, steht offiziell seit diesem Sommer in den Apple-Richtlinien („cross-border iPhone warranty“). Doch auch bereits zuvor mehrten sich die Berichte, das die Apple Stores (in Deutschland) ohne Wiedersprüche Reparatur-Anfragen von iPhones aus dem europäischen Ausland annahmen. Das war speziell für Käufer, die sich aus Großbritannien oder Frankreich einem offiziell entsperrten, und damit für alle Simkarten zugänglichen, Telefonen bedienten, nicht unwichtig.

    Mein Gerät dagegen stammt aus einer Zeit, bevor der Verkauf von freien Geräten in Deutschland anlief. Ein sorgloser Umgang mit Wohnsitz im Ausland hing daher unter dem Damoklesschwert der Roaming-Gebühren. Sprich: Viel Telefonieren möchte man bei den erhöhten Kosten im Ausland nicht.

    iPhoneBlog.de_Unlocked.jpg

    Um so erfreulicher, das mein neues iPhone, dessen Austausch gerade einmal einen einzigen Tag in Anspruch nahm, ohne Simlock zurück in meine Hände überreicht wurde. Das macht diesen Garantiefall noch einmal doppelt wertvoll, da ich das 32 GB-Modell jetzt auch mit einem Telefonvertrag aus hiesigen Regionen betreiben kann. Oder um es ein wenig emotionaler auszudrücken: „Und alle so: Yeaahh!„.

    Die Frage nach dem ‚wie‘, ‚was‘ und ‚warum‘ kann ich leider nicht hinreichend genau beantworten. Fakt ist: Der Mobilfunkanbieter ‚Sonera‘ vertrieb bis vor Kurzem hierzulande das iPhone exklusiv. Ähnlich wie in Deutschland. Das änderte sich vor wenigen Wochen. Service-Anfragen beantwortete Sonera deshalb für Geräte, die innerhalb Finnlands gekauft wurden. Der autorisierte Fachhändler, der sich für mich zuständig zeigte, betreut nach eigenen Angaben ausschließlich Geräte, die außerhalb von Finnland erworben wurden. Woher jetzt mein neues 32 GB-Modell stammt und ob es bereits mit dem Status ‚Unlocked‘ ausgeliefert wurde, weiß ich nicht.

    Ich habe die Aktivierung des Gerätes direkt im Geschäft mit meiner Telekom-Simkarte veranlasst und die freudige Überraschung der ‚Netzungebundenheit‘ erst Zuhause festgestellt. Falls es sich nicht um einen missglückten Datenbankeintrag handelt, schreibt die Simkarte also nicht bei der ersten Aktivierung ihr Netz unwiderruflich in den Speicher.

    Ob ein ähnlich gelagerter Garantiefall, mit der Bearbeitung im Ausland, wiederholt zu diesem sicherlich nicht negativen Ergebnis führt, kann ich ebenso wenig beantworten. Am Ende dieser zwei ‚aufgeheizten‘ Tage steht für mich lediglich ein: „Und alle so: Yeaahh!„.

    [update] ‚Black-Friday‘-Ausverkauf kündigt sich an / Hardware und Software günstiger

    iPhoneBlog.de_Australia.jpg

    Der Apple Store Online in Australien nimmt bereits Rabatte des morgigen ‚Black-Friday‚-Verkaufs vorweg. Dabei finden sich reduzierte Hardware-Preise beim iPad (~ 37 €), MacBook Pro (~ 90 €) iPod Nano (bis 20 €), iPod touch (bis 37 €), MacBook Air (~ 90 €) und iMac (~ 90 €). Auch bei Zubehör (iPad Case, Camera Connection Kit, Dock, etc.) ist zu sparen. Ähnliche Reduzierungen sind auch im deutschen Store* zu erwarten.

    Gleiches gilt bei Software-Einkäufen im App Store*: Unter großer Entwickler-Beteiligung lockern diverse Anbieter über das kommende Wochenende ihre Preisschrauben. Dabei finden sie sowohl Applikationen (Delivery Status Touch, 1Password oder Flickit Pro) als auch Spiele (Reckless Racing, Zenonia 2 oder ChuChu Rocket) vergünstigt.

    * App-Store-Einkäufe und Apple-Online-Bestellungen über einen hier angegebenen Link, unterstützen das iPhoneBlog mit einem kleinen Prozentsatz des (unveränderten) Kaufpreises. Vielen Dank dafür!

    Update

    Apple aktualisierte mittlerweile auch die Preisstruktur im deutschen Online-Store zu dem diesjährigen ‚Black-Friday‘-Verkaufstag.

    iPhoneBlog.de_Black1.jpg

    Die Rabatte fallen nach den vorweggenommenen Ankündigungen aus Australien nicht überraschend aus. Beim Kauf eines iMacs, MacBook Pros und MacBook Airs (ausschließlich 13-Zoll) lassen sich über 100 Euro sparen. Die Preisreduktion beim iPod nano fällt mit 11 Euro eher geringer aus. Der Kauf von einem iPad oder iPod touch ist dagegen stärker vergünstigt.

    Auch beim offiziellen Zubehör lassen sich eine Handvoll Euros sparen.

    iPhoneBlog.de_Black2.jpg

    Apple koppelt Firmware-Update an Baseband-Aktualisierung

    iPhoneBlog.de_The Firmware Umbrella.jpg

    via thefirmwareumbrella.blogspot.com

    Mit iOS 4.2.1 verknüpft Apple die Firmware-Aktualisierung mit einer Überprüfung der vorhandenen Baseband-Version. Diese muss sich auf dem aktuellsten Stand 03.10.01 (iPhone 4) befinden, ansonsten verweigert das Telefon den Startvorgang. Von Interesse ist diese Information lediglich für iPhone-Benutzer, die sich einem Software-Unlock bedienen.

    Das iPhone Dev-Team bietet über Programme wie ‚redsn0w‚ ‚PwnageTool‚ eine Möglichkeit, die Aktualisierung der Betriebssystem-Firmware unabhängig von einem Upgrade der Baseband durchzuführen. Die Baseband fungiert als Schaltzentrale zwischen Sim-Karte und GSM-Chip und kontrolliert die Einwahl in das Mobilfunk-Netz. Dadurch ist es beispielsweise nicht möglich, dem Telekom-iPhone eine Simkarte von Konkurrenzanbieter unterzuschieben. Über eine Sicherheitslücke ließ sich diese Begrenzung auf älteren Baseband-Versionen ausnutzen (‚ultrasn0w‚). Damit ist es neben dem offiziellen Erwerbe von ‚freien‘ Geräten möglich, Simkarten von allen Netzbetreibern zu verwenden.

    Die jetzt eingeführte Überprüfung auf die aktuellste Baseband-Version ist daher kein unnötiger Stolperstein für Unlock-Benutzer sondern eine forsche Aufforderung zur Ausbesserung der Schwachstelle.

    Grundsätzlich nimmt die Notwendigkeit eines Unlocks, insbesondere durch die fallende Exklusivbindung, die sich bis auf Nordamerika über den Großteil der 89 iPhone-Länder mit ihren 166 Mobilfunkanbietern erstreckt, ab. Älterne iPhone-Geräte lassen sich nach der zweijährigen Vertragslaufzeit offiziell vom Sim-Lock befreien und benötigen dazu keine temporären Modifikationen.

    Der Jailbreak, um vollen Zugriff auf das Dateisystem zu erlangen, hat mit dem ‚limera1n‚-Exploit auf Bootroom-Ebene, eine vorerst permanente Schwachstelle aufgezeigt. Hier kann nur durch eine neue Geräte-Version von Apple nachgebessert werden. Unter iOS 4.2.1 ist daher der Jailbreak auch auf aktuellen Geräten möglich, derzeit jedoch nur in einer Form, die sich „tethered“ nennt.

    A tethered jailbreak means that each time your device loses battery power or needs to be rebooted, you must attach it to a PC or Mac to boot into the jailbroken state.

    Der iPhone-Neustart funktioniert zwar trotzdem, bringt jedoch erhebliche Einschränkungen mit, beispielsweise keine inoffiziellen Systemerweiterungen, Cydia oder CommCenter-Modifikationen benutzen zu können. Außerdem kann es durch die veränderte Privilegien- beziehungsweise Rechte-Vergabe bei Standard-Programmen zu einer Nichtbenutzbarkeit kommen.

    via blog.iphone-dev.org + Danke, piercyHA!

    [update] Apple versucht App-Store-Masseneinreichungen zu unterbinden. Aktuelles Beispiel: Radio-Stationen

    Erneut große Aufregung in App-Storehausen: Auf RadioMagOnline.com berichtet Jim Barcus, Geschäftsführer von Digital JukeBox, dass Apple 10 ihrer Radio-Anwendungen ablehnte. Das geschah laut seinen Aussagen am 10. November. Und auch danach sollen ‚many more‘ es nicht über den Genehmigungsprozess hinaus geschafft haben.

    Seine ‚Beschwerde-Mails‘ lassen die Gründe der Ablehnung weitgehend im Unklaren, da nicht zweifelsfrei aus seinen Beschreibungen ersichtlich ist, was als Zitat eines App-Store-Mitarbeiters gilt und auf welchen Paragraphen der App-Store-Richtlinien sich dabei gestützt wird. Das, was in der spontanen Beißreflex-Berichterstattung hängen blieb, ist ein Absatz, der zum Teil in Anführungszeichen (sprich: ein wörtliches Zitat) gestellt wurde:

    On Nov. 10, 2010, we had 10 radio station apps rejected by Apple because Apple says „single station app are the same as a FART app and represent spam in the iTunes store“ and Apple „will no longer approve any more radio station apps unless there are hundreds of stations on the same app.“

    Das Problem ist hier natürlich die Verallgemeinerung, bei der ein aktueller Einzelfall zum ‚Massenproblem‘ aufgeschaukelt wird.

    Jim Barcus selbst führt den Absatz der Guidelines „2.20 Developers ’spamming‘ the App Store with many versions of similar apps will be removed from the iOS Developer Program.“ in die Diskussion ein. Das lässt tief blicken, verrät aber nicht, wie viele (möglicherweise identischen) Anwendungen das Entwickler-Konto von ‚DJB Radio Apps‘ übermittelte. Auf dessen Webseite zeigt sich ‚lediglich‘ die Praxis, mit der ‚DJB Radio Apps‘ Programme für Android, Blackberry und iOS produziert.

    Here is what we need from you“ führt an: Ein Logo, eine Streaming URL, 325 Zeichen Beschreibung sowie ein Facebook-, Twitter- oder MySpace-Link. Die ganz ‚individuelle‘ App für $199.99 US-Dollar. Großartig!

    Ein angebliches Argument der zuständigen App-Store-Review-Mitarbeiter (diesmal ohne Anführungszeichen) über „enriching end user experience“ wird von Barcus mit der Information gekontert, dass man doch mehr als 37.000 Downloads pro Monat verzeichnen würde. Schlagfertig, aber am Thema vorbei.

    iPhoneBlog.de_DJB.jpg

    Natürlich ließ es sich die Geschäftsführung von Digital JukeBox nicht nehmen, den E-Mail-Account von Steve Jobs zu kontaktieren. Dessen Antwort „Sorry, but we’ve made our decision.“ steht jedoch in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit den angeführten Vorwürfen. Das lässt sich ziemlich leicht recherchieren, wenn man die von Jim Barcus veröffentlichte Ausgangs-E-Mail einfach mal lesen würde…

    Stichwort ‚gehaltvoll‘: Entgegen vielen Berichten, die über böse Apple-Machenschaften und den unschuldigen App-Store-Spammer schreiben, kommt ‚Your Tech Life‘ mit „Apple vs the Radio Industry? Not Quite“ zu substanziellen Schlüssen:

    My own summary is that App developers submitting identical apps with just a logo/stream change under their own developer accounts are not looked well upon. […] Moral of this story for Radio stations – be creative, own the rights, own the application submission.

    Ohne Frage: Der App Store ist mittlerweile mehr als ein Vertriebskanal. Er ist ‚Show-Room‘ und Präsentations-Plattform. Da möchte man Präsenz zeigen. Dann sollte man diesem Auftritt jedoch auch die entsprechende Zuwendung entgegenkommen lassen. ‚This American Life‚ liefert beispielsweise ein solches Stück Vorzeige-Software für ihre US-Radio-Show ab.

    Radiosender, die nicht viel Geld in eine App-Store-Eigenentwicklung stecken wollen, sollten sich darauf besinnen, zuallererst den Stream ihres Rundfunksenders (komfortabel) auf mobilen Geräten anzubieten.

    Vielleicht liege ich aber auch komplett falsch und ‚Single-Radio-Stations‘ fliegen in den nächsten Wochen nach und nach aus dem App Store. Vorstellen kann ich mir dies jedoch nicht. Der App Store ist und bleibt mit seiner gezwungenen Regulierung ein schwieriges Pflaster. Gefangen zwischen Spam-Einsendungen und Wachstums-Druck. Dabei bezieht sich das aktuelle Beispiel nach meiner Interpretation jedoch nicht auf den Bereich Radio-Stationen sondern auf Firmen, die ein und dieselbe Programm unter verschiedenen Flaggen ins iTunes prügeln.

    Update

    Radioszene.de veröffentlicht eine telefonische Apple-Stellungnahme:

    Apple wird keine Radio-Apps löschen oder den Zugang von Radio-Apps zum Apple-Store verweigern. […] Apple bestätigte, dass identische Apps – welche von nur einem Entwickler bereitgestellt werden – nicht mehr aktiviert werden. […] Die Regelung gilt auch für Zeitungen und andere Bereiche. Wird die App aber direkt vom Radiosender hochgeladen, stellt dies kein Problem dar. Auch können Radiosender über den eigenen Account mehrere Apps hochladen.

    Nielsen-Umfrage: Kaufinteresse der US-Kids im nächsten Halbjahr

    iPhoneBlog.de_Nielsen1.jpg

    Das Marktforschungsunternehmen Nielsen Media Research ermittelt das Kaufinteresse von US-Jugendlichen für die nächsten sechs Monate. Dabei rangiert das iPad bei Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren an erster Position und bei Teenagern ab dreizehn Jahren auf dem vierten ‚Hitlisten-Platz‘. Sowohl iPhone als auch iPod touch finden sich im gesunden Mittelfeld ein, wo sie überwiegend mit Spielkonsolen von Nintendo, Microsoft und Sony konkurrieren.

    Sicherlich eine Erwähnung wert ist dabei die Tatsache, dass der iPod touch in beiden Altersklassen die mobilen Handhelds von Nintendo mit ihrem DS, DSi, DS Lite und zukünftigem 3DS hinter sich lässt. Die PlayStation Portable ist abgeschlagen am unteren Ende der Skala gerade noch mit in die Aufzählung gerutscht. Wie ein E-Reader, insbesondere für die Generationen der Sechs- bis Zwölfjährigen es in die Erhebung schafft, bleibt mir, mit Blick auf meine Kindheit, ein Rätsel.

    Im Übrigen dürfen die gängigen Einschränkungen solcher Erhebungen nicht außer Acht gelassen werden: Ein Nintendo 3DS, das mit fernem Veröffentlichungstermin im nächsten Jahr und ohne angelaufene Werbekampagne, derzeit mehr als unterbeachtet in den USA dasteht, liefert mit seiner Position sicherlich keine aussagekräftigen Werte. Einem Microsoft Kinect dagegen, das Werbe-Budgets in Höhe von 500 Millionen US-Dollar verpulvert und damit lediglich im unteren Drittel rangiert, schultert diese Statistik sicherlich nicht so leicht. Dessen erste Million an verkauften Geräte in rund zehn Tagen verlief, laut eigenen Aussagen, jedoch plangemäß.

    Überdies hinaus soll nicht unerwähnt bleiben, dass kein anderer Tablet-Computer in der Umfrage zur Auswahl stand. Verwunderlich ist dies aufgrund fehlender (adäquater) Mitbewerber jedoch nicht.

    Apropos Mitbewerber: Das abgefragte Interesse einer zukünftigen Anschaffung verzerrt natürlich, wenn die jeweiligen Produkte schon in den heimischen vier Wänden stehen und sollte auch bei einer Interpretation der hohen iPad-Platzierung gegenüber Xbox, Wii oder PS3 Beachtung finden.

    iPhoneBlog.de_Nielsen2.jpg

    via blog.nielsen.com

    3D-Zeichnen in ‚Augmented Reality‘

    Mit ‚Star Wars Arcade: Falcon Gunner‚ (3.99 €; App Store-Link) erreichte Publisher THQ in der letzten Woche einen ersten zählbaren Etappensieg für Spiele in der ‚erweiterten Realität‚. Nicht umwerfend, aber unterhaltsam.

    Die britische Firma String Labs Ltd versucht die spielerischen Augmented-Reality-Elemente auch Werbeträgern schmackhaft zu machen. Erste Teaser-Videos zeigen virtuelle Sneaker und Graffiti-Zeichnungen an Londoner Häuserwänden. Die dreidimensionale Malerei, die derzeit unter dem Projektnamen ‚Scrawl‘, einer Zeichen-App basierend auf der Unity-3D-Engine, angepriesen wird, soll zukünftig im App Store die Reklame-Trommel rühren.

    Das erstellte ‚String SDK for iOS‚ möchten die Entwickler zu einem späteren Zeitpunkt als Werkzeug ‚lizenzierbar‘ weitergeben.

    iPhoneBlog.de_String.jpg

    via TNW

    [tipp] Schreib- und Tastatur-Hinweise für iOS 4.2

    Für die Anwendung ‚Notizen‘ marschierten mit iOS 4.2 zwei neue Schrifttypen, ‚Chalkboard‘ und ‚Helvetica‘, auf dem iPad, iPod touch und iPhone ein und erweitern den Kreis um seinen Ureinwohner ‚Marker Felt‘. Genau genommen ist dies jedoch nicht der ersten ‚Helvetica‘-Auftritt. Durch das Umstellen der Tastatur-Sprache auf ‚Japanisch QWERTY‘ lies sich bereits 2008 die populäre Schriftart in den Notizen unterbringen.

    Nicht, dass dies irgendwen groß interessieren dürfte, da unzählige Notiz-Anwendungen aus dem App Store ein weitaus besseres Schrift-Bild abgeben.

    Doch das Stichwort ‚Tastatur‘ sei noch einmal aufgegriffen. Diverse Zuschriften im Zusammenhang mit der gestrigen iOS 4.2(.1) Aktualisierung beschäftigten sich mit (Doppel-)Belegungen der virtuellen Tasten. So zeichnet sich „É“ – das E mit Akut – bei deutschen Spracheinstellungen und deutscher Tastatur, durch eine unverständliche Abwesenheit aus.

    Erst bei einem Wechsel auf die englische Tastatur ringt sich das Layout durch, diese Zeichenkombination dem Benutzer zur Auswahl zu stellen. Soweit, so unverständlich.

    Der Buchstabe ‚ß‘ ist übrigens (wie bisher) ausschließlich ohne Feststelltaste, nur in Kleinschreibung, zu setzen.

    (Danke, Steffen!)

    iPhoneBlog.de_Halbgeviertstrich.jpg

    Detail-Neuerung: Die iOS-Tastatur beinhaltet seit iOS 4.2 nicht nur den Geviertstrich sondern auch den Halbgeviertstrich.

    via Hering + gerritvanaaken

    Auch neue Sprach-Versionen von Tastaturen sind am Start: ‚Deutsch (Schweiz)‘, Bulgarisch und Tibetisch lassen sich auf den ersten Blick – im Gegensatz zu iOS 4.1 – erkennen.

    ‚Swipe-to-Umlaut‘, einer der wichtigsten (Schreib-)Tipps (exklusiv) für das iPad, bereits mit mehrfacher Erwähnung, soll selbstredend im Zusammenhang mit der iOS-Tastatur, nicht (noch einmal) unerwähnt bleiben.

    DirektSwipe