Mit Aweditorium (kostenlos; App Store-Link) startet am heutigen Tag eine ‚explorative Musik-Anwendung‘ auf dem iPad, die Robert Scoble „The Flipboard of Music“ nennt.
So ganz, na ja, stimmt das nicht. Zumindest erinnert das Kachelmuster zum Aufspüren der Indie-Künstler an die ‚Social-Network‘-App.
Aweditorium verzückt mit einer hübschen CD-Cover-Landkarte, über die man sich vogelfrei durch verschiedene Musikrichtungen und deren Sänger bewegt. Ein ‚Tap‘ genügt, um einen Song anzuspielen. Vor einem überdimensionalen (Band-)Foto blenden sich daraufhin Details in bunten Pop-ups ein. Der Song sowie dessen dazugehöriger Gruppenname erscheint in der Breitbild-Ansicht unten links. Die Musik-Texte zum Mitsingen sind nicht für jeden Titel vorhanden. Ebenfalls in eher unregelmäßigem Abstand verweist ein YouTube-Link auf zusätzliches Film-Material. Ein Kaufhinweis schickt nach dem unbeschränkten Probehören seine Klientel bei Bedarf in den iTunes Store.
Die Künstler entstammen nach Angaben des App-Store-Produzenten ausnahmslos der Independent-Musikszene. Neue Gruppen nimmt der Hersteller im Moment nicht an.
Ein Ohr sollte man diesem neuen Konzept jedoch unbedingt leihen. Mehr Hintergründe gibt es im 20-Minuten-Interview vom besagten Robert Scoble. Kopfhörer sind, egal wo zugehört wird, auf jeden Fall zu empfehlen.
Manche Entdeckungen kommen spät: Die derzeit aktuellste iPad-Firmware 3.2.2 (sowie das anstehende iOS 4.2 Update) erlauben ‚Pinch-to-Zoom‚ innerhalb der Foto-Applikation auch für Videos. Mir war das bislang nicht aufgefallen.
Die Videos müssen allerdings in der Anwendung ‚Fotos‘ vorliegen. Auf dem iPhone funktioniert die ‚Zwick-Geste‘, zum Vergrößern des bewegten Bildausschnittes, nicht.
Am Ende des Jahres 2009 zeigte sich der ARD-aktuell-Chefredakteur Dr. Kai Gniffke einer iOS-Anwendung für das Angebot der Tagesschau und den Tagesthemen aufgeschlossen und sorgte damit für einen kleinen Medienwirbel der privaten Verlagshäuser. Allen voran polterte die Axel Springer AG mit einer Pressemitteilung, in der sie darum baten „freiwillig auf ein kostenloses Angebot zu verzichten“ und bauten plakativ das Wort „Wettbewerbsverzerrung“ in ihre Überschrift ein.
Nach ein bisschen Medienkrieg um die sogenannten ‚kostenlosen Netz-Inhalte‘, passierte erst einmal wenig. Den Sommer verbrachten einige der großen Verlagshäuser (erfolgreich) mit der Desinformation ihrer Leser in puncto ‚Google Street View‚.
Am vergangenen Wochenende berichtete Meedia.de, dass die „Tagesschau-Apps vor dem Start“ stehen und ‚lediglich‘ auf „das Go von NDR-Intendant Lutz Marmor und ihre Freischaltung“ warten.
Die „Tagesschau“-Apps liegen bereits seit Monaten fertig in den Schubladen von ARD-aktuell, sollten aber mit Blick auf die anhaltende medienpolitische Großkampflage zunächst noch nicht online gehen.
Falls an dieser Behauptung auch nur ein Funken Wahrheit klebt, wäre dies für die öffentlich-rechtliche Organisation mehr als peinlich. Mittlerweile ist die Veröffentlichung einer native Anwendung zum Politikum aufgestiegen. Das Programm an sich wäre technisch (fast) überflüssig, da das Angebot auf Tagesschau.de ebenfalls über den Webbrowser angesteuert werden kann. Die Publikation mit ihren Text- und Video-Inhalten im App-Store-Format, die durch Öffentlich-rechtliche Gebühren bereits finanziert ist, wäre jedoch ein längst überfälliger Faustschlag an das ‚Bullshit-Whiteboard‘, an das Begriffe wie ‚Kostenlos-Offensive‘, ‚Marktverletzung‘, ‚Leistungsschutzrecht‘ und ‚Qualitätsjournalismus‘ der bekannten ‚Pappenheimer‘ immer wieder geheftet werden.
Heute wurde bekannt: Der deutsch-französische Kultursender Arte, der zu 95-Prozent über die erhobenen Fernsehgebühren finanziert wird, plant ebenfalls die ‚App-Storeisierung‘ seines Nachrichten-Angebotes – inklusive Mediathek. Arte-Präsident Gottfried Langenstein verlautete dies, nach Heise-Online-Angaben, gegenüber der Nachrichtenagentur DPA. Der TV-Sender bietet über seinen YouTube-Kanal bereits ein umfangreiches Film-Angebot feil.
Ebenfalls (werbe-)finanziert: Das von privaten Verlegern, gleichermaßen so geliebte Google-News-Portal, stellt am heutigen Tag auf eine einheitliche Smartphone-Ansicht um, die aus der Nachrichtenwüste eine relativ gut strukturierte Übersicht der aktuellen Geschehnisse zimmert.
In Deutschland geht die Umsonst-Kultur zuende. Springer hat bereits 280 000 Apps von „Bild“ und „Welt“ verkauft. Angesichts der Tatsache, dass es hier zu Lande nur knapp zwei Millionen iPhones gibt, eine beachtliche Zahl. „Bild“ ist mittlerweile die meistverkaufte Nachrichten-App des Landes.
Ich freue mich mehr und mehr auf das Angebot der Tagesschau und den Tagesthemen; genau wie dessen zukünftige Download-Zahlen.
Das iPhone diente bereits als Kamera für ein ‚Fashion Shooting‘; jetzt halten die iPad-Bildschirme zu dessen Beleuchtung her. Betrachtet man die Preise, die für eine professionelle Ausleuchtung gezahlt werden, wirkt die Verwendung der Apple-Tablets nur noch halb so dekadent.
Die charmante Idee stammt übrigens von Jesse Rosten, der mit seinem „iPad + Velcro = ♥“-Video, der vor sechs Monaten uns, 1.4 Millionen Vimeo-Besucher (Video) und sogar Cupertino begeisterte, die sein Video als Feature auf Apple.com eingebunden haben.
Seit dem 28. Oktober verkauft der US-Mobilfunkanbieter Verizon Wireless das iPad WiFi in Amerika – zusammen mit einem MiFi-Dongle. Jetzt erreicht der erste Werbespot das Netz.
Erwartungsgemäß rückt der Anbieter mit ‚Breakaway‘ seine Netzqualität mit „power and reliability“ in den Blickpunkt. Da das iPad WiFi + 3G ein GSM-Gerät ist, und nicht im CDMA-Netz funktioniert, vertreibt Verizon in seinen über 2.000 US-Verkaufsfilialen sowie im Online-Store das Apple iPad mit einem mobilen Hotspot.
Summa Summarum: Netter, aufgeräumter Werbespot. Verizon Wireless übt damit schon einmal für das CDMA-iPhone im nächsten Jahr!?
Das iDroid Project widmet sich bereit seit längerer Zeit der Portierung vom Linux-Kernel – sowie einer Android-OS-Installation – auf der Apple iOS-Plattform. Das jetzt veröffentlichte ‚Bootlace‘-Programm in Version 2.1, das über Cydia kostenlos erhältlich ist, ermöglicht einem iPhone Classic (3.1.2; 3.1.3) sowie iPhone 3G (3.1.2 bis 4.1) die mühelose OpeniBoot-Installation. Das Dev-Team-Mitglied ‚planetbeing‚ zeigte im April diesen Jahres erstmals ein funktionierendes Google-Betriebssystem auf einem iPhone Classic.
Die Installationsroutine dafür zog sich damals noch über mehrere Webseiten; lässt sich mittlerweile jedoch ohne Computer-Einsatz über das ‚Repository‘ http://repo.neonkoala.co.uk/ mit wenigen Klicks und ein bisschen Wartezeit erledigen wie dieses 8-Minuten-Video zeigt.
Mit dem ‚ZTE Peel‘ vom Mobilfunkanbieter Sprint Nextel sollen ab nächster Woche die iPod-touch-Modelle der zweiten und dritten Generation über eine 3G(-CDMA)-Verbindung online geschickt werden. ‚The Boy Genius Report‚ berichtet über den UMTS-Hotspot, der als eine Art Schutzhülle auf Apples Handschmeichler gesteckt wird. Laut dem jetzt veröffentlichten Bildschirmfoto beträgt der Gerätepreis $80 US-Dollar und kann mit einem $30 US-Dollar-Monatsangebot für ein Gigabyte an Daten zum US-Kauf am 14. November bestückt werden.
Der ‚ZTE Peel‘ ist grundsätzlich nichts anderes als ein mobiler WiFi-Hotspot in einer alternativen Gehäuseform. Über seine Internetverbindung sollen gleichzeitig bis zu zwei Geräte ins Netz befördert werden.
Sowohl die (anscheinend) fehlende Kompatibilität zum iPod touch der vierten Generation, als auch die teure Monats-Verpflichtung, erscheinen unattraktiv. Trotzdem ist es Sprints erster Gehversuch im unbekannten iOS-Biotop.
In dieses Gewässer strebt auch weiterhin US-Mobilfunkanbieter Verizon Wireless. Ein mehr als fragwürdiges Bildschirmfoto einer möglicherweise geplanten Presse- beziehungsweise Werbemitteilung deutet auf den 10. Januar 2011 hin, an dem in US-Geschäften eine CDMA-Telefonvariante vom iPhone 4 erhältlich sein könnte.
Unter Google.com schaltete der Suchmaschinen-Anbieter aus Mountain View in der letzten Woche auch für mobile Geräte die Einblendung der ‚Instant-Search‚-Suchergebnisse frei. Dabei blenden sich Ergebnisse bereits nach dem Tippen der ersten Buchstaben ein und erspart das explizite Drücken des kleinen Lupen-Symbols.
Google Instant startete Anfang September und konterte damit geschickt eine $100 Millionen US-Dollar Werbekampagne vom Konkurrenten Microsoft, der ‚Bing‘ als „bessere und schnellere“ Suchmaschine in den Medien platzieren wollte. Google gibt an, dem Benutzer über diese Funktion zwei bis fünf Sekunden pro Suche einzusparen.
(Danke, Oliver!)
‚Real‚, die Handelskette der Metro AG, verteilte in der vorletzten Woche eine Angebots-Broschüre, in der ein simlockfreies iPhone für unter 1000Euro beworben wurde. Durch den auslaufenden Exklusiv-Vertrieb zwischen Apple und der Telekom waren jedoch bereits vor dem Verkaufsstart von Real netzungebundenen Telefone für 629 (16GB) beziehungsweise 739€ (32GB) erhältlich. Real reduzierte daraufhin den Verkaufspreis der importierten Geräte.
Woher die Telefone stammen, wollte Real nicht offenlegen. Fest steht jedoch, das der Packung keine Original-Apple-Netzteile beilagen. Zu aller Ungeschicktheit erwärmten sich einige dieser Stromadapter übermässig, so das Real eine Rückrufaktion, der nach eigenen Angaben 600 verkauften Geräte, startete.
Das ChronicDevTeam veröffentlicht große Teile seines aktuellen iOS-Jailbreaks ‚greenpois0n‚ unter GNU General Public License auf Github.
Nach der Umstellung auf die US-Winterzeit sollten wiederkehrende Wecker-Signale, die neu angelegt wurden, nun auch unter iOS 4.1 hierzulande wieder funktionieren. Apple deutete in der letzten Woche in einem Support-Dokument darauf hin.
Unter iOS 4.1 kann ich das verspätete Klingeln in keiner Kombination – von den sich wiederholenden Alarm-Einstellungen – mehr nachvollziehen, obwohl einigeBenutzer weiterhin mit Problemen kämpfen. Ob dies mit Teilen der USA zu tun hat, die in diesen Stunden noch den besagten 07. November schreiben, bleibt wahrscheinlich genauso unaufgeklärt, wie das eigentliche Problem.
In einem CNN-Interview bestätigte Apple-Sprecherin Natalie Harrison, das mit iOS 4.2 der Fehler permanent behoben sei. Die finale Version der neuen iOS-Firmware deutet sich mit bereits verfügbaren Netzbereiber-Einstellungen an.
Teile des kostenpflichtigen MobileMe-Dienstes könnten in Zukunft allen Apple-Kunden zur Verfügung stehen. So zumindest ein handfestes Gerücht, das man sich aus der Kombination von dem ‚Create Free Apple ID‚-Button in der (wahrscheinlich) finalen iOS-Version 4.2 sowie einem Webseiten-Besuch (mit dem mobilen Gerät) auf Me.com zusammenreimen kann.