Auf mein DODOcase warte ich seit dem 24. Mai – knapp sechs Wochen also. Seit heute ist das handgefertigte iPad-Moleskine bei mir in München eingetroffen. Es entstammt einem kleinen Familienbetrieb aus San Francisco, der aus ein wenig Bambus, Schaumstoff und gewalztem Kunstleder eine hübsche Schuhkiste für den Apple-Computer zimmert.
Die Verbindung aus klassischen Materialien, die mit traditionellen Buchbinder-Fertigkeiten eine Aufbewahrung für die neuste Technik-Spielerei bietet, kann (mich) begeistern. Es ist sehr faszinierend, wie ein wenige Gehölz zwischen zwei Buchdeckeln einem Touch-Bildschirm eine solche Ästetik-Ohrfeige geben kann. Charmant irgendwie.
Der Einband lässt prinzipiell drei unterschiedliche Möglichkeiten für eine Aufstellung zu. Im Grunde genommen trägt man das iPad in der Holzkiste jedoch lieber spazieren und fummelt am Gummiband, das die zwei Umschläge zusammenhält.
Im Europaversand laufen Gesamtkosten von zirka 70 US-Dollar auf. Der ganze Hype, die schwere Verfügbarkeit und der Gedanke etwas zu Kaufen, das nicht von „der Stange“ produziert wurde, sind natürlich vollkommen übertrieben, irrational und gleichzeitig so entzückend.
* Alle selbstproduzierten Videos gibt es neben der oben eingebundenen HD-Version auch ‘iPhone-kompatibel’ in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
Dem Festplattenhersteller Western Digital ist mit seinem ‚TV Live HD-Player‘ vor einigen Monaten ein großer Wurf gelungen. Die 100-€-Box bringt gerade einmal 300 Gramm auf die Waage, überzeugt jedoch mit einem breiten Spektrum an Format-Kompatibilität. (Fast) egal welche Video-Codecs und Containerformate ihr durch euer Netzwerk schubst (AVI (Xvid, AVC, MPEG1/2/4), MPG/MPEG, VOB, MKV (h.264, x.264, AVC, MPEG1/2/4, VC-1), TS/TP/M2T (MPEG1/2/4, AVC, VC-1), MP4/MOV (MPEG4, h.264), M2TS, WMV9): Die handflächengroße Schachtel bringt in (fast) jedem Fall ein Bild über HDMI auf den Fernseher.
Der ‚WD TV Live Plus‘ (Affiliate-Link *) besitzt zwei USB-Anschlüsse sowie eine Netzwerk-Buchse, über die selbst abgedrehte Auflösungen (1920x1080p24), kryptische Untertitel-Dateien (SRT, ASS, SSA, SUB, SMI) oder aussergewöhnliche Tonspuren (MP3, WAV/PCM/LPCM, WMA, AAC, FLAC, MKA, AIF/AIFF, OGG, Dolby Digital, DTS) ruckelfrei und ohne Verzögerungen abgespielt werden. Der „Network Media Player“ ist ein Totschläger für alle nicht DRM-befallenen Daten!
Einziger Wermutstropfen: die ‚lediglich praxistaugliche‘ Fernbedienung. Seit dem vergangenen Wochenende steht mit der WD TV Live Remote (2.39€; App Store-Link) eine erste WLan-Fernsteuerung für dieses Gerät im App Store. Diese spricht drahtlos vom iPhone mit einem UPnP-Mediaserver und nimmt rudimentäre Steuerungsmöglichkeiten von der Couch entgegen. So lassen sich über das iPhone die Netzwerk-Ordner durchsuchen, eine Titelauswahl vornehmen und dessen Wiedergabe starten oder pausieren.
In meinem persönlichen Setup hängt die WD-Box kabelgebunden im Heimnetzwerk und greift auf die freigegebenen Ordner am MacMini zu. Als Mediaserver habe ich für diesen Test PlayBack von Yazsoft verwendet, welches die iTunes-, iPhoto- oder Aperture-Bibliotheken verfügbar macht. OpenSource-Alternativen sind ebenfalls zur Genüge vorhanden.
Die WD TV Live Remote ist beileibe keine schöne Software und bietet in der jetzigen Version lediglich Basisfunktionalität (FAQ). Mitunter herrschen über den Aufbau und das Bestehen einer funktionierenden Verbindung zum Streaming-Gerät (Darstellungs-)Probleme.
Speziell die Suchfunktion, über die man sich einen Abstieg in die Untiefen von Ordnerstrukturen erspart, lassen die Bedienung jedoch um ein ganzes Stück leichter ausfallen.
* Wenn Ihr dieses oder irgendein sonstiges Produkt über folgenden Amazon-Link bestellt, fällt (bei unverändertem Kaufpreis) ein kleiner Prozentsatz an das iPhoneBlog, für den ich mich recht herzlich bedanke.
** Alle selbstproduzierten Videos gibt es neben der oben eingebundenen HD-Version auch ‘iPhone-kompatibel’ in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
Im Weblog des Fotografen findet sich ebenfalls der Verweis auf die iPhone-Software mRelease (2.39€; App Store-Link). Damit lassen sich ‚am Set‘ ganz bequem die (Klein-)Darstellerverträge, mit dessen Unterschrift man seine Verwendungsrechte am aufgezeichneten Material abgibt genehmigt, ausfüllen, unterschreiben und per PDF-Mail verschicken.
Am gestrigen Sonntag schossen einige vietnamesische Comicstrips im US-App-Store an die Chartspitze der Kategorie „Top Books Paid Software“. Kurze Zeit später fanden sich entsprechende Benutzerkommentare unter der jeweiligen Anwendung, dass dessen iTunes-Konten kompromittiert wurde. Apple entfernte mittlerweile die ‚aufstrebenden‘ Angebote des dazugehörigen Entwickler-Accounts.
Phishing-E-Mails zum Erschleichen der iTunes-Informationen sind seit mehreren Jahren – in denen sorglose Benutzer auf Fake-Mails klicken – keine Sonderbarkeit.
Mit AppSales-Mobile – in unterschiedlichen Entwicklungsrichtungen (Forks) – lassen sich für Entwickler die App-Store-Verkaufszahlen von iTunes Connect sowie die jeweiligen Benutzerbewertungen auf das Apple-Telefon laden. Eine Import-Funktion der Desktop-Software AppViz ist ebenfalls möglich.
Mit dem Betriebssystem-Update auf iOS 4.0 hielten Programm-Ordner Einzug auf dem iPhone. Und ganz entgegen meinen persönlichen Erwartungen, nutze ich diese auch. Die automatische Benennung der App-Verzeichnisse funktioniert dabei hinreichend gut – trotzdem sagt ein kleines Bild manchmal mehr als Worte. Deshalb ist es an der Zeit, zwei kurze Hinweise auszupacken, die für langjährige Leser sicherlich nicht komplett neu sind.
Das Glyphboard von Neven Mrgan ist eine kleine Webanwendung, die man sich auf seinen Homescreen ‚installiert‚. Daraus lassen sich schon einmal 48 knackige Symbol(-zeichen) kopieren und systemweit in jede Anwendung einfügen.
Wer sich, der im fernen Osten extrem populären Bild-Buchstaben ‚Emoticons‚ bedienen möchte, schaltet diese über eine kostenlose App-Store-Software – wie beispielsweise der ‚Emoji Enabler‘ (App Store-Link) – frei. Die japanische Piktogramm-Tastatur schlummert standardmäßig im iPhone-Betriebssystem und wird über das Programm lediglich aktiviert. Deshalb ist es nicht notwendig, dafür eine der zahlreichen Bezahlanwendungen zu erwerben oder die Software nach dessen Freischaltung auf dem Gerät zu belassen.
Damit die zusätzliche Tastatur systemweit verfügbar ist, sollte das Springboard einmal neu gestartet werden. Das funktioniert über den simplen Wechsel der Systemsprache oder einen Neustart des kompletten Telefons.
Die Apple-Entwicklerkonferenz WWDC drängelte sich in diesem Jahr sicherlich nur zufällig auf den 7. Juni – einen Termin, der exakt sieben Tage vor dem Beginn der altehrwürdigen Spielemesse E3 lag. Die Ankündigungen aus San Francisco dürften auf dem Pilgerweg ins Los Angeles Convention Center von dessen Teilnehmern mit Interesse aufgenommen worden sein. Apple nennt sein diesjähriges Hardware-Update „iPhone 4“ und bestückt dessen Innenleben mit ausgetüftelten Bausteinen. Unter dem Aluminiumrahmen schuftet der gleiche A4-Prozessor wie im iPad. Seite an Seite kämpft er dort mit dem PowerVR SGX-Grafikchip und treibt die Pferdestärken in ein Dutzend Rennboliden, die in ,Real Racing HD‘ gleichzeitig auf den Rundkursen beschleunigen. Mit 960 x 640 Bildpunkten auf 3.5-Zoll lässt er seine mobilen Konkurrenten Nintendo DS (256 x 192 Pixel) und Sony PSP (480 x 272 Pixel) wie klobiges Kinderspielzeug dastehen. Bleibt die Frage: „Spielst du noch oder lebst du schon?“
Die reine Bildschirmauflösung ist nicht einmal der beeindruckendste Fakt: Die Pixeldichte, des als ,Retina-Display‘ bezeichneten Bildschirms übertrumpft mit 326 ppi (Punktdichte pro Zoll) die Darstellungskraft von menschlichen Augen. In der Qualität eines Laserausdrucks schmiegen sich in Zukunft Texte von Point’n’Click-Abenteuern an meine Netzhaut – Vorfreude ist angebracht! Konkurrenz-Pluspunkt aus Entwicklersicht: Für hochauflösende Menü-Optionen und Schrifteinblendungen muss keine Codezeile neu verbogen werden. Die über 225.000 erhältlichen Apps bekommen auf dem neuen Gerät eine unaufgeforderte Frischzellenkur. Lediglich viermal höher aufgelöste HD-Zeichnungen sollte die jeweilige Entwicklerschmiede noch einmal aus Photoshop exportieren.
Alles in Bewegung
Im iPhone 4 dreht sich ein Gyroskop, ein Kreiselkompass für die drei räumlichen Achsen, der eine exakte Positionsbestimmung im Raum ermöglicht. Demonstriert wurde das 3D-Klötzchenspiel ‘Jenga’, bei dem der Spieler um sein iPhone tanzt und so einen Blick auf die verschiedenen Turmseiten erhascht. Die Technikdemo läuft seitdem in meinem Oberstübchen; ich grüble über das Potenzial. Surrende Laserschwert-Duelle und isometrische ,Marble Madness‘-Kopien brauen sich als Gedankenspiele zusammen. Wie das Gehüpfe des Anwenders um sein Telefon herum zu interpretieren ist, muss mathematisch nicht verstanden werden: Das Framework ,CoreMotion‘ liefert simple Positionsdaten an den Programmcode. Nintendo rüstete im letzten Jahr mit mit dem Aufsteck-Dübel Wii Motion Plus zwar die Wii für eine genauere Lagebestimmung nach, lässt seine Entwickler jetzt jedoch ohne einheitliche Schnittstelle durch die unterschiedlich beschleunigten Dimensionen straucheln. Das Ergebnis zeigt sich in einer höchst wechselhaften Präzision der Bewegungserkennung. An das iPhone 4 stelle ich da höhere Ansprüche.
Und sonst? Fast nur Randbemerkung ist der bevorstehende Start des Apple-eigenen Reklamenetzwerks ‘iAd’, das zukünftigen Spielentwicklungen unter die Arme greift. Die Videotelefonie ,FaceTime‘ mit Frontkamera basiert auf offenen Standards, die in Zukunft auch von Third-Party-Anwendungen reichlich Verwendung finden dürfte. Apropos Reichtum: Aus der Facebook-Scheune trottet eine ,Farmville‘-Portierung mit potenziell 70 Millionen aktiven Spielern in Richtung App-Store-Universum.
Die für mich eindrucksvollste Ankündigung bleibt jedoch, das diese ,Spielereien‘ alle keine abgedrehten Zukunftsvisionen mehr sind, sondern ab dem 24. Juni im Handel stehen.
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Für die M! Games, das dienstälteste deutschsprachige Videospiel-Magazin, verfasse ich eine monatliche Kolumne zum Thema iPhone. Die Ausgabe 202 befindet sich ab heute am Kiosk. Über Feedback zum aktuellen Artikel würde ich mich sehr freuen.
In einer öffentlichen (Presse-)Mitteilung wendet sich Apple an seine iPhone-4-Käufer bezüglich der Thematik um die schwankende Signalstärke. Darin heißt es:
Upon investigation, we were stunned to find that the formula we use to calculate how many bars of signal strength to display is totally wrong. Our formula, in many instances, mistakenly displays 2 more bars than it should for a given signal strength.
Der dargestellte Signalverlust fällt entsprechend der tatsächlichen Mobilfunkstärke zu hoch aus: „Their big drop in bars is because their high bars were never real in the first place.“.
Man streitet nicht ab, dass sich durch ein Abschirmen der linken unteren Gehäuseecke der Empfang minimiert: „This is true of iPhone 4, iPhone 3GS, as well as many Droid, Nokia and RIM phones.“. Als Lösung wird in den nächsten Wochen ein Software-Update für iPhone 3G, 3GS und iPhone 4 angeboten, welches die korrekte Berechnung der Signalstärke ausweisen soll:
„To fix this, we are adopting AT&T’s recently recommended formula for calculating how many bars to display for a given signal strength. The real signal strength remains the same […]“.
Die Aktualisierung wird zusätzlich die Signalbalken optisch überarbeiten, um eine bessere Darstellung über den tatsächlichen Empfang gegenüber seinem Benutzer zu kommunizieren.
Apple entschuldigt sich für diese ‚Problematik‘ und weist darauf hin, dass unzufriedene Käufer ihre (unbeschädigten) Geräte innerhalb der ersten 30 Tage gegen die Erstattung des vollen Kaufpreises zurückgeben können.
Endlich wieder „Zubehör-Freitag“! Seit der letzten Woche fahre ich mit einer Touratech-Zweiradhalterung namens „iBracket“ durch die Gegend und kann nach zahllosen Kilometern im Stadtverkehr eine Empfehlung aussprechen.
Viel Stahl für viel Geld: Mit 99€ lässt man sich den iPhone-Käfig bezahlen. Dieser klammert sich wahlweise mit einer 12mm- oder 22mm-Halteschelle an die Lenkerstange. Wer ‚Übergrößen‘ an seinem ‚Bike‘ zu verzeichnen hat oder die Vorrichtung an anderen Vehikel anbringen möchte, kauft extra Schellen.
Zwei UV-resistente Silikon-Ringe, die sich über einen daumengroßen Heben zusammenziehen, umspannen das Telefon. Während das iPhone 3G und 3GS einen wackelfreien Sitz einnehmen, benötigt das iPhone 4 für die optimale Positionierung einen Apple-Bumper. Komplett ’nackt‘ besitzt das iPhone 4 minimalen Spielraum zu den vier Ecken, der jedoch erst auf holprigen Gebirgsfahrten zum (Sorgen-)Thema wird.
Sowohl horizontal als auch vertikal lassen sich durch die gut einsehbare Anbringung am Lenker, Fahrrad- und Straßenkarten im Blick behalten. Der Klinkenstecker für Kopfhörer liegt bei kabelgebundenen Headsets zwischen den beiden gelben Halteriemen frei. Bluetooth-Sprechgarnituren sind jedoch zu bevorzugen.
Die Anbringung erfolgt wie beschrieben über eine Lenkerschelle. Diese lässt sich durch das Lösen von zwei Schrauben abnehmen. Das ist sowohl ein Vor- als auch Nachteil: Ohne Werkzeug ist die Halterung am Zweirad im Hof unter freiem Himmel gegen ’spontanes‘ Mitnehmen geschützt; mit einem passenden Schraubenzieher verschwindet der iPhone-Zwinger jedoch auch in wenigen Minuten in (möglicherweie fremden) Taschen.
Die Vibrationsentkoppelung über die massive Vorrichtung funktioniert selbst in unebenem Gelände sehr gut. Mir gefällt die Schlichtheit der Halterung, um das Telefon schnell ein- und auszuspannen sowie dessen ausgesprochen solide Verarbeitung.
Die in Palo Alto ansässige iOS-(Spiele-)Schmiede zeichnet sich seit Februar 2008 insbesondere für Musiktitel der Tap-Tap-Serie verantwortlich – von Metallica über Lady Gaga bis Coldplay, Nickelback und Nirvana (App Store-Link). Alleine das rhythmische Flaggschiff Tap Tap Revenge ‚Classic‘ (1.59€; App Store-Link) verzeichnet (nach eigenen Angaben) 35 Download-Millionen im App Store und wirkte ohne Frage als Ansporn für seine Konkurrenten Rock Band (5.49€; App Store-Link) oder Guitar Hero (2.39€; App Store-Link) sich überhaupt der iPhone-Plattform zu widmen.
Tapulous hielt sich und seine 18 Millionen Spieler (Stand: November 2009) bislang mit Finanzspritzen von Risikokapitalgebern über Wasser. Ab sofort übernimmt der Micky-Maus-Konzern die Rechnung für neue Entwicklungen. Die ‚Disney Interactive Media Group‚, der Decrem unter anderem von nun an vorsitzt, möchte Tapulous seine eigenständige Entwicklung belassen.
Bart Decrem bestätigte die Akquisition von Disney am gestrigen Donnerstag in einem Blogbeitrag.