iTunes bereitet sich mit einem Software-Update am heutigen Abend langsam aber sicher auf die finale iPhone-Firmware 3.0 vor. Als Vorab-Version war die Multimedia-Software allen iPhone-Entwicklern bereits seit der Beta4 zur Verfügung gestellt worden.
Bislang unbekannte Funktionen konnten gegenüber der ‚unfertigen‘ iTunes-Version noch nicht ausgemacht werden. Verschlüsselte iPhone-Backups und Notiz-Synchronisation erhalten Einzug (Firmware 3.0 vorausgesetzt), unschöne Sicherheitslücken wurden rausgeworfen. Der zentrale Fokus dieses Updates liegt eindeutig auf der mobilen Geräteseite:
iTunes 8.2 now supports iPhone or iPod touch with the iPhone 3.0 Software Update. iTunes 8.2 also includes many accessibility improvements and bug fixes.
Traditionell zurückhaltend warnt das Dev-Team vor einer Aktualisierung. Sowohl die Identifizierung als auch SSH über die USB-Schnittstelle verhindern die Verwendung von QuickPwn und dem PwnageTool. Eine gezielte Verhinderung der Jailbreak-Aktivität schließt das Team aus und arbeitet bereits ebenfalls an der Aktualisierung.
Lassen sich im veröffentlichten iTunes 8.2-Build eigentlich noch ipcc-Profile einspielen? Mit der letzten Vorab-Version flog das manuelle Einspielen der Netzbetreibereinstellungen bekanntlich raus…
Langsam wird es spannend: In diesem Jahr kehrt die E3 – Electronic Entertainment Expo – zurück nach Los Angeles ins Convention Center – im Gegensatz zu den vergangenen Jahren eventuell dann auch zu alter Größe. Apple wird dieses Jahr mit der iPhone-Plattform noch nicht selbst Vorort sein. Die Prognosen für 2010 werden bei gleichem App Store-Wachstum und der dazugehörigen Ausrichtung jedoch relativ eindeutig…
Aber auch schon diese Saison werden an dem einen oder anderen Drittanbieter-Messestand die Videospiel-Hits aus dem digitalen iTunes-Angebot zu sehen sein. Capcom, Electronic Arts, Activision und Sega dürften mit aktuellen und bald erscheinenden Neuheiten in den zwei Messehallen auftrumpfen.
Während die Messe erst am Mittwoch so richtig loslegt, sollte man die drei wichtigen Konferenzen von Sony, Microsoft und Nintendo am heutigen Montag und morgigen Dienstag im Auge behalten. In guten sieben Stunden geht es mit der Xbox los. Handheld-Marktführer Nintendo wird Morgen nachziehen. Sony präsentiert dann zu guter Letzt wohl eine neue PSP.
Gamespot liefert (beispielsweise) den Live-Videostream:
Wer am heutigen Pfingstmontag (noch) nicht am Computer sitzt, verfolgt den Radio-Stream von Michael Praetorius und Ruben Schulze-Fröhlich am iPhone. Dazu darf erneut das kostenfreie FStream (App Store-Link) empfohlen werden.
Auch Teile des ‚Games und so‚-Teams werden vor Ort sein und – falls die Schaltung zustande kommt – im Anschluss der Konferenzen (aber vor dem offiziellen Messestart) uns in Podcast-Form berichten.
Agile Web Solutions veröffentlicht ein lange überfälliges 2.0-Update ihrer 1Password Touch-Anwendung (kostenlos; App Store-Link) für das iPhone. Für mich ist die dazugehörige Desktop-Anwendung zur Verwaltung aller Passwörter sowie sensiblen Notiz- und Registrierungs-Informationen mehr als unersetzlich. Deshalb basiert, das von mir als ‚überfällig‘ bezeichnete Touch-Update, nicht auf einer technischen Notwendigkeit sondern lediglich dem Bedürfnis ‚endlich etwas Neues‚ haben zu wollen.
Geschraubt wurde an der im Video von David Chartier zu sehenden WiFi-Synchronisation. Außerdem lässt sich ein Logbuch eures Abgleiches per E-Mail versenden. Einträge ins Portemonnaie können jetzt auch von Unterwegs erstellt werden und übertragen sich auf umgekehrten Weg zurück auf das Laptop.
Einhergehend mit der Aktualisierung der App Store-Anwendung, ist eine neue 1Password-Version verfügbar (2.9.17.Beta-3/7472). Agile Web Solutions arbeitet derzeit fleißig am großen 3.0 Versions-Sprung des $40-Dollar-Programms. Doch schon jetzt lohnt ein Umstieg auf den Agile-Schlüsselbund um sich bequemer auf alle Webseiten – mit allen Browsern außer Google Chrome – einwählen zu können.
Die immer noch kostenfreie iPhone-Anwendung (for a limited time only…) ist dafür eines der besten Verkaufs-Argumente der Desktop-Applikation.
Space Ace ist der ganz normale Wahnsinn aus den 80-ziger Jahren. Gestern bereits kurz vorgestellt, musste ich heute trotzdem noch einmal zur Videokamera greifen und dem Titel – mit einem etwas längeren Artikel für alle Nostalgiker – an dieser Stelle Platz einräumen.
Meine Wenigkeit war im zarten Alter von vier Jahren, als die damalige Jugend das Geld ihrer Eltern in den Spielhallen an diesem Titel verbraten hat. Genau vier Monate zuvor wurde das ebenso trickfilm-interaktive Dragon’s Lair bis zum Abwinken gespielt. Die Phrase ‚bis zum Abwinken‘ darf dabei gerne wörtlich genommen werden.
Menschen mit einem Hang zur Hyperaktivität, ungeplanten Wutanfällen oder hartnäckigen Aggressionen dürfen sich die vier Euro gerne sparen. Alle Anderen versuchen die Stimmungslage von Kommandeur Borf zu kippen. Mit dem richtigen Tastendruck zum richtigen Zeitpunkt nehmt ihr am lebendigen Comic-Abenteuer teil. Die Schwierigkeitsstufen reichen von ‚Spezialist‘ bis ‚Experte‘ – Grünschnäbel spielen mit unendlich Leben.
Das Spiel startet rasant und verliert nie an Fahrt. Kunterbunte Grafikorgien springen euch ins Gesicht. Die Musik lädt zum Trällern ein. Space Ace ist sicherlich nicht für jedermann geeignet, bietet dafür aber den begeisterungswilligen Fans die gelungene Packung Verrücktheit für das lange Pfingstwochenende.
* Alle selbstproduzierten Videos gibt es ‚iPhone-kompatibel‘ auch in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
Mit Google Wave zeigt der Suchmaschinen-Marktführer – auf seiner am gestrigen Tag beendeten Hauskonferenz I/O – ein sowohl kommunikatives als auch kollaboratives Web-Werkzeug. Dabei werden bekannte Techniken wie E-Mail, Instant Messaging, Chat-Boards oder sozialen Netzwerke in einen Topf geworfen und einmal kräftig durchgerührt.
Die erste dabei entstandene Entwickler-Preview hat nicht nur Microsofts Chandler Bing im Medienecho überrollt, sondern zeigt viele richtige Denkansätze wie wir mit Online-Gesprächssträngen in Zukunft umgehen werden. Wer sich 1.5 Stunden Zeit nehmen kann, bekommt einen kleinen Einblick in die für Ende des Jahres geplante Veröffentlichung des mächtigen Open Source-Codes.
Selbstredend, das Google auch den mobilen Markt nicht vergisst und in aller Kürze seine neue Wave-Technik auf einem Android sowie iPhone in die Präsentation einfließen lässt. Durch die Verwendung der Browser-Plattform ist der Programm-Code sowohl auf dem Desktop als auch der mobilen Version identisch.
Die extra Anforderungen für eine ‚tragbare‘ Version gibt Lars Rasmussen – Software Entwickler und ehemaliger Kopf hinter Google Maps – mit lediglich 5-Prozent an. Die iPhone-relevanten Aspekte der Präsentation habe ich auf kurze 2 Minuten zusammengeschnitten.
Google plant ‚Wave‘ ähnlich wie E-Mail als offenen Standard, der eure persönlichen Kommunikations-Fäden auch auf den eigenen Webserver ablegt und nicht über die G-Zugänge abgewickelt werden muss. Unabhängig des Rechennetzes sollen sich alle Teilnehmer austauschen können. Durch diese versprochene System-Offenheit schürt Google sehr große Erwartungen.
Im ersten Schub sollen 550 Erst- und Zweit-Semestler der japanischen Aoyama Gakuin-Universität im Juni mit iPhones ausgestattet werden und per GPS ihre Unterrichts-Anwesenheit protokollieren. Entsprechende Vorlesungen aus den universitären Räumen in Tokyo sind später im Podcast-Feed verfügbar.
Die Universität scheint mit dem japanischen Mobilfunkunternehmen SoftBank eine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen zu haben und alle ihre Studenten finanziell nicht an dieser technischen Neuerung zu beteiligen.
Die iPhone Kamera mag nicht die Beste in einem Mobiltelefon verbaute Komponente ihrer Art sein. Aber sie unterhält einen guten „Draht“ ins Netz. Außerdem ist sie immer mit dabei.
Dank dem Web 2.0 und der Datenflatrate, die dem überwältigenden Großteil der iPhone-Nutzerschaft gemein ist, erlaubt sie es Momentaufnahmen unmittelbar mit der Netzbevölkerung zu teilen. Es ist wenig verwunderlich, dass sie sich unter Anderem auch auf flickr zu einer festen Größe etabliert hat – von TwitPic und ähnlichen Diensten ganz zu schweigen.
Richtet man das eigene Augenmerk auf die größte Stärke des iPhones, namentlich die Unterstützung für Third-Party Apps, so eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten die Abenteuer des Alltags zu dokumentieren und vor allem zu verschönern.
In den Weiten des App Stores finden sich Anwendungen die schon auf dem iPhone Bildbearbeitungsfunktionen bereitstellen. Seit April diesen Jahres gesellt sich ColorSplash (1.59€; App Store-Link) in diese Riege.
Das Programm erlaubt es Fotos ihrer Farben zu berauben und zunächst lediglich in schwarz-weiss darzustellen. Im nächsten Schritt kann der Benutzer durch gezieltes Berühren des Bildschirms, die ursprünglichen Farben der Aufnahme an den entsprechenden Stellen wieder hervorsprießen lassen.
Dabei erweisen sich die Multitouch-Fähigkeiten des iPhones als wahrer Segen, die kaum ein Grafiktablett am Desktop missen lassen. Eher im Gegenteil: Da der iPhone-Bildschirm sowohl Darstellungs- als auch Bedienoberfläche ist, gestaltet sich die Anwendung sehr zugänglich.
In dieser Hinsicht erweist es sich als hilfreich, dass ColorSplash nicht mit einer Vielzahl an Funktionen überladen ist. Die Handvoll Bedienelemente, die zur Verfügung stehen, helfen auch gekonnt bei aufwändigeren Tätigkeiten. Das Hervorheben eines einzelnen Objekts, das sich vom Hintergrund abheben soll, gelingt in dem man in den „Pan & Zoom“-Modus umstellt, das Bild nach Belieben vergrößert, verschiebt und anschliessend im Editiermodus weiter Farbkleckse verteilt.
Das funktioniert so gut, dass sich auch Elemente die teilweise verdeckt sind, leicht hervorheben lassen.
Sollte die eine oder andere S-Bahn Fahrt zu kurz ausfallen oder die Muse eine Auszeit nehmen wollen, lässt sich der aktuelle Stand eurer Arbeit zwischenspeichern. ColorSplash macht seine Sache richtig. Die Bedienung ist intuitiv, der Einstieg gelingt flott und die Ergebnisse können sich sehen lassen.
* Für diesen Gastbeitrag bedanke ich mich bei Podcast-Kollege Mustafa K. Isik, der mir immer noch nicht verraten hat für was die Abkürzung seines Mittelnamens steht. Im Netz ist der zweitbeste StreetFighter-Spieler unter Codesurgeonblog, seiner derzeit hoch-frequentierten Posterous-Seite und den von dort verästelten Flickr-, FriendFeed– und Twitter-Netzwerken erreichbar.
Gewagte These: Damit dürfte das animierte Comic-Abenteuer, bei dem zum richtigen Moment die richtige Taste gedrückt werden musste, dass erste iPhone-Spiel mit dieser Speichermedium-Vergangenheit sein.
Google Latitude kündigt sich nicht wie erwarte als native App Store-Anwendung an.
Dem Suchmaschinen-Anbieter typisch, wird uns der Ortungs-Service als Web-Applikation nach der finalen Veröffentlichung der Firmware 3.0 zur Verfügung stehen. Dies wurde während der diesjährigen Google I/O verkündet, auf der jemand zwei schnelle Schnappschüsse abfeuern und TechCrunch zuspielen konnte.
Der mobile iTunes-Store für Musik und Podcast ändert mit der aktuellen Beta5-Firmware das Rezensions-System und lässt euch die ‚Charthits zum Tanzen‘ auch von unterwegs bewerten.
Aus den am heutigen Morgen vorgestellten ChinaOnTrade-Einzelteilen baut photoshopped jemand die neue iPhone-Version. Und möchte man ganz vogelwild obendrein CrunchGear glauben schenken, ist das leuchtende Apfel-Symbol in die Gerüchteküche zurückgekehrt.