Nicht ganz aus Cupertino, Kalifornien sondern eher München, Neuhausen folgt am morgigen Dienstag ein investigativ-kommentierter Livestream über alle ersten Einblicke in das anstehende iPhone OS 3.0.
Alles was sich im Netz aufspüren lässt und Town Hall-Bezug vorzuweisen hat, wird in (nahezu) Echtzeit durch die iPhoneBlog-Redaktionsräume geschleust, veredelt und (alsdann uns die Technikgötter wohlgesonnen sind) von Herr Philipp, Isik und Olma über einen Sender verteilt.
Ab 18 Uhr geht’s offiziell los.
Details zum Stream und Live Berichterstattung findet ihr unter:
Kevin Rose und Alex Albrecht veranstalteten am letzten Wochenende eine Folge Live-Diggnation vom South by Southwest-Festival aus Texas. Im Vorfeld des iPhone OS 3.0-Event am morgigen Dienstagabend spielte Rose wie gewohnt den ‚Whistleblower‘ und bestätigte ‚Copy & Paste‘ für die neue Firmware.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist das aus meiner Perspektive kein sehr gewagter Tipp mehr. Für ein 3.0-Release erwartet ich mir jedoch einiges mehr als eine Technik aus dem Jahre 1974.
Rose hielt sich in den letzten Jahren nie mit der Vorhersage von Apple-Gerüchten zurück. Seine Treffersicherheit stieg jedoch erst in den letzten 12 Monaten.
Google überarbeitet seine Bildersuche mit einer optimierten iPhone-Darstellung in den USA, UK und Japan. Bis zu 20 Suchergebnisse bringt die mobile Anzeige in den dortigen Ländern unter, kann eine Filterauswahl anwenden und geht mit verschiedenen Bildgrößen um.
Schon in der Vergangenheit hat der Suchmaschinenhersteller immer wieder iPhone-Optimierungen für seine mobilen Inhalte zuerst auf ausgewählte Länder losgelassen.
Touch Arcade veröffentlicht eine ‚Erfolgsgeschichte‘ um Rolando-Entwickler Simon Oliver. Dieser hat sich selbst(ständig) in die Dienste seines eigenen Entwicklungsstudios HandCircus gestellt und verzeichnete mit seinem LocoRoco-Abbild innerhalb der ersten 95 Verkaufstage runde 700.000 Spieledownloads.
So zumindest die Geschichte auf Touch Arcade.
In den Kommentaren wird wild nachgerechnet: In drei Monaten App Store-Präsenz würde die gesamte Downloadzahl von 700.000 Einheiten bedeuteten, zirka 7.000 Stück pro Tag abzusetzen. Damit wäre das 7.99€-Spiel der Vorweihnachtszeit (Preissenkung am 20.01.2009) konstant in den oberen Chartplatzierungen zu finden.
War es aber nicht. Behaupten andere Kommentatoren.
Am 04.Februar veröffentlichte der Publisher ngmoco Inc. eine kostenlose Lite-Version (App Store-Link), die sicherlich mit in die gesamte Zählung eingeht. Neil Young, Gründungsmitglied von NGmoco :) schreibt in den Kommentaren zum Beitrag, sein Unternehmen würde grundsätzlich mit keinen definitiven Downloadzahlen hausieren gehen.
Wir wissen also, das wir nichts wissen. Außer das Rolando (3.99€; App Store-Link) – gerade auf Version 1.1 aktualisiert – ein tolles Spiel bleibt.
Macensteinspekuliert wiegt die Möglichkeiten ab, dass Apple für die nächste Firmware-Version so genannte ‚Themes‘ über den App Store zum Verkauf anbieten könnte.
Eine (graphische) Individualisierung zieht bestimmt. Aufschlussreich wäre in diesem Zusammenhang wie viele Klingeltöne Apple derzeit über iTunes absetzt.
Boxee, das freeware und plattformübergreifende Media-Center mit sozialen Netzwerkfunktionalitäten, erscheint mit eigener Fernbedienung im App Store (kostenlos; App Store-Link).
Wirft man einen Blick auf die aktuellen Konsolen-Generationen sieht man von Nintendo über Sony bis Microsoft einen Trend hin ‚zum Sozialen‘; zur Vernetzung mit Freundesanfragen für Mehrspieler Online-Games; zu Audio-Chats, Videokonferenzen und gestaltbaren Avatar-Identitäten.
Sprich: Ganz viel menschlicher Austausch.
Der App Store greift dieses ’soziale Geflecht‘ (noch) nicht auf. Er bietet keine gemeinsame Plattform um sich in Highscore-Listen mit seinen persönlichen Freunden in seinem persönlichen Lieblingsspiel zu duellieren. Er bietet keine zentrale Anlaufstelle um mit seinen erreichten Höchstleistungen zu protzen posieren. Andere Hersteller haben dafür ‚Gamercards‘ oder ein ‚Trophy-System‘ eingeführt, mit dem man gegenüber seinen Freunden hausieren gehen kann.
Ich halte mich mit jeglichen Spekulationen für das anstehende Dienstags-Event zurück weil eh keiner eine Ahnung zu haben scheint und lediglich wiederkäut was die letzten Wochen und Monate herbeigeschrien wurde.
Wenn Apple jedoch den sozialen Trend für Spiele erkennt, würde es sich mehr als Anbieten den iTunes-Account zu personalisieren und eine gemeinsame App Store-Plattform zu schaffen. Für Spielerfolge, neuste Downloads oder Match-Aufforderungen. Den banalsten Kram.
Übrigens: Facebook kündigt ‚Facebook Connect‘ für das iPhone an.
Das Zuckerberg-Unternehmen versteht nämlich, dass eine richtige Vernetzung Menschen dazu anregt, mit teils uralten Spielideen Stunden im Web-Browser zu verdaddeln. Mit ‚Facebook Connect‘ gibt das Unternehmen aus Palo Alto jetzt iPhone-Entwicklern ein Werkzeug an die Hand, um den oben beschriebenen Austausch mit allen seinen Facebook-Freunden vorzunehmen.
Das bedeutet, das ich als (Spiele-)Entwickler die Facebook-API nutze um meine Erfolg bei Zen Bound (3.99€; App Store-Link) mit meinen Freunden zu teilen. Ein neuer persönlicher Highscore bei geoDefense (0.79€; App Store-Link)? Ab damit auf Facebook und sehen wer besser ist.
Seamlessly connect their Facebook account and information with your iPhone app
Connect and share experiences with friends who also use your iPhone app
Share user information and actions on your iPhone app with friends on Facebook
So verdammt clever!
Seit Gestern steht das SDK zum Download bereit und ich freue mich echt darauf was App Store-Entwickler damit anfangen.
Warum Blackberry auf YouTube ein ‚Apfelmus-Festival‘ inszeniert und der iPhone-Hersteller Apple jetzt mit den ‚Simple facts‘ kontert, kann man mit einem Blick in die Gartner-Statstiken des letzten Quartals 2008 gut nachvollziehen.
Nokia had market share of 40.8 percent in the smartphone market at the end of the fourth quarter with RIM second at 19.5 percent. Apple had 10.7 percent.
Eine kräftige Grippe durchzog einige Teilnehmer des BUS-Teams diese Woche. Deshalb fiel der gewohnte Mittwoch als Podcast-Aufnahmetag in die Taschentücher. Am Freitagabend hat es mit einem Treffen dann aber doch noch geklappt und am Ende sind 90 ‚bitzige‘ Minuten herausgefallen, die an gewohntem Ort und vertrauter Stelle zum Download bereitstehen.
In voller epischer Breite kann man uns wie gewohnt unter Bits und so verfolgen; einfach direkt in Episode 137 reinhören oder bequem per iTunes abonnieren. In diesem Sinne, viel Freude mit der neuen Folge.
Mittlerweile zeichnen sich größer-angelegte Spieletitel – ähnlich dem etablierten Konsolenbereich – einen längeren Zeitraum vor dessen eigentlicher Veröffentlichung ab. So wie jetzt zu verfolgen bei Dexter, dem anstehenden iPhone-Spiel (Marc Ecko Entertainment) zur US-Fernsehserie. Nach einem einzigen ScreenshotArtwork folgten drei Screenshots und jetzt ein erster Videotrailer.
Dieser 33-sekündige Spot von IGN verrät vom eigentlichen Spiel zwar nicht viel, zeigt jedoch das eine Handvoll Dollar in die Lizenzierung der authentischen Stimme gesteckt wurde.
Jeder, der genügend schwarzen Humor aufbringt und sich noch nicht das TV-Drama um Serienmörder Dexter Morgan zu Gemüte geführt hat, sei die erste DVD-Staffel (Amazon Affiliate-Link) wärmstens empfohlen.
Nach dem (von beiden Seiten) unnötigen Hin-und-Her des letzten Tweetie-Updates, sei zur Abwechslung ein konkreter Blick auf die neue Version 1.3 geworfen.
Nicht nur unzählige iPhone Twitter-Clients trudeln mittlerweile durch den App Store, auch ‚ad infinitum‘ Vergleichs-Charts und Übersichts-Grafiken rotieren über die Festplattenköpfe der Internetserver. Nicht alle, aber ein sehr großer Teil dieser Gegenüberstellungen, sehen Tweetie in seiner Kategorie für bezahlte Applikationen an der Spitze.
Mein ‚Werdegang‘ für iPhone Twitter-Programme liest sich chronologisch folgendermaßen: Twitterrific (kostenlos; App Store-Link), TwitterFon (kostenlos; App Store-Link) und aktuell Tweetie (2.39€; App Store-Link).
Nach einem eher missglückten Start, welcher hauptsächlich die platzraubende Bubble-Ansicht zuzurechnen ist, wuchs Tweetie in seinem Funktionsumfang enorm schnell. In Version 1.1 bekam ein Bookmarklet seinen Auftritt, das euch auch vom iPhone aus kinderleicht URLs in einen Beitrag übergeben konnte (Video-Tutorial).
Version 1.2 brachte die tolle Instapaper-Integration, die euch digitale (Text-)Empfehlungen aus einem Tweet direkt in den Webservice abspeichert und so zum ’späteren lesen‘ vormerken lässt.
Brandneu in Version 1.3 ist die Implementation des Webdienstleisters Ping.fm. Der Dienst versteht sich alle eure kurzen Mikro-Bloggingbeiträge im kompletten sozialen Netzwerk zu verteilen. Von Facebook über FriendFeed bis Laconi.ca.
Das Feature zu finden ist allerdings nicht ganz leicht, weshalb ich diverse Weblogs und Support-Foren durchforsten musste, bis ich auf diese sehr gute Erklärung stieß und gleich ein eigenes Schaubild gebastelt habe.
Außerdem können mit der aktuellsten Version neben Twitpic neue Twitter-Photodienste wie Mobypicture oder yfrog angesprochen werden und auch eine deutsche Lokalisierung erhält erstmals Tweetie-Einzug Einzug in Tweetie.
Das Marktforschungs- und Analyse-Unternehmen Gartner Inc. tischt uns an diesem Freitag einmal mehr freudige Zahlenspiele auf.
Auch wenn sich darüber streiten lässt wie man den Smartphone-Markt genau definiert, nach Gartners Definition erfreuen sich alle Teilnehmer trotz Wirtschaftskrise einer positiven Gesamtentwicklung:
[…] according to Gartner, Inc. Global sales of smartphones for 2008 reached 139.3 million devices, up 13.9 per cent compared with 2007
Während Nokias Führungsposition in niedrigen Smartphone-Bereich weiter vernünftige Zahlen anbietet, strauchelt das finnische Unternehmen im höher-segmentierten Preissektor und verliert konstant an Wachstum. Im vierten Quartal 2008 schlich sich zugkräftig Samsung in die Top 5 und kegelte Sharp auf eine hintere Platzierung. Im Jahresüberblick sind diese Auswirkungen jedoch noch nicht zu erkennen.
Apple’s initial sell-through dropped significantly as sales fell during the fourth quarter. Nevertheless, Apple maintained its third position in the global rankings. Apple built an inventory of about two million iPhone units in the third quarter of 2008 which did not reduce significantly in the fourth quarter.
Auch Apple hat mit der auflodernden Konkurrenz eines RIM Storm oder T-Mobile G1 zu kämpfen und tut sich im Quartal 4 schwerer (als zuvor), was den Jahrestrend jedoch kaum beeinflusst.
Nokia had market share of 40.8 percent in the smartphone market at the end of the fourth quarter with RIM second at 19.5 percent. Apple had 10.7 percent.
Richtig viel Bewegung lässt sich im Vergleich der mobilen Betriebssysteme erkennen. Symbian verliert in nur einem Jahr (2007-2008) 6.1 Prozent. Vergleicht man jedoch lediglich das vierte Quartal im abgelaufenen Jahr, büßt das im Dezember 2008 von Nokia übernommene Betriebssystem (heute Symbian Foundation) spektakuläre 21.6 Prozent ein.
Ein Blick auf die weltweiten Smartphone-Verkäufe nach Betriebssystem an Endbenutzer für 2008 ergibt ein sehr eindeutiges Bild.