Wenn ich euch hier mindestens eine Funktion aus iOS 16 zeige, die ihr vorher noch nicht kanntet, habe ich mein persönliches Ziel mit diesem Video erreicht. Um meine Chancen dafür zu erhöhen, habe ich gleich zwei Dutzend der nicht so prominenten Neuerungen ins Video gequetscht.
Hier das Intro zur knapp fünfminütigen Episode:
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Widgets auf dem Sperrbildschirm bieten laut Apple „hilfreiche Informationen auf einen Blick“ und dienen als Sprungbrett zu Apps. Deshalb verwundert es vielleicht nicht, dass Apple (noch?) keine Widgets für seine Kurzbefehle-App anbietet.
LockFlow is an iOS 16 iPhone app to add widgets that run shortcuts in the Lock Screen and Home Screen. Download it today and try it, it’s free!
Neben einer Abkürzung zur Kamera-App Obscura zeigt mein Screenshot Widgetsmith, das euch die kleinen Widget-Bildchen mit beliebigen URLs verknüpfen lässt.
Dieser Kurzbefehl ist das Äquivalent zum Sideloading-Feature von Castro, spart mit der Hilfe von Scriptable aber gegenüber dem Download von Hand ein paar Klicks.
Alle Audio- und Video-Downloads, die ihr über das Teilen-Menü aus der YouTube-App anstoßt, landen in eurem iCloud Drive/Shortcuts/Pocketcasts-Ordner. Für Plus-Abonnent_innen von Pocket Casts werden sie direkt hochgeladen, und stehen anschließend im Podcast-Player zur Verfügung.
Nicht erschrecken: Die Wassersperre in watchOS 9 entriegelt ihr durch einen längeren Druck auf die Digital Crown – nicht mehr durch das Drehen der Krone.
Garmin has reacted to Apple’s new rugged Apple Watch Ultra, saying in a tweet following the iPhone 14 and Apple Watch event that it measures battery life in „months“ and „not hours,“ promoting its latest Enduro 2 watch for athletes.
Ein mutiges Statement. Ich besitze keine Sportuhr von Garmin. Thomas Ricker schreibt darüber:
I can say this already though: Garmin’s biggest weak spot is usability. Its high-end watches have tons of features and capabilities that are obscured by complicated software that feels, at times, like operating a scientific calculator. Apple excels at user interfaces, Garmin doesn’t, just like Nokia which struggled in vain to adapt Symbian in response to the iPhone and Android. And given enough time, Apple’s watches will catch up to the specs and features available on Garmin’s flagship watches.
Auch Apple Watch fehlt noch ganz viel Software. Beispielsweise importieren nur Dritt-Apps wie WorkOutDoors oder Footpath eure Laufrouten im GPX-Format. So etwas benötigen nicht nur Spitzensportler_innen.
Wenn sich deine Software jedoch wie „like operating a scientific calculator“ anfühlt, ist Batterielaufzeit ein schwaches Argument.
Unterschätze nämlich niemals Computer! Geräte, die einem einzigen Zweck dienen („Single-Purpose Devices“), halten sich nur solange, bis sie auf ihre Funktion reduziert werden können.
Gegenüber dem Vorjahr bleiben die Startpreise der neuen iPhones in den USA und China gleich; viele andere Länder erfahren jedoch eine Preiserhöhung – inklusive Deutschland.
Mit zwei Faktoren lässt sich der Preis für Käufer_innen beeinflussen: Modell + Speicher.
Der Entscheidung hilft, dass das iPhone 14 und 14 Plus identisch ausfallen – abgesehen von der Displaygröße und Akkulaufzeit. Genauso gleichen sich iPhone 14 Pro und 14 Pro Max.
Ein Blick in die Systemeinstellungen verrät, wie viel Speicherplatz man in seinem aktuellen iPhone tatsächlich belegt. Diese Orientierungshilfe fehlt (natürlich) Neukunden und Neukundinnen.
Es bleibt aber tatsächlich nur eine Orientierung: iOS versteckt belegten Speicher in „Andere Systemdaten“ (➝ Einstellungen ➝ Allgemein ➝ iPhone-Speicher ➝ Systemdaten).
Apple schreibt…
Systemdaten umfassen Caches, Protokolle und andere Ressourcen, die derzeit vom System verwendet werden. Dieser Wert fluktuiert je nach Systembedürfnissen.
…bietet aber keine weitere Einsicht.
Bei mir nehmen diese Systemdaten rund 30 GB in Anspruch. Sie fallen zusätzlich zu den Speicherplatz-Bedürfnissen von iOS an. Auf meinem iPhone 13 Pro Max (512 GB) reserviert das Betriebssystem rund 10 GB.
Die Fußnote zu den Kapazitäten der neuen iPhones merkt an:
Der verfügbare Speicherplatz ist geringer und hängt von vielen Faktoren ab. Eine Standard-Konfiguration nutzt ungefähr 12 GB bis 17 GB Speicherplatz, inklusive iOS 16 mit den neuesten Features und Apple Apps, die gelöscht werden können. Apple Apps, die gelöscht werden können, nutzen ungefähr 4,5 GB Speicherplatz. Sie können jederzeit wieder aus dem App Store geladen werden. Die Speicherkapazität kann sich abhängig von Softwareversion, Einstellungen und iPhone Modell ändern.
Auf die Speicherplatzbelegung von „Systemdateien“ und „Andere Systemdaten“ hat man keinen Einfluss. Das ist ein triftiger Grund, warum man die Speicherkapazität für seine Kaufentscheidung berücksichtigen muss.
Diese fehlende Kontrolle für systemrelevante Daten kann man kritisieren, für mich macht sie den Appeal dieser Computer aus. Speicherplatzmanagement ist kein Spaß; die Aufschlüsselung nach installierten Apps mit der Möglichkeit sie „auszulagern“ empfinde ich sogar als weitreichend.
Wer sich für 512 GB oder 1 TB entscheidet, weiß (hoffentlich?!) warum. Der gezahlte Aufpreis für die höheren Speicherkapazitäten sind beim späteren Weiterverkauf nämlich schwieriger zurückzubekommen – insbesondere wenn man sein iPhone nicht direkt nach 12 Monaten weitergibt.
Die meisten Käufer_innen stehen daher vor der Frage: „128 oder 256 GB?“ Mein Tipp: Ignoriert die 1080p-Beschränkung für ProRes-Videoaufnahmen im 128-GB-Modell, berücksichtigt Luft nach oben (mindestens 30 GB frei) und spart nicht am Online-Backup von iCloud+.
Apple verkauft keine Apple Watch Nike mehr. Der Link im Webshop führt lediglich zu den Armbändern; die Webseite bewirbt nur die Apple Watch SE und Series 8.
Und da die vormals exklusiven Zifferblätter jetzt allen Apple-Watch-Träger zur Auswahl stehen, gehe ich davon aus, dass das Nike-Modell auch nicht wieder zurückkehrt.
Starting this fall, any Apple Watch user running watchOS 9 — even those without a Nike model — will be able to access all the Nike watch faces, including the fresh colors coming to the Bounce face.
Die Dynamic Island eröffnet ganz neue Wege mit dem iPhone zu interagieren. Durch ihr Design rücken Hardware und Software noch enger zusammen, um wichtige Hinweise, Mitteilungen und Aktivitäten in Echtzeit anzuzeigen. Mit der Einführung der Dynamic Island wurde die TrueDepth Kamera neu gestaltet, sodass sie jetzt weniger Raum im Display einnimmt. Ohne den Bildschirminhalt einzuschränken, bleibt die Dynamic Island kontinuierlich aktiv und ermöglicht durch einfaches Tippen und Halten einen schnelleren Zugriff auf Steuerelemente. Laufende Hintergrundaktivitäten wie Karten, Musik oder ein Timer bleiben sichtbar und interaktiv und auch Apps anderer Anbieter können die Dynamic Island in iOS 16 nutzen, um Infos wie Sportergebnisse oder Mitfahrgelegenheiten anzuzeigen.
„Dynamic Island“ wandelt eine (vermeintliche) Schwäche in eine Stärke. Niemand hatte diese neue Multitasking-Leiste vorhergesagt; es war eine echte Überraschung, obwohl sich das Design an bereits bekannte Formen anlehnt.
Face ID ist mit Blick auf seine Sicherheit der gesamten Smartphone-Welt immer noch drei Schritte „weit(-er) voraus“, weshalb die Display-Aussparung („Notch“) nie eine tatsächliche Schwäche der iPhones war.
Trotzdem schrumpfte Apple im letzten Jahr das TrueDepth-Kamerasystem. Es ist 20-Prozent kleiner als in den vier iPhone-Modellen zuvor, ohne jedoch Nutzen aus dem zusätzlichen Bildschirmplatz zu schlagen.
Diese Entscheidung ist erst im Rückblick nachvollziehbar, weil die klassische „Kerbe“ uns (vorerst) in den Nicht-Pro-Modellen erhalten bleibt. Mit „Dynamic Island“ setzen sich die Ultra-iPhones Pro-iPhones erstmals wieder sehr deutlich ab. Es ist ein visueller Unterschied, den jeder sieht. Er ist so deutlich wie eine andere Gehäusefarbe oder ein zusätzliches Kameraobjektiv auf der Gehäuserückseite. „Dynamic Island“ ist markant. Es ist ein Software-Feature, das an eine ganz bestimmte Hardware gekoppelt ist.
Die Unterscheidung ist jedoch nicht nur optisch. Es ist ein interaktives Element mit neuer (!) Funktionalität für iOS. Apple nennt es ein „interaktives Nutzererlebnis“. Es macht Hintergrundaktivitäten nicht nur sichtbar – so wie die eingefärbte Uhrzeit in der Statusleiste – sondern liefert tatsächlich Informationen und Möglichkeiten damit zu interagieren.
Für Entwickler_innen von passenden Apps sollte die Integration „later this year“ ganz nach oben auf deren Prioritätenliste stehe. Nutzer_innen werden diese Funktionalität zukünftig von ihrer Software erwarten.