Wer regelmäßig mit Text arbeitet, sollte um LiquidText fürs iPad (Laden) wissen. Wer sich beruflich mit vielen Texten umgibt, sollte die Dokumenten-App mit Mind-Map-Funktionen mindestens ausprobiert haben.
Speziell Studenten, Journalisten, Juristen und Lektoren werden die mühelose Art digitale Dokumente zu bekritzeln, dort Textstellen herauszugreifen und untereinander zu verknüpfen, recht flott respektieren.
Hier die 30-Sekunden-Vorschau zur fünfminütigen Episode:
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Craig ist ein „multi-track voice channel recording bot for Discord“, der euch hinreichend gut auch mit einem iPhone oder iPad an Gruppengesprächen teilnehmen lässt.
Die Einrichtung ist super-simple: Ihr legt euch einen kostenlosen Discord-Server an, ladet den Bot dorthin ein und gebt ihm das Kommando ➝ :craig:, join
Die Discord-App nutzt entweder das im iPhone oder iPad eingebaute Mikrofon, eure verbundenen AirPods oder externe Aufnahmegeräte (Shure MV51 / RØDE NT-USB). Discord bietet nur limitierte Mikrofoneinstellungen, weil iOS nicht mehr erlaubt. Nichtsdestotrotz lässt sich mit der automatischen Sprachverarbeitung ausreichend gut arbeiten.
Beendet ihr durch das Kommando ➝ :craig:, leave eine Aufzeichnung, bekommt ihr direkt im Anschluss den Zugriff auf die einzelnen Audiospuren von den einzelnen Teilnehmern – alternativ gibt es auch eine Abmischung mit allen Beteiligten.
Der Bot zeichnet das Audiogespräch auch dann weiter auf, wenn sich Mitwirkende abmelden oder rausfliegen. Diese Erfahrung habe ich (unfreiwillig) selbst gemacht: Während einem Gespräch hat sich die Beta-Version von iOS 13 auf meinem iPad Pro verabschiedet. Nach einem kompletten Neustart konnte ich mich allerdings schnurstracks wieder in die Discord-App einwählen und weiter am Talk teilnehmen. Die Aufzeichnung funktionierte lupenrein; während der Neustart-Phase war auf meiner Tonspur schlicht Stille zu hören.
Apropos Aufzeichnung: Mit der Erweiterung EnnuiCastr lässt sich die Aufnahmequalität noch einmal steigern. Mit dem Opus-Codec, auf den EnnuiCastr setzt, sollte das für jede Form von einer Gesprächsrunde qualitativ ausreichen. Wer die Webapp aktiviert (➝ :craig:, ennuicastr on), bekommt obendrein einen Link, den man als Einladung an Gesprächsgäste verschickt. Diese Gäste müssen nicht zwangsläufig Discord installieren, sondern können auch über einen (modernen) Browser teilnehmen.
Ein kleines aber feines Detail sei noch erwähnt: Craig lässt sich mit eurem Google Drive verknüpfen. Jede Aufzeichnung ist direkt im Anschluss an das Gesprächsende dort als ZIP-Datei mit den einzelnen Tonspuren herunterzuladen. Ich konnte diese Tracks (in meinem Fall waren es .AAC-Dateien) direkt zu Ferrite importieren und dort mit der Bearbeitung beginnen.
Warum erwähne ich all das?
iOS fasst auch mit iOS 13 noch nicht das große Thema ‚Audio‘ an. Es ist weiterhin nicht möglich Audiostreams aus verschiedenen Apps zusammenzuführen oder ein Skype-Gespräch lokal aufzuzeichnen. iOS erlaubt es nämlich nicht mit einem Mikrofon an einem Gespräch teilzunehmen und dieses Mikrofon gleichzeitig aufzuzeichnen.
Ich glaube fest daran, dass sich das Thema für iPadOS in den nächsten Jahren weiterentwickeln muss. Bis das jedoch soweit ist, werde ich im iPhoneBlog nicht nur alternative Wege beschreiben, sondern die fehlende Funktionalität auch zukünftig kräftig kritisieren.
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Selbst die sonnigen Sommermonate sollen uns nicht davon abhalten, unsere digitale Dokumentenverwaltung einmal komplett zu überarbeiten…
Nur Spaß, geht nach draußen! Wenn ihr in den nächsten Wochen aber mal einen verregneten Sonntag ganz für euch alleine habt, dann könnt ihr einen Blick auf meine persönliche PDF-Bürokratie werfen – als Anregung, wie man seine digitalen Dokumente organisieren könnte.
Hier das Intro zur siebeneinhalbminütigen Episode:
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