#155 – mein Mac

Bevor macOS in zwei Wochen eine signifikant neue Stoßrichtung bekommt, und uns anschließend das neue iOS 13 über den Sommer hinweg beschäftigen wird, werfe ich einen Blick auf meinen Mac. Es geht um die Programme, die ich am MacBook täglich benutze, wie diese Software teilweise bereits mit iOS zusammenspielt, und alles was den Mac zum Mac macht.

Kurzum: Dieses Video zeigt wie ich mit dem Mac arbeite.


iPhoneBlog #one kann man abonnieren. Als Abonnent bekommt man jede Woche ein neues Video, den Zugriff auf alle schon veröffentlichten Episoden und die Einladung zur Diskussion in einem privaten Slack-Kanal. iPhoneBlog #one ist ausschließlich von Lesern und Leserinnen finanziert und unterstützt direkt das iPhoneBlog.

Alle Infos und die Möglichkeit dabei zu sein, findet ihr unter iPhoneBlog.one.

‚Filtru‘ – so brühe ich Kaffee

Der Pro-Kopf-Konsum von Kaffee in Finnland liegt bei durchschnittlich zwölf Kilo pro Jahr. Um den Schnitt (als Zugezogener) nicht runterzuziehen, frequentieren wir Zuhause regelmäßig eine Jura ENA Micro 90 (Affiliate-Link). Wenn ich am Abend oder am Wochenende jedoch ein wenig Zeit und Muße habe, brühe ich einen Filterkaffee von Hand. Und das sieht dann so aus:

(Vimeo)

Zum Einsatz kommen dafür:

Der Nachfolger meiner Wilfa-Kaffeemühle ist der Wilfa Uniform Grinder. Der ist jedoch irrsinnig viel teurer, hätte zwar auch Bluetooth, arbeitet jedoch nicht mit der iOS-App ‚Filtru Coffee‘ zusammen. Und wie man in meinem Video bereits gesehen hat, ist die kabellose Zusammenarbeit zwischen der Bluetooth-Waage und der iOS-App ein zentraler Aspekt meiner Kaffee-Routine.

‚Filtru Coffee‘ erkennt beim App-Start automatisch und zuverlässig die Skale 2; der Umweg über die Bluetooth-Einstellungen ist nicht notwendig. Die Empfehlung für diese Waage stammt direkt aus der iOS-App, die auch andere Kandidaten (zu höheren Preisen) zeigt.

Hübsch wird’s wenn Filtru euch an die Hand nimmt und Schritt für Schritt das Aufbrühen erklärt. Egal ob AeroPress, Chemex oder Siphon: Neben den detaillierten Texterklärungen zeigt euch die App visuell an welche Wassermengen wie schnell hinzugegeben werden müssen („Real-Time Guidance).

Im Anschluss an jeden „brew” sieht man nicht nur den dazugehörigen Kurvenverlauf („Accurate Brewprint”), sondern Filtru vermerkt euren Kaffeekonsum auch in Apples Health-App.

„I’ve Said it Before, And I’ll Say It Again”

Apple, Google, Huawei, and Samsung are competing aggressively on the strength of their camera — apart from the Internet, it is the most used feature on a smartphone. They are spending thousands of millions of dollars on software and hardware to improve the photography on their devices. Meanwhile, Nikon and Canon are racking up losses upon losses as camera sales stall. The camera industry is doing its best to paper over its looming doomsday scenario by releasing high-end interchangeable lens cameras that cost as much as a second-hand car. But you can see where this is going.

Om Malik

Die Antwort der traditionellen Kamerahersteller auf Smartphone-Fotographie war der Rückzug in die Highend-Nische. In den letzten fünf Jahren implodierte der Markt für Kompaktkameras während Nikon, Canon und Sony ihren Fokus auf hochpreisige Wechselobjektive verschoben.

Die Idee war gut: Ich liebe die Por­t­rait-Fotos, die dieses Zeiss-Objektiv (Affiliate-Link) an meiner gar nicht mehr so neuen Sony a6500 (Affiliate-Link) einfängt. Ich habe gestern Nacht einen Schwung von Bildern mit Darkroom durchgearbeitet, die mich auf dem großen iPad-Bildschirm regelrecht anstrahlten. Auflösung, Bokeh und Fokus vermischten sich zu einer Bildkomposition, die ich auf den ersten Blick liebe.

Wenn ich mich aufraffe diese Kamera mit dem sperrigen Objektiv einzupacken, in den richtigen Situationen tatsächlich auch aus der Tasche zu holen, die Bilder anschließend in die iCloud Fotobibliothek zu überspielen und die Ortsinfos nachzutragen, dann war es all den Aufwand meistens auch wert.

Insbesondere fällt mir das bei den Fotos von meinen Kids auf, die für kein Bild still sitzen bleiben und die schwierigsten Lichtverhältnisse geradezu anziehen. Der Por­t­rait-Mode des iPhones kann in diesen Situationen nicht annähernd mithalten.

Doch es gibt mittlerweile Aspekte der Fotografie, die klassische Kamerahersteller für Smartphones als unerreichbar hielten: Im Jahr 2014 sagte der Canon-Chef: „Obviously smartphones have taken some of the compact camera market away, but there are certain domains in which the smartphone cannot compete. For example applications that require zoom.” Fünf Jahre später demonstriert das Huawei P30 Pro einen regelrecht absurden Zoom.

Und auch Smart HDR im iPhone XS (Max) ist nicht mehr nur ‚nice-to-have‘, sondern etwas, dass ich von einer Kamera erwarte. Ich habe kürzlich meine Eltern im strahlenden Sonnenschein fotografiert während Helsinki und viel blauer Himmel im Hintergrund standen. Das Bild, das die spiegellose Sony-Kamera schoss, war ohne Nachbearbeitung nicht zu benutzen, während das iPhone sowohl die Personen im Vordergrund ausgeleuchtet hat, gleichzeitig aber auch den blauen Himmel festhielt.

Smartphones erhalten zukünftig nicht nur ein oder zwei Objektive, sondern sie kompensieren vor allem durch Software mehr und mehr Funktionen, die sie aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichtes nicht erreichen können.

Adapter: USB-C auf Micro-USB

Mein Kabelmanagement für unterwegs hat sich dank vieler Zuschriften von Lesern und Leserinnen abermals erleichtert: Mein separates USB-A auf Micro-USB-Kabel ersetzt nun ein noch kompakterer USB-C auf Micro-USB-Adapter – fürs Aufladen der (hoffentlich) letzten Geräte mit diesem Anschluss.

Auf Amazon kostet der UGREEN-Dongle exakt zehn Euro (Affiliate-Link); direkt aus Fernost zahlt man nicht mehr als drei US-Dollar.

Huawei ohne Android-Lizenz

Wie erschreckend wenig die aktuelle US-Regierung (von Handel) versteht, ist hinlänglich dokumentiert. Der sozioökonomische Schaden, den die Trump-Amtszeit bislang schon anrichtet hat, ist kaum zu beziffern.

Per Dekret rief der US-Präsident in der letzten Woche einen Telekommunikationsnotstand aus und zwang nun auch Google seine Geschäftsbeziehungen mit Huawei einzustellen.

Reached for comment, a Google spokesperson said only “We are complying with the order and reviewing the implications.” The order, in this case, appears to be the US Commerce Department’s recent decision to place Huawei on the “Entity List,” which as Reuters reports is a list of companies that are unable to buy technology from US companies without government approval.

The Verge

Konkret bedeutet das: keine Android-Versionsupdates und keine Play-Store-Services (Gmail, YouTube, Maps, etc.) mehr für Huawei-Smartphones. Existierende Geräte funktionieren vorerst weiter unverändert.

Der chinesische Hersteller, der im ersten Quartal 2019 weltweit 59 Millionen Smartphones auslieferte (30 Millionen davon in China), und keinesfalls unumstritten ist, bereitet sich offenbar schon länger auf einen forcierten Handelskonflikt vor: Huawei hortete Hardware von Zulieferern und bestätigte die Entwicklung eines eigenen Betriebssystems.

Es ist davon auszugehen, dass China entsprechend antwortet und der Handelsstreit für diverse US-Firmen zu einem echten Dilemma wird. Zumindest dann, wenn die USA mit ihrer Entscheidung nicht zurückrudern, wofür es immerhin erste Anzeichen gibt.

If Huawei is banned completely by Washington, China is likely to retaliate by slapping tariffs on US products, putting US tech companies like Apple, Qualcomm and Broadcom “in vulnerable positions” as all three depend heavily on the Chinese market, according to Jia of Canalys. Greater China is Apple’s third largest market, contributing about 20 per cent of revenue in 2018, while China including Hong Kong accounted for 67 per cent of Qualcomm’s sales last year and 17 per cent for Broadcom.

South China Morning Post

Nichtsdestotrotz: Die wirtschaftlichen Konsequenzen von Strafzöllen kann man beziffern; auf eine möglicherweise wachsende Feindschaft zwischen den zwei Staaten lässt sich jedoch kein Preisschild kleben. Feindbilder kann man nicht einfach wieder aufheben.

There’s been a flurry of anti-Apple and anti-US messages posted on Weibo, China’s version of Twitter, following new US–China tensions over Huawei.

BuzzFeed News

Google bietet die Möglichkeit automatisch eure Web- und Aktivitätsdaten zu löschen

You can already use your Google Account to access simple on/off controls for Location History and Web & App Activity, and if you choose—to delete all or part of that data manually. In addition to these options, we’re announcing auto-delete controls that make it even easier to manage your data.

Introducing auto-delete controls for your Location History and activity data

Los gehts auf: https://myaccount.google.com.

In Verbindung mit diesem Thema sollte ihr zusätzlich mal einen Blick in die iOS-Einstellungen für „Werbung & Datenschutz” werfen.

#154 – Invoxia GPS Tracker

Seit Februar verfolgt mich der Invoxia GPS Tracker (Web / Affiliate-Link).

Zur Hardware, die eine Bewegungsverfolgung ohne Entfernungslimit ermöglicht, gibts nicht viel zu erzählen. Es ist die Software, die ohne laufende Kosten (in den ersten drei Jahren) den interessanten Aspekt von diesem Tracker darstellt.


iPhoneBlog #one kann man abonnieren. Als Abonnent bekommt man jede Woche ein neues Video, den Zugriff auf alle schon veröffentlichten Episoden und die Einladung zur Diskussion in einem privaten Slack-Kanal. iPhoneBlog #one ist ausschließlich von Lesern und Leserinnen finanziert und unterstützt direkt das iPhoneBlog.

Alle Infos und die Möglichkeit dabei zu sein, findet ihr unter iPhoneBlog.one.

Valve’s ‚Steam Link‘-App erreicht den App Store

Im letzten Mai verwehrte Apple der ‚Steam Link‘-App (universal; Laden) noch den Zugang zum App Store. Ein Jahr (und eine Monopolklage) später bekommt die Software, um PC-Spiele auf iOS und den Apple TV zu streamen, nun ihre Freigabe – Zufälle gibt es!

Die App verhält sich exakt so wie die ehemals dedizierte (und mittlerweile eingestellte) Hardware: Beim ersten Start erfolgt die Aufforderung seine Steam-Bibliothek zu autorisieren. Nach einem kurzen Test des Controllers sowie der Netzwerkgeschwindigkeit startet man in den ‚Big Picture‘-Mode. Von dort aus hat man Zugriff auf seine komplette Bibliothek, aber auch den Steam Store. Es ist sogar möglich den bildschirmfüllenden Präsentationsmode zu verlassen und sich mit Controller-Steuerung in Windows wiederzufinden (sinnvoll ist das natürlich nicht).

‚Steam Link‘ erkannte ohne extra Konfiguration den bereits mit tvOS verbundenen Nimbus-Controller (Affiliate-Link / iPhoneBlog-Artikel). Bei Bedarf kann man die Tastenbelegung ändern. Notwendig war dies jedoch nicht.

Gleichermaßen unkompliziert verhielt sich auch der Gamevice-Controller (Webseite / iPhoneBlog-Artikel) am iPad.

Nicht alle PC-Games unterstützen eine Controller-Steuerung – logisch. Die ‚Steam Link‘-App weist auf eine solche Inkompatibilität jedoch für jedes Spiel hin.

Ohnehin muss man sich auf ein paar Stolpersteine einstellen: Ein schnelles und robustes WiFi-Netz ist eine absolute Voraussetzung. Grafikintensive Spiele sehen (deutlich) besser auf einem Monitor aus, der direkt am PC hängt – eh, klar. Obendrein hat mir meine Erfahrung mit der ‚Steam Link‘-Box gezeigt, dass es Spiele gibt, die wollen aus unbekannten Gründen nicht gestreamt werden.

Unterm Strich ist die Kombination aus Apple TV oder iPad + MFi-Controller + einem (entfernten) Windows PC jedoch schlicht beeindruckend: Es gibt (Action- und Jump ’n’ Run-)Spiele, die will ich auf der Couch spielen und nicht am Schreibtisch. Und es gibt (Rollen- und Strategie-)Spiele, die will ich mit ins Bett nehmen – und die gibt es bislang nicht im App Store.

Man sollte vorsichtig mit dem Begriff Gamechanger sein, aber ich bin gespannt auf den Test der ‚Steam Link‘-App über die nächsten Wochen und Monate.

(Vimeo)

Um einen ersten (stillen) Eindruck über die Performance zu geben, habe ich drei unterschiedliche Spiele aufs iPad gestreamt und eine Kamera darauf gehalten (im Hintergrund läuft das exakt gleiche Spiel auf dem PC-Monitor).