Face Maker: GIPHY GIFs aufs Gesicht

Face Maker (2,29 ) projiziert bewegte GIPHY GIFs auf euer Mienenspiel. Das ist albern; und das ist lustig. Es demonstriert aber allem voran wie erschwinglich computererzeugte Effekte geworden sind und wie viel Kreativität dieser preiswerte Zugang ermöglicht (Zugegeben: Niemand hätte vor 10 Jahren die Produktion von GIFs auf Gesichtszüge in Auftrag gegeben…aber das ist ‚beside the point’).

Es ist schwer vorstellbar, dass Augmented Reality inzwischen in den Händen „von hunderten Millionen iPhone- und iPad-Anwendern” liegt. Ich bin tatsächlich gespannt auf die Neuerungen in ARKit 1.5 (virtuelle Objekte auf vertikalen Flächen, 50 Prozent höhere Auflösung, Autofokus, etc.), obwohl ich für mich bisher nur wenige sinnvolle AR-Apps gefunden habe.

Eingeläutet: Apples HomePod lässt sich in den USA, UK und Australien vorbestellen

Ich habe es gestern bereits im Podcast gesagt (ab 1:35:00): Der HomePod ist ein Zubehör – zumindest zunächst. Er ist ein Accessoire, dass Apple anbietet wenn man sich das nächste iPhone, ein neues iPad, einen Apple TV oder Mac kauft. Der HomePod konkurriert mit Lautsprechern von Bose, B&O und Sonos, die alle über Apple.com erhältlich sind und weltweit in den Apple Stores stehen.

Ich würde deshalb nicht den Einblick unterschätzen, den Apple durch seine eigenen (Online-)Geschäfte in den Markt für Lautsprecher bereits hat. Und ich kann mir gut vorstellen, dass alleine das Geschäft mit Lautsprechern (finanziell) interessant genug ist, dort mitmischen zu wollen.

Smartphones, iPads und ein sich wandelnder „Home-Entertainment“-Markt machen es erstrebenswert dort mit einem eigenen Produkt vertreten zu sein (das Beats-Portfolio nicht zu vergessen!). Apple verkauft gerne unter dem Slogan „It just works”; sie mögen eine tiefe Integration von Software, Hardware und Services (beispielsweise Apple Music). Ein eigener Lautsprecher passt in Apples Produktlinie mittlerweile wie die Faust aufs Auge (anders als damals der iPod Hi-Fi).

Unabhängig davon lässt sich Siri und die „Smart Speaker“-Komponente im HomePod diskutieren. Apple hat den HomePod nicht aus Zufall während seiner Entwicklerkonferenz im letzten Jahr vorgestellt. Auch wenn es früh war und man damals nur ein grobes Verkaufsfenster andeutete: Die Präsentation des HomePods zur WWDC war bewusst gewählt. SiriKit wird zwangsläufig ein zentraler Aspekt für Apples Lautsprecher sein, weil Sprachsteuerung im eigenen Heim eine passende Form der Interaktion mit Computer ist.

Und trotzdem bleibt zu bedenken wie limitiert insgesamt noch Sprache und Sprachsteuerung sind. Google schwört auf „Voice“ als nächste „computing platform“. Das weckt große Erwartungen, die ich nicht für unrealistisch halte. Was derzeit allerdings über simple (Wissens-)Fragen oder eindimensionale Aufforderungen hinausgeht, erreicht weder Google Home, noch Alexa und definitiv nicht Siri.

Es ist unbestritten, dass sich ein Produkt wie Siri ausschließlich öffentlich weiterentwickeln lässt. Es braucht den Input seiner Nutzer und Nutzerinnen und das ist speziell eine Herausforderung für Apple. Die Beta-Etikette liegt ihnen nicht; der Fokus auf Privacy und Schutz von Nutzerdaten sind Stolpersteine, die Amazon und Google einfach umlaufen anstelle sie aus dem Weg zu räumen.

Das ist jedoch keine Entschuldigung für die streckenweise echt miese Performance von Siri. Ich plädiere weiterhin für einen eigenen ‚Senior Vice President‘ für Siri in der Cupertino-Führungsriege – weil es Verantwortbarkeit schafft.

Heute, zum Zeitpunkt des Vorbestellungsstarts in den ersten drei Regionen, blicken wir nur auf Apples Produktinformationen. Ich hoffe, das ändert sich noch bis zum tatsächlichen Verkaufsstart am 9. Februar.

Ich erwarte vom HomePod, dass er qualitativ besser als ein Sonos PLAY:3 abschneidet, (wie angekündigt) noch in diesem Jahr AirPlay 2 bekommt und das man selbst mit der ersten Generation eine zukunftsfähige Hardware kauft, die Apple mit „computational audio“ experimentieren lässt, eine zuverlässige Basis für HomeKit liefert und Siri beziehungsweise SiriKit stetig erweitert wird.

#088 – Cascable

Cascable (universal; Laden) ist eine „WiFi Camera Remote“ – eine App um eure Sony-, Canon- oder Panasonic-Systemkamera fernzusteuern. Hier findet ihr die Liste aller unterstützten Kamera-Modelle, denen ihr aus der Ferne einen Haufen Einstellungen unterschiebt oder euch dessen Fotos kabellos aufs iPhone zieht.

Neben dieser Basisfunktionalität erstellt Cascable automatisierte Workflows („Recipes”) und hilft dabei eure Aufnahmen mit geographischen Koordinaten zu versehen (Geotagging).

Hier die einminütige Vorschau zur fünfminütigen Episode:


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Alle Infos und die Möglichkeit dabei zu sein, findet ihr unter iPhoneBlog.one.

„Apple zeigt Vorschau auf iOS 11.3“

In diesem Frühjahr wird iOS 11.3 neue Möglichkeiten bieten, Augmented Reality auf iPhone und iPad zu erleben, neue Animojis auf iPhone X zu nutzen und die Möglichkeit, gesundheitsbezogene Aufzeichnungen und Datensätze in der Health App anzuzeigen.

Apple Newsroom

Leider findet man in der Übersicht weiterhin keine Erwähnung von dem zur WWDC angekündigten „iMessage in iCloud”.

Update: In den „Shownotes“ fand es keine Erwähnung, in den offiziellen Release-Notizen kehrt ‚Messages in iCloud‘ nun doch zurück.

EU-Kartellverfahren: Qualcomm hat seine marktbeherrschende Stellung ausgenutzt

iFixit: Qualcomm MDM9645M LTE Cat. 12 Modem, September 2016

The European Commission has fined Qualcomm €997m for abusing its market dominance in LTE baseband chipsets. Qualcomm prevented rivals from competing in the market by making significant payments to a key customer on condition it would not buy from rivals. This is illegal under EU antitrust rules.

Commissioner Margrethe Vestager, in charge of competition policy, said: „Qualcomm illegally shut out rivals from the market for LTE baseband chipsets for over five years, thereby cementing its market dominance. Qualcomm paid billions of US Dollars to a key customer, Apple, so that it would not buy from rivals. These payments were not just reductions in price – they were made on the condition that Apple would exclusively use Qualcomm’s baseband chipsets in all its iPhones and iPads.

This meant that no rival could effectively challenge Qualcomm in this market, no matter how good their products were. Qualcomm’s behaviour denied consumers and other companies more choice and innovation – and this in a sector with a huge demand and potential for innovative technologies. This is illegal under EU antitrust rules and why we have taken today’s decision.“

In einer anschließende Pressekonferenz betont EU-Kommissarin Margrethe Vestager: „…this is about Qualcomm and there’s no evidence of wrongdoing from the Cupertino, California-based company“.

Qualcomms „Rabattsystem“ ist ohnehin fragwürdig, weshalb die US-Handelskommission FTC – aber auch Apple selbst – im letzten Jahr mit zwei separaten Klagen vormarschiert sind.

Apples Produktionspartner in China bezahlten also Lizenzgebühren an Qualcomm, welche sie 1:1 auf die an Apple gestellten Rechnungen aufschlugen; darauf aber gab Qualcomm Apple einen sogenannten Rabatt im Gegenzug zu diversen Verpflichtungen, die Apple einging.

Apple vs. Qualcomm: „Ich kam beim Lesen der Klageschrift kaum aus dem Kopfschütteln heraus“

Diese „Verpflichtungen“ beinhalten beispielsweise ein generelles Verbot um kartellrechtlich gegen Qualcomm vorzugehen. Mit Qualcomms „no license-no chips”-Regel (PDF-Link) wird die Möglichkeit unterbunden, die Höhe von Lizenzzahlungen in Frage zu stellen. Lizenzgebühren berechnet Qualcomm nicht für die tatsächlich verbauten Chips, sondern anteilig am durchschnittlichen Verkaufspreis des gesamten Smartphones.

Steigt beispielsweise der durchschnittliche Preis für ein iPhone, so wie im letzten Quartal, weil das Plus-Modell mit seinen zwei Kameras beliebter war, verlangt Qualcomm dafür mehr Geld (obwohl der Baseband-Prozessor-Hersteller nichts mit der iPhone-Kamera zu tun hat).

Apple verklagt seinen Chip-Hersteller Qualcomm

Am schwerwiegendsten für die heutige EU-Entscheidung wiegen jedoch die generellen Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht, die alle Hersteller von Smartphones betrifft.

This meant that Qualcomm’s rivals were denied the possibility to compete effectively for Apple’s significant business, no matter how good their products were. They were also denied business opportunities with other customers that could have followed from securing Apple as a customer.

In fact, internal documents show that Apple gave serious consideration to switching part of its baseband chipset requirements to Intel. Qualcomm’s exclusivity condition was a material factor why Apple decided against doing so, until the agreement came to an end. Then, in September 2016, when the agreement was about to expire and the cost of switching under its terms was limited, Apple started to source part of its baseband chipset requirements from Intel. But until then, Qualcomm’s practices denied consumers and other companies the benefits of effective competition, namely more choice and innovation.

Antitrust: Commission fines Qualcomm €997 million for abuse of dominant market position

HomePod ab 9. Februar in den USA, Großbritannien und Australien verfügbar

HomePod, der innovative kabellose Lautsprecher von Apple, ist ab Freitag, 9. Februar in den USA, Großbritannien und Australien im Handel verfügbar und kann ab diesen Freitag, 26. Januar online bestellt werden. In diesem Frühjahr wird HomePod in Deutschland und Frankreich erhältlich sein.

Apple NewsRoom

In den USA wird der HomePod 349 US-Dollar kosten; zu den Euro-Preisen gibt es noch keine Angaben.

Ein Detail aus der Pressemitteilung (Hervorhebung von mir):

Durch ein in diesem Jahr erscheinendes, kostenloses Software-Update werden Anwender in der Lage sein, Musik im ganzen Haus mit Multiroom-Audio zu spielen. Wenn sich der HomePod in der Küche befindet, können die Benutzer Siri beispielsweise bitten, im Wohnzimmer Jazz oder aber auch in jedem Zimmer denselben Song zu spielen — und das natürlich perfekt synchronisiert.

Ganz im Ernst: Die Software scheint hinten und vorne nicht fertig. Apple hat sich mit der ursprünglichen Ankündigung des HomePods zur WWDC 2017 nicht finanziell geschadet, aber richtig gut sehen sie mit bereits einer offiziellen Terminverschiebung, dem limitierten Start in nur drei Regionen sowie dem Verweis auf das Software-Update ganz sicher nicht aus.

Legi – RSS-Feeds auf die Ohren

Ich lasse mir täglich sehr sehr viel Text vorlesen – keine Hörbücher, sondern ausschließlich Webartikel. Im RSS-Reader meiner Wahl benutze ich dazu die in iOS eingebaute Vorlesefunktion, die man in den Einstellungen unter Accessibility aktiviert. Nahezu täglich streiche ich mit zwei Finger von oben in den iPhone-Bildschirm um mir einen Artikel „auf die Ohren zu holen“.

Auf ähnliche Art räume ich meinen digitalen Container an Instapaper-Artikeln leer. Einziger Unterschied: Instapaper hat die Sprachausgabe direkt eingebaut. Startet man das Vorlesen über das iOS-Share-Sheet, unterscheidet die App zwischen deutschen und englischen Texten und wählt dementsprechend die passende Stimme. Genau das bekommt die iOS-Bedienungshilfe nicht hin und nutzt grundsätzlich die eingestellte Systemsprache eures iPhones. Obendrein merkt sich Instapaper die Abspielposition. Beende ich im Gegensatz dazu die iOS-Vorlesefunktion, geht so auch der Lesestand flöten.

Ihr merkt: Die in iOS eingebaute Vorlesefunktion hat Einschränkungen, funktioniert aber nahezu systemweit. Instapaper liest dagegen zuverlässig Text runter, ist aber kein RSS-Reader und muss von außen mit Artikeln gefüttert werden.

Unter diesen Vorzeichen tritt Legi auf den Plan…

Legi (universal; 3.49 ) ist ein RSS-Reader, der Artikel aus Web-Feeds primär vorlesen will. Man kann dort seinen kompletten FeedBin-, NewsBlur- oder InoReader-Account reinwerfen; je nach Feed-Umfang und Zeit, die man fürs regelmäßige Abarbeiten aufwendet, halte ich das aber für fragwürdig – insbesondere wenn man Legi hauptsächlich fürs Vorlesen von Artikel benutzt. Für meinen Test über die letzten Wochen habe ich deshalb manuell Feeds hinzugefügt (über die Suche beziehungsweise Copy + Paste der Feed-URL). Dabei habe ich mich auf einige ausgewählte Quellen beschränkt, von denen ich weiß, dass dort in erster Linie längere Artikel auftauchen, die ich ohnehin zu Instapaper schicken würde.

Legi präsentiert sich in seiner jungen Version 1.0.1 mit einer Fülle an Einstellungen, die ich aus der zentralen Benutzerführung werfen würde – beziehungsweise würde ich Optionen wie „Sortieren“ oder „Suchen“ verstecken.

Die grundlegende Funktion der Sprachausgabe klappt hervorragend. Neben dem Audioplayer wird der Text live hervorgehoben, der gerade gelesen wird. In einer Beta-Version, die ich in den letzten Tagen ausprobieren konnte, merkt sich Legi auch die Abspielposition wenn man einen Artikel unterbricht, sich einen zweiten Beitrag vorlesen lässt und dann zurück zum ersten Artikel wechselt.

Legi entspringt der Feder von Alexander Clauss, der sich seit App-Store-Frühzeiten (April, 2009) mit der Safari-Alternative iCab Mobile (universal; 2,29 ) beschäftigt (und damit bereits einen verdammt langen Atem bewiesen hat). Ich bin wirklich gespannt wohin sich Legi noch entwickelt, weil RSS so wichtig bleibt.

Das Ladecase der AirPods reinigen

Video

The „dirt“ is metal shavings they are just stuck to the magnet. The tape has a stronger force than the magnet while a q-tip has zero force compared to the magnet and the alcohol is just disinfecting the metal shavings.

via Reddit

Guter Tipp. Gerade ausprobiert.

Und trotzdem wünsche ich mir, dass Apple seine AirPods in mehr Farben anbietet. Das weiße Case sieht nach einem Jahr bei (mehrfacher) täglicher Nutzung gut runtergerockt aus.