„Another January, another misleading iPhone supply cuts story from Nikkei“

Everyone in the industry should know that „channel checks“ of Apple suppliers offer largely worthless data. But every January, Japan’s Nikkei newspaper unloads a report suggesting that Apple is scrambling to slash production of its newest iPhone because of disappointing sales. Every year that report has been false, and every year the tech media falls for it.

Daniel Eran Dilger

Bereits 2017 schrieb Nikkei über iPhone-7-Verkäufe, die „more sluggishly than expected“ verliefen. Bereits 2016 berichtete Nikkei über das „piled up at retailers” iPhone 6s und 6s Plus. Bereits im Januar 2013 berichtete Nikkei über „weak demand“ für das iPhone 5.

Aber ich bin mir sicher: Die diesjährige „slower-than-expected“ Voraussage für das iPhone X und dessen Schlussfolgerungen treffen den Nagel auf den Kopf!

„Fitness tracking app Strava gives away location of secret US army bases“

Sensitive information about the location and staffing of military bases and spy outposts around the world has been revealed by a fitness tracking company.

The details were released by Strava in a data visualisation map that shows all the activity tracked by users of its app, which allows people to record their exercise and share it with others.

The Guardian

Metadaten – also Daten, die Informationen über Merkmale anderer Daten enthalten – bleiben ein Problem. Mich würde es zwar wirklich wundern, wenn der Datensatz von Strava tatsächlich Militärbasen ins Rampenlicht gezerrt hat, die im betroffenen Personenkreis gänzlich unbekannt waren (Gibt es wirklich keine Richtlinie, die GPS-Tracker-Apps (!) in diesen Situationen und Regionen verbietet?1), aber das Beispiel zeigt wie unvorhersehbar die Konsequenzen sind, die die Erhebung von Daten mitbringt.

Nun speist sich Stravas Datenbank über viele unterschiedliche Geräte – primär aber aus den Apps für iPhone und Android. Und deshalb lässt sich diese Diskussion auf die Höhe der Betriebssysteme hieven, durch die diese Daten zwangsläufig laufen.

Seitdem Tim Cook öffentlich für mehr Datenschutz und Privatsphäre trommelt, stehen Apples Services besonders in der Kritik. Die iCloud-Fotomediathek, Siri und iMessage tun sich schwerer gegen vergleichbare Angebote von Amazon, Google und Facebook, weil sie nicht serverseitig Bilderdatenbanken auswerten, die Siri-Sprachkommandos keiner individuellen Apple ID zuordnen und Nachrichten komplett Ende-zu-Ende verschlüsseln (PDF-Link).

Natürlich ist das nur ein einzelner Aspekt, und es ist ohnehin keine Entschuldigung wenn Apples Onlinedienste nicht mindestens gleichwertig gut funktionieren. Trotzdem unterscheidet sich Apples datensparsamere Herangehensweise grundlegend von seinen Mitbewerbern. Und ich bleibe davon überzeugt, dass der Umgang mit persönlichen Daten für viele Kunden zunehmend wichtiger wird. Stravas Heatmap und das was sich daraus ablesen lässt, ist im Umfang wesentlich überschaubarer als viele andere der größeren „Datenskandale“ aus den letzten Jahren. Es ist gleichzeitig aber auch einfacher zu kapieren – es lässt sich hübsch bebildern (!), und das kann bei diesen Diskussionen entscheidend sein.


  1. Spannend wird’s natürlich, wenn man Daten der öffentlichen Laufstrecken mit den nicht öffentlichen Personendaten aus der Strava-Datenbank verknüpfen könnte

Jamf Now [Sponsor]

Nicht jede Firma kann sich eine eigene IT-Stelle leisten. Jamf Now ist eine cloud-basierte Geräteverwaltung für iPhones, iPads und den Mac, mit der sich kleine und mittelständische Unternehmen selbst verwalten können.

Und ich spreche hier nicht nur über neugegründete Firmen; insbesondere Betriebe aus der Generation meiner Eltern benutzen heutzutage oft die modernsten Geräte, verzichten aber auf eine Administration, die vertrauliche Unternehmensdaten schützt.

Dabei ist es so einfach einen Pool an Apple-Geräten abzusichern. Maßgeschneiderte Konfigurationsprofile lassen sich kabellos weitergeben. Schließt sich ein neuer Mitarbeiter eurem Team an, schickt man ihm ganz einfach einen Weblink. Klickt er diesen Link an und wählt einen voreingestellten ‚Blueprint‘ aus, ist sein Telefon automatisch in die firmeninterne Verwaltung aufgenommen.

Mit Jamf Now spart man sich die Kosten einer komplexen IT-Einrichtung, genießt aber gleichzeitig alle Vorteile, die eine moderne Geräteverhaltung mitbringt.

Jamf Now lässt sich unkompliziert und kostenlos ausprobieren. Drei Geräte kann man sogar dauerhaft (!) gratis betreiben. Jedes weitere iPhone, iPad oder ein Mac kosten lediglich 2 US-Dollar im Monat.

Vielen Dank an das gesamte Team von Jamf Now für die Unterstützung als Sponsor von iPhoneBlog.de in dieser Woche.

Face Maker: GIPHY GIFs aufs Gesicht

Face Maker (2,29 ) projiziert bewegte GIPHY GIFs auf euer Mienenspiel. Das ist albern; und das ist lustig. Es demonstriert aber allem voran wie erschwinglich computererzeugte Effekte geworden sind und wie viel Kreativität dieser preiswerte Zugang ermöglicht (Zugegeben: Niemand hätte vor 10 Jahren die Produktion von GIFs auf Gesichtszüge in Auftrag gegeben…aber das ist ‚beside the point’).

Es ist schwer vorstellbar, dass Augmented Reality inzwischen in den Händen „von hunderten Millionen iPhone- und iPad-Anwendern” liegt. Ich bin tatsächlich gespannt auf die Neuerungen in ARKit 1.5 (virtuelle Objekte auf vertikalen Flächen, 50 Prozent höhere Auflösung, Autofokus, etc.), obwohl ich für mich bisher nur wenige sinnvolle AR-Apps gefunden habe.

Eingeläutet: Apples HomePod lässt sich in den USA, UK und Australien vorbestellen

Ich habe es gestern bereits im Podcast gesagt (ab 1:35:00): Der HomePod ist ein Zubehör – zumindest zunächst. Er ist ein Accessoire, dass Apple anbietet wenn man sich das nächste iPhone, ein neues iPad, einen Apple TV oder Mac kauft. Der HomePod konkurriert mit Lautsprechern von Bose, B&O und Sonos, die alle über Apple.com erhältlich sind und weltweit in den Apple Stores stehen.

Ich würde deshalb nicht den Einblick unterschätzen, den Apple durch seine eigenen (Online-)Geschäfte in den Markt für Lautsprecher bereits hat. Und ich kann mir gut vorstellen, dass alleine das Geschäft mit Lautsprechern (finanziell) interessant genug ist, dort mitmischen zu wollen.

Smartphones, iPads und ein sich wandelnder „Home-Entertainment“-Markt machen es erstrebenswert dort mit einem eigenen Produkt vertreten zu sein (das Beats-Portfolio nicht zu vergessen!). Apple verkauft gerne unter dem Slogan „It just works”; sie mögen eine tiefe Integration von Software, Hardware und Services (beispielsweise Apple Music). Ein eigener Lautsprecher passt in Apples Produktlinie mittlerweile wie die Faust aufs Auge (anders als damals der iPod Hi-Fi).

Unabhängig davon lässt sich Siri und die „Smart Speaker“-Komponente im HomePod diskutieren. Apple hat den HomePod nicht aus Zufall während seiner Entwicklerkonferenz im letzten Jahr vorgestellt. Auch wenn es früh war und man damals nur ein grobes Verkaufsfenster andeutete: Die Präsentation des HomePods zur WWDC war bewusst gewählt. SiriKit wird zwangsläufig ein zentraler Aspekt für Apples Lautsprecher sein, weil Sprachsteuerung im eigenen Heim eine passende Form der Interaktion mit Computer ist.

Und trotzdem bleibt zu bedenken wie limitiert insgesamt noch Sprache und Sprachsteuerung sind. Google schwört auf „Voice“ als nächste „computing platform“. Das weckt große Erwartungen, die ich nicht für unrealistisch halte. Was derzeit allerdings über simple (Wissens-)Fragen oder eindimensionale Aufforderungen hinausgeht, erreicht weder Google Home, noch Alexa und definitiv nicht Siri.

Es ist unbestritten, dass sich ein Produkt wie Siri ausschließlich öffentlich weiterentwickeln lässt. Es braucht den Input seiner Nutzer und Nutzerinnen und das ist speziell eine Herausforderung für Apple. Die Beta-Etikette liegt ihnen nicht; der Fokus auf Privacy und Schutz von Nutzerdaten sind Stolpersteine, die Amazon und Google einfach umlaufen anstelle sie aus dem Weg zu räumen.

Das ist jedoch keine Entschuldigung für die streckenweise echt miese Performance von Siri. Ich plädiere weiterhin für einen eigenen ‚Senior Vice President‘ für Siri in der Cupertino-Führungsriege – weil es Verantwortbarkeit schafft.

Heute, zum Zeitpunkt des Vorbestellungsstarts in den ersten drei Regionen, blicken wir nur auf Apples Produktinformationen. Ich hoffe, das ändert sich noch bis zum tatsächlichen Verkaufsstart am 9. Februar.

Ich erwarte vom HomePod, dass er qualitativ besser als ein Sonos PLAY:3 abschneidet, (wie angekündigt) noch in diesem Jahr AirPlay 2 bekommt und das man selbst mit der ersten Generation eine zukunftsfähige Hardware kauft, die Apple mit „computational audio“ experimentieren lässt, eine zuverlässige Basis für HomeKit liefert und Siri beziehungsweise SiriKit stetig erweitert wird.

#088 – Cascable

Cascable (universal; Laden) ist eine „WiFi Camera Remote“ – eine App um eure Sony-, Canon- oder Panasonic-Systemkamera fernzusteuern. Hier findet ihr die Liste aller unterstützten Kamera-Modelle, denen ihr aus der Ferne einen Haufen Einstellungen unterschiebt oder euch dessen Fotos kabellos aufs iPhone zieht.

Neben dieser Basisfunktionalität erstellt Cascable automatisierte Workflows („Recipes”) und hilft dabei eure Aufnahmen mit geographischen Koordinaten zu versehen (Geotagging).

Hier die einminütige Vorschau zur fünfminütigen Episode:


iPhoneBlog #one kann man abonnieren. Als Abonnent bekommt man jede Woche ein neues Video, den Zugriff auf alle schon veröffentlichten Episoden und die Einladung zur Diskussion in einem privaten Slack-Kanal. iPhoneBlog #one ist ausschließlich von Lesern und Leserinnen finanziert und unterstützt direkt das iPhoneBlog.

Alle Infos und die Möglichkeit dabei zu sein, findet ihr unter iPhoneBlog.one.

„Apple zeigt Vorschau auf iOS 11.3“

In diesem Frühjahr wird iOS 11.3 neue Möglichkeiten bieten, Augmented Reality auf iPhone und iPad zu erleben, neue Animojis auf iPhone X zu nutzen und die Möglichkeit, gesundheitsbezogene Aufzeichnungen und Datensätze in der Health App anzuzeigen.

Apple Newsroom

Leider findet man in der Übersicht weiterhin keine Erwähnung von dem zur WWDC angekündigten „iMessage in iCloud”.

Update: In den „Shownotes“ fand es keine Erwähnung, in den offiziellen Release-Notizen kehrt ‚Messages in iCloud‘ nun doch zurück.

EU-Kartellverfahren: Qualcomm hat seine marktbeherrschende Stellung ausgenutzt

iFixit: Qualcomm MDM9645M LTE Cat. 12 Modem, September 2016

The European Commission has fined Qualcomm €997m for abusing its market dominance in LTE baseband chipsets. Qualcomm prevented rivals from competing in the market by making significant payments to a key customer on condition it would not buy from rivals. This is illegal under EU antitrust rules.

Commissioner Margrethe Vestager, in charge of competition policy, said: „Qualcomm illegally shut out rivals from the market for LTE baseband chipsets for over five years, thereby cementing its market dominance. Qualcomm paid billions of US Dollars to a key customer, Apple, so that it would not buy from rivals. These payments were not just reductions in price – they were made on the condition that Apple would exclusively use Qualcomm’s baseband chipsets in all its iPhones and iPads.

This meant that no rival could effectively challenge Qualcomm in this market, no matter how good their products were. Qualcomm’s behaviour denied consumers and other companies more choice and innovation – and this in a sector with a huge demand and potential for innovative technologies. This is illegal under EU antitrust rules and why we have taken today’s decision.“

In einer anschließende Pressekonferenz betont EU-Kommissarin Margrethe Vestager: „…this is about Qualcomm and there’s no evidence of wrongdoing from the Cupertino, California-based company“.

Qualcomms „Rabattsystem“ ist ohnehin fragwürdig, weshalb die US-Handelskommission FTC – aber auch Apple selbst – im letzten Jahr mit zwei separaten Klagen vormarschiert sind.

Apples Produktionspartner in China bezahlten also Lizenzgebühren an Qualcomm, welche sie 1:1 auf die an Apple gestellten Rechnungen aufschlugen; darauf aber gab Qualcomm Apple einen sogenannten Rabatt im Gegenzug zu diversen Verpflichtungen, die Apple einging.

Apple vs. Qualcomm: „Ich kam beim Lesen der Klageschrift kaum aus dem Kopfschütteln heraus“

Diese „Verpflichtungen“ beinhalten beispielsweise ein generelles Verbot um kartellrechtlich gegen Qualcomm vorzugehen. Mit Qualcomms „no license-no chips”-Regel (PDF-Link) wird die Möglichkeit unterbunden, die Höhe von Lizenzzahlungen in Frage zu stellen. Lizenzgebühren berechnet Qualcomm nicht für die tatsächlich verbauten Chips, sondern anteilig am durchschnittlichen Verkaufspreis des gesamten Smartphones.

Steigt beispielsweise der durchschnittliche Preis für ein iPhone, so wie im letzten Quartal, weil das Plus-Modell mit seinen zwei Kameras beliebter war, verlangt Qualcomm dafür mehr Geld (obwohl der Baseband-Prozessor-Hersteller nichts mit der iPhone-Kamera zu tun hat).

Apple verklagt seinen Chip-Hersteller Qualcomm

Am schwerwiegendsten für die heutige EU-Entscheidung wiegen jedoch die generellen Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht, die alle Hersteller von Smartphones betrifft.

This meant that Qualcomm’s rivals were denied the possibility to compete effectively for Apple’s significant business, no matter how good their products were. They were also denied business opportunities with other customers that could have followed from securing Apple as a customer.

In fact, internal documents show that Apple gave serious consideration to switching part of its baseband chipset requirements to Intel. Qualcomm’s exclusivity condition was a material factor why Apple decided against doing so, until the agreement came to an end. Then, in September 2016, when the agreement was about to expire and the cost of switching under its terms was limited, Apple started to source part of its baseband chipset requirements from Intel. But until then, Qualcomm’s practices denied consumers and other companies the benefits of effective competition, namely more choice and innovation.

Antitrust: Commission fines Qualcomm €997 million for abuse of dominant market position