„The Mystery of Apple, Inc.’s One-Time Services Boost“

Apple (NASDAQ: AAPL) reported fiscal fourth quarter earnings last week, and it was a blockbuster release both in terms of the September quarter as well as guidance for the December quarter. However, there was one big question mark buried within the release: a one-time positive adjustment of $640 million that was booked in the services segment.

Total services revenue jumped 34% to hit a new quarterly record of $8.5 billion, and $640 million is nothing to sneeze at, representing 7.5% of services revenue in the quarter. Apple’s explanation was incredibly vague, merely stating: „Services revenue in the fourth quarter of 2017 included a favorable one-time adjustment of $640 million due to a change in estimate based on the availability of additional supporting information.“ […]

Investors don’t have confirmation, but all signs point to that $640 million adjustment coming from Google.

finance.yahoo.com

Bestätigt ist: Im Jahr 2014 zahlte Google eine Milliarde US-Dollar an Apple um auf iOS die Standard-Suchmaschine zu sein. Seit September 2017 gilt: Wer über Siri sucht und dabei Weblinks angeboten bekommt, erhält nun Ergebnisse von Google (und nicht wie bisher von Microsofts Suchmaschine Bing).

Googles Quartalszahlen, die ebenso in der letzten Woche veröffentlicht wurden, weisen die höchsten „Traffic Acquisition Costs“ auf, die der Suchmaschinen-Anbieter bislang in einem Quartal investierte. Traffic Acquisition Costs – kurz TAC – sind Kosten, die man für Partner ausgibt, damit sie Kunden zu Google bringen.

Google sagte dazu:

And on your TAC question, as I indicated in the opening comments. There are a couple of drivers here. One is changes in partner agreements. And I think the main point is we’re very pleased with our strong partnerships across the mobile ecosystem. And the other was the ongoing shift to mobile, which we’ve talked about a lot and the fact that it carries higher TAC because more mobile searches are channeled through paid access points. (Hervorhebung von mir)

Seeking Alpha

Kurzum: In Mobile steckt (weiterhin) das Wachstum und Google bleibt keine andere Wahl als Apple für diese Voreinstellung – die jeder Nutzer ändern könnte, es anscheinend aber nicht tut – zu bezahlen.

„No, siblings aren’t ‚fooling‘ Face ID — they’re training it“

If you give your sibling your iPhone X Passcode, Face ID isn’t being fooled by them. You’ve already turned off security and are now letting Face ID be retrained — by them.

Rene Ritchie

Die Details und Limits von Face ID, dokumentierte Apple bereits vor zwei Monaten in ihrem „Face ID Security“-Whitepaper (PDF). (Eineiige) Zwillinge, sehr ähnlich aussehende Geschwister sowie Kids unter 13 Jahren sind mitunter ein Problem für die Gesichtserkennung.

Nicht nur deshalb hält ein Kennwort, beziehungsweise ein PIN-Code, dem biometrischen Merkmal zu Authentifizierung den Rücken frei – genau wie zuvor für Touch ID. Dieser Code ist euer Hauptschlüssel, euer Masterkey, mit dem ihr die komplette Kontrolle über euer Telefon habt. Er wird abgefragt wenn das iPhone einmal komplett durchstartet, ihr signifikante Änderungen einstellt (beispielsweise bei der Installation von Profilen) oder Face ID euch fünfmal hintereinander nicht erkennt.

Anders als bei Touch ID trainiert die Gesichtserkennung. So wird ein fehlgeschlagener Versuch das iPhone zu entsperren nicht sofort gelöscht. Möglicherweise tragt ihr heute eine Brille, habt einen radikal anderen Haarschnitt oder Make-up aufgetragen. Um auch diese Änderungen konstant zu lernen, verarbeitet Face ID auch mathematische Repräsentationen von eurem Gesicht bei denen es sich nicht sicher ist. Und wenn ihr euch direkt im Anschluss an einen fehlgeschlagenen Login-Versuch mit eurem Passwort ausweist – das ja nur ihr besitzen solltet –, studiert Face ID diese Merkmale.

Apples Whitepaper beschreibt die Methode wie folgt:

To improve unlock performance and keep pace with the natural changes of your face and look, Face ID augments its stored mathematical representation over time. Upon successful unlock, Face ID may use the newly calculated mathematical representation—if its quality is sufficient—for a finite number of additional unlocks before that data is discarded. Conversely, if Face ID fails to recognize you, but the match quality is higher than a certain threshold and you immediately follow the failure by entering your passcode, Face ID takes another capture and augments its enrolled Face ID data with the newly calculated mathematical representation. This new Face ID data is discarded after a finite number of unlocks and if you stop matching against it. These augmentation processes allow Face ID to keep up with dramatic changes in your facial hair or makeup use, while minimizing false acceptance.

Sprich: Vorsicht bei Videos, die derzeit behaupten Face ID zu überlisten. Wenn man seinen Passcode weitergibt (!) und durch die Code-Eingabe „ein neues Gesicht“ lange genug antrainiert, ist das kein Schwachstelle von Face ID.

#078 – Pixave

Pixave für Mac (16.99 ) und iPad (8.99 ) organisiert Screenshots und Fotos ausserhalb der (iCloud-)Fotomediathek. Durch unterschiedliche Kollektionen und Bibliotheken organisiere und sortiere ich damit projektspezifisches Bildmaterial, das ich nicht mit meinen privaten Fotos zusammenwerfen will.

Die Desktop-App ist im Mac-App-Store schon ein alter Hase; die iPad-App dagegen noch ein bisschen grün hinter den Ohren. Das Potenzial der Kombination lässt sich aber bereits erkennen – mehr dazu im Video.

Hier die einminütige Vorschau zur fünfeinhalbminütigen Episode:


iPhoneBlog #one kann man abonnieren. Als Abonnent bekommt man jede Woche ein neues Video, den Zugriff auf alle schon veröffentlichten Episoden und die Einladung zur Diskussion in einem privaten Slack-Kanal. iPhoneBlog #one ist ausschließlich von Lesern und Leserinnen finanziert und unterstützt direkt das iPhoneBlog.

Alle Infos und die Möglichkeit dabei zu sein, findet ihr unter iPhoneBlog.one.

„This is how Apple built the iPhone X“

“As far as last-minute design changes? Actually, we didn’t have time for it,” said Riccio, who seemed energized by the memory of that intense development period. “Quite frankly, this program was on such a fast track to be offered and enabled this year. We had to lock the design very, very early. We actually locked the design, to let you know, in November,” said Riccio before he was cut off by Apple PR. Riccio appeared to realize he’d said maybe too much, and then reaffirmed with a smile, “We had to lock it early.”

Lance Ulanoff | Mashable

Man kann darüber streiten, was „very, very early“ bedeutet. Als grobe Zeitangabe lässt sich aber festhalten: 9 bis 12 Monate vor Release legt sich Apple fest.

„The 10th anniversary iPhone goes to Disneyland“

The strongest recommendation I can make for the new “no home button” paradigm is that after just a week, regular home button actions like double tapping feel much too heavy after just a week of using it. Ten years of the home button, it turns out, was enough to allow us to move on.

Matthew Panzarino

Es ist das beste Review, das man derzeit lesen kann (weil Matthew Panzarino eine komplette Woche mit dem Telefon leben und arbeiten durfte).

Apples PR-Strategie fürs iPhone X zum Verkaufsstart

Es ist überhaupt nicht wichtig, weil es nichts am eigentlichen Produkt ändert, aber wenn Apple seine eingespielte Routine ändert, so wie in diesem Jahr für die Pressearbeit zum iPhone X, lässt mich das aufhorchen.

Den exklusiven Artikel zum Jubiläumstelefon bekam Steven Levy (Wired.com), der neben Walt Mossberg (The Wall Street Journal), David Pogue (New York Times) und Ed Baig (USA Today) schon vor 10 Jahren zum ausgewählten Kreis gehörte, die das allererste iPhone bereits vor seinem Verkaufsstart in die Hände gedrückt bekamen. Sein Beitrag erschien am gestrigen Montag.

Gestern schwappte aber zusätzlich eine Flut an „First Looks“ ins Netz, die mittelgroße YouTuber auf einem Event in New York einfingen (Sara Dietschy, Sam Beckerman, Highsnobiety, etc.). Das sind allesamt recht nichtsaussagende Videos. Man verpasst wirklich nichts, wenn man diese Ersteindrücke nicht schaut. Die Clips sind nicht per se schlecht, aber sie beantworten auch keine Fragen. Es ist die typische Form von einem YouTube-Unterhaltungsvideo, das schick aussieht, aber keine Informationen trägt.

Und trotzdem ist es für Apple bestimmt gute PR (weil es bekanntlich keine schlechte PR gibt).

Diese „New Voices“ durften vor Ort filmen, bekamen aber keine klassischen Review-Units. Und man muss ihnen allesamt zugute halten, dass hinter diesen YouTube-Persönlichkeiten kein großes Medienhäuser steht. Sie sind alle Medienschaffende, die sich außerhalb von großen Marken und Namen ihren Weg erarbeitet haben.

Im Gegensatz dazu läuft Matthew Panzarino (TechCrunch) – genau wie Steven Levy – seit einer Woche mit einem iPhone X herum durch Disneyland. Er war für seinen Artikel aber an ein Embargo bis heute Vormittag gebunden. Andere Pressevertreter, so wie Rene Ritchie (iMore), Steve Kovach (Business Insider) Jason Snell (SixColors), Nilay Patel (The Verge), Nicole Nguyen (BuzzFeed), Jonathan Morrison, Marques Brownlee (MKBHD) oder Neil Cybart (Above Avalon) bekamen ihre Geräte erst vor 24 Stunden.

Die Liste von Leuten, die diese Ersteindrücke der Diskussion beisteuern, wird sich im Laufe der Woche noch erweitern. Das bedeutet allerdings auch: Die überwiegende Mehrheit an tiefgreifenden Reviews, so wie wir sie aus den letzten Jahren kennen, wird es erst direkt zum Verkaufsstart – beziehungsweise erst im Anschluss daran – geben.

„The story behind the image of Steve Jobs“

Video

Albert Watson’s iconic photographs resonate. Perhaps none more so than this 2006 shot of Steve Jobs which has become a signature image of the late visionary and businessman.

ISO 1200

Es ist ein verdammt gutes Foto.

AppleCare+ oder kein AppleCare+?

Eine der prominenten Fragen, die vor der Veröffentlichung des iPhone X zur Diskussion steht: AppleCare+ oder kein Apple Care+?

Ich persönlich hatte bislang noch nie AppleCare und hätte es in den letzten 10 Jahren auch nur einmal gebraucht1. Ich empfinde 229 Euro – bei einem iPhone-Verkaufspreis von 1.150 Euro (64 GB‑Modell) beziehungsweise 1319 Euro (256 GB‑Modell) – im Verhältnis zu teuer. Die Vorteile von AppleCare+ gelten für zwei Jahre. Sprich: Die Versicherung kostet 10-Prozent des Neupreises.

Die deutlich gestiegenen Reparaturpreise für das iPhone X rufen mir Apples Versicherung aber zumindest einmal wieder in die Erinnerung.

Die Displayreparatur für 321,10 Euro empfinde ich im Verhältnis zum iPhone-Anschaffungspreis als happig. Ein „Sonstiger Schaden“, der von komplett zerstört bis zu einem (möglicherweise simplen) Glassprung in der Rückseite reicht und 611,10 Euro kostet, scheint nach dem größten anzunehmenden Unfall kalkuliert.

AppleCare+ kostet wie gesagt 229 Euro und beinhaltet zwei Reparaturen (innerhalb von zwei Jahren), die deutlich den Preis reduzieren. Die Selbstbeteiligung beträgt 29 Euro beziehungsweise 99 Euro.

Um so bisschen mehr Perspektive auf AppleCare+ zu bekommen, habe ich mir die Details einer klassischen Elektronikversicherung angeschaut2. Generell sind das „All‑Risk‑Versicherungen“, die im Gegensatz zu AppleCare+ auch im Fall von einem Diebstahl oder dem Verlust zahlen.

Klassische Elektronikversicherungen beginnen bei einer Jahresgebühr von zirka 300 Euro. Für diesen Preis sind alle eure (eingetragenen) Elektronikgeräte bis zu einer Gesamtsumme von 20.000 Euro versichert. Sprich: Der iMac, das iPad, die Apple Watch sowie euer Smart TV passen in die Versicherungssumme locker rein. Die Selbstbeteiligung pro Schadensfall beträgt in der Regel 150 Euro.

Konkretes Beispiel: Wenn euch das iPhone X runterfällt, lauft ihr zu Apple und zahlt 611.10 Euro für einen „Sonstigen Schaden“. Dafür bekommt ihr ein neues iPhone und die Elektronikversicherung zahlt euch 611.10 Euro (minus 150 Euro für die Selbstbeteiligung) zurück.

Kleine Beigaben von AppleCare+: ein iPhone-Express-Austausch sowie der 24-Monate-Telefonsupport (an den man sich auch mit Software-Fragen wenden kann).

Bitte nicht falsch verstehen, aber ich gebe hier garantiert keine Empfehlung für oder gegen eine Versicherung. Schon deshalb nicht, weil eine Versicherung für manche Kunden und Kundinnen ein „peace of mind“ ist, den nicht jeder nachvollziehen kann.

Ganz objektiv lässt sich aber festhalten: AppleCare+ deckt jeweils nur ein individuelles Gerät ab, greift nicht im Fall von einem Diebstahl oder Verlust und kann in der Praxis die bequemere (Austausch‑)Methode sein, wenn man sein Telefon unbeabsichtigt zerlegt.

Die klassische Elektronikversicherung deckt dagegen euer gesamtes Equipment ab, zahlt auch bei Verlust oder Diebstahl, klammert aber die Kleinigkeiten aus, die man für Support und möglicherweise eine höhere Kulanz bei AppleCare+ bekommt.


  1. Und selbst über dieses „eine Mal“ lässt sich streiten. Mir ist mein iPhone 6s – vier Wochen vor dem Verkaufsstart des iPhone 7 – beim Aussteigen aus dem Auto aus der Tasche gefallen. Der Sprung im Glas auf der Vorderseite zog sich aber nicht einmal bis in den Bildschirm, sondern nur über die weiße Maskierung vom Gehäuserand bis zur Hörmuschel. 
  2. Ich habe weder den Überblick noch die Geduld andere „Handy-Versicherungen“ – beispielsweise von Mobilfunkanbietern – abzuklopfen.