Studenten können Apples Profi-Anwendungen für Videoschnitt und Musikproduktion nun als Bundle erwerben: Es umfasst Final Cut Pro X, Logic Pro X sowie die zugehörigen Tools Motion 5 (Animation), Compressor 4 (Videokodierung) und MainStage 3 (Live-Musikproduktion).
Alleine für Final Cut Pro X, das 300Euro im Mac App Store kostet (MAS-Link), lohnt sich das „Pro Apps Bundle“ zum Studentenpreis von 230Euro. Apples Videoschnittsoftware ist derzeit mein unangefochtenes Lieblingsprogramm für macOS.
Logic Pro X – regulär 200Euro (MAS-Link) – erhielt erst im Januar ein Update, das den iCloud-Austausch von Musikprojekten mit GarageBand auf dem iPhone oder iPad (universal; 4.99€) ermöglicht.
Logic Pro X users can also remotely add new tracks to their Logic sessions from their iPhone or iPad when they’re away from their Mac. With a new share option, users can upload a special GarageBand-compatible version of a Logic project to iCloud, which they can then open on their iOS devices and add new recordings whenever inspiration strikes. When the project is saved back to iCloud, any newly added tracks will automatically appear in the original Logic project the next time it’s opened on a Mac.
Bound (3.99€) zieht sich DRM-freie Hörbücher als MP3 oder AAC aus der Dropbox und verbessert damit den unbefriedigenden Status quo, den iOS im Umgang mit Audiobüchern (in iBooks) pflegt.
Bound spielt neben ‚Audiobooks‘ aber auch heimatlose Audiodateien ab, wie beispielsweise Mitschnitte von Vorträgen oder Vorlesungen.
Stagehand (universal; 1.99€) von Big Bucket Software – die kennt ihr – ist ein „Reverse Platformer“. Ihr steuert nicht Frank, den rastlosen Jogger, sondern wischt für ihn die massiven Bodenplatten, kleinen Absprung-Felsen und schwebenden Plattformen seiner Welt in Position. Seid ihr zu langsam, schließt die linke Bildschirmhälfte zu euch auf; mit zwei oder drei falschen Fingerbewegungen zerquetscht es euch dann an einem der 2D-Pixelblöcke.
Der Gameplay-Kniff dreht die klassische Jump’n’Run-Idee clever um und passt perfekt auf unsere Touchscreen-Telefone.
Der Sprint durchs kunterbunte Gelände, das sich mit jedem neuen Anlauf (natürlich!) unterschiedlich zusammensetzt, ist schwer – richtig schwer. Die meisten meiner Versuche dauern keine Minute. Doch die Motivation für einen neuen Wettlauf ist hoch. Das liegt unter anderem am drolligen Song (Apple Music) von Cable Sasser.
Stagehand wird mich garantiert nicht für mehrere Wochen unterhalten. Dafür ist das Spiel zu simple. Die liebevolle Umsetzung und die clevere Idee, die in dieser Form wirklich nur aufs iPhone passt, sollte man aber mal ausprobiert haben.
Zwei nettes Details, die ich unbedingt noch hervorheben möchte: Jede Sterbesequenz lässt sich im Anschluss direkt als GIF speichern oder verschicken. Mehr Spiele sollten so etwas anbieten.
Punkt 2: Auf einem iPhone 7 und 7 Plus fühlt sich Stagehand besonders gut an. Matt Comi und Neven Mrgan binden durchgehend Mini-Vibrationen der neuen Taptic Engine ein, die für euch Sprünge, Stürze und natürlich jedes Scheitern haptisch untermalt.
Im April 2014 begann Apple damit Push-Nachrichten an Nutzer_innen zu verschicken, die zuvor ein Problem in Apple Maps gemeldet hatten. Über die letzten zwei Jahre habe ich das in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder ausprobiert – angefangen bei falschen Straßennamen bis hin zu komplett fehlenden Geschäften. Mit unterschiedlichem Feedback-Erfolg.
In einigen Fällen erhielt ich einen kurzen „Problem fixed“-Hinweis; oft versickerte die eingereichte Information aber auch irgendwo. Das ist dann sehr frustrierend.
Natürlich ist es nicht unsere Aufgabe den Datenbestand von Apples Karten aktuell zu halten. Apple steht in der Pflicht die bestehenden Lücken zu füllen und das Angebot konstant zu pflegen1.
Manchmal will man eine Örtlichkeit aber einfach dort verzeichnet wissen, weil inzwischen diverse andere Apps auf diese Informationen zugreifen und nur so richtig funktionieren. Mich hat das kürzlich sehr genervt, weshalb ich in den vergangenen zwei Wochen rund ein Dutzend Nachträge im Kartenmaterial, die direkt mein Umfeld hier in Helsinki betreffen, eingereicht.
Nach zwei bis drei Tagen erhielt ich für jede Ergänzung, von Supermärkten über Kioske bis Sportstudios, eine Push-Mitteilung („Location Updated“) und einen Direktlink zum neu vermerkten Eintrag in Apple Maps. Das ist sehr motivierend.
Ich weiß natürlich nicht, ob jede Art von Beanstandungen – überall auf der Welt – mittlerweile so problemlos und zeitnah abgewickelt werden. Für wahrscheinlich halte ich das nicht. Und ich weiß auch nicht wie die Prüfung der vorgelegten Infos abläuft, aber insgesamt scheint sich der ehemals unzureichende Status quo verbessert zu haben.
Wer selbst ein Geschäft betreibt und es in Apple Maps verzeichnet wissen will, kann sein Business unter https://mapsconnect.apple.com anmelden. ↩
As Apple says, purging older apps and keeping them from running is mostly good for users; even if an older app still runs on iOS, it won’t support all the newest APIs, and users may experience crashes and other issues that an actively maintained app wouldn’t suffer from. The main problem, as is often the case with software and services, is about how to archive these older apps for study or for later use or emulation. When these apps—many of them games—stop working and are removed from the App Store, it will become that much harder to recall the dawn of the modern smartphone era and to research it for other projects.
So romantisch die Idee auch ist, (alte) Software für die Nachwelt aufzuheben, so unrealistisch ist sie mittlerweile. Mit dem Vertrieb über kopiergeschützte App-Store-Plattformen von Apple und Google tendiert die Archivierbarkeit von Software gegen Null.
As it stands, without exploits for security vulnerabilities for these devices, it isn’t even possible to get a copy of the apps to run in an emulator, due to the as-yet uncracked DRM used by Apple (which may or may not use hardware AES keys; I still haven’t figured this out). So even if you had an iPhone emulator (and you don’t, and might not for a very long time, if ever), you also need to obtain an unencrypted copy of Trainyard (the app in the banner image of this article) to run on it, as if they really are using hardware AES keys for that, your emulator is going to be missing those.
Wenn Apple mit iOS 11 alle 32-Bit-Apps ausschließt, wonach es im Moment aussieht, wird das viele Apps aus dem Katalog kegeln. Betroffen sind dabei Apps und Spiele, die seit mindestens eineinhalb Jahren nicht aktualisiert wurden. Seit Sommer 2015 zwingt Apple bereits zur 64-Bit-Pflicht.
Das bedeutet im Umkehrschluss: Apps, die seitdem kein Update mehr erfuhren, werden auch nicht mehr gepflegt; von einer aktiven Entwicklung einmal ganz zu schweigen.
So zurückgelassene Apps zeigen falsche oder veraltete Dialoge, unterstützen keine neuen Schnittstellen, vermissen eine Anpassung an die inzwischen größeren iPhone-Bildschirme oder stürzen einfach ab. Apples Motivation mit dem (bereits eingeläutetem) Ende von 32-Bit-Apps liegt klar auf der Seite seiner App-Store-Kund_innen, die keine Zeit und kein Geld mehr in alte (Crash‑)Software investieren sollen. Es ist eine von mehreren notwendigen Bestrebungen den App-Store-Katalog instand zu halten.
„Peak iPhone“ durfte man vor einem Jahr rufen. „Der Markt ist gesättigt!“ proklamierten Analysten. „Ohne ein neues Design gibt es garantiert kein Wachstum!“ galt vor wenigen Monaten als populäre Einschätzung.
Nun. Gut.
In Q1/2017 verkaufte Apple aber nicht nur die meisten iPhones aller Zeiten (man beachte jedoch die zusätzliche Verkaufswoche im zurückliegenden Geschäftsviertel), sondern etablierte allem voran ein besseres Verständnis für die Zukunft seines Telefongeschäfts insgesamt. iPhones haben die Boom-Phase mit zweistelligen Wachstumsquoten verlassen; einen Absturz muss man aber auch zukünftig nicht fürchten. Das iPhone ist der Computer für jedermann. Es bleibt der Computer, den jeder liebt – auch ohne Klinkenstecker.
Solange das iPhone derartige ‚Customer satisfaction‘-Auflagen einfährt, braucht Apple sich wenig Sorgen darüber zu machen welches Smartphones diese Kunden und Kundinnen im nächsten oder übernächsten Jahr kaufen. Erfolg ist keinesfalls garantiert, aber solche Umfragewerte bringen Stabilität.
Das zurückliegende Quartal war bedeutend für die iPhone-Story – Apples weiterhin wichtigstes Produkt. Nach mehreren Jahren von steilen Wachstumskurven und dem Einknick in 2016 – begründet durch ein zu erfolgreiches Geschäftsjahr 2015 – scheinen sich die Verkaufszahlen und Einschätzungen, jetzt eingependelt. Das schafft Berechenbarkeit, die Wall Street so sehr mag.
Man versteht (mittlerweile): Zufriedene Kunden bleiben beim iPhone, auch wenn sich Upgrade-Zyklen verschieben. Ein 5S mag heute noch gut genug sein, es ist jedoch nicht das letzte iPhone, dass dieser Kunde oder diese Kundin kauft. Jemand der ein iPhone 6 im Herbst 2014 erwarb, schlägt vielleicht erst wieder beim iPhone 8 oder 9 zu, er „switcht“ aber nicht. Ganz im Gegenteil:
We also saw 50% of our iPhone sales in China were to switchers and first-time buyers, which is a very high number that we’re pleased with. Obviously, our total install base continues to grow there, in the strong double digits.
Das letzte Quartal begründete außerdem eine erstmals offensichtliche Hardware-Differenzierung. Das iPhone 7 Plus hat zwei statt einer Kamera. Keine iPhone-Generation zuvor setzte einen derart deutlichen Unterschied, der zog.
While iPhone 7 is our most popular model, we saw especially strong demand for iPhone 7 Plus, which was a higher portion of the new product mix than we’ve ever seen with Plus models in the past. Demand for iPhone 7 Plus exceeded supply throughout the quarter, and we came into supply/demand balance in January.
In den nächsten Jahren wird dieser Trend, der mehr Modelle auf mehr Preisstufen zeigt, sich beschleunigen. In diesem Jahr war es die Kamera; in den nächsten Jahren schließe ich eine Differenzierung über andere Komponenten, die dann in den Folgejahren in die preiswerteren Modelle durchsickern, nicht aus.
YouTube spielt Software-Updates nicht nur via App-Store-Download aus, sondern schaltet neue (Test‑)Funktionen für beschränkte Nutzergruppen auch automatisch frei.
Vor zwei Wochen klagte ich über die offizielle YouTube-App (universal; Laden) und warum es dort nicht möglich sei wenige Sekunden im Video nach vorne zu springen.
Es stellt sich heraus: Bei einigenNutzern ging das bereits. Und seit dieser Woche auch bei mir.
Ein Doppel-Tap auf die rechte Bildschirmhälfte springt im Video 10 Sekunden nach vorne; ein Doppel-Tap auf die linke Bildschirmhälfte springt 10 Sekunden zurück.
AutoSleep doesn’t install any app on your Apple Watch and you don’t have to interact with it before going to bed. The app’s instructions make it clear: if you want to use your Apple Watch as a sleep tracker, you just need to wear it and sleep. That’s it. No toggling of on/off modes, no menus to confirm in the morning – nothing. AutoSleep’s whole selling point is that you install the app and forget about it.
AutoSleep (3€) hat drei signifikante Versionssprünge in nur 1,5 Monaten hingelegt. Version 3 entschlackt die Einstellungen und verpackt die Konfiguration der Software in einen verständlicheren Setup-Assistenten. So teilt man dort beispielsweise der App mit, in welchem Zeitfenster man am Tag gewöhnlich schläft. Über die Angabe solcher persönlichen Gewohnheiten verhindert man typische Falschaufzeichnungen.
AutoSleep funktioniert nach 47 Nächten, die ich damit bereits meine Schlafzeiten aufzeichne, erstaunlich präzise. Die vollautomatische Erfassung stellt sicher, dass ich tatsächlich jede Nachruhe protokolliere.
An Apps, die jeden Abend und jeden Morgen auf meinen manuellen Knopfdruck warten, konnte ich mich nie gewöhnen. Ich habe einfach regelmäßig vergessen die Bettzeiten zu starten beziehungsweise zu stoppen.
AutoSleep bietet keinerlei Wochen-, Monats- oder Jahresübersicht an. Obendrein ist die Darstellung der App-Store-Software insgesamt ein sprichwörtlicher Auffahrunfall.
Das ist jedoch unerheblich, wenn man die Aufbereitung der Daten, die AutoSleep automatisch in Apples Health-App schreibt, anderweitig einholt. Mein Favorit ist Gyroscope (in der dafür notwendigen Pro-Version).
Bis Apple selbst ein ‚Sleep Tracking‘ über Apple Watch anbietet, gelingt das Zusammenspiel aus AutoSleep, der Health-App als Datensilo sowie der (wirklich fantastischen) Darstellung von Gyroscope.