‚Face to Facetime‘ – zu Besuch bei Eventbrite

Episode 4 meiner kleinen Interview-Serie führt mich zur Ticketing-Plattform Eventbrite.

Ein eigenes Event habe ich über den Dienst zwar noch nicht aufgezogen (obwohl Gratis-Partys keine Gebühren kosten), aber ich war schon auf einem Dutzend Veranstaltungen – hier in Helsinki – bei der die Einladungen als digitales Ticket über Eventbrite (kostenlos; App-Store-Link) bequem in meine Passbook-App wanderten.

Hier mein Gespräch mit Elsita.

Video

Um keine der kommenden Folgen zu verpassen, schaut doch hier ins Blog von Featured, folgt @Vodafone_de oder werft einen Blick auf Facebook.

„Subscription iPhones“

IPhoneBlog de Subscription

Das ‚iPhone Upgrade Program‘ – zu Beginn nur in den USA erhältlich – ist kein einfaches Ratenzahlungsmodell, sondern Apples Bemühung einer direkten Beziehung zum iPhone-Kunden. Derzeit pflegen wir in großer Mehrheit subventionierte Verträge mit Mobilfunkanbietern. Durch eine monatliche Finanzierung des Telefons, die man gegenüber Apple entrichtet, entkoppeln sich Mobilfunkvertrag und Hardware.

Die Idee ist nicht grundlegend neu. Wer sich heute direkt bei Apple ein iPhone kauft und separat dazu einen Vertrag klickt, kann dieses Telefon – dank Preisstabilität – in einem Jahr mit geringem Verlust wieder verkaufen und anschließend zu einem aktuellen Smartphone greifen. Beim ‚iPhone Upgrade Program‘ zahlt man den (hohen) Erstanschaffungspreis in (kleinen) monatlichen Raten, gibt dieses iPhone nach 12 Monaten zurück an Apple und bekommt das nigelnagelneue Gerät. Teil des Deals ist derzeit eine AppleCare+-Versicherung, der direkte Hardware- und Software-Support von Apple sowie ein Telefon ohne Netzsperre (oder anderen eigenwilligen Einschränkungen wie Strafzahlungen für vorzeitige Vertragsverlängerungen).

Apples Vorteile liegen auf der Hand: Dein nächstes Telefon ist definitiv ein iPhone. Mit einem solchen Vertrag besteht gar nicht erst die Möglichkeit in einem Mobilfunkgeschäft über ein konkurrierendes Gerät zu stolpern. Auch das Verkaufsgespräch – welches Gerät, welche Ausstattung – fällt zurück an Apple. Nicht zu vergessen: Der Zyklus, in dem man sich ein neues Telefon zulegt, sinkt von 24 auf 12 Monate. Mit den zurückgegebenen iPhones hat man obendrein ein preiswerteres Modell für Schwellenländer.

AT&T und Co. werden so auf ihr Kerngeschäft, den Mobilfunkservice, beschränkt. Das ebnet den Weg für eine Software-SIM, die einen mühelosen Vertragswechsel ermöglicht und derzeit noch nicht überall auf Gegenliebe stößt – siehe das Apple-SIM-Experiment.

Finally, this sort of shift is a prerequisite for there to be any point to soft SIMs in smartphones. A soft SIM in a subsidized handset locked to an operator is pointless (except for the engineering benefits). But a soft SIM (presuming the MNOs support it) in a phone financed by Apple, with seamless number portability (or of course a voice and messaging app environment in which mobile numbers matter less and less) is a much more subversive thing. The operators would of course have to enable soft SIMs (it’s their code), but there’s now a long history of operators bending to the inevitable.

Benedict Evans

Vodafone [Sponsor]

Vodafone unterstützt auch in dieser Woche das iPhoneBlog als Sponsor. Für Featured, ihr Online-Magazin, war ich Anfang September neun Tage in San Francisco. Dort entstanden eine Handvoll Interviews, von denen ihr bereits drei Folgen kennt – Episode 4 erscheint heute. Die aufgezeichneten Gespräche findet ihr auf Featured.de, Facebook sowie @Vodafone_de und dann auch bei mir.

IPhoneBlog de Filmic Pro

Über die Hardware, die bei der Produktion zum Einsatz kam, verlor ich bereits in der letzten Woche ein paar Worte. Deshalb erscheint ich es nur logisch in dieser Woche der Software die Aufmerksamkeit zu schenken. Einverstanden?

Nur zwei iOS-Apps stemmten alle Filmaufnahmen: Die Kandidaten heißen FiLMiC Pro (7.99 €; universal; App-Store-Link) und Hyperlapse (kostenlos; universal; App-Store-Link). Die Faustregel war einfach: Befindet sich das iPhone nicht auf einem Stativ, filmt Hyperlapse. Die Gratis-Software von Instagram gleicht leichtes Zittern und Wackeln der Hände aus und ermöglichen eine flüssige Kamerafahrt. Dazu benutzt die App das Gyroskop im iPhone. Die 720p-Aufnahmen haben ganz sicher nicht das Niveau einer Steadicam, kosten dafür jedoch auch nicht mehrere tausend Euro (plus eine ausgebildete Person, die ein derartiges Gerät bedient).

FiLMiC Pro nimmt Videos im Gegensatz zu Apples Standard-Kamera-App mit zirka 50-Prozent mehr Bandbreite auf (AVCHD 32 Mbps). Ein typisches 20-Minuten-Interview hat damit die Größe von zirka 4 Gigabyte und ermöglicht wesentlich mehr Spielraum im Schnitt. Keine einzige Videominute ging uns in der ganzen Woche verloren. FiLMiC Pro schaffte es manchmal jedoch nicht seine fertigen Aufnahmen in die iOS-Fotobibliothek zu kopieren. Einen solchen Export per Hand anzustoßen, um das Video danach im Foto-Standardverzeichnis zu finden, klappte aber jedes Mal.

Um nach einem Dreh die Videodateien vom Gerät zu kopieren, benutzten wir iExplorer. So waren wir uns sicher, dass kein Export-Prozess die Videoqualität vor dem Schnitt1 anfasst.

Erneut vielen Dank an Vodafone, die diese Interview-Serie in San Francisco ermöglicht haben und das iPhoneBlog.de als ‚Sponsor der Woche‘ unterstützen. Und wer noch kein iPhone 6s oder 6s Plus bestellt hat, kann dies natürlich auch über Vodafone.de tun.


  1. Mini-Spoiler: Nächste Woche geht es an dieser Stelle um den Schnitt. 

iPhone 6s + 6s Plus: Vorbestellt wird ab 9 Uhr.

Kurzer Servicehinweis: Die Vorbestellungen fürs iPhone 6s und 6s Plus starten am morgigen Samstag um 9 Uhr.

IPhoneBlog de Vorbestellung

Wer seine Chance wahren möchte, das neue Telefon gleich am 25. September in Empfang zu nehmen, bestellt1 besser früh. Die Apple-Store-App (kostenlos; universal; App-Store-Link) war in den letzten Jahren grundsätzlich schneller als die Webseite. Natürlich legt ihr der Bestellung kein Zubehör bei (wichtig!) und zahlt ausschließlich mit Kreditkarte2. Schon jetzt könnt ihr dort eure Account-Einstellungen mit der Lieferadresse oder dem Sicherheitscode der Geldkarte überprüfen bzw. entsprechend nachtragen.

Das Modell und die Farbe wählt man nach eigenem Geschmack. Wer mich persönlich nach der Kapazität fragt, bekommt ein klares Nein zur 16 GB-Größe. Mit Videos in einer 4K-Auflösung und Spielen wie Grim Fandango, die für sich alleine bereits 3.5 GB beanspruchen, spart man hier an der falschen Stelle.

Für die Vorfreude installiere ich nach einer erfolgreichen Bestellung grundsätzlich Deliveries (4.99 €; universal; App-Store-Link). Dort trägt man die Sendungsnummer ein, die in der Bestellbestätigung steht. Wenn sich der Tag für die tatsächliche Zustellung nähert, fischt man aus Apples Online-Store eine Tracking-Nummer der jeweiligen Spedition, die eine noch detaillierte Verfolgung erlaubt.


  1. Jeder hat sicherlich individuelle Tipps, Tricks und ein eigenes Mobilfunkvertragsgerüst. Hier beschreibe ich den (simplen) Kauf zum Vollpreis, direkt aus dem Apple Online Store. 
  2. Die Abbuchung erfolgt zwar erst später, der Betrag wird aber schon einmal reserviert. Eure Karte sollte – bei den aktuellen Preisen – ein entsprechendes Limit mitbringen. Eine Rückgabe oder Stornierung, wenn die Telefone dann doch zuerst im Apple Store um die Ecke zu haben sind, sind immer möglich. 

Keine Spielerei: Live Photos

Video

Live Photos ist eines dieser typisch unterschätzten Features. Als Eltern stehst du beinahe täglich vor der Entscheidung: Lade ich ein (längliches) Video in die iCloud-Fotofreigabe oder teile ich ein (knappes) Standbild meiner Kinder mit der Verwandtschaft.

Muss so ein hochauflösendes Video in bedeutender Größer dann noch über andere Kanäle zu Opa und Oma, wir denken an E-Mail oder Skype, ist ein ungekürzter Videoschnipsel keine Option mehr. Obwohl es einfach wäre: Niemand schneidet die exakte Videosekunde aus dem bewegten Material.

Live Photos haben den Vorteil bereits die passende Stelle, an der nämlich der Auslöser gedrückt wurde, abgespeichert zu haben. Außerdem bleibt das Foto ein Foto und wird nicht zum Video. Live Photos lösen so ein tatsächliches Alltagsproblem.

„You’ve Seen It All Before, and Nothing Else Like It“

IPhoneBlog de NewYorker

And that’s part of the reason why Apple’s “me too”s end up feeling like “me-first”s. In the age of digital, execution is staggeringly important, and there isn’t a single company in existence that can pull off polish and simplicity like Apple. While other companies struggle just to get all of their devices and services talking to one another, Tim Cook and friends are worrying over the details that actually make consumers pay attention. The products don’t just work the way they should; they feel the way they should. Reducing friction, even a single click, can change the way a user perceives an entire product.

Apple: You’ve Seen It All Before, and Nothing Else Like It“ | Joshua Topolsky

Faust auf Auge.

Vier Produkte in zwei Stunden: eine Handvoll erster Gedanken zum gestrigen Event

Apple-Keynotes sind Produkte in sich selbst. Über Keynotes erklärt sich Apple gegenüber der Welt. Dafür mieten sie nicht einfach nur eine Bühne, sondern ziehen ganze Nebengebäude hoch (so wie im letzten Jahr) oder krempeln – so wie gestern zu sehen – bestehende Arenen komplett um. Vorbereitungszeit diesmal: 4 Monate.

Apple gestattet sich pro Jahr nur eine sehr begrenzte Anzahl von Selbstversuchen. Deshalb war die WWDC-Keynote im Sommer mit ihrem ausschweifenden ‚Apple Music‘-Anhang eine Enttäuschung; und deshalb war die gestrige Veranstaltung – trotz ihrer Laufzeit von 2 Stunden und 20 Minuten – ein gelungenes Event, das erfolgreich vier neue Produkte ins Rampenlicht zog.

The new Apple TV

Mein erster Gedanke: Wenn die kleine Kiste wirklich so durch Filme und Serien spult, wie sie es im Spot zeigt, ist das für mich bereits ein ausreichender Kaufgrund. Apps, sind der zweite Anlass. Plex, anyone? Mein nächster Gedanke: Gibt es auch einen richtigen Controller für Spiele? Die gute Nachricht lautet: Ja, gibt es.

Ein wichtiges Detail, das allerdings nur zwei Randbemerkungen bekam, sind Universal-Apps. Games, die du bereits als iPhone- oder iPad-Version besitzt, bekommen jetzt auch eine Apple-TV-Version. Das erinnert ans Cross-Buy-Feature der PlayStation – einmal kaufen, überall laden. Entwickler müssen sich (wieder einmal) überlegen wie sie den Mehraufwand finanzieren; für Kunden bleibt das ‚Einmal gekauft, ewig geupdated‘-Konzept verständlich. Richtig umgesetzt, geht mit diesem Setup zusätzlich ein automatischer Spielstand-Sync einher.

Interessant wirds, wenn wir über die In-App-Kauf-Kultur nachdenken. Publisher, die Spiele für Nintendo-, Sony- und Microsoft-Konsolen raushauen, halten seit Jahren diese Art der Finanzierung zurück (Ausnahmen bestätigen die Regel). Ich frage mich, wie attraktiv der Apple TV als Konsole mit diesem Bezahlmodell wird, wenn davon erst einmal eine Handvoll Millionen verkauft wurden.

Ach so, und die zwei Speichergrößen, 32 und 64 GB, die nur existieren um auch die Preismarke von 149 US-Dollar zu reißen, sind unnötig kompliziert.

iPad Pro

Das iPad schleicht in den Enterprise-Markt – letztes Jahr IBM, letzte Woche Cisco – und keiner merkt es (so richtig). Das, was die Macs nie geschafft haben, scheint das iPad zu wuppen (weil das Tablet Dinge kann, die Laptops nicht können). Das neue Pro wird diese Übernahme noch beschleunigen.

Das 12.9-Zoll-Gerät entsteht zu einer interessanten Zeit. Es ist eines der Produkte, die trotz Millionen-Verkäufen mit rückläufigem Wachstum schwächeln und deshalb (in einigen Kreisen) in Zweifel gezogen werden. Das iPad Pro fühlt sich so an, als ob Apple jetzt mit ein bisschen produktiver Wut im Bauch dagegensteuert.

Vielleicht ist es dieser Übermotivation geschuldet, dass das iPad Pro in seiner ersten Version kein 3D Touch bekommt?

Der neue ‚Smart Connector‘ für Keyboards ist auch Drittanbietern zugänglich. Logitech kündigte bereits ‚Create‘ an, das ohne nervige Bluetooth-Kopplung und ohne Sorgen um die Batterie des Accessoires auskommt.

Apple Watch

Mehr Farben, mehr Bänder. Das war nicht nur zu erwarten, sondern ist fundamentaler Bestandteil dieses Produktes. „To wear it is to love it.“

Außer einer Zubehör-Show war wenig über die Integration mit den anderen Apple-Produkten zu erfahren. Ich hätte mir einen Fokus auf Musik (+ passende BT-Kopfhörer) gewünscht. Vielleicht war dafür nicht genug Zeit?

Betonung fand die Kooperation mit dem Luxus-Armbandhersteller Hermès.

Zitat der Pressemitteilung:

„Bei Hermès sind wir bestrebt unseren Kunden elegante, kreative und funktionale Gegenstände für den Alltag zu bieten“, sagt Pierre-Alexis Dumas, Executive Vice President in Charge of Artistic Direction von Hermès. „Wie könnte man diesem Prinzip zeitgemäßer und bedeutender Ausdruck verleihen, als durch diese Zusammenarbeit mit Apple. Wir werden stark durch die gleichen tiefen Überzeugungen und Prinzipien geeint.

Mich würde es wundern, wenn Hermès nächste Woche eine vergleichbare Zusammenarbeit mit einer von den unzähligen Android-Wear-Uhren ansagt. Auch wenn die Kollektion nicht zu meinem Geldbeutel (oder Stil) passt, diese Art von Deals sind ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber Mitbewerbern.

iPhone 6s und iPhone 6s Plus

3D Touch ist kein schöner Name, aber eine Technologie, die sehr schnell nicht mehr wegzudenken sein wird.

Apple scheint besonders stolz darauf.

Ive is proud of 3D Touch because it improves the experience of owning an iPhone, but he’s also proud of what it says about Apple. He can’t think of another company that would have put so many resources into such a seemingly subtle, yet potentially profound, change.

“Why would we spend this many years working on 3D Touch when you can do some of these things with a button? Well it’s, it’s just such a fluid connection with your content,” says Ive, a little dreamily. “And not everything is binary, is it?”

How Apple Built 3D Touch“ | Josh Tyrangiel

‚Live Photos‘ dürften zum Selbstläufer werden – insbesondere wenn das Feature in der Standard-Konfiguration eingeschaltet ist (und Leute herausfinden, dass diese bewegten Bilder auch als Hintergrund für den Sperrbildschirm gesetzt werden können). Mich interessiert, wie viel Speicher sie belegen. Ein iCloud-Speicher-Upgrade (zu den neuen Preisen) steht für mich aber wohl ohnehin an.

Und ja, die neue Farbe Roségold halte ich für einen Hit. Auch für mich privat.

Live und in Tweets: Apples ‚Hey Siri‘-Event im September 2015

Um 19 Uhr unserer Zeit startet das wichtigste Branchenevent für Smartphones in diesem Jahr. Das Keynote-Video läuft im Web und über einen Apple TV.

IPhoneBlog de Hey Siri

Wie schon zur WWDC gehe ich davon aus, dass jeder der hier mitliest keinen Live-Ticker braucht. Deshalb fische ich während der Veranstaltung ein paar treffende und drollige Tweets aus meiner Timeline und begleite so das Live-Event.

Wie immer gilt: Euch und mir ➞ Viel Spaß!