Den Wald vor lauter Dateibäumen nicht sehen

IPhoneBlog de LaunchBar

Some of you are fellow users of a keyboard-based launcher and thing-doer, like Alfred, LaunchBar, or Spotlight itself. The rest of you should give them a try too. But I digress.

Somewhere along the line, as I was launching and finding and whatever-ing all my stuff using just a few keys, I finally got used to the idea of a query interface for the computer. I ask, and you fetch – rather than me doing it manually, digging through my meticulously-organized folders.

Matt Gemmell | „A farewell to files

Das Dateisystem, so wie es bis heute tonangebend meine Generation prägte – Verschieben, Kopieren und Löschen, fühlt sich mittlerweile antiquiert an. Es ist zunehmend unpraktischer, seltener hilfreich, und raubt im Umgang oft mehr Zeit als nötig.

Mac OS Finder, der Dateimanager, verteidigt weiterhin seinen berechtigten Platz in unser aller Alltag, aber es ist schwer ihn mit einem App-zentrischen Weltbild, geformt durch iOS, noch sexy zu finden. Dateibäume im Front-End fühlen sich nach Bürokratie an, die die eigentliche Arbeit verhindert anstelle ihr den Freiraum einzuräumen, der notwendig wäre.

iOS ist (noch) nicht in der Position, unseren heutigen Anforderungen für Computerarbeit zu genügen. Viel zu wenige Prozesse sind darauf abgestimmt um überhaupt den Versuch dafür zu wagen. Dass wir in drei Jahren, fünf Jahren oder sieben Jahren aber noch Dateien per Hand in Ordnern katalogisieren um eine Art Übersicht zu wahren, mag ich mir nicht vorstellen.

Apple Pay nach drei Monaten

IPhoneBlog de Apple Pay Trend

90-Prozent aller US-Kreditkartentransaktionen laufen bereits über Banken, die Apple Pay unterstützen. Sprich: Nur 10-Prozent von jedem Einkauf, den Kunden mit einer Kreditkarte bezahlen, lässt sich noch nicht über Apple Pay abwickeln.

Apples aktuelle Herausforderung besteht also darin a) international zu starten, b) in mehr Shops als Zahlungsmethode verfügbar zu sein und c) die bestehenden iPhone-Kunden dazu zu bewegen, ihre Kreditkarte für Apple Pay im Telefon zu hinterlegen.

Neil Cybart hat eine Prognose, wie Punkt c) läuft:

Running with a conservative estimate of the percent of Apple Pay users Bank of America (50M total banking customers) represents, Apple Pay enrollment rates in the U.S. would stand at 8%. If using aggressive metrics, Apple Pay enrollment would be 16%. I estimate 10-15% of iPhone 6 and 6 Plus owners in the U.S. have registered with Apple Pay. As a reminder, this does not mean that 10-15% of iPhone 6 and 6 Plus owners are using the service at retailers or within apps. Having users add cards to Apple Pay is the first major hurdle Apple has to overcome to get Apple Pay usage off the ground.

Apple Pay Enrollment Trends

Sollten sich tatsächlich schon zwischen 8- und 16-Prozent der iPhone-Besitzer in den USA dazu entschieden haben, dürfte dieser positive Trend nach nur drei Monaten eine Randnotiz in den anstehenden Quartalszahlen am 27. Januar wert sein.

〖 Symbols 〗

IPhoneBlog de Symbols

Symbols (kostenlos; universal; App-Store-Link), mit 2000 Sonderzeichen, wahlweise als integrierte iOS-Tastatur oder alleinstehende App, war schon öfters ein Gratis-Download. Aktuell ist das wieder einmal der Fall.

Das Layout ist stilsicher – was in der ‚Emoji‘-Produktsparte oft schwierig ist. Mit vollem Tastaturzugriff synchronisieren sich die Favoriten zwischen iPhone und iPad. Aus der App heraus lassen sich leider nicht mehrere Symbole gleichzeitig kopieren. Der Unicode-Name hilft bei der Suche nach einem gewünschten Zeichen, ist aber (unnötigerweise) auf seine Kategorie beschränkt.

via Raphael

Monument Valley, Crossy Road und Overcast: drei Umsatzeinblicke

„Nintendo muss iOS-Spiele machen!” Ihr erinnert euch noch? Nee, müssen sie nicht1.

Offizielle Download- und Verkaufszahlen von App-Store-Software finden sich selten, bleiben aber einer der interessantesten Faktoren um diesen Markt besser zu verstehen.

So unterstreicht beispielsweise Monument Valley (erneut), wie wichtig die ersten Verkaufstage sind und welchen Vorsprung Apples App Store (für bezahlte Software?!) immer noch gegenüber Google Play hält.

IPhoneBlog de Monument Valley Revenue

Crossy Road dagegen nimmt mit seinem fairen ‚Free-To-Play‘-Ansatz vergleichsweise wenig über Werbung ein. „Über eine Million US-Dollar“ sollen es von Unity Ads bei 7.1 Millionen Downloads sein. Zum Vergleich: Monument Valley verkaufte 2.5 Millionen Kopien und erwirtschaftete damit 5.8 Millionen US-Dollar an Umsatz.

Marco Arments Overcast-Umsätze führten (zumindest mir) erneut vor Augen wie deutlich ich mitunter die Reichweite, nur weil ein Release in (m)einer Technikblase stattfindet, überschätze. 318.000 Downloads erwirtschafteten 164.000 US-Dollar an Umsatz weil 14.7-Prozent für die In-App-Käufe bezahlten.

Apple made $70,343 from Overcast in 2014.

Marco Arment | „Overcast’s 2014 sales numbers


  1. 8 Leute erstellten Monument Valley; der Mario-Kart-Abspann zählt über 200 Beteiligte. 

Due 2 setzt Erinnerungen schneller

IPhoneBlog de Due 2

Ich versuche mich im iPhoneBlog auf Apps zu beschränken, die eure Aufmerksamkeit auch wert sind. Due (4.99 €; universal; App-Store-Link), die Wecker- und Eieruhr-App, fand an dieser Stelle bereits zweimal in ihrer vierjährigen Existenz eine Erwähnung. Version 2, seit gestern runderneuert, rüstet nicht vorrangig Features auf, sondern richtet sich optisch neu aus um kurze Erinnerungen flotter zu setzen.

Due ist keine ToDo-App, sondern das Post-it, das man sich früher vielleicht geschrieben hat, um nicht die Wäsche im Trockner zu vergessen. Due müllt nicht mit Mini-Aufgaben die große OmniFocus-Datenbank zu und es ist unvergleichbar schneller als eine Erinnerung in Apples Reminders anzulegen. Im Fokus steht der Alarm, der über eine Schnellauswahl in +10 Minuten, +3 Stunden oder um exakt 19:30 Uhr festgelegt wird. Die 12 ‚Quick Access‘-Knöpfe, die man nach eigenem Gusto konfigurieren kann, helfen bei der Zeitbestimmung. Das ist nicht so präzise wie die Drehräder im iOS-Kalender, aber so viel schneller.

„Und Siri? Schneller als das sprachgesteuerte Anlegen eines Countdowns geht es doch kaum, oder?“ Richtig, aber Siri legt nur einen waschechten Timer zur Zeit an. Es ist nicht möglich sich in 30 Minuten und gleichzeitig in 4 Stunden an etwas erinnern zu lassen. Mehrere Einträge merkt sich Siri als Erinnerungen, dort verbleiben sie allerdings ohne individuelle Signaltöne und der Möglichkeit sich konstant davon nerven zu lassen (außerdem kann Due die Reminders-Einträge, beispielsweise angelegt über Siri, importieren).

Zeitintervalle, die sich häufig wiederholen, das Mittagsschläfchen oder die Brühzeit des Lieblingstees, speichert man als Timer – mit jeweils individuellem Sound und vorgegebenen Schlummer-Einstellungen.

Video

Wer bereits die erste Version von Due besitzt, kann für 3 Euro als In-App-Kauf die Funktionen Auto-Schlummern, Hintergrund-Sync über Dropbox, 45 Extra-Alarmtöne und das Pausieren von Timern nachrüsten. Über die Aufforderung zum In-App-Kauf stößt man nur, wenn man eine dieser Funktionen verwenden will. Wer die App neu kauft, bekommt den vollen Funktionsumfang automatisch.

Due synct über Dropbox mit der Mac-Edition (9.99 €; MAS-Link). Da mein iPhone aber immer in unmittelbarer Reichweite verweilt, spare ich mir die Desktop-App. Auf dem iPad habe ich Software von Lin Junjie (Dispatch / Clips) mit Cloud-Abgleich aber installiert um a) auch dort benachrichtigt zu werden und b) die kleinen Gedächtnisstützen direkt aus dem Standby-Bildschirm als erledigt abzuhaken.

Die Verantwortungs­verschiebung bei Android-Sicherheitslücken

IPhoneBlog de Android System Update

Google rollt keine eigenen Android-Updates für die WebView-Komponente1 von Pre-KitKat-Geräten – Android 4.4, eingeführt im Oktober 2013, mehr aus.

Grundsätzlich befürworte ich das Abschneiden alter Zöpfe – sonst geht es nicht voran. Der Zeitraum hier erscheint jedoch so knapp kalkuliert, dass viele Kunden noch nicht einmal ihre zweijährige Vertragslaufzeit beim Mobilfunkprovider beendet haben, von dem sie ihr Telefon erhielten.

The next most recent release, KitKat, represents about two fifths of the Android ecosystem. This leaves the remaining 60% or so as „legacy“ and out of support for security patches from Google. In terms of solid numbers, it would appear that over 930 million Android phones are now out of official Google security patch support, given the published Gartner and WSJ numbers on smartphone distribution).

Tod Beardsley | „Google No Longer Provides Patches for WebView Jelly Bean and Prior

Die Situation ist Googles Problem, aber nicht ihre Schuld. Klar, sie könnten auf diese einzelnen Baustellen Ressourcen werfen aber wie wahrscheinlich ist es, dass ein solcher Patch auch von den verantwortlichen Smartphoneherstellern und Mobilfunkbetreibern an ihre Kunden weitergereicht wird?

Die große (mir?) unbekannte Dunkelziffer betrifft alle Androids, die technisch in der Lage wären auf dem neusten Stand zu sein, es aber aufgrund fehlender Support-Pflicht oder eine Custom-UI-Philosophie der Hardwarebuden und Provider nicht sind. Es bleibt ein altes, aber weiterhin aktuelles Problem – die ‚Android Update Alliance‘ war so eine schöne Idee.

Garantie- und Gewährleistung auch für Software?

iPhones kennen das so nicht. Apple bemühte sich hin und wieder sogar zu leidenschaftlich alte Telefone noch auf eine neue Version ihres Betriebssystems mitzuziehen. Nicht immer gelingt der Spagat und die grundsätzlich richtige Entscheidung, Downgrades zu unterbinden (indem man alte Versionen nicht mehr signiert), wiegt für die betroffenen Geräte schwer. Aus Perspektive der Sicherheit, einer effizienten Produktpflege sowie der Nachvollziehbarkeit für Kunden sind die Vorteile aber nicht von der Hand zu weisen.


  1. „When asked for further clarification, the Android security team did confirm that other pre-KitKat components, such as the multi-media players, will continue to receive back-ported patches.“ – Security Street 

Die Apple Watch „Companion-App“

IPhoneBlog de Apple Watch

Mark Gurman hat, wie gewohnt, erste Details.

Within Apple, the application is currently called the Apple Watch “Companion” app for iPhone. This application manages settings for Apple Watch applications, as well as settings for iPhone/Watch interactivity. The Companion app’s settings reveal some novel new functions that are coming to the Apple Watch. Below, we highlight some of the most interesting new features and settings.

9to5Mac

iOS-Entwickler David Smith, der sich gerade intensiv mit WatchKit auseinandersetzt, erzählte kürzlich wie die Uhr / das Armband unsere tägliche ‚Notification Anxiety‘, den Drang laufend auf dem Display nach Benachrichtigungen zu schauen, dämpft (ab Minute 8).

Noch sind die sozialen Normen dafür völlig unbekannt. Ein iPhone lässt sich im Restaurant, mit dem Bildschirm zur Tischplatte gerichtet, weglegen. Mit einer Uhr am Handgelenk ist das anders. Einen systemweiten Stummschalter habe ich in den ersten Screenshot-Leaks nicht gefunden. Ich schätze, Apple Watch richtet sich hier nach der ‚Nicht stören‘-Funktion des iPhones.

10 Workflows für ‚Workflow‘

IPhoneBlog de Workflow The new 10

Workflow (2.99 €; universal; App-Store-Link) kennt ihr. Nach diesen 15 Automatisierungen möchte ich hier noch einmal 10 neue Prozesse festhalten, die sich in meiner Bibliothek über die Weihnachtswochen festgesetzt haben.

Neben Twitter und Reddit ist http://www.workflowgallery.co eine interessante neue Anlaufstelle für bereits fertige Funktionsketten.

Letzte Vorbemerkung: Ein Update der Workflow-App, Version 1.1, bügelt nicht nur kleine Mängel aus, sondern kündigt sich demnächst auch mit einem Dutzend neuer Actions an. Ein Releasetermin ist (mir) dafür jedoch noch nicht bekannt.

  • WSJ-Paywall, ade‘ googelt die Artikelüberschrift von einem Wall-Street-Journal-Beitrag, der dann auch ohne Abo (weil man ja von Google kommt) in voller Länge dargestellt wird (Quelle).
  • Share Long URL‘ zieht euch die echten Original-Links für Beiträge, die ihr aus Pocket (kostenlos; universal; App-Store-Link) heraus teilen wollt. (Quelle).
  • App-Icon-Download‘ extrahiert das Logo einer Software aus dem App Store (Quelle).
  • App Images‘ hält die Screenshots einer im App Store aufgeführten Software fest (Quelle).
  • Browser wechseln‘ überträgt die aktuell geöffnete Safari-Seite zu Chrome (Quelle).
  • QR-Codes erzeugen‘ verwandelt Text, Telefonnummern oder URLs in quadratische Informationsbilder, die sich dann scannen lassen (Quelle).
  • Hintergrundbilder von Interfacelift‘ zieht sich eine Handvoll Vorschläge von den dort zuletzt veröffentlichten Wallpapers. (Quelle).
  • YouTube ➞ ProTube‘ um Videos in der besseren App anzuschauen. (Quelle).
  • Amazon-Preistrends‘ greift auf einen Service mit dem Namen The Tracktor zurück. Ich kannte den vorher nicht und gebe keine Garantie dafür, dass für Amazon.de von dort immer sinnvolle Angaben herausfallen. Diverse Tests haben jedoch funktioniert.
  • Webseiten übersetzen‘ nutzt Google Translate um einen Artikel in die englische Sprache zu überführen.