iOS 6 erreicht als GM-Build 10A403 das Dev-Center; exakt eine Woche vor der geplanten Veröffentlichung. Darin neu zu begutachten: der Panorama-Fotomodus für das iPhone 4S. Seit November 2011 ist bebildert belegt, das Apple mit diesem Feature ‚experimentiert‘.
Es verwundert, dass das 3GS noch ein abgespecktes Update bekommt, mit dem Verkaufsstart vom iPhone 5 aber aus dem (zumindest hiesigen) Angebot fliegt.
Apple veranstaltet heute Abend ein Event. Schon gehört? Es soll ums iPhone 5, ein bisschen LTE, iOS 6, neue iPods und iTunes 11 gehen.
Ab 19 Uhr geht es los. Mit ein paar (hoffentlich unterhaltsamen) Kommentaren begleite ich die Ereignisse aus San Francisco, die uns Ars Technica, The Verge, gdgt und Macworld über ihre Ticker tragen.
Euch und mir: Viel Spaß!
20:41 – Tim Cook beendet die Party. Mit den Foo Fighters. Wie man das halt so macht. Festzuhalten ist: Fast alle Details der heutigen Veranstaltung waren vorab bekannt. Warum? Weil Apples Produkte interessieren.
20:35 – Ha, die ‚Mentos‘-Kopfhörer. Mit der Kraft von „hunderten Ohren“ entwickelt..
20:30 – Eine Handgelenkschlaufe? Ihr wollt uns ärgern, oder?
20:27 – Clumsy Ninja? Ernsthaft?
20:20 – Okay, es wird ein wenig ernster. iPod-Touch-Time. 1.5 Touch wiegen soviel wie ein iPhone 5. 6.1 Millimeter ist in der Tat beeindruckend dünn. Das ‚Mehrspaßdennje‘-Geräte bekommt einen A5 und ein 4-Zoll-Display.
20:18 – Multi-Touch-Nanos. Because we can! (Haben das UI-Design aber in Praktikantenhände gegeben).
20:10 – iTunes baut iCloud gleich ein (und wirft Ping! hoffentlich raus). Kommt? irgendwann im Oktober.
20:06 – Es existieren beängstigende 435 Millionen iTunes-Accounts. 60-Prozent der Downloads erfolgt vom mobilen Gerät. Plus: 200 Millionen ‚iTunes in the Cloud‘-Nutzer. Grund genug, ein neues iTunes auf den Desktop zu werfen … hä?!
20:03 – iOS 6 steht am 19. September zum Download. Kein Wort über eine GM-Version. Warum sich auch mit Details aufhalten…
20:00 – Unveränderte Preisaufstellung. Das iPhone 4 wird mit Vertrag ab sofort verschenkt. Das 3GS fliegt überraschend aus dem Programm. Vorbestellung ab Freitag. Lieferung 21. September 2012.
19:51 – Gut, klären wir später. Jetzt: mehr Hardware-Fotos!
19:50 – Während wir uns mit Siri langweilen: Wer hat das LTE-Setup verstanden? Wurden Frequenzen genannt? Apple arbeitet in Europa mit der deutschen Telekom und ‚anderen‘ zusammen…
19:44 – Scott Forstall darf uns iOS 6 zeigen. Nochmal. Und nochmal.
19:37 – Ein neuer (8-Pin-)Dock-Anschluss mit dem Namen ‚Lightning‘ quetscht sich in Gerät. „Thunderbolt and Lightning very very frightening„… Oh weh. Aber hey, es gibt einen Adapter…
19:35 – Gesichtserkennung, Bildstabilisierung für Videos, Fotoaufnahmen während man einen Film dreht und insgesamt drei Mikrofone: Das sortiert einige Kamera-Programme aus dem App Store.
19:32 – Die Kamera schießt 40-Prozent schneller ein (Panorama-)Bild? Das will ich sehen!
19:29 – Täglich 10 Stunden über WiFi das iPhoneBlog lesen – das reicht mir.
19:26 – Wie erwartet heizt ein A6-Prozessor die Kessel.
19:22 – LTE gehörte zur Pflicht und sitzt jetzt in jedem Telefon. DPA sagt: Geht auch in Deutschland!
19:21 – Eine Bildschirmzeile mehr für eure Apps. ‚Alte‘ Programme laufen im Letterbox-Format mit schwarzen Rändern.
19:19 – Motto: Mehr groß, mehr gut.
19:16 – Phil Schiller darf das iPhone 5 vorstellen – 18-Prozent dünner und 20-Prozent leichter als das 4S. 326 ppi und ein 4-Zoll-Screen bei einer Auflösung von 1136 x 640. Yep, soweit klar.
19:14 – Der durchschnittliche iOS-Kunde nutzt über 100 Apps. Alle verrückt.
19:11 – Cook hat sichtliche Freude daran, den iPad-Web-Traffic von 91-Prozent zu zitieren.
19:06 – Apple verkaufte sieben Millionen Mountain Lion. Der Mac läuft dem PC weiter davon. Aber wir leben ja in einer ‚Post-PC‘-Welt. Nach 2.5 Jahren wurden 84 Millionen glückliche Zuhause für iPads gefunden.
19:00 – Tim Cook lobt die ‚wundervollen Zeiten‘ für Apple und zeigt Bilder sowie Videos von glücklichen Apple-Store-Besuchern. 380 überfüllte Läden in 12 Ländern mit 83 Millionen Besuchern im letzten Quartal.
…die mir zum heutigen Release erwähnenswert erscheinen.
Punkt 1: Googles neue Anwendung ist neben dem US-Store noch in Japan, Australien, Indien, Brasilien, China und allen großen europäischen Ländern verfügbar. Ist es nur ein unglücklicher Zufall, dass gerade Deutschland nicht im Startaufgebot steht?
Punkt 2: Unter iOS 6 (Beta 4) genießt die neue YouTube-Anwendung eine Sonderbehandlung für Links, die auf individuelle Filme des Videoportals zeigen, indem iOS diesen Verweis direkt an die Google-App übergibt – insofern diese installiert ist. Ein solches Privileg kannten zuvor nur die fest installierten Standardprogramme Karten und YouTube.
Beispiel gefällig? http://youtu.be/v4U3QKkqnow führt nach einem Klick unter iOS 5 in Apples YouTube-App – alles wie gehabt. Unter iOS 6, ohne die neue YouTube-Anwendung aus dem App Store, gelangt man zu dem Video unter m.youtube.com in Safari. Ist die heute veröffentlichte YouTube-App allerdings installiert, führt der Fingerzeig unter iOS 6 zielgenau in die neue Anwendung.
Ob sich Vimeo wohl auch eine solche Aufmerksamkeit wünscht?
Niemand glänzt in einer Gewinn-Gegenüberstellung mit Apple. Die Statistik von Dan Frommer verdeutlicht, in was für unterschiedlichen Gewichtsklassen das iPad und das Kindle Fire boxen.
Trotz überlegener Hardware bekommt Apple allerdings ein Problem, wenn günstige Tablets das iPad konstant unterbieten. Einem US-Haushalt mit drei billigen Kindle Fire, zum Preis eines einzigen iPads in Minimalkonfiguration, verkauft man eben keinen weiteren iOS-Computer mehr – egal wie viel besser die Software ist.
Klar: Amazon schaut derzeit (fast) nur auf den US-Markt während Apples Vertriebsmaschine in Asien schon anläuft. Trotzdem ist das iPad 2 mit seinen 400 US-Dollar noch nicht preiswert genug um es mit einem Nexus 7 oder dem besagten Fire aufzunehmen. Selbst mit 300 US-Dollar entstünde kein Konkurrent und für noch tiefere Preisstürze war Apple nie bekannt.
Ein ‚iPad mini‚ ist deshalb der nächste logische Schritt.
Mit iOS 6 fliegt YouTube von allen iPhones und iPads – die Verträge zwischen Google und Apple liefen aus. Rechtzeitig zur bevorstehenden Restrukturierung schafft es eine native Videoanwendung aus Mountain View in den amerikanischen App Store (US-Link).
Soeben lief das Embargo für die Berichterstattung darüber aus. Erste Artikel, der an Google+ angelehnten und von Android weitgehend bekannten Software, finden sich auf The Verge, GigaOM und TechCrunch.
Meine ersten vier frischen Beobachtungen: Die App kopiert bequem den Link zum Video in die Zwischenablage. In der Anwendung gibt es keine Möglichkeit an die HD-Version eines Films zu gelangen während man über UMTS zugreift. Die App, der iOS nicht erlaubt YouTube-Links automatisch entgegenzunehmen, ist bislang ohne iPad-Anpassung und kann keine Dateien zum Upload bereitstellen, was deshalb auch unter iOS 6 immer noch aus der Fotobibliothek erfolgen muss.
Update: So schraubt man kein AirPlay in seine App.
BlueToad, ‚Smarter Content. Smarter Distribution.‚, gibt in einem Blogpost und gegenüber NBC News zu Protokoll, die eine Millionen UDIDs aus der vergangenen Wocheverloren zu haben. #AntiSec behauptete letzten Dienstag die iOS-Seriennummern, deren Authentizität in ihrer Vollständigkeit in Zweifel zu ziehen ist (ab 1:26:59), entstammen einem kompromittierten FBI-Computer.
Paul DeHart, CEO of the Blue Toad publishing company, told NBC News that technicians at his firm downloaded the data released by Anonymous and compared it to the company’s own database. The analysis found a 98 percent correlation between the two datasets.
BlueToad, hier der iTunes-Link zu den umwerfenden Publikationen, äußerte sich nicht zum Umfang der verlorenen Datenbank. Die Hackervereinigung ließ am 04. September verlauten, insgesamt 12 Millionen Kennnummern mit mehr privaten Angaben erbeutet zu haben. BlueToad’s heutige Aussagen betreffen ausschließlich den Datenbestand der einen UDID-Millionen.
In bislang zwei kurzen Statements zum Thema äußerte sich Apple selbst nicht, was eine öffentliche Liste mit (nachweislich einigen echten) UDIDs für ihre Kunden bedeutet. Klar ist: Die Kennziffer ist pro Gerät eindeutig, enthält allerdings keine privaten Daten. Am Beispiel von BlueToad zeigt sich jedoch, dass sowohl die Verwendung wie auch die Verknüpfung mit anderen Nutzermerkmalen gängig ist und schon deshalb untersagt gehört.
Die fünf Vorgänger des iPhone 5 uraufführte Apple an bislang zwei unterschiedlichen Orten. Im Jahr 2007, mit einem ‚historischen Höchststand‚ der Aktien von 100 US-Dollar, startete das Classic auf der Macworld Expo im Moscone Center. Das iPhone 3G, 3GS und 4 führte Apple in den darauffolgenden Jahren jeweils zur WWDC vor (ebenfalls im Moscone Center). Das 4S erhielt seine Premiere zum ‚Let’s Talk iPhone‚-Event, der direkt auf dem Apple Campus stattfand.