Die Android-Version von ‚Dead Trigger‚ wird ab sofort verschenkt. Madfinger Games, das junge Entwicklerteam aus Tschechien, die uns bereits mit Shadowgun und Samurai II: Vengeance vorzüglich bespaßten, verlangte in Googles Play Store zuvor einen einzigen US-Dollar.
Regarding price drop. HERE is our statement. The main reason: piracy rate on Android devices, that was unbelievably high. […] even for one buck, the piracy rate is soooo giant, that we finally decided to provide DEAD TRIGGER for free.
iOS-Spielern scheint, zumindest laut App-Store-Kundenbewertung, der 79-Cent-Shooter für iPhone und iPad (Link) zu gefallen. Hämisch soll das nicht klingen. Mir missfällt die plattformunabhängigeStimmung, sich über Software zu Schleuderpreisen ‚aufzuregen‘, die kinderleicht zu beziehen ist, sich automatisch auf allen registrierten Geräten installiert und über Monate und Jahre gepflegt wird.
The iPhone 5, Apple’s next generation iPhone expected to go on sale around October, will come with a 19-pin connector port at the bottom instead of the proprietary 30-pin port „to make room for the earphone moving to the bottom“, two sources familiar with the matter told Reuters.
Auch Reuters stimmt in den allgemein abgenickten Gerüchte-Kanon über einen kleinen Dock-Anschluss für das nächste iPhone ein.
Natürlich vergisst der Artikel von Clare Jim und Lee Chyen Yee die Erwähnung der vorangegangenen iMore– (Februar), iLounge– (Mai) und TechCrunch-Berichterstattung (Juni) und spricht lediglich von ‚Tech Blog‚-Spekulationen. Traurig. Ähnlich bedauerlich wie die haarsträubenden Analysten-Statements, die es in den Artikel geschafft haben.
On the last Apple conference call Tim Cook stated that they would be sure „to not leave a price umbrella for competitors“ in the tablet space. What’s that? A price umbrella is when a company with dominant market share maintains high prices, leaving an opening for new competitors to enter at lower price points.
Ein 7.8-Zoll-iPad mit gestaffelten Preismarken zwischen 200 und 400 US-Dollar ist der nächste logische Schritt um der Konkurrenz entgegenzutreten, die es bislang technisch und preislich nicht gegen Apples zweite und dritte Tablet-Generation schafft und daher kleinere Geräte auf den Markt wirft.
Jet Set Radio, Segas Dreamcast-Graffiti-Klassiker aus dem Jahr 2000, sprüht als HD-Remake noch diesen Sommer seine Schriftzüge in den japanischen Stadtbezirk Shibuya.
Jet Set Radio for iOS and Android includes the same slick gameplay, genre-blending soundtrack, and pioneering art style as the other versions alongside new features like OpenFeint and Retina display support and the awesome ability to use pictures taken with your phone or tablet’s camera as in-game graffiti!
Richtig ‚aufgelegt‘ könnte die ‚Smartphone‘-Fassung für Sega finanziell erfolgreicher ausfallen als die ebenfalls anstehenden Editionen für PC, XBLA, PSN und PlayStation Vita. Jet Set Radio zählt jedoch zu den traditionellen Special-Interest-Titeln mit einer sehr spezifischen Zielgruppe. Obendrein ignoriert die alteingesessene Videospielpresse weiterhin beharrlich Touch-Konsolen.
Talent-Akquise: Google kauft die fünf französischen Sparrow-Entwickler und Facebook verleibt sich das Team von Acrylic Software, dessen App-Store-Angebot die Programme Pulp und Wallet umfasst, ein.
Dazu zwei Anmerkungen:
Die Entwickler eines (zugegeben sehr guten) E-Mail-Clients sowie eines (zugegeben optisch ansprechenden) RSS-Readers sind lediglich die Spitze eines Eisberges an uns noch bevorstehenden Übernahmen durch große Technologie-Konzerne. Der riesige Gletscher an unentdeckter Begabung und cleveren Start-up-Ideen schwimmt weiterhin unter der Wasseroberfläche. Mac OS und iOS sind im Jahr 2012 die mit Abstand lebendigsten Software-Plattformen. Kein Wunder also, dass hier das nächste App-Store-Superstar-Casting stattfindet.
Wer (stark) nachgefragte iPhone- und iPad-Apps schreibt, hat ein (Luxus-)Problem beim Geldverdienen. Risikokapital und Werbefinanzierung ändern ein Produkt, zwangsläufig. Seinen Nutzern direkt ein paar (Abo-)Dollar abzuknöpfen, gilt (leider) als uncool. Es ist verträumt anzunehmen, dass der einmalige Kauf einer 4-Euro-App die jahrelangen Updates, den technischen Support und die Entwicklung von neuen Funktionen bezahlt. Langfristige Geschäftsmodelle fehlen für eine bestimmte Art von App-Store-Software, was die Akquisition selbst zu einer Business-Perspektive macht.
Ich habe vier deutsche Mobilfunkanbieter gefragt ob sie Apples Videotelefonie FaceTime, das mit iOS 6 erstmals offiziell auch über UMTS funkt(-ioniert), gratis anbieten oder (auf bestimmte Tarife) einschränken.
Eine Fußnote auf Apple.com/ios6 verrät, dass FaceTime über UMTS ein iPhone 4S oder ein iPad der dritten Generation voraussetzt und Apple den Telefon-Gesellschaften die technische Möglichkeit einräumt, dafür eine bezahlte Zusatzoption anzubieten.
AT&T-Chef Randall Stephenson zeigte sich auf Rückfrage in dieser Woche zurückhaltend: “it’s too early to talk about pricing”. T-Mobile, Vodafone, O2 und E-Plus schließen sich zum jetzigen Zeitpunkt mehr oder weniger an.
Vodafone
[…] alle Tarife von Vodafone, die VoIP und Tethering zulassen, bieten Kunden auch die Möglichkeit, Facetime zu nutzen.
Aktuell also ab einem ‚SuperFlat Internet Plus‚-Tarif (und höher), der für Neukunden bei monatlich 44.95Euro startet. ‚SuperFlat Internet Wochenende & SMS‚ und ‚Vodafone Allnet 100 Internet Spezial‚ (jeweils 19.95Euro) schließen Voice-over-IP, Tethering und Peer-to-Peer explizit aus. Ein bezahltes Paket für ‚Internet-Dienste‚ lässt sich separat dazubuchen.
E-Plus
[…] wir werden „FaceTime“ nicht blockieren und auch nicht mit einer Option bepreisen. Wenn der Kunde diesen Dienst nutzen möchte, dann kann er dies tun. Eine weitere Voraussetzung ist natürlich, dass Apple diesen Dienst für alle Carrier freischaltet.
Eine klare Ansage.
T-Mobile
[…] derzeit können wir noch nichts konkretes zu FaceTime sagen, da wir leider noch nicht genau wissen, wie der Apple Dienst technisch aussieht.
Die Telekom bietet in ihrer Tariflinie Complete Mobil die Möglichkeit der Internet-Telefonie. Diese ist in den Tarifen Complete Mobil L und XL bereits enthalten und kann in den Tarifen Complete Mobil S und M zugebucht werden.
‚Complete Mobil L‚ beginnt bei 44.95Euro. Die Extra-Option für kleinere Tarife kostet 9.95Euro pro Monat.
O2
Facetime nutzt den SIP-Standard. Es funktioniert also als VoIP mit Bild. In unseren aktuellen Tarifen fürs iPhone ist das erst ab o2 Blue L über das Mobilfunknetz möglich. Sie fragen aber nach iOS 6 und unserer Tarifgestaltung ab Herbst.
Dazu kann ich leider nur sagen, dass es noch zu früh für diese Frage ist. iOS 6 muss erst offiziell veröffentlicht werden […]. Wir halten uns noch alle Optionen offen.
‚Blue L‚ kostet 53.99Euro. Für die günstigeren Vertragstarife existiert ein ‚Surf Upgrade‚, das monatlich 9.99Euro verlangt und damit die bisherigen VoIP-Dienste zulässt.
Noch drei kurze Schlussbemerkungen zu diesem Beitrag, der nicht wertend zu verstehen ist sondern lediglich den Status quo im Vorfeld der iOS-6-Veröffentlichung abbildet.
a) Fehlt eine entsprechende VoIP-Tarif-Option, drosseln einige Anbieter die Verbindungsqualität. b) Ein iPad, das über einen persönlichen Hotspot eines iPhones angebunden ist (oder umgekehrt), nutzt schon jetzt FaceTime über die Mobilfunkleitung. c) Die FaceTime-Gesprächsminute ‚kostet‘ (grob überschlagen) zwischen zwei und drei Megabyte an Verbindungsdaten.
Zwischen Fieldrunners und Fieldrunners 2 (2.39€; App Store-Link) liegen drei Jahre, neun Monate und vierzehn Tage. Dem Subatomic Studio rechne ich hoch an, ihren Tower-Defense-Klassiker nie als Gratis-Download in der App-Store-Wühlkiste verramscht zu haben – genau wie das separate iPad-Spiel (5.99€; App Store-Link). Die unzähligen Strategiestunden kosteten (und kosten noch immer) für beide Versionen 8.39Euro – ausgesprochen fair.
Fieldrunners 2 startet genau wie sein Vorgänger als iPhone-Titel mit festem Verkaufspreis ohne zusätzliches In-App-Angebot. Ein Zeitfenster für die (eigenständige) iPad-Ausgabe existiert nicht. Schade, weil ich dieses Genre auf dem großen iOS-Bildschirm bevorzuge. Obwohl die Pixelverdopplung überraschend ansehnlich auf einem neuen iPad aussieht, hat mir der Tablet-Testlauf nur erneut den Wunsch nach einer angepassten Version unter die Nase gehalten. Nun gut.
Alle Landkarten, von denen ihr die Soldaten mit rotem Hemd und überdimensionalem Stahlhelm vertreibt, lassen sich anschließend in einer Endlosschleife spielen. Die gegnerische Intelligenz fordert, auf mehreren anwählbaren Schwierigkeitsstufen, heraus. Die Aufmerksamkeit für Animationen, Soundeffekte und Grafikdetails ist bemerkenswert.
Die Anbindung ans Game Center trägt in Version 1.0 einen Bug, der keine Leaderboard-Positionen und Achievements übermittelt. Die Entwickler versprechen jedoch, die lokal gespeicherten Erfolge nach der Fehlerbehebung unversehrt auf Apples Server zu schieben. Also, nichts wie ran!
* Alle selbstproduzierten Videos gibt’s auch als Podcast in iTunes. Wie oft lasst ihr mich hier eigentlich noch um eine (total ernst gemeinte) Bewertung betteln?
Sechs Monate liegt das letzte ‚Air Video‚-Update zurück – eine kleine App-Store-Ewigkeit. Ab heute ist jedoch Schluss mit unappetitlichen Pixeln auf neuen iPads – Version 2.4.11 fordert zum Download (2.39€; universal; App Store-Link). Mit ‚H.264 Passthrough‚ schwindet außerdem die CPU-Last für Film-Konvertierungen wenn das favorisierte Video ohnehin schon iOS-Streaming-kompatibel vorliegt – die aktuellste Server-Software vorausgesetzt.
Wer es farbenfroher mag, schaut auf die großen Sprünge von Plex. Das Media Center entwickelte seine iOS-Version (3.99€; universal; App Store-Link) sowie den Desktop-Client in der ersten Jahreshälfte rasantweiter.
Im Gegensatz zu iTunes bilden sowohl Plex wie auch Air Video die persönlichen Filmarchive dort ab, wo sie erwünscht sind – ein simples ‚1-Click-Setup‘ erspart nervige Router- und DNS-Menüs.
Die Faszination, über das WiFi von Freunden einen Film von der eigenen (Home-Server-)Festplatte zu kratzen und per AirPlay auf den dortigen TV zu werfen, ist für mich auch im Jahr 2012 immer noch ungebrochen.