[iPad-Game] ‚Tentacle Wars‘ – ab unters Mikroskop!

DirektTentacle

Tentacle Wars HD (2.39 €; App Store-Link), ursprünglich ein Flash-Game, ist durchaus knackig. Nicht umsonst existieren Walkthrough-Videos für die Kriegsschauplätze der Amöben-Gefechte.

FDG Entertainment zaubert über beklemmenden Sound und düstere Grafik eine ‚ansteckende‘ Atmosphäre für den Tentakel-Konflikt am iPad. Eine Retina-Auflösung hat es noch nicht in diese erste Version geschafft. Eure Antikörper stemmen sich in 40 Missionen gegen die Invasion der feindlichen Zellen. In zirka zwei Stunden kann man den Solo-Modus der drohenden Epidemie bezwingen.

Das simple aber knifflige Spielprinzip erinnert an den Klassiker ‚Galcon Fusion‚. Auch hier nähren Mehrspieler-Duelle die Langzeitmotivation. Trotzdem hoffe ich zeitnah auf ein zusätzliches Levelpaket.

Tag-Team-Wrestling: ‚Doxie Go‘ und ‚Eye-Fi‘ kämpfen Papierberge nieder (+ Video)

Das papierlose Büro bleibt auch im Jahr 2012 noch eine Illusion. Bürokomplexe rüsten mit monströsen Tintentanks ihre Farbe spuckenden Plastikkisten, umgangssprachlich Drucker genannt, auf. Der absurde Kreislauf beginnt beim oft überflüssigen Ausdruck und endet damit, dass die bepinselten Blätter wieder unter einem Scanner landen. Das ‚Original‘ dient oft nur noch der Buchhaltung, den Steuern oder dem ‚Könnte-man-ja-mal-abheften‚-Gedanken.

Egal wie modern die Scanner-Technik mittlerweile ist: die Geräte stecken, genau wie Drucker, in einer alten Computer-Dynastie, fernab der Post-PC-Idee, fest. ‚Doxie Go‚ (Affiliate-Link), ein kabelloser 600dpi-Papierfresser, der im ‚Toblerone‘-Formfaktor acht A4-Seiten pro Minute durchzieht, will dies ändern. Sein Partner in spe: die Wlan-SD-Karte der Firma Eye-Fi.

Eins vorweg: Dies ist kein Hardware-Review. Für das iPhoneBlog interessiert mich: Ist der weiße 400-Gramm-Riegel eine echte Option für iPhone- und iPad-Besitzer, die unterwegs hohe Scan-Qualität benötigen? Außerdem: Rechtfertigt das Extra-Accessoire im Vergleich zu ‚Scanner Pro‚, einer iOS-Software, die Dokumente ’nur‘ abfotografiert, die Anschaffung und den zusätzlichen Platz im Gepäck?

DirektDoxie*

Ohne weitere Umschweife gleich ein paar schnelle Antworten: Doxie ist trotz ungewöhnlichem Design kein Spielzeug sondern erzeugt unter seinen (geringen) Größen- und Gewichtsverhältnissen hochwertige Digitalbilder von Papierstapeln. Ein Vergleich mit meinem stationären Canon LIDE 110 (Affiliate-Link) muss er nicht scheuen. Zumindest wenn wir Fotos ausklammern und vornehmlich über Rechnungen, Verträge und Briefe sprechen, die aus ihrem nutzlosen Papier-Zustand befreit werden möchten.

Der Scanner speichert intern oder auf dem Speicherstein im separaten SD-Slot JPEG-Bilder, die sich am Rechner in PDFs verwandeln – natürlich nur auf Wunsch. Benutzt man Apples ‚Camera Connection Kit‚ (Affiliate-Link) landen die digitalisierten Dokumente in der iOS-Fotobibliothek. Die Weiterverarbeitung von dort fällt bekanntlich limitiert aus. Nur nacheinander können verschiedene App-Store-Programme das Dokument zuschneiden, anonymisieren oder mit Wasserzeichen versehen.

Um eine Texterkennung aus den Fotos herauszukitzeln, damit diese später am Mac wieder in der Spotlight-Suche auftauchen, bediene ich mich der Magie von Evernote. Die Online-Notizen bekommen über den Service automatisch Schlüsselbegriffe aus dem jeweiligen Dokument zugewiesen ohne das ich dafür etwas tun muss.

IPhoneBlog de Evernote

Die drahtlose Verknüpfung zwischen Scanner und iOS ist schwieriger. In der Theorie findet das iPad oder iPhone den WiFi-Funk der Eye-Fi-Karte und nimmt über die eigene App-Store-Software (kostenlos; App Store-Link) neue Bilder entgegen. In der Praxis stolpert man aber kräftig. Mal benötigt es zwei Versuche bis iOS das Adhoc-Netz aufbaut; ein anderes Mal taucht die Eye-Fi mit ihrem WiFi-Signal komplett ab und war nicht mehr gesehen. Wenn dem iPad andere Wlan-Netze bekannt sind, verirrt man sich regelmäßig in unterschiedlichen IP-Adressbereichen.

Apples iOS-Beschränkungen tragen eine Mitschuld; die Eye-Fi-App schreitet allerdings auch nicht vorbildhaft voran. Unter dem Strich steht: Als zuverlässiger (und nervenschonender) erwies sich im regelmäßigen Einsatz die Übertragung durch das Camera Connection Kit, das am iPhone weiterhin nicht funktioniert.

Der Unterschied zwischen dem ‚Doxie Go‚ und dem ‚Doxie Go + Wi-Fi‚ findet sich lediglich in der beigelegten Eye-Fi-Speicherkarte. Bei Bedarf kann man diese später noch nachkaufen (Affiliate-Link). Da man aber ohnehin eine SD-Karte zur sinnvollen Verwendung des portablen (!) Scanners benötigt, ist das orange Modell, trotz Mängel in der drahtlosen Zusammenarbeit, keine schlechte Wahl. Warum? Weil die kabellose Übertragung neuer Fotos im heimischen WiFi-Netz an einen Mac- oder Windows-Rechner wirklich gut funktioniert. Einmal konfiguriert, schiebt die Karte alle neuen Aufnahmen in einen ihr zugewiesene Festplattenordner. So lassen sich unterwegs Dokumente einscannen, die Zuhause automatisch im Backup landen.

IPhoneBlog de Doxie Go

Der ‚Doxie Go‘ vergisst als mobiler Scanner nicht seinen Qualitätsanspruch. Die Dokumente auf der SD-Speicherkarte verarbeitet Apples iPad über das Camera Connection Kit im Rahmen seiner Möglichkeiten anständig. Die WiFi-Verknüpfung, die unter Zuhilfenahme der Eye-Fi-Karte realisiert wurde, ist durch iOS-Einschränkungen allerdings zu umständlich.

Wer unterwegs einen ‚richtigen‘ Scanner braucht, darf den Doxie auf der Liste von potenziellen Kandidaten nicht vergessen. In erster Linie liegt dies am insgesamt erfrischenden Gesamtpaket, das sich modern präsentiert und den Brückenschlag zwischen verschiedenen Computergenerationen wagt.

* Alle selbstproduzierten Videos gibt’s auch als iTunes-Podcast – der sich übrigens noch über eine kurze Bewertung freut…

Ein App-Store-Auftritt auf Zeit: ‚Bluetooth OnOff‘

IPhoneBlog de Bluetooth

Bluetooth OnOff (0.79 €; universal; App Store-Link) greift unerlaubt in den iOS-Funk und fliegt daher eher früher als später aus dem App Store. Wer sich seinen Homescreen nicht durch eine ansonsten sinnlose App verunstalten möchte, die nicht schneller als vier ‚Taps‘ bis in die offiziellen Systemeinstellungen ist, sollte vom Kauf absehen.

[tipp] Eine Abkürzung in den letzten E-Mail-Entwurf

IPhoneBlog de Draft Shortcut

iOS-Mail besitzt einen ‚Shortcut‘ in den zuletzt abgespeicherter E-Mail-Entwurf. Dazu hält man den Button zur Erstellung einer neuen Nachricht einfach länger gedrückt, anstatt sich durch die Postfächer der verschiedenen Accounts mit Unterordnern zu wühlen.

Blogsy 3.4 spuckt Feuer im Bloggerwald

IPhoneBlog de Blogsy

Noch benutze ich Blogsy (3.99 €; App Store-Link), die iPad-Blogger-App, nicht. Zumindest nicht regelmäßig. Mit jeder neuen Aktualisierung, die seit dem initialen Start im April 2011 regelmäßig eintrudeln und bei großen Versionssprüngen sympathische Codenamen wie ‚Phoenix‘, ‚The Minotaur‘ oder ‚Centaur‘ mitbringen, steigt jedoch der Reiz.

Am heutigen Morgen ging ‚Dragon‘, Version 3.4 mit Tumblr- und Vimeo-Support in Retina-Verpackung, im App Store live. Alle Update-Details erklärt sein Entwickler auf knapp sieben YouTube-Minuten.

Beeindruckend ist, wie schnell sich das WordPress-, Blogger- und TypePad-Werkzeug, um nur einige der unterstützten Dienste zu nennen, vom konfusen UI-Chaos zu einem aufgeräumten Publishing-Backend verwandelt hat.

‚MagicPlan‘ – die Vermessung des Eigenheims

Jeder von uns stand bestimmt schon einmal bei Ikea und fragte sich kopfkratzend welche Länge seine Schlafzimmerwand hat oder ob der neue Schreibtisch noch zwischen Fenster und Tür passt. MagicPlan (kostenlos, universal; App Store-Link) bietet Hilfe ohne Metermaß und Zeichenkünste: Das Programm vermisst die einzelnen Räume einer ganzen Wohnungen über die iPhone- und iPad-Kamera.

DirektMagicPlan

Wem grobe Angaben ausreichen, ‚fotografiert‘ bereits möblierte Zimmer. Richtig effektiv wird es jedoch, wenn man sich in Vorbereitung eines Domizilwechsels ein paar Minuten für die Grundrisserfassung im noch leeren Zuhause gönnt. Professionelle Makler dürften für die Erstellung ihres Datenblattes, inklusive Orts- und Adress-Angaben, ordentlich Zeit sparen. Aber auch wer öfters Möbel verschiebt, profitiert von der einmal angelegten Bauzeichnung.

MagicPlan, seit dem gestrigen Montag in Version 2.0, bildete zwei von mir erfasste Zimmer überraschend präzise und obendrein verdammt schnell ab.

Die Software bleibt allerdings eine UI-Katastrophe, die nicht nur geschmacklos aussieht sondern sich auch so bedient. Hinzu kommt ein kundenunfreundlich integriertes Geschäftsmodell: Nach der Wohnraum-Ablichtung fordert die App für den Export der Pläne (PDF, JPG, HTML, DXF) die Erstellung eines Benutzerkontos. Es ist überhaupt kein Problem, für die Ausgabe ohne Wasserzeichen und die Option zur Weiterverwendung der Daten, beispielsweise in SketchUp, Geld zu verlangen. Dann aber bitte per In-App-Kauf und ohne Lockangebote, die für einen ‚Facebook-Like‘ den kostenlosen Skizzen-Download versprechen.

Barrierefrei unter iOS

DirektBlindFilmCritic

Apropos Siri: Tommy Edison, the Blind Film Critic, demonstriert die zunehmend besser ausgebauten ‚Bedienungshilfen‘ (-> Einstellungen -> Allgemein) von iOS.

Samuel L. Jackson und Zooey Deschanel umwerben Siri

DirektZooey

DirektSam

Charmant.