Das Smart Cover in oranger Farbe fliegt aus Apples Online Store; ein dunkelgrauer Polyurethan Kunststoff-Bruder nimmt dessen Platz ein. Auf Amazon.de findet sich für Liebhaber noch ein Restsortiment (Affiliate-Link) der scheinbar unbeliebten Färbung.
(Danke, Jan!)
Außerdem glänzt das Innenfutter aus Mikrofaser jetzt farblich angepasst zur äußeren Einfärbung – beim ‚Deluxe‘-Lederdesign war dies schon vorher der Fall.
In Deutschland werden so viele SMS wie noch nie verschickt. 2011 seien ersten Schätzungen zufolge jeden Tag 116,9 Millionen Kurzmitteilungen in den deutschen Mobilfunknetzen gesendet worden […] der IT-Branchenverband Bitkom hatte im Mai geschätzt, dass in Deutschland voriges Jahr 41,3 Milliarden SMS verschickt wurden.
Die teuerste Art der Datenübertragung bekommt mit iMessage, einer vorinstallierten und nicht zu löschenden Standard-App auf dem iPhone, endlich ernstzunehmende Konkurrenz. Kurzmitteilungen zwischen iOS-5-Kunden sind damit kostenlos (angezeigt durch die blaue Sprachblase); der gebührenpflichtige SMS-Parasit lässt sich in den Einstellungen sogar komplett ersticken.
Mit Blick auf die aktuellen Mobilfunktarife in Deutschland ist festzustellen, das WhatsApp, Textie und Co. in den letzten Jahren bereits gute Arbeit geleistet haben: Mittlere Vertragsangebote umfassen inzwischen SMS-Flatrate-Pakete, beziehungsweise ermöglichen diese erschwinglich dazu zu buchen. Trotzdem wird geschätzt, dass das Geschäft mit den Kurznachrichten (in Deutschland) noch rund 10-Prozent der Bruttoeinnahmen für Mobilfunkanbieter ausmacht.
Selbst wenn „95-Prozent des Umsatzes mit SMS als operativer Gewinn hängenbleiben„, hindert das (natürlich) nicht daran, sich lauthals zu beschweren:
Das Nutzerverhalten der jungen, technologieaffinen Kunden verändere sich dramatisch, erklärte KPN-Chef Eelco Blok [für die Niederlande]. 85 Prozent hätten das Gratis-SMS-Programm Whatsapp installiert, die Zahl der bezahlten SMS sei in 6 Monaten 16 Prozent eingebrochen.
Ohne Frage: Noch holpert Apples neues System. Warum synchronisieren sich beispielsweise Kurzmitteilungen an meine Mobilfunknummer nicht automatisch aufs iPad, um dort das Gespräch weiterzuführen? Wo bleibt die Desktop-App (mit offenem Protokoll?!), die den Gesprächsfaden wieder aufnimmt?
Nichtsdestotrotz: Sobald sich diese neue iOS-5-Funktion herumgesprochen hat, und abgeklopft ist, mit wem sich über iMessage im Freundes- und Bekanntenkreis (gratis) kommunizieren lässt, ändert sich auch die Kundengewohnheit – zum Besseren.
‚Animoog‚, klingt für unbedarfte Ohren wie ein generisches App-Store-Puzzlespiel, dürfte bei audiophilen iPad-Besitzern jedoch für hohen Puls sorgen. Hinter dem verspielt wirkenden Produktnamen verbirgt sich nicht weniger als der erste Tablet-Synthesizer des Unternehmens Moog, deren Synthie-Klänge schon den ein oder anderen Hit der Musikgeschichte zum, nun ja, Hit gemacht haben.
Dass sich das iPad trefflich zur Musikproduktion einsetzen lässt, ist längst kein Geheimnis mehr. Während renommierte Synthesizer-Hersteller wie Korg schon früh auf den Zug aufgesprungen sind, indem sie mit Vintage-Geräten wie iMS-20 (25.99€; App Store-Link) oder iElectribe ESX (15.99€; App Store-Link) beeindruckten, geht Moog den umgekehrten Weg. Der Animoog (0.79€; App Store-Link) bedient sich zahlreicher Module und Systeme, mit denen Moog-Veteranen sofort umgehen können (für die Profis: Moog-Kaskadenfilter, 4 gegeneinander einstellbare Oszillatoren, drei ASDRs, etc.), bleibt aber ein eigenständiges Instrument, das sich ganz den Paradigmen einer Touch-Interface-Plattform unterwirft. Das Resultat? Fantastisch!
Der virtuelle Moog-Sound muss sich selbst vor professionelle Produktionen nicht verstecken und darf über die intuitive X-Y-Schnittstelle mit ihren zahlreichen Filter und Effekten liebevoll Beats verfremden. Anfänger sollten einen Blick auf die offizielle Homepage werfen. Im Gegensatz zu Step-Sequenzern, wie den genannten Korg-Synthesizern, von dem man zum schnellen Spaß ein paar Samples abfeuert, ist der Animoog ein doch eher schwieriger studierbares Instrument.
Andererseits gibt der Einführungspreis von 79 Cent nun wahrlich keinen Grund, hier nicht zuzuschlagen – selbst, wenn man erst vor dem blutigen Einstieg in digitale Klangwelten steht.
Wer sich dieser eindeutigen Empfehlung widersetzt – etwa, weil er kein iPad zur Hand hat – sollte trotzdem einen Blick in den App Store werfen. Auch Korg hat dieser Tage neuen Spielkram für all jene unter uns, die sich zwar für hochmusikalisch halten, aber kein konventionelles Instrument bedienen können, veröffentlicht.
Der minderkreativ benannte iKaossilator (7.99€; App Store-Link) ist wenig überraschend die virtuelle Entsprechung des Kaossilators. Schon im Original weist er eine Touch-UI auf, über die sich verschiedene Klänge und Geräusche abspielen, verfremden und in Tonfolgen packen lassen, die man dann beliebig wiederholen, aufnehmen und dekonstruieren kann. Der Kreativität sind damit wenig Grenzen aufgezeigt. Der Funktionsumfang ist jedoch gleichzeitig ausreichend eingeschränkt, um intuitiv verstanden zu werden. Trotzdem strömen ganz viele exzellente Korg-Samples, die genügend Vielfalt für komplett eigenständige Kompositionen bieten, aus dem kleinen Computer.
Spannend wird es dann aber doch noch für iPad-Besitzer: Per WIST-Link lässt sich der iKaossilator auf den Beat synchronisiert und mit iMS und iElectribe verbinden.
Sowohl Animoog als auch iKaossilator sind aktuell stark vergünstigt (50% Nachlass / 79 Cent statt 30Euro) und beide eine absolute Empfehlung – sowohl für talentierte Musiker, wie auch musikalische Spielkinder.
CBS News zeigt ihr ‚60 Minutes‚-Special ‚Steve Jobs: Revelations from a tech giant‚ mit Biograf Walter Isaacson („Video requires Flash„). Die von ihm verfasste Jobs-Biografie lässt sich seit der gestrigen Nacht als US-Kindle-Edition ($16.99 US-Dollar; Link) oder in Apples iBookstore (15.99€; App Store-Link) kaufen. Über iTunes ist außerdem das englischsprachige Hörbuch (15.99€; App Store-Link) verfügbar.
Die deutsche Ausgabe wird am 31. Oktober über Amazon.de (Hardcover/Kindle) sowie am iPhone und iPad (19.99€; App Store-Link) erhältlich sein.
Allein dadurch setzen sich iPad und iPhone grundlegend von ihrer Konkurrenz ab. „People who are really serious about software should make their own hardware.„, sagte Alan Kay und wurde von Jobs mehrfachzitiert. Er sollte Recht behalten. Das zeigt der Mac in jedem neuen Quartal mit Rekordverkäufen. Von den billigen Plastik-Netbooks spricht kein Mensch mehr („Tablets pass netbooks in shipments for first time„). Das iPad hat diesen Markt gefressen – in nur zwei kurzen Jahren.
Mittlerweile adaptieren auch andere Hersteller diese Kombination aus eigener Hardware und eigenem Betriebssystem. Android 4.0 gibt Entwicklern die Möglichkeit sich gegen (HTC-Sense-)Geschmacksmuster zu wehren und Microsoft verordnet strenge Hardware-Voraussetzungen für Windows 8.
Andy Rubin spricht von weltweit 6 Millionen verkauften Android-Tablets – in zwei langen Jahren. Eine bitteres Statement (für alle Beteiligten), weil dies deutlich unterstreicht, wie wichtig Kunden Qualität ist.
Auf was Käufer bei Smartphones scheinbar (noch) nicht achten („Es muss halt telefonieren könnten„), scheint bei der Entscheidung zum Tablet deutlicher sichtbarer: Herausragende Apps und eine verständliche Bedienung verkaufen iPads (und führen zu Höchstbewertungen bei Umfragen).
Die angesprochene Kombination aus Hard- und Software ist dessen elementares Fundament. Erst sie haucht den Schaltkreisen Leben ein. Das iPad wird regelmäßig in puncto Tech-Specs übertroffen und keinen Interessenten schert dies. Dass es eine Technik-Presse gibt, die sich trotzdem ‚dem Vergleich‘ solcher Zahlen widmet, ist ein anderes Thema.
Das Kindle Fire ist dafür ein schönes Beispiel: mäßige Hardware mit gigantischem Potenzial.
Ich bin fest davon überzeugt, dass das Amazon-Tablet ein Hit wird. Dabei wildert es sicherlich auch im iPad-Markt – eine Konkurrenz ist es anfänglich trotzdem nicht. Hauptsächlich, weil es sich ausschliesslich einer Kundschaft widmet, die ihr Tablet zum Medienkonsum verwendet. Wie bereits niedergeschrieben, scheint zum Start nur sehr wenig ‚Computer‘ im Fire zu stecken.
Das iPad eilt in diesem Punkt voraus, erheblich voraus. Tim Cook behauptete in der letzten Woche: „We think [the tablet] will be even bigger than the PC market„. Sollte er Recht behalten, erschreckt die Vormachtstellung des iPads zu Beginn dieser neuen Computer-Epoche.
‚Robo5‚, Roboter-Hauptdarsteller des gleichnamigen iPhone-Spiels (0.79€; App Store-Link), erinnert an eine sympathische Ausgabe von Roberto ‚the stabbing robot‚ aus Futurama. Das Puzzle-Abenteuer, indem sich die schlaksige Blechbüchse wiederfindet, lehnt am Spielprinzip von ‚Catherine‚, einem bizarren ‚Erotik-Horror-Puzzler‘, der hierzulande noch dieses Jahr erscheint.
Die ersten acht, der insgesamt 40 Kisten-Welten, klettert ihr ohne Atempause innerhalb von 20 Minuten empor – danach wird es schwieriger. Die Kisten-Stapel im Steampunk-Look bleiben jedoch lösbar und gewinnen durch eine Sternchen-Bewertung für Sokoban-Profis an zusätzlicher Herausforderung.
Der Titel lässt sich im Browser anspielen. Außerdem hat sein Entwickler Buyi Xu bereits erste Level-Lösungen auf YouTube veröffentlicht.
Unter Zuhilfenahme des Smart-Covers oder eines anderen magnetischen Objektes lässt sich die Code-Sperre auf einem iPad 2 mit iOS 5 umgehen: Dazu drückt man beim Erscheinen der Passcode-Abfrage die Standby-Taste, bis der rote Schieberegler zum Ausschalten erscheint, schließt dann das Smart-Cover, öffnet es erneut und drückt daraufhin „Abbrechen“ – dies führt ohne weitere Rückfrage auf den Homescreen oder in die zuletzt benutzte Anwendung.
Ein ziemlich böser iOS-Bug, weil ein nicht autorisierter Nutzer Programme vom Homescreen löschen kann. Über die Spotlight-Suche gibt es außerdem begrenzten Einblick in Kontakt-, Adress- und Mail-Informationen.
Verwehrt bleibt dem nicht legitimierten Zugriff das Öffnen von Programmen. Bereits vor der Verriegelung gestartete Anwendungen lassen sich allerdings teilweise nutzen. So ist es in der Mail-App beispielsweise möglich, neue Nachrichten zu verschicken.
Bis Apple hier nachbessert, lässt sich das Entriegeln durch die magnetische iPad-Hülle in den Einstellungen (-> Allgemein) deaktivieren.
Exakt eine Woche dauerte es, bis Apple die erste (TV-)Werbung zum iPhone 4S schaltete. Aus Marketing-Perspektive ist das fast arrogant.
Entgegen anderer Meinung bin ich sehr froh, dass der Spot davon absieht, lustige Siri-Schenkelklopfer einzubauen. Weil ernsthaft: Nach diesen ersten sieben Tagen ist vorerst wirklich jede schnippische Antwort eures persönlichen Assistenten bekannt.