Amazon wertet Cloud-Angebot auf

IPhoneBlog de Amazon

Amazon sieht seine Felle davonschwimmen. Anders ist es nicht zu erklären, dass man einen vor nur 100 Tagen gestarteten Service, das Cloud Drive und den Cloud Player, preislich neu ausrichtet.

Die zwei wesentlichen Änderungen lauten: Für eine Online-Festplatte im Jahresabo gibt’s ‚unbegrenzt Speicherplatz für Musik‚ sowie eine Web-Anpassung zum Abspielen der Songs auf dem iPad.

Bereits die aufgeblasene Pressemitteilung lässt tief blicken. Punkt 2: „Store all Amazon MP3 Purchases for Free„. Es war bereits zuvor so, dass die über Amazon gekauften Musiktitel nicht den kostenlosen 5 GB-Speicherplatz, den jeder Nutzer für die Erstanmeldung erhält, dezimieren. Einzige Neuerung dabei betreffen Kauftitel, die vor der Einführung des Dienstes bei Amazon erworben wurden. Wer sich jedoch entscheidet, Geld für eine vergrößerte Cloud-Festplatte (ab $20 für 20 GB pro Jahr) auszugeben, lädt ohnehin jeden Musiktitel gratis ins Netz.

Punkt 4 der Pressemitteilung ist komplett ohne inhaltlichen Wert und betont lediglich frühere Promo-Aktionen, die ohne neue Kosten übernommen werden. In den ersten Tagen wurde der Kauf eines beliebigen Albums (egal zu welchem Preis) mit dem 20 GB-Jahrespaket belohnt.

Ein anderer Reklame-Stunt: Ende Mai verscherbelte Amazon das neue Lady-Gaga-Album für 99 Cent. Eine finanzielle Investition, die mir (auch rückblickend) sinnvoll erscheint.

Here’s the math: For every unit it sells at 99 cents, Amazon will lose about $7.40, according to Billboard’s calculation. At $7.40 per unit and 430,000 units (10,000 shaved off total digital sales to account for some sales of the deluxe edition), the Gaga-related loss comes to $3.18 million.

Amazon will lose money on each 99-cent sale because it is paying Interscope/Universal Music Group the standard rate for each unit sold. The similar title is selling for $11.99 at iTunes. The retailer typically keeps 30% of the sale price, meaning it owes the label and distributor the remaining 70% — or $8.39.

Spannend bleibt die Web-Anpassung fürs iPad. Music Beta von Google, iTunes Match und ein zukünftiger Spotify-Auftritt in den USA bauen Druck auf. Beiläufig bemerkt: Das iPhone hat keine Ansichts-Optimierung erhalten. Der Cloud Player lässt sich am Telefon zwar weiterhin rudimentär bedienen, richtig Spaß macht das allerdings nicht.

Da der Hauptanteil des Verkaufspreises für Musik ohnehin nur an die Rechteinhaber durchgeschleust wird, dürfte Amazon sein Musik-Angebot derzeit als pures Anreizmodell verwenden. Die nachgelagerte Initiative, den Kunden Basispakete für Online-Speicher zu unterbreiten, könnte diesen Herbst in der Veröffentlichung eines Amazon-Tablets münden.

‚Bullet-Hell‘-Feuerwerk: Deathsmiles (+ Video)

Pixel-Chaos liegt in der Highscore-Luft. Deathsmiles, aus der japanischen Spieleschmiede Cave, kündigt sich an.

Nach Espgaluda II, Dodonpachi und Mushihimesama Bug Panic läuft sich das iPhone wieder heiß – was durchaus wörtlich gemeint ist. Euer Dauerfeuer richtet ihr dabei sowohl auf die linke aber auch rechte Bildschirmhälfte. Über einen dedizierten Button schaltet ihr zwischen der Stoßrichtung um.

DirektDeathsmiles *

Ich schlängele mich seit dem vergangenen Wochenende durch den iOS-Kugelhagel. ‚Retro Gaming Fanboy‘ Thomas Meier spielt die PAL-Version auf Xbox seit Februar (Affiliate-Link) und sammelte zuvor bereits Erfahrungen mit der japanischen Veröffentlichung. Genau deshalb habe ich ihn gebeten, ein paar Worte zum Shoot’em-Up, mit Fokus auf die Xbox-Fassung, an dieser Stelle zu verlieren.


Knapp zwei Jahre nach der Japan-Veröffentlichung auf Xbox 360 und knapp vier Jahre nach dem Spielhallen-Release hat es der Horizontal-Shooter Deathsmiles endlich nach Europa geschafft. Für das japanische Videospielstudio Cave ist es erst das zweite horizontale Shoot’em-Up – Progear No Arashi, Kandidat Nummer 2, hat nie seine Wurzeln zum Automaten aufgegeben.

Wir Europäer bekommen die längere Wartezeit mit Bonus-Content der Mega Black Label Edition entschädigt. In Japan musste man für den spielbaren Zusatz-Charakter, die Extra-Stage und einen weiteren Schwierigkeitsgrad noch einmal satte 1200 Microsoft Points investieren. Außerdem enthält die deutsche Version den Soundtrack auf CD sowie Desktop-Accessoires wie Hintergrundbilder und Artworks.

Das Setting siedelt sich in einer kunterbunten ‚Gothic-Fantasy‘-Umgebung an. In den sechs verschiedenen Spielmodi darf man sich auf allerhand skurrile Gegner freuen, zu denen unter anderem der Sensenmann, überdimensionale Drachen und eine riesige Kuh namens Mary zählen. Der Arcade Mode ist die unveredelte Low-Res-Spielhallen-Adaption. Die anderen Modi wurden überarbeitet und bieten feinste 2D Grafiken in hochauflösender Pixeldichte.

Feinde greifen aus allen Richtungen an und füllen in exzellenter Bullet-Hell-Manier den ganzen Bildschirm mit Geschossen. Um den Kugeln und Gegnern Herr zu werden nutzt man zwei Knöpfe fortlaufend: Feuerrichtung link und Feuerrichtung rechts. Hält man beide Buttons gedrückt, bildet sich ein Abwehr-Kreis um den Charakter. Jeder Feind, der diesen Ring versucht zu durchbrechen, erhält eine saftige Bleipulver-Abreibung. Wenn es einmal ernst um euren Lebensstand werden sollte, greift ihr zu ‚bildschirmreinigenden‘ Bomben.

Abgeschossene Gegner hinterlassen Bonus-Gegenstände. Hat man von den Items 1000 Stück gesammelt (in den verschiedenen Spielmodi schon ab einer Anzahl von 100), kann man durch gleichzeitiges Drücken der beiden Feuerknöpfe den vernichtenden ‚Power-Up-Modus‘ aktivieren. In einem Zeitfenster, bei dem ein Countdown von 1000 auf 0 herunterzählt, lässt sich der Highscore in ungeahnte Dimensionen schießen. Gegnerkontakt beendet die Punktejagd. Das mag sich einfach anhören, verlangt aber eine gehörige Portion Zielwasser.

Video-Replays lassen sich abspeichern. Der erreichte Highscore wird auf Xbox Live vorgezeigt. Der Soundtrack weiß zu gefallen und passt perfekt zur explosiven Umgebung. Der letzte Endboss wird sogar zu einem Musikstück aus Phantom der Oper bekämpft. Die japanischen Sprach-Samples der Zwischensequenzen hat man in der Pal-Version leider vergessen. Auch die Übersetzung der Geschichte, nicht gerade ein elementarer Bestandteil eines 2D-Shooters, wirkt falsch durch den Sprachwolf gedreht.

Nichtsdestotrotz: Wer sich für das Genre begeistert, greift ohne großes Nachdenken zu. Absurd: Mit seinen vielen Extras hat das Spiel hierzulande nie den gängigen Vollpreis gekostet.


(Danke, Thomas!)

-> 3.99 ; Lite (App Store-Link)

*Alle selbstproduzierten Videos gibt’s auch als iTunes-Podcast – der sich auch über eine kurze Bewertung freut.

Spotify streamt zukünftig in den USA

IPhoneBlog de Spotify

Der Musik-Streaming-Service Spotify schaltete vor wenigen Minuten eine Webseite zur Ankündigung seines US-Starts. Über entsprechende Verhandlungen mit den dortigen Musik-Labels wird seit Monaten gesprochen.

Eine Verfügbarkeit, dessen Preise sowie der oder die Partner (Facebook?) sind bislang noch nicht bekannt. Mit einem US-Start bringt sich der Dienst erstmals ernsthaft in direkte Konkurrenz zu Amazon, Google und Apple.

So verwendet man QR-Codes richtig…

DirektTesco | @kevinrose

Through this campaign, 10,287 consumers visited the online Homeplus mall using smartphones. The number of new registered members rose by 76%, and on-line sales increased 130%. Currently, Homeplus has become No.1 in on-line market and is a very close 2nd offline.

Unvorstellbar, wie man noch im Sommer 2009 mit „Ich will doch nur telefonieren…“ werben konnte. Sagt mir bitte, dass Reklamekampagnen dieser Art heute nicht mehr im TV laufen!

Podcast-Empfehlung: ‚The Critical Path‘

We’ve learned and struggled for a few years here figuring out how to make a decent phone,” he said. “PC guys are not going to just figure this out. They’re not going to just walk in.

Dies sagte Ed Colligan, ehemaliger CEO der Firma Palm, im November 2006 betreffend Apples möglichen Plänen zum Einstieg in den Telefonmarkt.

In Retrospektive wirken diverse Zitate dieser Post-PC-Zeit sehr lustig. Gleichzeitig jedoch auch vernichtend für die Bewertung der aktuellen Lage.

Eine Geschichte vom heutigen Morgen: Laut comScore-Statistik verlor RIM in den USA rund eine Million Kunden. Nicht im letzten Jahr, nicht im letzten Halbjahr sondern in den letzten drei Monaten. Der Guardian nennt es einen „Trend epidemischen Ausmaßes„.

Doch die Verluste werden erst durch die Betrachtung der Konkurrenz-Zuwächse bei Apple und Android richtig deutlich. Im gleichen Zeitraum konnten drei Millionen iPhone-Kunden und über sechs Millionen Android-Nutzer festgestellt werden.

IPhoneBlog de Cash

via Asymco.com

Und das ist nur ein sehr kurzer Blick in die Vergangenheit. Wahrlich faszinierende Einblicke, insbesondere für längere Zeitspannen, sind im 5by5-Podcast ‚The Critical Path‚ nachzuhören. Dort referiert Horace Dediu, der unter Asymco.com bloggt. Hier darf man gleich mit Episode #3 einsteigen, die sich mit der Frage beschäftigt wie Apple mit dem Problem seines Barvermögens in Höhe von 65 Milliarden US-Dollar umgehen sollte.

What Apple should be doing with that cash, he suggests, is using it to address its manufacturing bottlenecks.

[update] JailbreakMe 3.0 schnuppert Online-Luft (+ Video)

JailbreakMe 3 0

@comex aktivierte unter http://www.jailbreakme.com/ am heutigen Morgen – für ein paar kurze Minuten – den nächsten iOS-Jailbreak. Aktuell ist die Webseite mit dem PDF-Exploit, der auch das Dateisystem vom iPad der zweiten Generation unter Firmware 4.3.3 ‚entfesseln‘ soll, wieder offline.

Bereits am 02. August 2010 war es ein ‘Slide-to-Jailbreak‚, der eine Schwachstelle in der PDF-Darstellung von Safari ausnutzte. Apple besserte dafür am 12. August nach.

08:25 Uhr

09:05 Uhr

DirektJailbreakMe

(Creative-Commons-Music: Fantasía by Maya Filipič)

Funktioniert.

Der verwendete PDF-Exploit lässt sich über Cydia mit dem ‚PDF Patcher 2‚ ausmerzen. Apple ist jedoch bei dieser Art von schwerwiegender Lücke selbst zu einem schnellen Handeln gezwungen.

Google +1

Ich mag Google+. Warum das so ist, weiß ich eigentlich noch gar nicht. Irgendwie scheint jedoch noch ein Plätzchen frei, zwischen Twitter, Facebook und Tumblr.

Wie sich dieser neue Online-Spielplatz in den nächsten Monaten entwickelt, entscheiden seine Nutzer. So wie damals bei Twitter, als sich die (banalen) Status-Meldungen langsam zu informationellen Mehrwerten entwickelten. Wer erinnert sich noch? Die ersten Annahmen, seine Kommunikation in kleinen Peer-Gruppen zu führen, haben sich nicht erfüllt. Selbst Anwender mit wenigen ‚Verfolgern‘ sprechen über Hashtags und die (Geo-)Suche immmer auch mit dem gesamten Netzwerk. Genau deshalb fällt es (mir) schwer, lange Diskussionen über öffentlichen @Replies zu führen.

Bei Google+ habe ich diese Hemmungen nicht. Trotzdem muss sich Google etwas in puncto Benachrichtigungen einfallen lassen, damit zwei plauderfreudige Gesprächspartner nicht die ganze (Kommentar-)Teilnehmerschaft belästigen unterhalten.

Meine Hoffnung ist, dass Google+ mehr Anlaufstellen mit individuellen Kontakten liefert – die nicht gleich meine ‚Freunde‘ sein müssen. Genau das wäre neu, braucht aber Zeit. Ähnlich wie man für die Twitter-Kurznachrichten seine ‚Einarbeitung‘ brauchte, um das ‚Alles-ist-öffentlich‘-Prinzip zu verinnerlichen.

IPhoneBlog de Android

Fundamentale Grundlage dafür: mobile Apps. Android ist versorgt. Optisch ist das zwar alles noch rudimentär; praxistauglich jedoch allemal. ‚Benachrichtigungen‘ der Geschehnisse auf Google+ lassen sich von der unteren Bildschirmhälfte nach oben ziehen. Sowohl der Foto-Upload als auch der Gruppen-Chat ‚Huddle‚ funktionieren.

iOS bekam zum Start in der vergangenen Woche eine sehr gute Web-App. Darüber ist es jedoch nicht möglich, einem Beitrag Fotos anzuhängen. Die Android-Software kann das. Vom iPhone aus lassen sich mit Drittanwendungen wie PhotoSync oder PhotoForge2 Bilder ins Netz laden, die zur Google+-Veröffentlichung führen.

IPhoneBlog de Upload

Sowohl das Android-Programm als auch die Web-Anwendung für iPhone und iPad benötigen zusätzlich die Möglichkeit, ausgewiesene Links mit kurzen Zitaten zu veröffentlichen. Aber das wird schon. Ich bin nach der ersten Woche sehr zuversichtlich – insbesondere weil Google gefühlt an allen Ecken und Enden aktiv schraubt.

Die native Google-App liegt Apple bereits zur Freigabe vor. Erst dann ist eine erste ernstzunehmende Bewertung über die mobile Anbindung des Online-Services möglich.

Außerdem nicht zu missachten: Google+ sollte dem Fotodienst Picasa einen ordentlichen Schub verpassen. Ähnlich wie Twitter sich diesen Markt zukünftig nicht mehr von yfrog und Co. wegnehmen lässt, landen die Bilder-Uploads bei Google – mit neuen Freiheiten.

Tiefste Einblicke zur Entstehung von Google+ – aber auch dessen Ausrichtung („This isn’t like an experiment. We’re betting on this, so if obstacles arise, we’ll adapt.„) – hackte Steven Levy für Wired.com in seine Tastatur.

Bericht: Apple bestellt 15 Millionen iPhones für September

IPhoneBlog de September

Pegatron Technology erhält den Auftrag zur Fertigung von 15 Millionen iPhones der nächsten Generation. Auslieferung: September 2011.

The sources pointed out that as the iPhone 5, which does not seem to have any major update from iPhone 4, is already set for shipment in September, they are already started supplying components to Pegatron with Pegatron’s plants in Shanghai, China also recently started hiring for manpower.

Das Problem: es handelt sich um einen Bericht des taiwanischen Branchenmagazins DigiTimes. Dessen Vorhersagegenauigkeit schwankt. Enorm. Um’s mit den Worten von AppleInsider zu sagen:

It should be noted, however, that DigiTimes has an uneven track record with Apple predictions, though its accuracy improves slightly when reporting on manufacturing contracts.

Insbesondere der Kontakt zu Pegatron scheint jedoch qualifiziert. Über die Apple-Partnerschaft berichtete DigiTimes als erste Quelle im Februar 2010. Darauf folgend schlossen sich Berichte um eine CDMA-Version vom iPhone 4 an. Diese sollte zuerst im vierten Quartal 2010 veröffentlicht werden – bekanntlich wurde es Februar 2011. Gleiches Spiel mit dem iPad 2, das sich laut DigiTimes-Berichterstattung über mehrere Monate immer wieder verzögerte.

Ohne Frage: In der Produktion können sich Terminänderungen ergeben und Produktionsräume verschieben. Im aktuellen Fall ist der Tipp für das iPhone 5 mit einer September-Veröffentlichung jedoch nicht sehr gewagt, wenn man das diesjährige Weihnachtsgeschäft mit einem derartig populären Produkt wie dem iPhone abdecken möchte. Auch die geäußerte Vermutung „does not seem to have any major update from iPhone 4“ scheint mit Rückblick auf die bisherigen iPhone-Generationen wahrscheinlich. Von der Nachricht bleibt daher lediglich die (bestellte) Stückzahl von 15 Millionen. Aus aktueller Perspektive ebenfalls keine sehr bedeutsame Hausnummer, weil iPhone und iPad stets das komplett produzierte Sortiment abverkaufen.

Nicht unerwähnt soll bleiben, dass DigiTimes-Artikel regelmäßig komplett danebengreifen. Große Nachricht im April 2010: Die nächste iPad-Generation besitzt ein OLED-Display – oder auch nicht. Februar 2010: Apple plant USB 3.0 für das nächste iPhone. März 2009: Touch-Screen Netbooks in Q3/2009.

Die Liste lässt sich fortführen. Der MacRumors-Chef Arnold Kim hat dies in seinem privaten Blog einmal gemacht. Im Jahr 2007 lautete das Fazit:

14 rumors total. 1 True. 10 Wrong. 2 Possible. 1 Unknown. I’ll leave it to the reader to decide how likely it is that this latest rumor will come true.