Das von Electronic Arts aufgekaufte Entwicklerstudio ‚Firemint‘ kündigt die Unterstützung von (kabellosem) AirPlay-Mirroring in iOS 5 für Real Racing 2 HD (7.99€; App Store-Link) an. Damit lässt sich das Rennspiel vom iPad über einen Apple TV auf den großen TV-Bildschirm übertragen. Bislang wurde für die (beeindruckende) Videoausgabe der ‚Digital AV Adapter‘ verwendet.
Apple erwähnte vergangenen Montag ‚AirPlay Mirroring‚ nur in einem Nebensatz, erntet dafür jedoch reichlich Applaus. Wie die erste Entwickler-Beta dieser Technik aussieht, zeigt dieses YouTube-Video.
Damit verbunden noch zwei interessante (Zahlen-)Details: Sword & Sworcery, das sicherlich auch einen ADA verdient hätte, durchbricht die Marke von 200.000 verkauften Software-Kopien. Nach lediglich zwei Monaten refinanziert sich damit das Indie-Projekt.
Außerdem (mehr als) rentabel: Infinity Blade, aus den Händen von Epic Games und Chair Entertainment, verzeichnet Einnahmen in Höhe von insgesamt $10 Millionen US-Dollar. Der Titel steht seit Anfang Dezember 2010 im App Store.
Das ist nicht nur für sich gesehen eine gute Statistik sondern gleichzeitig auch ein exzellentes Aushängeschild für die hauseigene (und zu lizenzierende) Unreal Engine 3.
Machen wir uns nichts vor: Sowohl Amazon als auch Google haben keine Ahnung von Musik. Vorgestern war man sich mit dieser Aussage noch nicht ganz sicher; heute darf man dafür umso überheblicher den Schnabel aufreißen. ‚iTunes in the Cloud‚ ist, wenn man auf lokal abgespeicherte Songs setzt, ein großer Schritt nach vorne. Ein Vergleich mit Streaming-Diensten wie Spotify oder Napster ist schwierig – die Voraussetzungen sind schlicht andere.
Der manuelle Re-Download bereits erworbener Titel sowie die automatische Verteilung auf allen registrierten Geräte, die bereits unter iOS 4.3.3 freigeschaltet wurde, stellt die bevorzugte Wahl der Dinge dar. Mit Entwickler-Versionen von iTunes, den neuen Vertragsbedingungen sowie unterschiedlichen Nutzer-Konten aus verschiedenen Ländern, zickt das System bezüglich Musik derzeit jedoch noch. Weitere Einschränkung: Account-Wechsel für Auto-Downloads von Musik und Büchern nur alle 90 Tage. Der Download von Programmen aus dem App Store dagegen funktioniert nach ein paar ersten Stolpersteinen mittlerweile problemlos. In der iOS-5-Beta sollen auch deutsche App-Store-IDs den Musik-Sync zur Auswahl gestellt bekommen.
(Nach aktueller Informationslage) dagegen vorenthalten: ‚iTunes Match‚, das vorerst nicht über die US-Landesgrenzen schwappen soll. Der Service ist jedoch ein Novum und verdient Aufmerksamkeit. Für einen Jahresbeitrag von $25 US-Dollar soll man sich einen Gnadenerlass für alle seine Titel der iTunes-Bibliothek erkaufen können. Diskriminierungsfrei; egal woher die Songs stammen!
Apple handelte mit den Musik-Labels obendrein einen noch besseren Deal aus, der den Musik-Katalog um DRM-freie 256 KBit/s-Songs aufwertet. Eigentlich kaum vorstellbar, dass musikalische Altlasten, die vor fünf Jahren mit schlechten MP3-Tools ‚digitalisiert‘ wurden, für diesen Flatrate-Preis verteilt werden.
Dank iTunes Match kann man die selben Vorteile zusätzlich auch für nicht in iTunes erworbene Musik erhalten. iTunes Match ist ein Service, der Musiktitel des Anwenders mit einer DRM-freien Version im AAC-Format und einer Datenrate von 256 KBit/s ersetzt, sofern der über 18 Millionen Songs umfassende iTunes Store ein entsprechendes Pendant bereithält.
iTunes Match macht die entsprechende Musik binnen Minuten verfügbar (anstatt Wochen, die es bräuchte um die gesamte Musikbibliothek eines Nutzers hochzuladen) und lädt nur den kleinen Prozentsatz der Musik des Nutzers in die Cloud, zu dem kein entsprechendes Gegenstück im iTunes Store gefunden werden konnte.
via Pressemitteilung
Das Abkommen hatte die BusinessWeek bereits Ende Mai richtig vorausgesagt. Weder Google noch Amazon wollten (oder konnten) keine entsprechende Vereinbarung erzielen. Dadurch geht ihnen auch Nutzungskomfort flöten – beispielsweise durch den Kompromiss im langwierigen Datei-Upload.
Aber darum geht’s nicht! Die eigentliche Meldung sei noch einmal unterstrichen:
Oder es mit Philip Elmer-DeWitt zu sagen fragen:
Here’s my question: Once Apple has replaced all the 5,000 plus non-iTunes songs in my music library with clean 256-Kbps non-DRM copies that are mine, permanently, with all the benefits of iTunes in the Cloud, why would I pay for a second year of the service? The job is done, thank you very much, I’ll take it from here.
78:55 – Steve Jobs: „Keeping these devices in sync is driving us crazy.“
81:20 – „Das Center vom digitalen Leben wird in die Wolke verlagert“. Eine simple Festplatte wird dem nicht gerecht. Recht hat er! Ebenso mit den Späßen über sein gescheitertes MobileMe. Obwohl ich den Namen mochte…
82:27 – Alle bisherigen ‚Me‘-Dienste ab sofort kostenlos und ohne Werbung: ‚Shared Kalender‘ + Kontakt-Details + Benutzerkonto @me.com im Push-Austausch. MobileMe läuft am 30. Juni 2012 aus. Hier ein paar verfügbare Details zur Erstattung von Jahresbeiträgen.
86:45 – App Store: Alle bereits getätigte Käufe werden angezeigt und können kostenlos neu geladen werden. Neue Käufe verteilen sich automatisch auf alle registrierten Geräte. Dafür ist lediglich iOS 4.3.3 (ohne Update) notwendig.
88:04 – iBooks (inklusive Lesezeichen) verteilen sich auf alle Geräte: ‚Kindle-Style‘.
88:46 – Backup: Täglicher Upload der persönlichen Daten in die iCloud. Ein frisch gekauftes Gerät lässt sich mit iCloud-Konto neu ‚bespielen‘.
90:40 – Dokumente. Gleiches Spielprinzip. Verabschieden wir uns von der Vorstellung von ‚Dateien‘ – zumindest im Ansatz.
94:00 – ‚iWork‘ – so wie es ursprünglich erdacht war.
95:30 – Entwickler freuen sich über Schnittstellen für den iCloud-Speicher. Zum Beispiel für Spielstände oder eine IM-Chat-Verlauf.
96:21 – Mac, iOS + PC.
96:51 – ‚Photo Stream‘: Push für Fotos („over WiFi“). Kein Storage; nur Transfer-Methode. Mit Apple-TV-Unterstützung.
99:45 – Wer hauptsächlich Bilder mit iPhone oder iPad knipst, kann sich die WiFi-SD-Karte ‚EyeFi‘ sparen. Die automatische Verteilung wirkt extrem grandios.
103:56 – ‚iTunes in the Cloud‘: Re-Download von Musik ohne zusätzliche Kosten. Man beachte: ‚Download kein Stream‘. Neue Song-Käufe verteilen sich automatisch auf alle Geräte.
108:23 – 256 kbps AAC; bis zu 10 registrierte Geräte. Nette Alternative zu kompletten Streaming-Angeboten wie Spotify.
109:07 – Kostenlos, zieht. Zusätzlich: 5GB für Mail, Dokumente und Backup. Einberechnet werden nicht: Photo Stream, Apps, Musik oder Bücher. (Noch) ist kein (Bezahl-)Modell angekündigt, das mehr Speicher erlaubt.
111:24 – iCloud kommt mit iOS 5 im Herbst. Schon jetzt: Entwickler-Beta. ‚iTunes in the Cloud‘ läuft (ohne Update) mit iOS 4.3.3.
112:14 – ‚iTunes Match‘: Software-Vergleich mit lokaler Musik-Bibliothek; danach nur vereinzelter Upload. ‚Match‘ soll für den Flatrate-Preis von $25 US-Dollar verfügbar sein – im Herbst. Nach aktuellem Informationsstand derzeit jedoch nur in den USA. Noch bleiben dazu einige Fragen offen. Apple scheint diese Funktion jedoch als Übergangslösung zu sehen. PCMag widmet sich einem Vergleich mit Amazons und Googles Service.
Zum Schluss: Ein paar ‚Hands-On‘-Videos der iOS-Beta-Software finden sich hier, hier, hier oder hier.
01:40 – WWDC-Ausverkauf in unter zwei Stunden. Damit stößt das Event an seine Belastungsgrenze bezüglich Räumlichkeiten, etc.. Zumindest inhaltlich sollte eine schnelle Veröffentlichung der Mitschnitte Entwicklern helfen, die kein Ticket bekamen.
03:05 – Phil Schiller ohne bahnbrechende (aber mehr als solide) Vorstellung: 54 Millionen Mac-Benutzer; 28-Prozent Wachstum entgegen -1-Prozent der restlichen PC-Welt.
06:10 – Lion: Multi-Touch-Gesten, Vollbild-Apps, Mission Control, etc. – Fokus aufs Wesentlich (und bereits Angekündigte).
17:50 – Mac App Store: ‚In-App-Käufe‘ dürften Popularität erlangen. Delta-Updates sind überfällig.
19:00 – Angenehm produktiv: ‚Resume‘, ‚Auto Save‘ und ‚Versions‘ (Time Machine für Dokumente)
26:05 – Ich bin vielleicht komisch, aber ‚gesicherte Fensterpositionen‘ sind extrem wichtig.
27:30 – ‚AirDrop‘ – wenn der Peer-to-Peer-Dateitransfer nur ein oder zwei lästige E-Mail mit Anlagen einspart, bin ich schon zufrieden.
35:13 – Release: Juli. Download ausschließlich über den Mac App Store. Einmal gekauft, auf allen Macs offiziell zu nutzen. Der Preis trifft Mitbewerber hart: 23.99Euro lassen sich schwer unterbieten. Server-VersionFunktionalität kostet 39.99Euro (aber unter ‚teuren‘ Voraussetzungen)Update: Es scheint sich doch herauszustellen, dass lediglich 40Euro aufzuwenden sind. Update-Ende.
37:27 – Verkaufte iOS-Geräte: 200 Millionen. 425.000 Apps; 90.000 Apps davon für’s iPad angepasst. In drei Jahren: 14 Milliarden Downloads. Pro Gerät existieren damit im Durchschnitt 65 Programme. Im Schnitt lädt jeder Kunde 4.5 Apps pro Monat.
38:50 – 25 Millionen verkaufte iPads in 14 Monaten. Weiterhin unbeantwortet: Spezifische Verkaufszahlen zum iPad 2.
42:41 – iOS 5: Benachrichtigungen ohne Störung mit mehr Übersicht: ‚Notifications Center‘. Wichtig: Von überall aus dem System zugänglich. Standby-Screen mit sinnvoller Überarbeitung und direktem Verweis auf die App. Das spart Zeit!
47:15 – ‚Newsstand‘: abonnierte Abo-Sammlung mit Hintergrund-Downloads. Nun gut…
49:40 – ‚Twitter‘: Generell bleibt es ein blöder Button. Nette Neuerung: nur einmal einloggen und die Profilbild-Aktualisierung. iOS-5-Nutzer greifen bereits auf den neuen Twitter-Fotoservice zu.
52:02 – ‚Safari‘: Mobile Browser Usage: 64-Prozent iOS – sprich: Tiefschlag. ‚Reader‘ + ‚Reading List‘ oder auch Instapaper-Lite genannt. Das sieht auch Marco Arment so. Das Bedürfnis nach Tabs habe ich nie wirklich verstanden.
56:42 – ‚Reminders‘: OmniFocus nimmt die Herausforderung an.
58:20 – ‚Kamera‘: Direkt-Link vom Standby-Screen. Puh, endlich. ‚Hardware-Button-Support‘ mit freundlicher Unterstützung von Camera+.
61:53 – ‚Mail‘: universale Suche; Wörterbuch-Unterstützung, Wischgeste zum schnellen Inbox-Zugriff und ‚geteilte Tastatur‘.
65:52 – ‚PC Free‘: Aktivierung, Setup und Konfiguration ohne Computer. Software-Updates drahtlos.
69:00 – ‚Game Center‘: Bislang stiefmütterlich behandelt, jetzt mit Anspruch auf Xbox-Live-Vergleich. Abwarten!
70:01 – ‚iMessages‘: Die Mobilfunkanbieter erfuhren vom ‚SMS-Töter‘ anscheinend ebenfalls erst gestern. Traumhaft, sich diese Wutausbrüche vorzustellen. Leider (noch) nicht plattformübergreifend oder mit iChat-Anbindung.
77:00 – Feine Kleinigkeiten: WiFi-Sync, drahtloses AirPlay-Mirroring und Wischgesten zum Wechseln von Apps.
77:45 – Erster Entwickler-Build ist veröffentlicht; iOS 5 für alle Nutzer kommt im Herbst. Geräte, die unter iOS 4.3 laufen, unterstützen auch iOS 5. Und die armen Verizon-Kunden warten weiter bis Herbst ohne Musik-Download-Sync…
Auf einem Nvidia-Tegra-Tablet ließen sich bereits die tschechischen Versprechungen überprüfen – das neuste Video dürfte allerdings nicht direkt einem mobilen Gerät entstammen. Das Team versicherte gegenüber dem iPhoneBlog.de jedoch, dass der Titel in ‚abgebildeter‘ Qualität die iOS-Geräte erreichen wird.